In Deutschland gibt es seit dem 24. Juni 2024 drei Lizenzklassen im Amateurfunk: Klasse N (Entry-Class), Klasse E (Novice-Class) und Klasse A (Expert-Class). Jede Klasse bietet unterschiedliche Berechtigungen - von der einfachen Einsteigerklasse bis zur Vollzulassung mit allen Frequenzen.

💡 Kurzfassung: Klasse N ist der schnelle Einstieg (10 Watt, 3 Bänder), Klasse E bietet Kurzwelle und mehr Frequenzen, Klasse A hat Zugang zu allen Bändern mit bis zu 750 Watt.

Erfolgsgeschichten von 12db-Nutzern

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Bestanden Klasse A 12db.de ... Einfach und uneingeschränkt weiter zu Empfehlen Ich bin am 11.08.2026 erfolgreich von Klasse E auf Klasse A aufgestockt! Mit Hilfe dieser Seite, bin ich ganz Fit (super schnell geworden) und mit einem guten Gefühl in die Prüfung angegangen. Dafür danke ich dir lieber Stefan, und weiterhin viel Erfolg mit deinen Projekten. 73 Juan DJ3CVJJuanDJ3CVBericht lesen Bestanden Klasse E Mein Weg zum Funk-Upgrade: Von der Klasse N zur Klasse E 📡✨ Erst im April 2026 habe ich die Prüfung zur Klasse N bestanden. Doch die Faszination ließ mich nicht los, und ich entschied mich schnell für das Upgrade auf die Klasse E. Den Sommer über habe ich mich Schritt für Schritt durch die Technik-Themen gearbeitet. Dabei war mir 12db eine riesige Hilfe, um den komplexen Stoff zu verstehen. In den Tagen vor der Prüfung brachten mir die Simulationen immer mehr Sicherheit – und so wurde auch diese Prüfung ein voller Erfolg! 🎉Ein großes Dankeschön an 12db für die tolle Unterstützung. Man hört sich jetzt auf den neuen Bändern – 73!JJürgenBericht lesen Bestanden Klasse N Jahresurlaub mit der Klasse "N" belohnt und abgeschlossen! Nach einigen Wochen intensiver Vorbereitung habe ich die Urlaubszeit in den Bergen für den Endspurt genutzt und konzentriert mit 12db vorbereitet. Hierbei habe ich den Prüfungsmodus genutzt und mich dadurch nochmal um einiges verbessert. Am 22.08. habe ich dann die Prüfung in München ( lag für mich auf dem Nachhauseweg) schnell gemacht und :-) bestanden! Jetzt geht es weiter für mich mit Fokus auf den Bereich Technik "E". 12db ist hier für mich das richtige Werkzeug, da ich mich perfekt auf diesen Teil ausrichten kann.HHartmutBericht lesen Bestanden Klasse A Innerhalb von 8 Wochen Klasse A reingeprügelt Als CB-Funk-Vorgescädigter ist eine Amateurfunklizenz schon seit >20 Jahren mein Ziel gewesen; das Vorhaben ist aber dann irgendwann in Vergessenheit geraten. Dieses Jahr im Mai dann zufällig wieder darauf gekommen und mich diesbezüglich informiert und diesen einen idealen Termin in meinem Urlaub und auch noch in der Nähe entdeckt. Also, no risk no fun, spontan für Klasse A angemeldet. Gelernt mit 50Ω und (zuletzt hauptsächlich) mit 12db. Die Prüfungssimulationen (zuletzt mit den neuen Funktionen wie realistische Simulation) waren durchaus hilfreich.SSanShiDJ1RHBericht lesen Bestanden Klasse N Locker machbar Nachdem ich alle Fragen in 50Ohm einmal durchhatte, hat mir 12db.de mit den Prüfungssimulationen sehr geholfen. Sowohl das Markieren von Fragen, die ich mir besser merken wollte, als auch die generelle Art und Weise, mit der ich hier lernen konnte, waren gut. Dass jetzt auch Rankings und Spiele dazukommen, finde ich großartig.PprinzjulianoBericht lesen Bestanden Klasse A Upgrade von E nach A Hiho, gestartet bin ich hier mit der Prüfungssimulation. Allerdings fehlte mir die Möglichkeit Fragen gezielt zu markieren und falsch beantwortete Fragen automatisch zu sammeln um diese gezielt zu trainieren. Daher habe ich eine zusätzliche App entwickelt um das Training nach meinen Vorstellungen durchführen zu können. Ansonsten ist das hier eine gute Möglichkeit zu trainieren. Insgesamt war der zeitliche Aufwand mit ca. 4 Wochen überschaubar. Besonders gut finde ich die thematische Sortierung der Prüfungsfragen. Empfehlung von meiner Seite!Ddo2voDA2VOBericht lesen Bestanden Klasse N ​Mit Begeisterung zur Lizenz N – Richtig stark gemacht! ​Wer sich effektiv und mit viel Spaß auf die Lizenz N vorbereiten möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Ich habe die Plattform intensiv genutzt und bin restlos überzeugt! Die Inhalte sind glasklar erklärt, der Aufbau ist durchdacht und man merkt einfach, wie viel Herzblut in dem Projekt steckt. Es hat echt Freude gemacht, sich durchzuarbeiten und den Weg in den Amateurfunk zu gehen – mal gucken, vielleicht mach' ich nächstes Jahr dann auch noch die Klasse E hinterher! Ein riesiges Dankeschön an das gesamte Team!MMario HirschmannDN9PMHBericht lesen Bestanden Klasse E Es hat sich gelohnt! Ich komme aus dem CB-Funk und wollte als Einstieg die Klasse N machen. Da ich jedoch an den nächsten Prüfungsterminen keine Zeit hatte und ich den Stoff der Klasse N recht schnell auf dem Kasten hatte, wollte ich die längere Vorbereitungszeit sinnvoll nutzen und begann mit der Vorbereitung auf Klasse E. Es hat geklappt! Vielen Dank an 12db / DL1AO für die Bereitstellung dieser Plattform! 73!CChristophBericht lesen

