Die Prüfung ist bestanden oder der Termin steht, und jetzt kommt die Frage, die jeder Einsteiger stellt: Was brauche ich, um wirklich auf Sendung zu gehen? Die kurze Antwort: weniger, als die Kataloge der Händler vermuten lassen. Ein Markengerät für 2 m und 70 cm kostet heute rund 75 bis 100 €, und mit der mitgelieferten Antenne erreichst du das nächste Relais. Alles andere kann warten, bis du weißt, wohin dich das Hobby zieht.

Dieser Ratgeber sortiert die Ausrüstung nach drei Zielen - UKW mit dem Handfunkgerät, eine feste UKW-Station zu Hause und die erste Kurzwellenstation - und nennt für jedes konkrete Geräte mit Preisen, wie sie deutsche Fachhändler im September 2026 aufrufen. Preise schwanken und Modelle wechseln, deshalb stehen hier Spannen statt Punktwerte und der Stand dazu.

💡 Kurzfassung: Für Klasse N reicht ein Handfunkgerät ab rund 75 € - zusammen mit Prüfung und Rufzeichen bist du für rund 160 € auf Sendung. Eine feste UKW-Station mit Mobilgerät, Netzteil und Dachantenne liegt bei 485 bis 745 €. Eine Kurzwellenstation für Klasse E und A beginnt neu bei rund 625 €, gebraucht bei 290 bis 660 €. Die Reihenfolge, die sich bewährt hat: erst die Antenne planen, dann das Gerät kaufen.

Was brauchst du wirklich? Drei Startpakete

Welche Ausrüstung sinnvoll ist, hängt weniger vom Geldbeutel ab als vom Ziel. Wer mit der Klasse N über das Ortsrelais mit anderen Funkamateuren sprechen will, braucht etwas anderes als jemand, der mit der Klasse E auf Kurzwelle nach Übersee funken möchte. Drei Pakete decken die häufigsten Einstiege ab:

PaketFür wenWas dazugehörtKosten (Stand September 2026)
A: UKW mit HandfunkgerätKlasse N, erste Schritte über RelaisDualband-Handfunkgerät 2 m/70 cm, mitgelieferte Antenne, später eine Dachantenne75 bis 230 €, mit Dachantenne und Kabel bis 320 €
B: UKW-HeimstationWer zu Hause dauerhaft erreichbar sein willMobilgerät mit 50 W, 13,8-V-Netzteil, Dachantenne, Koaxkabel485 bis 745 €
C: KurzwellenstationKlasse E und A, weltweite VerbindungenKW-Transceiver, Netzteil, Drahtantenne, Kabel, SWR-Meter625 bis 1.980 € neu, 290 bis 660 € gebraucht

Die Prüfungsgebühr und die Rufzeichenzuteilung kommen bei allen drei Paketen dazu; die aktuellen Beträge stehen auf der Seite zur Amateurfunkprüfung. Paket A ist der Einstieg, den die meisten wählen, und das aus gutem Grund: Ein Handfunkgerät kostet wenig, braucht keine Installation und zeigt innerhalb eines Nachmittags, ob dir das Hobby liegt. Paket B und C lassen sich später darauf aufbauen, nichts davon ist verlorenes Geld.

Erst die Prüfung - dann die Ausrüstung

Wer noch keine Zulassung hat, darf mit keinem dieser Geräte senden. Bereite dich mit dem offiziellen Fragenkatalog vor - kostenlos und ohne Anmeldung.

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Handfunkgeräte: der Einstieg für Klasse N

Ein Dualband-Handfunkgerät für 2 m und 70 cm ist das Gerät, mit dem fast jeder Funkamateur angefangen hat. Es sendet mit 5 W, läuft mit dem eingebauten Akku einen Tag lang und erreicht über ein Relais Gesprächspartner in 50 km Umkreis und mehr. Die Klasse N darf auf beiden Bändern mit 6,1 W ERP senden. Mit der mitgelieferten Antenne bleibt ein 5-W-Handfunkgerät darunter, an einer Antenne mit Gewinn (die unten empfohlene X-30 hat auf 70 cm 5,5 dBi) muss die Leistung reduziert werden, sonst sind es dort rund 10 W ERP.

