Amateurfunkprüfung - Ablauf, Kosten und Vorbereitung für Klasse N, E und A

Die Amateurfunkprüfung - auch Funkprüfung oder AFU-Prüfung genannt - ist dein Weg zur eigenen Amateurfunklizenz in Deutschland. Diese Theorieprüfung wird von der Bundesnetzagentur (BNetzA) durchgeführt und ist Voraussetzung für die Teilnahme am Amateurfunkdienst. Alle Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog, der öffentlich zugänglich ist.

Optimal vorbereitet in die Prüfung

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Erfolgsgeschichten von 12db-Nutzern

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Bestanden Klasse E Aufgestockt zur E in 8 Wochen Mit dem Simulationstrainung und dem Lernmodul fuer Erklärungen genial. Die Möglichkeit das man bei der Prüfungssimulation garantiert alle Fragen einmal hatte ist super. Und jetzt zum Tool fuer das neue Rufzeichen… 👍😊😎GGabrieleDO1GPMBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A, 23 Tage Aktivität auf 12dB, 42 Prüfungssimulationen Vor Jahren hatte ich mal kurz gelernt mit einer Android Prüfungsapp, aber das hat nicht gut funktioniert für mich und ich habe es wieder aufgegeben. Nun hatte ich ein bisschen Urlaub, habe diese Seite neu entdeckt und auch wenn 50Ohm ausführlichere Inhalte bietet, gefällt mir hier vor allem dass die Erklärungen recht knapp gehalten sind und man schnell durch kommt. Dazu noch die gute Strukturierung, Übersicht des Fortschritts und die leichte gamification im Interface. Sowas hält mich an der Stange und so hab ich dann alle Kapitel, alle 1750 Fragen in 8 Tagen durchgezogen. Ich habe etwas praktische Elektronik-Erfahrung, das hat mir natürlich auch geholfen in den Technik-Teilen. Die Wochen danach bis zur Prüfung habe ich dann immer mal wieder Prüfungssimulationen gemacht, die markierten Fragen helfen da extrem effizient zu sein. Ich habe nur 12db genutzt, nur ganz ganz selten mal eine Frage von einer AI erklären lassen als Hilfsmittel. Wie im Titel geschrieben: Am Ende in meiner 12dB Statistik sind 23 Tage Aktivität, 42 Prüfungssimulationen, und nun zugegeben mit ein bisschen Mut zur Lücke die Prüfung Klasse A bestanden, den Technik A Teil mit 20/25 Punkten ;) Ohne diese Platform hätte ich es definitiv nicht so schnell geschafft. Vielen Dank!Mm3nnoBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A - Null Problem! Mit 12db kann man sich super vorbereiten, die Prüfungssimulationen sind super, wenn man die ganze Theorie gelernt hat. Wenn man alles wirklich verstehen will, dann empfehle ich zusätzlich 50ohm. Dort die Theorie lernen und dann hier Prüfungssimulationen machen - durch die zufälligen Fragen und den Antworten in zufälliger Reihenfolge muss man zumindest die Frage und die Antworten überfliegen und klickt nicht immer auf die selbe Stelle. Jeden Tag einige Simulationen - dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So baut man Routine auf und ist selbst am Prüfungstag relativ entspannt. Die Prüfung wahr super, nach ein paar Minuten hat man das Ergebnis.PPip42Bericht lesen Bestanden Klasse N Klasse N für den Anfang, mal sehen, wie weit ich noch gehe 😀 Die Prüfungssimulation ist super hilfreich. Unsichere Fragen zu markieren ist auch ein tolles Hilfsmittel! Danke für 12dB!!!LLeoBericht lesen Bestanden Klasse N Super Lernplattform Habe hier einige Prüfungen simuliert und die mir schweren Fragen markiert, so konnte ich immer mehr Wissen aneignen und habe die Prüfung schnell geschafft!FFipsigelbBericht lesen Bestanden Klasse A Noch Einer von 0 auf Klasse A, aber bitte ohne Stress !!! Moin !!! Nach über 35 Jahren Funkabstinenz (damals noch CB-Funk, mit 14) hat es mich dieses Jahr irgendwie aufs Neue erwischt und nach ein paar Wochen DIY-Antennenbau (MagLoop, Blumentopf usw., sowie LNAs) und Lauschen per SDR auf allen Bändern war für mich schnell klar, das Hobby muss reaktiviert werden und dafür gleich als Herausforderung die Klasse A und das so schnell wie möglich. 