Die drei Lizenzklassen im Überblick

Das dreistufige Klassensystem ermöglicht einen flexiblen Einstieg in den Amateurfunk. Du kannst mit der einfachsten Klasse starten und später durch eine Zusatzprüfung aufsteigen:

Klasse N

Der schnelle Einstieg

10 / 6,1 W ERP

max. Sendeleistung (KW / UKW)


  • 3 Bänder: 10m, 2m, 70cm
  • Lernzeit: 4-8 Wochen
  • Prüfung: 75 Fragen in 3 Teilen
  • Rufzeichen: DN9...
  • Keine CEPT-Lizenz

Klasse E

Die Mittelklasse

100 W PEP

max. Sendeleistung (KW)


  • Alles aus Klasse N, plus:
  • 3 weitere KW-Bänder: 160m, 80m, 15m
  • Alle UKW-Bänder ab 23cm
  • Lernzeit: 2-4 Monate
  • Prüfung: 100 Fragen in 4 Teilen
  • Rufzeichen: DO1-9..., DA6...
  • CEPT Novice-Lizenz

Klasse N - Die Einsteigerklasse

Die Klasse N (Entry-Class) wurde am 24. Juni 2024 mit der novellierten Amateurfunkverordnung eingeführt. Sie ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in den Amateurfunk.

Frequenzen und Leistung

BandFrequenzbereichMax. Leistung
10 m28,0 - 29,7 MHz10 W ERP
2 m144 - 146 MHz6,1 W ERP
70 cm430 - 440 MHz6,1 W ERP
✅ Ideal für: Einsteiger, Schüler (Prüfungsinhalte harmonieren mit Schulstoff der 8./9. Klasse), alle die schnell zur eigenen Funklizenz kommen und auf Sendung gehen wollen.

Besonderheiten der Klasse N

  • Keine internationale Anerkennung: Die Klasse N ist nur in Deutschland gültig - im Ausland darfst du damit nicht funken
  • Einfache Prüfung: Der Technik-Teil enthält nur Grundlagen, die leicht verständlich sind
  • Lokaler Fokus: Die Bänder 2 m und 70 cm eignen sich besonders für Ortsverbindungen und Repeater
  • 10 m für DX: Bei guten Bedingungen sind auf 10 m auch Weitverbindungen möglich
⚠️ Einschränkung: Mit nur 6,1 W ERP darfst du keine Antennen mit hohem Gewinn nutzen, ohne die Sendeleistung zu reduzieren. Bei einer Antenne mit Gewinn musst du die Senderausgangsleistung entsprechend reduzieren!

Klasse E - Die Mittelklasse

Klasse E (Novice-Class) erweitert die Möglichkeiten gegenüber Klasse N um zusätzliche Kurzwellenbänder wie 15 m, 80 m und 160 m. Dadurch ergeben sich je nach Ausbreitungsbedingungen und Betriebsart weitere Optionen für DX- und Nahbereichsverbindungen. Sie entspricht der internationalen CEPT-Novice-Lizenz und wird in vielen europäischen Ländern anerkannt.