Die Auswahl ist groß, die Unterschiede sind es weniger. Für den Anfang zählen drei Dinge: ein Empfänger, der bei starken Nachbarsendern nicht zustopft, ein Gehäuse, das einen Sturz überlebt, und eine Bedienung, die man ohne Handbuch versteht. Alle Geräte in der Tabelle erfüllen das; die Preisunterschiede kaufen Wasserdichtigkeit, Digitalbetrieb oder GPS.

GerätPreis (Sept. 2026)Was es kannFür wen
Yaesu FT-4XErund 75 €5 W, 200 Speicher, 1750-mAh-Akku, sehr kleinDer günstigste seriöse Einstieg
Yaesu FT-65Erund 100 €5 W, IP54, 1950-mAh-Akku, UKW-RundfunkempfangDer Klassiker für Klasse N
Icom IC-T10rund 230 €5 W, IP67 (wasserdicht), kräftiger LautsprecherOutdoor, Portabelbetrieb
Anytone AT-D878UVII Plusrund 220 €7 W (2 m) / 6 W (70 cm), für Klasse N an Gewinnantennen Leistung reduzieren, DMR und FM, GPS, APRS, 3100-mAh-AkkuWer ein DMR-Relais in der Nähe hat
Icom ID-52E Plusobere Preisklasse5 W, D-STAR und FM, Farbdisplay, BluetoothWer ins D-STAR-Netz will
✅ Empfehlung für den ersten Kauf: Ein Yaesu FT-4XE oder FT-65E. Beide sind seit Jahren auf dem Markt, überall lieferbar, und wenn das Hobby später eine andere Richtung nimmt, bleiben sie als Zweitgerät im Rucksack. Wer von Anfang an im Regen und auf Gipfeln funken will, nimmt den Icom IC-T10.

Analog oder digital?

Neben dem klassischen FM-Sprechfunk gibt es drei digitale Sprachsysteme, die untereinander nicht kompatibel sind: DMR, Yaesus C4FM (System Fusion) und Icoms D-STAR. Welches davon für dich sinnvoll ist, entscheidet nicht der Katalog, sondern das nächste Relais: Sieh in der Relaisliste nach, welche Betriebsart die Umsetzer in deiner Reichweite fahren, und kauf danach. Ein reines FM-Gerät ist nie falsch, denn jedes Digitalrelais kann in der Regel auch FM. Wer das Digitalnetz nutzen will, zahlt für DMR am wenigsten - der Anytone kostet kaum mehr als ein gutes FM-Gerät.

Baofeng und andere Billiggeräte

Handfunkgeräte für 30 bis 60 € aus chinesischer Fertigung sind allgegenwärtig, und die Frage nach ihnen kommt in jedem Ortsverband. Drei Dinge dazu, die Rechtslage zuerst: Besitzen und Empfangen darf jeder. Senden darf nur, wer eine Amateurfunkzulassung hat, und zwar ausschließlich auf den Amateurfunkbändern - die Geräte können technisch viel mehr, und genau das ist das Problem. Die Bundesnetzagentur hat mehrere Baofeng-Modelle mit einem Vertriebsverbot belegt, weil sie die Grenzwerte für Nebenaussendungen nicht einhalten oder die CE-Dokumentation fehlt. Welche Modelle betroffen sind und was für Funkamateure gilt, steht im Artikel Baofeng in Deutschland - was ist legal? und im Lexikon unter Baofeng.

⚠️ Oberwellen sind dein Problem, nicht das des Herstellers: Wer sendet, verantwortet, was seine Anlage abstrahlt - auch mit einem 30-Euro-Gerät. Ein Sender mit starken Nebenaussendungen stört Flugfunk, Rundfunk oder den Nachbarn, und die Bundesnetzagentur fragt beim Betreiber nach, nicht in Shenzhen. Beim Fachhändler bekommst du nur Geräte, die aktuell legal vertrieben werden dürfen; beim Import über Marktplätze trägst du das Risiko selbst.

Die Empfehlung daraus: Als Zweitgerät für den Rucksack oder zum Mithören ist ein Baofeng in Ordnung. Als erstes und einziges Gerät ist ein FT-4XE für rund 75 € der bessere Kauf - der Aufpreis von 30 bis 40 € kauft einen Empfänger, der neben einem starken Sender noch etwas hört, und einen Sender, der sauber bleibt.