😉 Trotz technischer Vorbildung (Studium der techn. Informatik) und einem Überangebot an Ehrgeiz muss ich nachträglich gestehen, dass neben dem Job und der Familie die angesetzten 2 Monate dafür wirklich sehr knapp bemessen waren. Neben Youtube-Kanälen wie Funkwelle und DL2YMR und Apps wie Hamfisted oder Funktrainer waren es vor allem die Portale von 50Ohm und 12db, die das Lernen dann doch sehr vereinfacht haben. Gerade 12db mit dem wirklich gut strukturiertem Lernansatz (Akademie, Quiz und Prüfungssimulation) hat mir beim Lernen sehr geholfen. Vielen Dank dafür Jungs und Mädels, tolle Seite !!! Nichtsdestotrotz waren das 2 Monate, in dem jede zeitliche Möglichkeit zum Lernen genutzt wurde und auch genutzt werden musste und die kaum Zeit für andere Dinge zuließ und die dann gestern mit dem Bestehen aller 5 Prüfungsteile endete. Im Nachhinein hätten es auch gerne 4 bis 6 Monate Lernzeit sein können. Mein Tipp also, lasst euch Zeit mit dem Lernen auch wenn der Wunsch endlich Funken zu dürfen doch sehr unter den Fingernägeln brennt !!! So denn, bis demnächst im Äther 😉AAndréBericht lesen Bestanden Klasse E Von 50ohm über bueffeln zu 12db zum Funkamateur Nachdem ich lange Jahre herumgeschlichen bin und mich nicht getraut habe, weckte die Einführung der Klasse N wieder das Interesse - wenn's nicht klappt, habe ich wenigstens N. Mit meinen Vorkenntnissen aus Seefunk- (GOC) und Behördenfunkbetrieb waren (anders als bei vielen) Betrieb und Vorschriften weniger ein Problem - aber die Technik! Mit den Videos von DL2YMR und 50ohm und dann weiter mit 50ohm und den Vorlesungen von DL0JMU kam ich dem Verständnis näher (auch wenn mir die Vorlesungen etwas zu mathematisch waren). Für die direkte Prüfungsvorbereitung wurde mir dann erst bueffeln empfohlen. Ja, ging. Doch dann stolperte ich über 12db und hatte den Durchbruch: Die kurzen Texte der Akademie halfen mir beim Verständnis auf die Sprünge, das Quiz festigte die Betriebs- und Vorschriftenkenntnisse, mit den Prüfungssimulationen machte ich mir die Lücken bewußt, die ich dann wieder in der Akademie nachlernte. Ab Juli (nahezu) täglich ein Quiz, je eine Technikprüfungssimulation N und E (alles zusammen knapp eine halbe Stunde). Völlig entspannt habe ich dann in Hamburg innerhalb von einer runden halben Stunde meine Kreuzchen gesetzt und bekam die Erfolgsmitteilung "Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Amateurfunkprüfung Klasse E". Am Folgetag lag die Prüfungsurkunde im Briefkasten, einen weiteren Tag später ist die Zulassung datiert, die dann nach wenigen Tagen eintraf. Erstes QSO in der OV-Relaisrunde am Abend. Jetzt erstmal spielen und dann mal schauen, was am interessantesten wird. Vielleicht dann in einiger Zeit Klasse A, bestimmt wieder mit 12db.OOlaf HoffmannDA6OHBericht lesen Bestanden Klasse A Wieder vom Amateurfunk-Virus infiziert... Meine erste Amateurfunkprüfung hatte ich bereits 2002 bestanden. Die damalige Klasse 3 heißt heute Klasse E. Im Jahr 2010 habe ich dann auf meine Zulassung verzichtet, da andere Dinge wichtiger waren und ich das Interesse verloren hatte. Vor ziemlich genau einem Jahr hat mich das Amateurfunk-Virus dann plötzlich wieder infiziert und ich habe mir ein neues Rufzeichen zuteilen lassen. Mein altes war leider bereits vergeben. In den folgenden Wochen reifte nach und nach mein Wunsch, auf Klasse A "aufzustocken". Als Medizintechnik-Ingenieur hatte ich einige Vorkenntnisse, die nur noch reaktiviert werden mussten. Hierfür nutze ich anfangs 50ohm (inklusive der tollen App), dann länger den puristischen Online-Prüfungssimulator von Thomas Fritzsche (DJ1TF) und schließlich in den letzten drei Wochen diese super Seite 12db. Alle drei haben absolut ihre Berechtigung und sind äußerst hilfreich. 12db bietet dabei mit Abstand das vielfältigste und innovativste Konzept. Schade, dass ich euch erst so spät entdeckt habe. Heute habe ich die 25 Fragen dann problemlos in nur 15 Minuten beantworten können - inklusive einer "Kontrollrunde". Vielen Dank an alle drei supertollen Angebote und hier insbesondere an 12db!DDanielDL6WDBericht lesen

