In Deutschland gibt es seit dem 24. Juni 2024 drei Lizenzklassen im Amateurfunk: Klasse N (Entry-Class), Klasse E (Novice-Class) und Klasse A (Expert-Class). Jede Klasse bietet unterschiedliche Berechtigungen - von der einfachen Einsteigerklasse bis zur Vollzulassung mit allen Frequenzen.

💡 Kurzfassung: Klasse N ist der schnelle Einstieg (3 Bänder, 10 W ERP auf 10 m und 6,1 W ERP auf UKW), Klasse E bietet Kurzwelle und mehr Frequenzen, Klasse A hat Zugang zu allen Bändern mit bis zu 750 Watt.

Erfolgsgeschichten von 12db-Nutzern

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Bestanden Klasse E Aufgestockt zur E in 8 Wochen Mit dem Simulationstrainung und dem Lernmodul fuer Erklärungen genial. Die Möglichkeit das man bei der Prüfungssimulation garantiert alle Fragen einmal hatte ist super. Und jetzt zum Tool fuer das neue Rufzeichen… 👍😊😎GGabrieleDO1GPMBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A, 23 Tage Aktivität auf 12dB, 42 Prüfungssimulationen Vor Jahren hatte ich mal kurz gelernt mit einer Android Prüfungsapp, aber das hat nicht gut funktioniert für mich und ich habe es wieder aufgegeben. Nun hatte ich ein bisschen Urlaub, habe diese Seite neu entdeckt und auch wenn 50Ohm ausführlichere Inhalte bietet, gefällt mir hier vor allem dass die Erklärungen recht knapp gehalten sind und man schnell durch kommt. Dazu noch die gute Strukturierung, Übersicht des Fortschritts und die leichte gamification im Interface. Sowas hält mich an der Stange und so hab ich dann alle Kapitel, alle 1750 Fragen in 8 Tagen durchgezogen. Ich habe etwas praktische Elektronik-Erfahrung, das hat mir natürlich auch geholfen in den Technik-Teilen. Die Wochen danach bis zur Prüfung habe ich dann immer mal wieder Prüfungssimulationen gemacht, die markierten Fragen helfen da extrem effizient zu sein. Ich habe nur 12db genutzt, nur ganz ganz selten mal eine Frage von einer AI erklären lassen als Hilfsmittel. Wie im Titel geschrieben: Am Ende in meiner 12dB Statistik sind 23 Tage Aktivität, 42 Prüfungssimulationen, und nun zugegeben mit ein bisschen Mut zur Lücke die Prüfung Klasse A bestanden, den Technik A Teil mit 20/25 Punkten ;) Ohne diese Platform hätte ich es definitiv nicht so schnell geschafft. Vielen Dank!Mm3nnoBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A - Null Problem! Mit 12db kann man sich super vorbereiten, die Prüfungssimulationen sind super, wenn man die ganze Theorie gelernt hat. Wenn man alles wirklich verstehen will, dann empfehle ich zusätzlich 50ohm. Dort die Theorie lernen und dann hier Prüfungssimulationen machen - durch die zufälligen Fragen und den Antworten in zufälliger Reihenfolge muss man zumindest die Frage und die Antworten überfliegen und klickt nicht immer auf die selbe Stelle. Jeden Tag einige Simulationen - dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So baut man Routine auf und ist selbst am Prüfungstag relativ entspannt. Die Prüfung wahr super, nach ein paar Minuten hat man das Ergebnis.PPip42Bericht lesen Bestanden Klasse N Klasse N für den Anfang, mal sehen, wie weit ich noch gehe 😀 Die Prüfungssimulation ist super hilfreich. Unsichere Fragen zu markieren ist auch ein tolles Hilfsmittel! Danke für 12dB!!!LLeoBericht lesen Bestanden Klasse N Super Lernplattform Habe hier einige Prüfungen simuliert und die mir schweren Fragen markiert, so konnte ich immer mehr Wissen aneignen und habe die Prüfung schnell geschafft!FFipsigelbBericht lesen Bestanden Klasse A Noch Einer von 0 auf Klasse A, aber bitte ohne Stress !!! Moin !!! Nach über 35 Jahren Funkabstinenz (damals noch CB-Funk, mit 14) hat es mich dieses Jahr irgendwie aufs Neue erwischt und nach ein paar Wochen DIY-Antennenbau (MagLoop, Blumentopf usw., sowie LNAs) und Lauschen per SDR auf allen Bändern war für mich schnell klar, das Hobby muss reaktiviert werden und dafür gleich als Herausforderung die Klasse A und das so schnell wie möglich. 