Mobil- und Heimstation für UKW

Ein Mobilgerät heißt so, weil es fürs Auto gebaut ist - zu Hause mit Netzteil und Dachantenne ist es die bessere Heimstation als jedes Handfunkgerät. 50 W statt 5 W und eine Antenne auf dem Dach statt am Gürtel erreichen Relais, die mit dem Handgerät nur rauschen. Die Geräte sind seit Jahren ausgereift, die Unterschiede liegen im Digitalbetrieb und im Bedienkomfort.

GerätPreis (Sept. 2026)Was es kann
Yaesu FTM-6000Erund 260 €50 W FM, abnehmbares Bedienteil, 1.100 Speicher, sehr einfache Bedienung
Icom IC-2730Erund 360 €50 W auf beiden Bändern, zwei Empfänger gleichzeitig
Yaesu FTM-500DErund 445 € (Restbestand, Nachfolger FTM-510)50 W, C4FM, APRS, Farbdisplay

Beim Mobilgerät entscheidet das Drumherum über das Ergebnis. Es braucht ein Netzteil mit 13,8 V und mindestens 12 A, eine Antenne mit freier Sicht und ein Koaxkabel, das die Leistung auch oben ankommen lässt: Auf 70 cm lässt dünnes RG-58 auf 20 m Länge (rund 7 dB) nur etwa ein Fünftel der Sendeleistung an der Antenne ankommen, ein Kabel vom Typ H-155 oder Aircell 7 deutlich weniger. Was die Kabeltypen unterscheidet, steht unter Koaxialkabel, die Stecker dazu unter PL-Stecker.

Kurzwelle: die erste Station für Klasse E und A

Mit der Klasse E öffnen sich 160 m, 80 m, 15 m und 10 m, mit der Klasse A alle Kurzwellenbänder. Hier wird die Ausrüstung teurer, aber auch hier gilt: Der Transceiver ist nur ein Teil, und nicht der wichtigste. Bis auf den FT-891 sind die Geräte in der Tabelle SDR-Transceiver mit Spektrumanzeige, die das Band als Wasserfall zeigen, für Einsteiger ist das ein echter Vorteil, weil man Stationen sieht, bevor man sie hört.

GerätPreis (Sept. 2026)LeistungTunerFür wen
Xiegu G90rund 420 bis 435 €20 WeingebautGünstigster Einstieg, Portabel, Digimodes
Yaesu FT-891rund 680 bis 725 €100 WkeinerViel Leistung fürs Geld, kompakt
Yaesu FT-710 AESSrund 1.130 €100 WeingebautTouchscreen, sehr guter Empfänger
Icom IC-705rund 1.220 €10 W (5 W am Akku)keinerPortabel, Kurzwelle bis 70 cm, D-STAR
Icom IC-7300 MK2rund 1.550 €100 WeingebautDer Nachfolger des meistverkauften KW-Geräts

Der Icom IC-7300, über ein Jahrzehnt das Standardgerät für den Einstieg, wird seit Dezember 2025 vom IC-7300 MK2 abgelöst; das alte Modell ist bei den Händlern ausverkauft und nur noch gebraucht zu haben - dort allerdings reichlich und zu guten Preisen. Wer 100 W zum kleinsten Preis will, nimmt den FT-891 und rechnet einen externen Antennentuner dazu, sofern die Antenne nicht ohnehin resonant ist. Der Xiegu G90 ist mit 20 W kein Kompromiss für Digimodes wie FT8, mit denen weltweite Verbindungen auch mit kleiner Leistung gelingen.

💡 Vor dem Kauf nach Cashback schauen: Yaesu legt mehrmals im Jahr Aktionen auf, bei denen der Hersteller nach dem Kauf 50 bis 200 € zurückzahlt. Die Aktionszeiträume stehen bei den Händlern am Gerät. Wer nicht unter Zeitdruck ist, wartet die nächste ab.

Zum Leistungsbedarf: Ein 100-W-Gerät zieht beim Senden rund 20 A bei 13,8 V, das Netzteil muss also 25 bis 30 A liefern können. Für den G90 oder den IC-705 reicht ein kleineres Netzteil oder ein Akku.