Frequenzen und Leistung

Die Klasse E hat Zugang zu deutlich mehr Frequenzen als die Klasse N. Seit Juni 2024 wurden die Rechte noch einmal erweitert:

BereichBänderFrequenzenMax. Leistung
Kurzwelle160 m1,810 - 2,000 MHz100 W PEP
80 m3,500 - 3,800 MHz100 W PEP
15 m21,000 - 21,450 MHz100 W PEP
10 m28,0 - 29,7 MHz100 W PEP
UKW2 m144 - 146 MHz75 W PEP
70 cm430 - 440 MHz75 W PEP
23 cm1240 - 1300 MHz75 W PEP
SHF/EHF≥ 13 cmbis 250 GHz5 W PEP
📡 Kurzwelle mit Klasse E: Die vier Kurzwellenbänder (160m, 80m, 15m, 10m) ermöglichen je nach Tageszeit und Sonnenaktivität Verbindungen von regional bis weltweit. Mehr dazu: Klasse E Frequenzen im Detail

Vorteile gegenüber Klasse N

  • Kurzwelle: Zugang zu 4 KW-Bändern für Weitverbindungen
  • Mehr Leistung: 75-100 W statt 10 W - deutlich stärkeres Signal
  • CEPT Novice: Funken im Urlaub in vielen Ländern ohne extra Genehmigung
  • Alle UKW-Bänder: Von 2 m bis 250 GHz

CEPT-Anerkennung

Mit der Klasse E kannst du in folgenden Ländern ohne weitere Genehmigung funken:

🌍 CEPT Novice: Die Klasse-E-Lizenz wird in 26 Ländern anerkannt, die ECC/REC 05-06 umsetzen - darunter Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Dänemark, Tschechien, Polen und weitere europäische Staaten (vollständige Liste).
Amateurfunkzeugnis Klasse E - CEPT Novice Prüfungsbescheinigung
Amateurfunkzeugnis Klasse E mit CEPT-Novice-Vermerk (Klick zum Vergrößern)

Unsicher, welche Klasse für dich die richtige ist? Lies den Vergleich: Unterschied zwischen Klasse E und N

Klasse A - Die Vollzulassung

Die Klasse A (Expert-Class) ist die höchste Lizenzklasse im deutschen Amateurfunk. Sie entspricht dem internationalen HAREC-Standard und wird weltweit in über 50 Ländern anerkannt.

Frequenzen und Leistung

Klasse A hat Zugang zu allen Amateurfunkbändern von 2.200 m (135,7 kHz) bis 1 mm (250 GHz):

BereichZusätzliche Bänder (nur Klasse A)Frequenzen
Langwelle2.200 m135,7 - 137,8 kHz
Mittelwelle630 m472 - 479 kHz
Kurzwelle60 m5,351 - 5,366 MHz
40 m7,000 - 7,200 MHz
30 m10,100 - 10,150 MHz
20 m14,000 - 14,350 MHz
17 m18,068 - 18,168 MHz
12 m24,890 - 24,990 MHz
UKW6 m50,0 - 52,0 MHz
4 m70,0 - 70,5 MHz

Die maximale Sendeleistung beträgt 750 Watt PEP auf den meisten Bändern.

📻 Warum Klasse A? Klasse A bietet Zugang zu zusätzlichen, besonders beliebten DX-Bändern wie 40 m, 30 m, 20 m und 17 m. Auch mit Klasse E sind weltweite Verbindungen möglich, doch die Vollklasse eröffnet dafür deutlich mehr Bandoptionen und damit mehr Flexibilität im Funkbetrieb. Mehr dazu: Klasse E oder A zuerst?

CEPT/HAREC-Anerkennung

Die Klasse A wird in allen CEPT-Ländern vollständig anerkannt - du kannst weltweit auf allen Bändern funken:

🌍 HAREC/CEPT: Das Amateurfunkzeugnis der Klasse A entspricht HAREC nach CEPT T/R 61-02. Damit wird die Lizenz in über 40 CEPT-Ländern (u.a. alle EU-Staaten, Schweiz, Norwegen, UK, Türkei) sowie in teilnehmenden Nicht-CEPT-Ländern (Australien, Israel, Japan, Neuseeland, Südafrika u.a.) anerkannt.
Amateurfunkzeugnis Klasse A - HAREC Prüfungsbescheinigung
Amateurfunkzeugnis Klasse A mit HAREC-Vermerk (Klick zum Vergrößern)

Detailvergleich der Klassen

Die drei Amateurfunkklassen unterscheiden sich vor allem bei Frequenzzugang, Leistung, internationaler Anerkennung und den erlaubten Betriebsarten.