Amateurfunklizenz: Die drei Klassen im Überblick

Seit dem 24. Juni 2024 gibt es in Deutschland drei Lizenzklassen, die aufeinander aufbauen:

Klasse N (Entry-Class)
seit Juni 2024

Frequenzen: 10 m, 2 m, 70 cm
Leistung: 6,1 W ERP (2m/70cm), 10 W ERP (10m)
Lernzeit: 4-8 Wochen
Besonderheit: Derzeit keine CEPT-Anerkennung
Klasse E (Novice-Class)
Mittlere Klasse mit KW-Zugang

Frequenzen: 160m, 80m, 15m, 10m + VHF/UHF/SHF
Leistung: bis 100 W PEP (bandabhängig)
Lernzeit: 2-4 Monate
Besonderheit: CEPT Novice Licence
Klasse A (Expert-Class)
Vollversion

Frequenzen: Alle zugewiesenen Amateurfunkbänder
Leistung: bis 750 W PEP (bandabhängig)
Lernzeit: 3-6 Monate
Besonderheit: HAREC-konform (CEPT T/R 61-02)

Alle Klassen im Vergleich

Frequenzen, Leistung, Prüfungsumfang - welche Klasse passt zu dir?

Klassen vergleichen
🎓 Flexibler Aufstieg: Du kannst jederzeit eine höhere Klasse prüfen lassen - es wird nur der jeweilige Technik-Teil geprüft. Je nach bestandenen Prüfungsteilen kann eine niedrigere Zeugnisklasse erteilt werden.

Aufbau der Theorieprüfung

Die Funkprüfung besteht aus mehreren Teilen, die alle am selben Tag abgelegt werden:

ZielklassePrüfungsteileAnzahl Fragen
Klasse NV + B + Technik N3 × 25 = 75 Fragen
Klasse EV + B + Technik N + Technik E4 × 25 = 100 Fragen
Klasse AV + B + Technik N + Technik E + Technik A5 × 25 = 125 Fragen

Prüfungsteil V: Kenntnisse von Vorschriften

  • Amateurfunkgesetz (AFuG) und Amateurfunkverordnung (AFuV)
  • Internationale Regelungen (ITU, CEPT)
  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
  • Störungsbeseitigung und Grenzwerte

Prüfungsteil B: Betriebliche Kenntnisse

  • Abwicklung des Funkverkehrs und Buchstabiertafel
  • Q-Gruppen und internationale Abkürzungen
  • Rufzeichenkunde (Aufbau, Präfixe, Suffixe)
  • Frequenzen, Bandpläne und Betriebsarten

Prüfungsteile Technik (N, E, A)

  • Elektrotechnik-Grundlagen (Ohmsches Gesetz, Leistung)
  • Hochfrequenztechnik und Schwingkreise
  • Sender, Empfänger und Transceiver
  • Antennen und Wellenausbreitung
  • Messtechnik und Störungsbeseitigung

Die Technik-Teile bauen aufeinander auf: N ist am einfachsten, E geht tiefer, A enthält die komplexesten Berechnungen.

💡 Wichtig: Die Prüfungsteile V (Vorschriften) und B (Betrieb) sind für alle drei Klassen identisch. Wer direkt Klasse A anstrebt, muss alle fünf Teile ablegen - aber wer bei Technik A nicht besteht, kann trotzdem die E-Lizenz bekommen, wenn dieser Teil geschafft wurde!