Antennen: erst die Antenne, dann das Gerät

Ein Satz, den jeder erfahrene Funkamateur unterschreibt: Die Antenne bringt mehr als jedes Watt und jeder Euro im Transceiver. Ein 75-Euro-Handfunkgerät an einer Dachantenne schlägt ein 500-Euro-Gerät an der Gummiwendel, und ein selbstgebauter Draht-Dipol für zehn Euro Material funktioniert auf Kurzwelle so gut wie mancher Katalogartikel. Der Antennen-Guide erklärt die Typen im Detail und hat einen eigenen Abschnitt mit Empfehlungen für Einsteiger; hier nur das, was zum ersten Kauf gehört.

ZielAntennePreis (Sept. 2026)Hinweis
UKW zu HauseDiamond X-30 (Rundstrahler 2 m/70 cm)rund 60 €1,3 m lang, 150 W belastbar, PL-Anschluss; auf Balkon oder Dach
UKW im AutoMagnetfußantennezweistelligDachmitte, kurzes Kabel
Kurzwelle, mehrere BänderEFHW-Bausatz 1:49 für 10/20/40 mrund 50 €Ein Aufhängepunkt genügt, 100 W belastbar, 12 m Gesamtlänge
Kurzwelle, ein BandDraht-Dipol selbst gebautrund 10 € MaterialLänge mit dem Antennenlängen-Rechner

Für Mietwohnung und Balkon gibt es Lösungen ohne Bohren: eine Fensterdurchführung mit flachem Kabel, eine Magnetfußantenne auf dem Balkongeländer oder eine Drahtantenne, die nur für die Betriebszeit hängt. Was die EFHW gegenüber dem Dipol auszeichnet und wann eine Magnetloop die bessere Wahl ist, steht im Antennen-Guide.

⚠️ Anzeige nach § 9 BEMFV: Ab 10 W EIRP braucht eine ortsfeste Station eine Anzeige bei der Bundesnetzagentur, bevor du sendest. Mit einem Handfunkgerät an seiner eigenen Antenne bleibst du darunter, an einer Dachantenne mit Gewinn liegt es auf 70 cm mit 5 W schon darüber, ein Mobilgerät mit 50 W an einer Antenne mit Gewinn liegt darüber. Was in die Anzeige gehört und wie man den Sicherheitsabstand rechnet, steht unter EMVU.

Zubehör, das am ersten Tag fehlt

Die Lieferung mit dem Transceiver enthält meist ein Mikrofon und ein Stromkabel, sonst nichts. Diese Dinge fehlen erfahrungsgemäß beim ersten Aufbau:

  • Netzteil 13,8 V: Für Mobil- und Kurzwellengeräte ein Schaltnetzteil mit 25 bis 30 A, etwa das Alinco DM-330-MW-II für rund 145 bis 160 €. Ein Netzteil mit zu wenig Strom bricht beim Senden ein, das Gerät startet neu oder verzerrt.
  • Koaxkabel und Stecker: Für kurze Wege bis 10 m reicht RG-58, darüber H-155 oder Aircell 7. Handfunkgeräte haben eine SMA-Buchse, Stationsgeräte PL - ein Adapter gehört in jede Schublade.
  • SWR-Meter: Zeigt, ob die Antenne angepasst ist. Für UKW etwa Diamond SX-27P oder Nissei RS-40, für Kurzwelle Diamond SX-200; alle deutlich unter 100 €. Viele Kurzwellengeräte zeigen das SWR selbst an.
  • Kopfhörer: Jeder Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinke. Bei schwachen Signalen und beim Morsen unverzichtbar.
  • Software: Logbuch (Log4OM, kostenlos) und Digimodes (WSJT-X, kostenlos). Dafür ein USB-Kabel zum Gerät, G90, FT-710, IC-705 und IC-7300 MK2 haben die Soundkarte eingebaut, der FT-891 braucht ein Soundkarten-Interface an der DATA-Buchse (etwa das SCU-17).

Gebraucht kaufen

Funkgeräte altern langsam. Ein Kurzwellentransceiver aus den 2000er Jahren empfängt und sendet heute so gut wie damals, ihm fehlt nur der Wasserfall auf dem Display. Auf dem Gebrauchtmarkt kostet er ein Drittel des damaligen Neupreises, und die alten IC-7300 aus dem Modellwechsel drücken die Preise gerade zusätzlich. Ein brauchbares Kurzwellen-Setup mit Netzteil und Antenne gibt es gebraucht für rund 300 bis 650 €.