MerkmalKlasse NKlasse EKlasse A
ZielgruppeSchneller EinstiegErweiterte EinstiegsklasseVollklasse
Frequenzen10 m, 2 m, 70 cmZusätzliche KW-Bänder sowie weitere BereicheAlle zugewiesenen Amateurfunkbänder
LeistungBis 10 W ERP/EIRPBis 100 W PEP auf KW, 75 W PEP auf UKWBis 750 W PEP
InternationalNur nationalCEPT-NoviceHAREC / volle CEPT-Anerkennung
Remote-BetriebNeinNeinJa
PrüfungEinfachster EinstiegUmfangreicher als NAnspruchsvollste Prüfung
🌍 Internationale Anerkennung: Klasse N gilt nur in Deutschland. Klasse E wird in ca. 20 CEPT-Novice-Ländern anerkannt. Klasse A (HAREC) ist in über 50 Ländern weltweit gültig - ein großer Vorteil für Reisende und DXer.
📡 Remote-Betrieb: Seit Juni 2024 ist der Remote-Betrieb offiziell erlaubt - aber nur für Klasse A. Damit kannst du deine Station von unterwegs steuern, z.B. aus dem Urlaub oder bei schlechtem Wetter von zu Hause.

Frequenzbereiche nach AFuV (Anlage 1)

Die folgende Tabelle zeigt alle Amateurfunkbänder in Deutschland mit den zulässigen Leistungen pro Klasse. Dies ist die offizielle Übersicht aus Anlage 1 der Amateurfunkverordnung:

BandFrequenzbereichStatusKlasse AKlasse EKlasse N
2.200 m135,7 - 137,8 kHzS1 W ERP--
630 m472 - 479 kHzS1 W ERP--
160 m1.810 - 1.850 kHzP750 W100 W-
1.850 - 1.890 kHzS75 W75 W-
1.890 - 2.000 kHzS10 W10 W-
80 m3.500 - 3.800 kHzP750 W100 W-
60 m5.351,5 - 5.366,5 kHzS15 W ERP--
40 m7.000 - 7.200 kHzP750 W--
30 m10.100 - 10.150 kHzS150 W--
20 m14.000 - 14.350 kHzP750 W--
17 m18.068 - 18.168 kHzP750 W--
15 m21.000 - 21.450 kHzP750 W100 W-
12 m24.890 - 24.990 kHzP750 W--
10 m28 - 29,7 MHzP750 W100 W10 W ERP
6 m50 - 52 MHzS25 W--
4 m70,0 - 70,5 MHzS25 W--
2 m144 - 146 MHzP750 W75 W6,1 W ERP
70 cm430 - 440 MHzP750 W75 W6,1 W ERP
23 cm1.240 - 1.300 MHzS750 W75 W-
13 cm2.320 - 2.450 MHzS75 W5 W-
9 cm3.400 - 3.475 MHzS75 W5 W-
6 cm5.650 - 5.850 MHzS75 W5 W-
3 cm10 - 10,5 GHzS75 W5 W-
12 mm24 - 24,25 GHzP/S75 W5 W-
6 mm47 - 47,2 GHzP75 W5 W-
4 mm76 - 81 GHzS75 W5 W-
2 mm122 - 123 GHzS75 W5 W-
1 mm134 - 141 GHzP/S75 W5 W-
<1 mm241 - 250 GHzP/S75 W5 W-

Legende: P = Primärer Funkdienst, S = Sekundärer Funkdienst, alle Leistungen in PEP (sofern nicht anders angegeben)

⚠️ Sekundärer Funkdienst: Auf Bändern mit Status "S" darf der Amateurfunk andere Funkdienste nicht stören und muss Störungen durch primäre Dienste hinnehmen.
💡 Leistungsangaben: PEP bezeichnet die Spitzenleistung am Senderausgang. ERP und EIRP berücksichtigen den Antennengewinn.