😉 Trotz technischer Vorbildung (Studium der techn. Informatik) und einem Überangebot an Ehrgeiz muss ich nachträglich gestehen, dass neben dem Job und der Familie die angesetzten 2 Monate dafür wirklich sehr knapp bemessen waren. Neben Youtube-Kanälen wie Funkwelle und DL2YMR und Apps wie Hamfisted oder Funktrainer waren es vor allem die Portale von 50Ohm und 12db, die das Lernen dann doch sehr vereinfacht haben. Gerade 12db mit dem wirklich gut strukturiertem Lernansatz (Akademie, Quiz und Prüfungssimulation) hat mir beim Lernen sehr geholfen. Vielen Dank dafür Jungs und Mädels, tolle Seite !!! Nichtsdestotrotz waren das 2 Monate, in dem jede zeitliche Möglichkeit zum Lernen genutzt wurde und auch genutzt werden musste und die kaum Zeit für andere Dinge zuließ und die dann gestern mit dem Bestehen aller 5 Prüfungsteile endete. Im Nachhinein hätten es auch gerne 4 bis 6 Monate Lernzeit sein können. Mein Tipp also, lasst euch Zeit mit dem Lernen auch wenn der Wunsch endlich Funken zu dürfen doch sehr unter den Fingernägeln brennt !!! So denn, bis demnächst im Äther 😉AAndréBericht lesen Bestanden Klasse E Von 50ohm über bueffeln zu 12db zum Funkamateur Nachdem ich lange Jahre herumgeschlichen bin und mich nicht getraut habe, weckte die Einführung der Klasse N wieder das Interesse - wenn's nicht klappt, habe ich wenigstens N. Mit meinen Vorkenntnissen aus Seefunk- (GOC) und Behördenfunkbetrieb waren (anders als bei vielen) Betrieb und Vorschriften weniger ein Problem - aber die Technik! Mit den Videos von DL2YMR und 50ohm und dann weiter mit 50ohm und den Vorlesungen von DL0JMU kam ich dem Verständnis näher (auch wenn mir die Vorlesungen etwas zu mathematisch waren). Für die direkte Prüfungsvorbereitung wurde mir dann erst bueffeln empfohlen. Ja, ging. Doch dann stolperte ich über 12db und hatte den Durchbruch: Die kurzen Texte der Akademie halfen mir beim Verständnis auf die Sprünge, das Quiz festigte die Betriebs- und Vorschriftenkenntnisse, mit den Prüfungssimulationen machte ich mir die Lücken bewußt, die ich dann wieder in der Akademie nachlernte. Ab Juli (nahezu) täglich ein Quiz, je eine Technikprüfungssimulation N und E (alles zusammen knapp eine halbe Stunde). Völlig entspannt habe ich dann in Hamburg innerhalb von einer runden halben Stunde meine Kreuzchen gesetzt und bekam die Erfolgsmitteilung "Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Amateurfunkprüfung Klasse E". Am Folgetag lag die Prüfungsurkunde im Briefkasten, einen weiteren Tag später ist die Zulassung datiert, die dann nach wenigen Tagen eintraf. Erstes QSO in der OV-Relaisrunde am Abend. Jetzt erstmal spielen und dann mal schauen, was am interessantesten wird. Vielleicht dann in einiger Zeit Klasse A, bestimmt wieder mit 12db.OOlaf HoffmannDA6OHBericht lesen Bestanden Klasse A Wieder vom Amateurfunk-Virus infiziert... Meine erste Amateurfunkprüfung hatte ich bereits 2002 bestanden. Die damalige Klasse 3 heißt heute Klasse E. Im Jahr 2010 habe ich dann auf meine Zulassung verzichtet, da andere Dinge wichtiger waren und ich das Interesse verloren hatte. Vor ziemlich genau einem Jahr hat mich das Amateurfunk-Virus dann plötzlich wieder infiziert und ich habe mir ein neues Rufzeichen zuteilen lassen. Mein altes war leider bereits vergeben. In den folgenden Wochen reifte nach und nach mein Wunsch, auf Klasse A "aufzustocken". Als Medizintechnik-Ingenieur hatte ich einige Vorkenntnisse, die nur noch reaktiviert werden mussten. Hierfür nutze ich anfangs 50ohm (inklusive der tollen App), dann länger den puristischen Online-Prüfungssimulator von Thomas Fritzsche (DJ1TF) und schließlich in den letzten drei Wochen diese super Seite 12db. Alle drei haben absolut ihre Berechtigung und sind äußerst hilfreich. 12db bietet dabei mit Abstand das vielfältigste und innovativste Konzept. Schade, dass ich euch erst so spät entdeckt habe. Heute habe ich die 25 Fragen dann problemlos in nur 15 Minuten beantworten können - inklusive einer "Kontrollrunde". Vielen Dank an alle drei supertollen Angebote und hier insbesondere an 12db!DDanielDL6WDBericht lesen