Fragenanzahl und Bestehensgrenze

PrüfungsteilFragenZeitBestandenMündlich bei (nur wenn allein dieser Teil verfehlt ist)
Vorschriften (V)2545 Min19 richtig (76%)17-18 richtig
Betrieb (B)2545 Min19 richtig (76%)17-18 richtig
Technik N2545 Min19 richtig (76%)17-18 richtig
Technik E2545 Min19 richtig (76%)17-18 richtig
Technik A2560 Min19 richtig (76%)17-18 richtig

Das Prüfungsformat ist Multiple-Choice mit vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist.

⚠️ Mündliche Nachprüfung: Verfehlst du genau einen Teil und hast dort 17 oder 18 richtige Antworten, kann der Prüfungsvorsitzende eine mündliche Nachprüfung in diesem Teil anbieten (Prüfungsordnung Vfg 29/2024, eine Ermessensentscheidung). Bestehst du sie, gilt der Teil als bestanden.

Der offizielle Fragenkatalog der BNetzA

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht den kompletten Fragenkatalog, aus dem die Prüfungsfragen stammen. Es gibt keine Überraschungen - alle Fragen sind bekannt!

BereichAnzahl Fragen
Vorschriften (V)204
Betrieb (B)172
Technik Klasse N195
Technik Klasse E463
Technik Klasse A716

Gesamtumfang nach Klasse

KlasseGesamtfragenZusammensetzung
Klasse N571 FragenV (204) + B (172) + N (195)
Klasse E839 FragenV (204) + B (172) + E (463)
Klasse A1.092 FragenV (204) + B (172) + A (716)
📚 Tipp: Der Fragenkatalog kann kostenlos bei der Bundesnetzagentur heruntergeladen werden. Als gedrucktes Buch ist er beim DARC-Verlag erhältlich.

Prüfungsgebühren

Die Kosten für die Amateurfunkprüfung sind nach Klassen gestaffelt (gemäß BMDVTKBGebV):

Erstprüfung (alle 3 Teile: V + B + Technik)

KlassePrüfungsgebührRufzeichenzuteilungGesamt
Klasse N68,00 €20,00 €88,00 €
Klasse E73,50 €20,00 €93,50 €
Klasse A81,00 €20,00 €101,00 €

Aufstockung (nur Technik-Teil)

AufstiegGebühr
N → E48,00 €
E → A50,50 €
N → A (Technik E + A)57,00 €

Wiederholungsprüfung

Nicht bestandene Teile können wiederholt werden: 42,50 € Grundgebühr + 5,50 € pro Prüfungsteil.

Jährliche Kosten nach der Prüfung

Nach der Zulassung fallen jährliche Beiträge an die Bundesnetzagentur an:

BeitragKosten/Jahr
Frequenznutzungsbeitragca. 4-7 €
EMV-Beitragca. 21-25 €
Gesamtca. 25-32 €
💡 Hinweis: Die jährlichen Beiträge werden oft mit mehrjähriger Verspätung in Rechnung gestellt. Nicht wundern, wenn erst nach 2-3 Jahren eine Sammelrechnung kommt!

Prüfungsorte der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur führt Prüfungen an 11 Standorten in ganz Deutschland durch:

StandortRegion
BerlinNordost
DortmundWest
CottbusOst
ErfurtMitte
Eschborn (Frankfurt)Südwest
GöttingenMitte
HamburgNord
HannoverNordwest
MünchenSüd
NürnbergSüd
ReutlingenSüdwest

Prüfungstermine werden regelmäßig an den BNetzA-Standorten angeboten. Die aktuellen Termine findest du auf der Übersicht der Prüfungstermine.

⚠️ Frühzeitig anmelden: Beliebte Termine (besonders in Großstädten) sind schnell ausgebucht. Melde dich am besten 2-3 Monate im Voraus an!

Anmeldung zur Prüfung

So meldest du dich zur Amateurfunkprüfung an:

  1. Formular herunterladen: Antragsformular (PDF)
  2. Formular ausfüllen: Persönliche Daten, gewünschte Prüfungsklasse (N, E oder A), Wunschtermin und -ort
  3. Einreichen per E-Mail: Amateurfunkpruefung@BNetzA.de
  4. Bestätigung abwarten: Du erhältst eine Einladung mit allen Details
Alternativ per Post:
Bundesnetzagentur
Dienstleistungszentrum 10
Alter Hellweg 56
44379 Dortmund

Bereit für die Amateurfunkprüfung?