Prüfung und Aufstieg

Die Amateurfunkprüfung wird von der Bundesnetzagentur durchgeführt. Alle Klassen werden am gleichen Tag geprüft - du entscheidest während der Prüfung, wie weit du gehen möchtest:

ZielklassePrüfungsteileFragenZeit (ca.)
Klasse NV + B + Technik N752,5 Std.
Klasse EV + B + Technik N + E1003 Std.
Klasse AV + B + Technik N + E + A1254 Std.
✅ Flexible Prüfung: Wer eine Klasse-A-Prüfung ablegt und nur den A-Technikteil nicht besteht, kann mit den bestandenen Teilen eine niedrigere Klasse erhalten. Später kannst du jederzeit eine Upgrade-Prüfung ablegen - dann wird nur der fehlende Technik-Teil geprüft!

Kosten

Die aktuellen Gebühren findest du auf der Amateurfunkprüfung-Seite.

Geschichte der Amateurfunk-Klassen

Das heutige Klassensystem ist das Ergebnis mehrerer Reformen seit 1949. Hier ein Überblick über die historische Entwicklung:

1949-1967: Klassen A und B

Die erste Amateurfunkverordnung vom 23. März 1949 kannte zwei Klassen:

  • Klasse A: Eingeschränkter Kurzwellenzugang, leichtere Morseprüfung
  • Klasse B: Alle Bänder, höhere Leistung - nach 1 Jahr Klasse-A-Betrieb oder Erfahrungsnachweis

1967-1997: Einführung der Klasse C

Am 13. März 1967 wurde die Klasse C eingeführt - erstmals ohne Telegrafieprüfung:

  • Klasse C: Nur UKW-Frequenzen (2 m und höher), keine Morseprüfung
  • Klasse A: Alle Betriebsarten, kleinere Sendeleistung
  • Klasse B: Vollzugang mit 750 W

1997-2005: Klassen 1, 2 und 3

Mit der Reform 1997 wurden die Klassen in Nummern umbenannt:

Alte KlasseNeue KlasseBerechtigungen
A + BKlasse 1Alle Bänder, mit Morseprüfung
CKlasse 2Alle Bänder, ohne Morseprüfung
-Klasse 3Nur 2m/70cm, 10 W, vereinfachte Prüfung

Die Klasse 3 war eine neue Einsteigerklasse mit stark eingeschränkten Rechten - ähnlich der heutigen Klasse N. Ein Aufstieg war jedoch nicht möglich: Wer eine höhere Klasse wollte, musste die komplette Prüfung neu ablegen.

2005-2024: Klassen A und E

Am 19. Februar 2005 trat die nächste Reform in Kraft:

  • Klasse 1 + 2 wurden zur neuen Klasse A (Morseprüfung entfiel)
  • Klasse 3 wurde zur Klasse E - mit deutlich erweiterten Rechten
📜 Historisch: Die Morseprüfung war bis 2005 Pflicht für die Kurzwelle. Mit dem Wegfall dieser Anforderung (international ab 2003) wurden die deutschen Klassen neu strukturiert.

Seit 2024: Klassen N, E und A

Mit der novellierten Amateurfunkverordnung vom 24. Juni 2024 kam die Klasse N hinzu - ein dreistufiges System wie in vielen anderen Ländern:

  • Klasse N: Neue Einsteigerklasse (ähnlich der alten Klasse 3, aber mit Upgrade-Möglichkeit)
  • Klasse E: Erweitert um alle Bänder ab 23 cm und mehr Leistung auf UKW
  • Klasse A: Unverändert - volle Rechte
ZeitraumKlassenBesonderheit
1949-1967A, BMorseprüfung für alle
1967-1997A, B, CKlasse C ohne Morse (UKW)
1997-20051, 2, 3Klasse 3 als Einstieg
2005-2024A, EMorse entfällt komplett
seit 2024N, E, ADreistufiges System

Welche Klasse ist die richtige?

Die Wahl der Klasse hängt von deinen Zielen und der verfügbaren Lernzeit ab:

Dein ZielEmpfohlene Klasse
Schnell einsteigen und ausprobierenKlasse N → später Upgrade
Kurzwelle + international funkenKlasse E
Maximale Möglichkeiten von Anfang anKlasse A
Schüler / wenig ZeitKlasse N
DX und ContesteKlasse A
Lokaler UKW-Betrieb + RelaisKlasse N oder E
💡 Tipp: Viele starten mit der E-Prüfung und lernen parallel schon für Klasse A. Wenn du die Zeit hast, lohnt sich der direkte Weg zur Vollklasse - die Prüfung ist an einem Tag, und du sparst dir später die Upgrade-Gebühr.

Nach der Prüfung

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