Wo: Kleinanzeigen (die frühere eBay-Kleinanzeigen-Plattform), der Marktplatz Funkflohmarkt.de, die Flohmärkte der DARC-Ortsverbände und der große Flohmarkt auf der HAM RADIO in Friedrichshafen. Die beste Quelle ist der eigene Ortsverband: Dort werden Nachlässe verstorbener Funkamateure verkauft, und der Verkäufer kennt das Gerät.

Checkliste für den Gebrauchtkauf

  • Sendeleistung messen: Mit SWR-Meter und Kunstantenne auf allen Bändern, nicht nur auf einem. Eine Endstufe, die auf 10 m nur die Hälfte bringt, ist ein Reparaturfall.
  • Empfänger vergleichen: Dieselbe Bake oder dieselbe Station mit dem eigenen Gerät hören. Taubheit auf einzelnen Bändern fällt sonst erst zu Hause auf.
  • Relais und Schalter: Beim Umschalten Senden/Empfang muss es sauber klicken, ohne Kratzen. Drehgeber und Tasten auf Aussetzer prüfen.
  • Display und Beleuchtung: Ausgefallene Segmente und dunkle Ecken sind bei alten LC-Displays häufig und oft nicht mehr reparierbar.
  • Zubehör vollständig: Mikrofon, Stromkabel, Halterung, Handbuch. Ein originales Handmikrofon kostet einzeln 50 bis 100 €.
  • Firmware und Umbauten: Geräte mit erweitertem Sendebereich oder fremder Firmware meiden. Nachfragen, ob jemals ein Eingriff stattfand.
  • Raucherhaushalt: Nikotin setzt sich auf Platinen und in Lüftern ab. Einmal daran riechen sagt mehr als jede Beschreibung.

Kostenübersicht

Alle Beträge sind Spannen aus Händlerpreisen vom September 2026, inklusive Mehrwertsteuer. Prüfungsgebühr, Rufzeichenzuteilung und die jährlichen Beiträge an die Bundesnetzagentur kommen dazu; sie stehen aktuell auf der Seite zur Amateurfunkprüfung.

PostenA: UKW-HandfunkgerätB: UKW-HeimstationC: Kurzwelle neuC: Kurzwelle gebraucht
Funkgerät75 bis 230 €260 bis 445 €420 bis 1.550 €200 bis 400 €
Antenne0 € (mitgeliefert) bis 60 €rund 60 €10 bis 150 €10 bis 100 €
Netzteil0 € (Akku)145 bis 160 €145 bis 160 €50 bis 100 €
Kabel, Stecker, SWR-Meter0 bis 30 €20 bis 80 €50 bis 120 €30 bis 60 €
Summe Ausrüstung75 bis 320 €485 bis 745 €625 bis 1.980 €290 bis 660 €

Rechnet man die 88 € für Prüfung und Rufzeichen der Klasse N dazu, ist der komplette Einstieg mit Paket A für rund 160 € erledigt. Für Kurzwelle sollte man neu mit 1.000 bis 1.500 € planen, wenn es ein Gerät mit 100 W und eingebautem Tuner sein soll.

Typische Anfängerfehler

  • Das teuerste Gerät zuerst. Wer mit 1.500 € startet, hat noch keine Antenne, keinen Standort und keine Ahnung, welche Betriebsart ihm liegt. Klein anfangen, nach einem halben Jahr weiß man mehr.
  • Die Antenne vergessen. Der häufigste Grund, warum "nichts geht": Gerät im Wohnzimmer, Gummiwendel dran, Relais 30 km weit weg.
  • Das falsche Band fürs Relais. Vor dem Kauf in die Relaisliste sehen: Welches Band, welche Betriebsart, welche Ablage. Ein 2-m-Gerät hilft nichts, wenn das nächste Relais auf 70 cm arbeitet.
  • Netzteil zu schwach. 100 W brauchen 20 A. Ein Steckernetzteil vom Router liefert 2 A.
  • Baofeng ohne Zulassung. Empfangen ja, senden nein - und auch mit Zulassung nur auf Amateurfunkfrequenzen.
  • Kabel zu dünn oder zu lang. 30 m RG-58 auf 70 cm (rund 10 dB) lassen von 50 W nur etwa 5 W an der Antenne übrig.
Hersteller, Modelle und Händler im Überblick: Die Funkgeräte-Seite sortiert die Marken nach Schwerpunkt und nennt die Fachhändler, bei denen du sicher kaufst.
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Häufige Fragen zur ersten Ausrüstung

Was kostet die Erstausstattung für die Klasse N?