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Vorbereitung auf die Prüfung

Es gibt verschiedene Wege, sich optimal auf die Prüfung vorzubereiten. Die besten Ergebnisse erzielst du mit einer Kombination mehrerer Methoden:

Empfehlungen

12db.de - Prüfungstrainer mit Lerneinheiten

Alle Fragen aus dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog, verständlich erklärt mit Wissenskontrolle und Prüfungssimulation.

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📚 50ohm.de - Die offizielle DARC-Lernplattform mit strukturierten Online-Kursen für alle Klassen. Kostenlos und umfassend.
📱 Hamfisted (iOS-App) - Prüfungstrainer für unterwegs. Ideal zum Üben in der Bahn oder im Wartezimmer.
🎓 Amateurfunkvorlesung Klasse E - Kostenlose Vorlesungsreihe von Prof. Dr. Matthias Jung (DL9MJ) an der Universität Würzburg. Perfekt für alle, die den Stoff wirklich verstehen wollen!
🎬 Amateurfunk-Lernkanal auf YouTube - Über 470 Videos rund um Funktechnik, verständlich erklärt. Michael Reichardt (DL2YMR) hat gemeinsam mit dem DARC auch die Klasse-N-Videos für 50ohm.de produziert.

Weitere Lernmethoden

MethodeBeschreibungKosten
DARC-LehrgangPräsenzkurs im Ortsverband mit erfahrenen Ausbildernmeist kostenlos
Moltrecht-BücherKlassische Standardwerke für alle Klassenkostenpflichtig
AusbildungspateIndividuelle Betreuung durch erfahrenen Funkamateurkostenlos
afup.a36.dePrüfungstrainer für Klasse E und Akostenlos

Empfohlene Lernzeit nach Klasse

KlasseLernzeitHinweis
N4-8 WochenIdeal für den schnellen Einstieg
E2-4 MonateMehr Technik, aber machbar
A3-6 MonateOder E + 2-3 Monate Aufstockung
🎯 Erfolgsrezept: Viele bestehen die Klasse N bereits nach 4-8 Wochen Lernzeit. Der Schlüssel: Regelmäßig lernen und viele Prüfungssimulationen durchführen!

Die 5 besten Lerntipps

  1. Strukturiert vorgehen: Abwechselnd Technik und Betrieb/Vorschriften lernen - das hält die Motivation hoch
  2. Prüfungssimulationen: Je öfter du unter realen Bedingungen übst, desto sicherer wirst du
  3. Formeln verstehen: Die Formelsammlung wird gestellt - wichtiger ist, die Formeln anwenden zu können
  4. Schwache Fragen wiederholen: Markiere schwierige Fragen und übe diese gezielt
  5. Austausch suchen: DARC-Ortsverband besuchen, Fragen stellen, von Erfahrungen profitieren
📻 Praxis sammeln: Nutze die Möglichkeit, mit einem Ausbildungsrufzeichen unter Aufsicht eines lizenzierten Funkamateurs erste Funkversuche zu machen. Das motiviert und hilft beim Verstehen der Betriebstechnik!

Erlaubte Hilfsmittel in der Prüfung

Diese Hilfsmittel sind in der Prüfung erlaubt bzw. werden gestellt:

Was du mitbringen musst

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Nicht programmierbarer Taschenrechner (einfacher wissenschaftlicher Taschenrechner reicht)
  • Kugelschreiber

Was gestellt wird

  • Formelsammlung aus dem Fragenkatalog (für den Technik-Teil)
  • Auszüge aus dem Bandplan der IARU (2m, 70cm)
  • Rufzeichenplan
  • Anlage 1 der Amateurfunkverordnung
⚠️ Taschenrechner-Tipp: Ein einfacher Taschenrechner mit Grundrechenarten, Wurzel und Potenzfunktion reicht völlig aus. Der Kehrwert (1/x) ist ebenfalls praktisch. Programmierbare Rechner oder solche mit Textspeicher sind nicht erlaubt!