Die drei Lizenzklassen im Überblick

Das dreistufige Klassensystem ermöglicht einen flexiblen Einstieg in den Amateurfunk. Du kannst mit der einfachsten Klasse starten und später durch eine Zusatzprüfung aufsteigen:

Klasse N

Der schnelle Einstieg

10 / 6,1 W ERP

max. Sendeleistung (KW / UKW)


  • 3 Bänder: 10m, 2m, 70cm
  • Lernzeit: 4-8 Wochen
  • Prüfung: 75 Fragen in 3 Teilen
  • Rufzeichen: DN9...
  • Keine CEPT-Lizenz

Klasse E

Die Mittelklasse

100 W PEP

max. Sendeleistung (KW)


  • Alles aus Klasse N, plus:
  • 3 weitere KW-Bänder: 160m, 80m, 15m
  • Alle UKW-Bänder ab 23cm
  • Lernzeit: 2-4 Monate
  • Prüfung: 100 Fragen in 4 Teilen
  • Rufzeichen: DO1-9..., DA6...
  • CEPT Novice-Lizenz

Klasse N - Die Einsteigerklasse

Die Klasse N (Entry-Class) wurde am 24. Juni 2024 mit der novellierten Amateurfunkverordnung eingeführt. Sie ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in den Amateurfunk.

Frequenzen und Leistung

BandFrequenzbereichMax. Leistung
10 m28,0 - 29,7 MHz10 W ERP
2 m144 - 146 MHz6,1 W ERP
70 cm430 - 440 MHz6,1 W ERP
✅ Ideal für: Einsteiger, Schüler (Prüfungsinhalte harmonieren mit Schulstoff der 8./9. Klasse), alle die schnell zur eigenen Funklizenz kommen und auf Sendung gehen wollen.

Besonderheiten der Klasse N

  • Keine internationale Anerkennung: Die Klasse N ist nur in Deutschland gültig - im Ausland darfst du damit nicht funken
  • Einfache Prüfung: Der Technik-Teil enthält nur Grundlagen, die leicht verständlich sind
  • Lokaler Fokus: Die Bänder 2 m und 70 cm eignen sich besonders für Ortsverbindungen und Repeater
  • 10 m für DX: Bei guten Bedingungen sind auf 10 m auch Weitverbindungen möglich
⚠️ Einschränkung: Mit nur 6,1 W ERP darfst du keine Antennen mit hohem Gewinn nutzen, ohne die Sendeleistung zu reduzieren. Bei einer Antenne mit Gewinn musst du die Senderausgangsleistung entsprechend reduzieren!

Klasse E - Die Mittelklasse

Klasse E (Novice-Class) erweitert die Möglichkeiten gegenüber Klasse N um zusätzliche Kurzwellenbänder wie 15 m, 80 m und 160 m. Dadurch ergeben sich je nach Ausbreitungsbedingungen und Betriebsart weitere Optionen für DX- und Nahbereichsverbindungen. Sie entspricht der internationalen CEPT-Novice-Lizenz und wird in vielen europäischen Ländern anerkannt.

Frequenzen und Leistung

Die Klasse E hat Zugang zu deutlich mehr Frequenzen als die Klasse N. Seit Juni 2024 wurden die Rechte noch einmal erweitert:

BereichBänderFrequenzenMax. Leistung
Kurzwelle160 m1,810 - 2,000 MHz100 W PEP (nur bis 1,850 MHz, darüber 75 bzw. 10 W PEP, am Wochenende 100 W)
80 m3,500 - 3,800 MHz100 W PEP
15 m21,000 - 21,450 MHz100 W PEP
10 m28,0 - 29,7 MHz100 W PEP
UKW2 m144 - 146 MHz75 W PEP
70 cm430 - 440 MHz75 W PEP
23 cm1240 - 1300 MHz75 W PEP
SHF/EHF≥ 13 cmbis 250 GHz5 W PEP
📡 Kurzwelle mit Klasse E: Die vier Kurzwellenbänder (160m, 80m, 15m, 10m) ermöglichen je nach Tageszeit und Sonnenaktivität Verbindungen von regional bis weltweit. Mehr dazu: Klasse E Frequenzen im Detail