Ein Markengerät für 2 m und 70 cm gibt es ab rund 75 €, die mitgelieferte Antenne reicht für den Anfang. Mit Prüfungsgebühr und Rufzeichenzuteilung von zusammen 88 € bist du für rund 160 € auf Sendung. Eine Dachantenne mit Kabel kommt später für rund 90 € dazu.

Welches Handfunkgerät ist für den Anfang das richtige?

Ein Yaesu FT-4XE (rund 75 €) oder FT-65E (rund 100 €). Beide sind seit Jahren bewährt, überall lieferbar und bleiben später als Zweitgerät nützlich. Wer draußen und bei Regen funkt, nimmt den wasserdichten Icom IC-T10; wer ein DMR-Relais in der Nähe hat, den Anytone AT-D878UVII Plus.

Darf ich mit einem Baofeng funken?

Mit einer Amateurfunkzulassung ja, aber nur auf den Amateurfunkbändern. Ohne Zulassung ist Senden verboten, Empfangen erlaubt. Mehrere Baofeng-Modelle dürfen in der EU nicht mehr verkauft werden, weil sie Grenzwerte für Nebenaussendungen verletzen; die Verantwortung für saubere Aussendungen liegt beim Betreiber. Als Zweitgerät brauchbar, als erstes Gerät ist ein Markengerät für 75 € der bessere Kauf.

Reicht ein Handfunkgerät für das 10-m-Band der Klasse N?

Nein. Handfunkgeräte decken 2 m und 70 cm ab. Für das 10-m-Band braucht es einen Kurzwellentransceiver, etwa den Xiegu G90 oder ein gebrauchtes Kurzwellengerät, dazu eine Antenne für 28 MHz. Mit 10 W ERP und FT8 sind darauf bei guten Bedingungen weltweite Verbindungen möglich.

Brauche ich einen Antennentuner?

Nur, wenn die Antenne nicht auf das Band abgestimmt ist, auf dem du senden willst. Ein resonanter Dipol oder eine EFHW braucht keinen. Viele Kurzwellengeräte haben einen Tuner eingebaut, der kleine Fehlanpassungen ausgleicht; der Yaesu FT-891 und der Icom IC-705 haben keinen.

Welches Netzteil brauche ich?

Ein Schaltnetzteil mit 13,8 V. Für 100-W-Geräte 25 bis 30 A, etwa das Alinco DM-330-MW-II für rund 145 bis 160 €. Für 50-W-Mobilgeräte reichen 12 bis 15 A, für QRP-Geräte wie den Xiegu G90 ein kleines Netzteil oder ein Akku. Handfunkgeräte laufen mit dem eingebauten Akku.

Neu oder gebraucht kaufen?

Für Handfunkgeräte neu, der Preisvorteil gebraucht ist gering. Für Kurzwelle lohnt gebraucht: Ein brauchbares Setup mit Netzteil und Antenne kostet rund 300 bis 650 €, und die alten Icom IC-7300 aus dem Modellwechsel gibt es reichlich. Beim Kauf Sendeleistung auf allen Bändern messen, Empfänger vergleichen und auf vollständiges Zubehör achten.

Muss ich meine Station bei der Bundesnetzagentur anmelden?

Eine ortsfeste Station mit 10 W EIRP oder mehr braucht vor dem ersten Senden eine Anzeige nach § 9 BEMFV. Ein Handfunkgerät an seiner eigenen Antenne bleibt darunter, an einer Dachantenne mit Gewinn nicht, ein Mobilgerät mit 50 W an einer Antenne mit Gewinn liegt darüber. Die Anzeige ist eine Selbsterklärung mit Berechnung der Sicherheitsabstände; wie sie geht, steht im Lexikon unter EMVU.

Quellen

Alle Preise wurden am 02.09.2026 bei deutschen Fachhändlern abgerufen und sind Momentaufnahmen; verbindlich ist immer der Preis im Shop. 12db erhält keine Provision.

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