Ablauf am Prüfungstag

  1. Ankunft: 15-30 Minuten vor Prüfungsbeginn erscheinen
  2. Anmeldung: Personalausweis vorzeigen, Platz zugewiesen bekommen
  3. Einweisung: Der Prüfer erklärt den Ablauf und verteilt die Unterlagen
  4. Prüfung: Du erhältst jeden Teil als Papierbogen und kreuzt die richtige Antwort an. Alle Teile nacheinander (Erstprüfung: 3-5 Teile je nach Klasse, Aufstockung: nur Technik, Wiederholung: nur nicht bestandene Teile), kurze Pausen zwischen den Teilen möglich
  5. Auswertung: Das Ergebnis wird meist noch am selben Tag mitgeteilt
  6. Bei Bestehen: Du erhältst eine Prüfungsbescheinigung
🎉 Geschafft! Nach bestandener Prüfung stellst du einen separaten Antrag auf Zulassung zum Amateurfunkdienst. Das Antragsformular findest du auf der BNetzA-Website und sendest es per E-Mail an Amateurfunkpruefung@BNetzA.de. Wenige Wochen später kommt dein persönliches Rufzeichen per Post!

Nach der Prüfung: Dein Rufzeichen

12db Rufzeichen-Tool: Plane dein Wunschrufzeichen und prüfe, welche Suffixe noch frei sind - mit Historie seit 2015.
Zum Tool

Nach bestandener Prüfung und Zulassungsantrag erhältst du:

  • Dein persönliches Rufzeichen (z.B. DN9ABC für Klasse N, DO1XYZ für Klasse E)
  • Die Zulassungsurkunde

Damit darfst du offiziell am Amateurfunkdienst teilnehmen!

Rufzeichenpräfixe nach Klasse

KlassePräfixeBeispiel
Klasse NDN9DN9ABC
Klasse EDA6, DO1-DO9DO1XYZ
Klasse ADA1, DA2, DB-DM (diverse)DL1ABC

Mit der Rufzeichen-Suche kannst du prüfen, ob dein Wunschrufzeichen noch frei ist.

Und dann: die erste Station

Mit Rufzeichen und Urkunde fehlt nur noch das Gerät. Für die Klasse N reicht ein Handfunkgerät für 2 m und 70 cm ab rund 75 Euro, für Kurzwelle beginnt eine Station neu bei rund 650 Euro und gebraucht bei 300 Euro (unverbindliche Marktpreise, Stand Oktober 2026). Was du wirklich brauchst, welche Geräte sich bewährt haben und worauf du beim Gebrauchtkauf achtest, steht im Ratgeber Erste Ausrüstung kaufen.

Amateurfunklizenz aufstocken

Du kannst jederzeit eine Prüfung für eine höhere Klasse ablegen:

AufstiegWas wird geprüftGebühr
N → ETechnik E48,00 €
E → ATechnik A50,50 €
N → ATechnik E + Technik A57,00 €

Die Prüfungsteile V (Vorschriften) und B (Betrieb) müssen nicht wiederholt werden - sie sind für alle Klassen gleich!

Amateurfunklizenz im Ausland: CEPT

Mit einer deutschen Amateurfunklizenz kannst du in vielen Ländern ohne zusätzliche Genehmigung funken:

KlasseInternationale Anerkennung
Klasse ACEPT T/R 61-01 - in vielen CEPT-Ländern nach T/R 61-01 funken
Klasse ECEPT Novice Licence - in vielen europäischen Ländern anerkannt
Klasse NAktuell nur in Deutschland gültig (keine internationale Anerkennung)
🌍 So funktioniert's: Im Ausland verwendest du dein Heimatrufzeichen mit dem Präfix des Gastlandes. Beispiel: DL1ABC funkt in Spanien als EA/DL1ABC. Die CEPT-Regelung gilt für Aufenthalte bis zu 3 Monaten.

Ausbildungskurse finden

Der DARC und seine rund 1.000 Ortsverbände bieten regelmäßig Ausbildungslehrgänge an - als Präsenzkurs über mehrere Wochen, als Online-Lehrgang per Videokonferenz oder als Fernlehrgang mit Betreuung per E-Mail. Für Mitglieder sind die Kurse meist kostenlos; viele Ortsverbände nehmen auch Gäste mit. Welche Lehrgänge gerade laufen und wo der nächste beginnt, steht auf der Ausbildungsseite des DARC.

Häufige Fragen zur Amateurfunkprüfung

Vorbereitung und Schwierigkeit

Wie schwer ist die Amateurfunkprüfung?