Vorteile gegenüber Klasse N

  • Kurzwelle: Zugang zu 4 KW-Bändern für Weitverbindungen
  • Mehr Leistung: 75-100 W statt 10 W - deutlich stärkeres Signal
  • CEPT Novice: Funken im Urlaub in vielen Ländern ohne extra Genehmigung
  • Alle UKW-Bänder: 13 Bereiche von 2 m bis 250 GHz, bis 23 cm mit 75 W PEP, darüber mit 5 W PEP

CEPT-Anerkennung

Mit der Klasse E kannst du in folgenden Ländern ohne weitere Genehmigung funken:

🌍 CEPT Novice: Die Klasse-E-Lizenz wird von 26 Verwaltungen anerkannt, die ECC/REC(05)06 umgesetzt haben (CEPT-Umsetzungsübersicht, Stand Oktober 2026) - darunter Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Dänemark, Tschechien, Polen und weitere europäische Staaten (vollständige Liste).
Amateurfunkzeugnis Klasse E - Novice-Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung nach ERC Report 32
Amateurfunkzeugnis Klasse E: Novice-Prüfungsbescheinigung nach ERC Report 32 (Klick zum Vergrößern)

Unsicher, welche Klasse für dich die richtige ist? Lies den Vergleich: Unterschied zwischen Klasse E und N

Klasse A - Die Vollzulassung

Die Klasse A (Expert-Class) ist die höchste Lizenzklasse im deutschen Amateurfunk. Sie entspricht dem internationalen HAREC-Standard und wird in den CEPT-Ländern und weiteren Staaten anerkannt, die T/R 61-02 anwenden.

Frequenzen und Leistung

Klasse A hat Zugang zu allen Amateurfunkbändern von 2.200 m (135,7 kHz) bis 1 mm (250 GHz):

BereichZusätzliche Bänder (nur Klasse A)Frequenzen
Langwelle2.200 m135,7 - 137,8 kHz
Mittelwelle630 m472 - 479 kHz
Kurzwelle60 m5,351 - 5,366 MHz
40 m7,000 - 7,200 MHz
30 m10,100 - 10,150 MHz
20 m14,000 - 14,350 MHz
17 m18,068 - 18,168 MHz
12 m24,890 - 24,990 MHz
UKW6 m50,0 - 52,0 MHz
4 m70 MHz nur per befristeter Duldung, zuletzt bis 31.12.2025, Stand Oktober 2026 keine Freigabe

Die maximale Sendeleistung beträgt 750 Watt PEP auf den meisten Bändern.

📻 Warum Klasse A? Klasse A bietet Zugang zu zusätzlichen, besonders beliebten DX-Bändern wie 40 m, 30 m, 20 m und 17 m. Auch mit Klasse E sind weltweite Verbindungen möglich, doch die Vollklasse eröffnet dafür deutlich mehr Bandoptionen und damit mehr Flexibilität im Funkbetrieb. Mehr dazu: Klasse E oder A zuerst?

CEPT/HAREC-Anerkennung

Die Klasse A wird in den meisten CEPT-Ländern und einigen Staaten außerhalb anerkannt, jeweils nach den Bandplänen und Leistungsgrenzen des Gastlandes:

🌍 HAREC/CEPT: Das Amateurfunkzeugnis der Klasse A entspricht HAREC nach CEPT T/R 61-02. Damit kannst du nach T/R 61-01 bis zu drei Monate ohne Antrag im Gastland funken, in 41 CEPT-Ländern (Stand 2024) (u.a. alle EU-Staaten, Schweiz, Norwegen, UK, Türkei) sowie in teilnehmenden Nicht-CEPT-Ländern (Australien, Israel, Japan, Neuseeland, Südafrika u.a.) anerkannt.
Amateurfunkzeugnis Klasse A - HAREC Prüfungsbescheinigung
Amateurfunkzeugnis Klasse A mit HAREC-Vermerk (Klick zum Vergrößern)

Detailvergleich der Klassen

Die drei Amateurfunkklassen unterscheiden sich vor allem bei Frequenzzugang, Leistung, internationaler Anerkennung und den erlaubten Betriebsarten.

MerkmalKlasse NKlasse EKlasse A
ZielgruppeSchneller EinstiegErweiterte EinstiegsklasseVollklasse
Frequenzen10 m, 2 m, 70 cmZusätzliche KW-Bänder sowie weitere BereicheAlle zugewiesenen Amateurfunkbänder
Leistung10 W ERP auf 10 m, 6,1 W ERP auf 2 m und 70 cmBis 100 W PEP auf KW, 75 W PEP auf UKWBis 750 W PEP
InternationalNur nationalCEPT-NoviceHAREC / volle CEPT-Anerkennung
Remote-BetriebNeinNeinJa
PrüfungEinfachster EinstiegUmfangreicher als NAnspruchsvollste Prüfung
🌍 Internationale Anerkennung: Klasse N gilt nur in Deutschland. Klasse E wird von 26 Verwaltungen anerkannt, die ECC/REC(05)06 umgesetzt haben (Stand Oktober 2026). Mit Klasse A funkst du nach T/R 61-01 als Gast in den CEPT-Ländern und weiteren Staaten ohne Antrag, das HAREC nach T/R 61-02 erleichtert eine eigene Lizenz im Ausland - ein großer Vorteil für Reisende und DXer.
📡 Remote-Betrieb: Seit Juni 2024 ist der Remote-Betrieb offiziell erlaubt - aber nur für Klasse A. Damit kannst du deine Station von unterwegs steuern, z.B. aus dem Urlaub oder bei schlechtem Wetter von zu Hause.

Frequenzbereiche nach AFuV (Anlage 1)

Die folgende Tabelle zeigt alle Amateurfunkbänder in Deutschland mit den zulässigen Leistungen pro Klasse. Dies ist die offizielle Übersicht aus Anlage 1 der Amateurfunkverordnung:

BandFrequenzbereichStatusKlasse AKlasse EKlasse N
2.200 m135,7 - 137,8 kHzS1 W ERP--
630 m472 - 479 kHzS1 W ERP--
160 m1.810 - 1.850 kHzP750 W100 W-
1.850 - 1.890 kHzS75 W75 W-
1.890 - 2.000 kHzS10 W10 W-
80 m3.500 - 3.800 kHzP750 W100 W-
60 m5.351,5 - 5.366,5 kHzS9,14 W ERP--
40 m7.000 - 7.200 kHzP750 W--
30 m10.100 - 10.150 kHzS150 W--
20 m14.000 - 14.350 kHzP750 W--
17 m18.068 - 18.168 kHzP750 W--
15 m21.000 - 21.450 kHzP750 W100 W-
12 m24.890 - 24.990 kHzP750 W--
10 m28 - 29,7 MHzP750 W100 W10 W ERP
6 m50 - 50,4 MHzS750 W--
6 m50,4 - 52 MHzS25 W--
2 m144 - 146 MHzP750 W75 W6,1 W ERP
70 cm430 - 440 MHzP750 W75 W6,1 W ERP
23 cm1.240 - 1.300 MHzS750 W75 W-
13 cm2.320 - 2.450 MHzS75 W5 W-
9 cm3.400 - 3.475 MHzS75 W5 W-
6 cm5.650 - 5.850 MHzS75 W5 W-
3 cm10 - 10,5 GHzS75 W5 W-
12 mm24 - 24,25 GHzP/S75 W5 W-
6 mm47 - 47,2 GHzP75 W5 W-
4 mm76 - 81 GHzS75 W5 W-
2 mm122,25 - 123 GHzS75 W5 W-
1 mm134 - 141 GHzP/S75 W5 W-
<1 mm241 - 250 GHzP/S75 W5 W-

Legende: P = Primärer Funkdienst, S = Sekundärer Funkdienst, alle Leistungen in PEP (sofern nicht anders angegeben)

⚠️ Sekundärer Funkdienst: Auf Bändern mit Status "S" darf der Amateurfunk andere Funkdienste nicht stören und muss Störungen durch primäre Dienste hinnehmen.
💡 Leistungsangaben: PEP bezeichnet die Spitzenleistung am Senderausgang. ERP und EIRP berücksichtigen den Antennengewinn.