Die Schwierigkeit hängt von der Klasse ab. Klasse N ist einsteigerfreundlich (Niveau 8./9. Klasse), Klasse E anspruchsvoller, Klasse A erfordert solide Physik- und Mathematikkenntnisse.

Wie lange muss ich für die Amateurfunkprüfung lernen?

Je nach Klasse und Vorkenntnissen: Klasse N etwa 4-8 Wochen, Klasse E etwa 2-4 Monate, Klasse A etwa 3-6 Monate. Erfahrungswerte bei regelmäßigem Selbststudium von 5-7 Stunden pro Woche.

Kann ich die Prüfung ohne Kurs bestehen?

Ja, Selbststudium ist möglich. Der komplette Fragenkatalog ist öffentlich. Mit Online-Lernplattformen wie 12db.de und dem offiziellen Fragenkatalog haben viele die Prüfung im Selbststudium bestanden.

Kosten und Anmeldung

Was kostet die Amateurfunkprüfung?

Die Prüfungsgebühr beträgt 68-81 Euro je nach Klasse. Dazu kommen 20 Euro für die Rufzeichenzuteilung. Insgesamt also 88-101 Euro für Prüfung und Lizenz.

Wo melde ich mich zur Prüfung an?

Bei der Bundesnetzagentur per E-Mail (Amateurfunkpruefung@BNetzA.de) oder Post. Prüfungen finden an 11 Standorten in Deutschland statt.

Prüfungsablauf

Gibt es eine Altersgrenze?

Nein, die Amateurfunkprüfung kann in jedem Alter abgelegt werden. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten erforderlich. Die jüngsten Prüflinge sind oft 10-12 Jahre alt!

Was passiert bei Nicht-Bestehen?

Nicht bestandene Prüfungsteile können wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung kostet 42,50 Euro Grundgebühr + 5,50 Euro pro Teil. Bestandene Teile bleiben 2 Jahre gültig - in dieser Zeit musst du nur die fehlenden Teile nachholen.

Kann ich die Prüfung auf Englisch ablegen?

Nein, die Prüfung wird ausschließlich auf Deutsch durchgeführt. Die Fragen und Antworten sind im Fragenkatalog veröffentlicht.

Muss ich Morsen können?

Nein, seit 2003 ist die Morseprüfung keine Pflicht mehr. Wer möchte, kann freiwillig eine Morsetelegrafieprüfung ablegen - das ist aber rein optional.

Wie lange dauert die Prüfung insgesamt?

Reine Bearbeitungszeit nach der Prüfungsordnung (Vfg 29/2024): Klasse N 3 Teile zu 45 Minuten (2 Std. 15 Min.), Klasse E 4 Teile (3 Std.), Klasse A 5 Teile, davon Technik A mit 60 Minuten (4 Std.). Einweisung und Pausen kommen dazu. Bei Aufstockung oder Wiederholung entsprechend kürzer.

Bekomme ich das Ergebnis sofort?

In den meisten Fällen erfährst du dein Ergebnis noch am selben Tag. Die offizielle Prüfungsbescheinigung wird per Post zugesendet.

Nach der Prüfung

Wie lange ist die Lizenz gültig?

Die Amateurfunklizenz ist unbefristet gültig. Du musst nur die jährlichen Beiträge (ca. 25-32 Euro) zahlen.

Kann ich mein Rufzeichen selbst wählen?

Du kannst einen Wunsch-Suffix angeben. Ob er verfügbar ist, entscheidet die BNetzA. Vorher prüfen unter 12db.de/rufzeichen.

Vergleich und Entscheidung

Welche Klasse soll ich machen - N, E oder A?

Klasse N für Schnupperer, Klasse E für ernsthafte Einsteiger mit Auslandsfunk, Klasse A für Vollzugang und maximale Leistung. Direkteinstieg in E oder A ist möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Klasse N, E und A?

Hauptunterschiede: Frequenzen, Sendeleistung, Auslandsberechtigung. Klasse N: 10 W ERP auf 10 m und 6,1 W ERP auf UKW, nur Deutschland. Klasse E: bis 100 W PEP je nach Band, CEPT-Novice. Klasse A: bis 750 W PEP je nach Band, CEPT-Lizenz, alle Bänder.

Quellen

Weitere Themen

Einsatz von Sprachmodellen bei 12db
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