Prüfung und Aufstieg

Die Amateurfunkprüfung wird von der Bundesnetzagentur durchgeführt. Alle Klassen werden am gleichen Tag geprüft - du entscheidest während der Prüfung, wie weit du gehen möchtest:

ZielklassePrüfungsteileFragenZeit (ca.)
Klasse NV + B + Technik N752 Std. 15 Min.
Klasse EV + B + Technik N + E1003 Std.
Klasse AV + B + Technik N + E + A1254 Std.
✅ Flexible Prüfung: Wer eine Klasse-A-Prüfung ablegt und nur den A-Technikteil nicht besteht, kann mit den bestandenen Teilen eine niedrigere Klasse erhalten. Später kannst du jederzeit eine Upgrade-Prüfung ablegen - dann wird nur der fehlende Technik-Teil geprüft!

Kosten

Die aktuellen Gebühren findest du auf der Amateurfunkprüfung-Seite.

Geschichte der Amateurfunk-Klassen

Das heutige Klassensystem ist das Ergebnis mehrerer Reformen seit 1949. Hier ein Überblick über die historische Entwicklung:

1949-1967: Klassen A und B

Die erste Amateurfunkverordnung vom 23. März 1949 kannte zwei Klassen:

  • Klasse A: Eingeschränkte Leistung, auf 15, 20 und 40 m nur Telegrafie
  • Klasse B: Alle Bänder, höhere Leistung - nach 1 Jahr Klasse-A-Betrieb oder Erfahrungsnachweis

1967-1997: Einführung der Klasse C

Am 13. März 1967 wurde die Klasse C eingeführt - erstmals ohne Telegrafieprüfung:

  • Klasse C: Nur UKW-Frequenzen (2 m und höher), keine Morseprüfung
  • Klasse A: Alle Betriebsarten, kleinere Sendeleistung
  • Klasse B: Vollzugang mit 750 W

1997-2005: Klassen 1, 2 und 3

Mit der Reform 1997 wurden die Klassen in Nummern umbenannt:

Alte KlasseNeue KlasseBerechtigungen
A + BKlasse 1Alle Bänder, mit Morseprüfung
CKlasse 2Nur UKW wie Klasse C, ohne Morseprüfung (Kurzwelle ab 15.08.2003 geduldet)
-Klasse 3Nur 2m/70cm, 10 W, vereinfachte Prüfung

Die Klasse 3 war eine neue Einsteigerklasse mit stark eingeschränkten Rechten - ähnlich der heutigen Klasse N. Ein Aufstieg war jedoch nicht möglich: Wer eine höhere Klasse wollte, musste die komplette Prüfung neu ablegen.

2005-2024: Klassen A und E

Am 19. Februar 2005 trat die nächste Reform in Kraft:

  • Klasse 1 + 2 wurden zur neuen Klasse A (Morseprüfung entfiel)
  • Klasse 3 wurde zur Klasse E, die Rechte wurden zum 1. September 2006 deutlich erweitert (160 m, 80 m, 15 m, 10 m mit 100 W PEP, UKW 75 W PEP)
📜 Historisch: Die Morseprüfung war bis 2005 Pflicht für die Kurzwelle. Mit dem Wegfall dieser Anforderung (international ab 2003) wurden die deutschen Klassen neu strukturiert.

Seit 2024: Klassen N, E und A

Mit der novellierten Amateurfunkverordnung vom 24. Juni 2024 kam die Klasse N hinzu - ein dreistufiges System wie in vielen anderen Ländern:

  • Klasse N: Neue Einsteigerklasse (ähnlich der alten Klasse 3, aber mit Upgrade-Möglichkeit)
  • Klasse E: Erweitert um alle Bänder ab 23 cm (75 W PEP auf 23 cm, 5 W PEP darüber)
  • Klasse A: Unverändert - volle Rechte
ZeitraumKlassenBesonderheit
1949-1967A, BMorseprüfung für alle
1967-1997A, B, CKlasse C ohne Morse (UKW)
1997-20051, 2, 3Klasse 3 als Einstieg
2005-2024A, EMorse entfällt komplett
seit 2024N, E, ADreistufiges System

Welche Klasse ist die richtige?

Die Wahl der Klasse hängt von deinen Zielen und der verfügbaren Lernzeit ab:

Dein ZielEmpfohlene Klasse
Schnell einsteigen und ausprobierenKlasse N → später Upgrade
Kurzwelle + international funkenKlasse E
Maximale Möglichkeiten von Anfang anKlasse A
Schüler / wenig ZeitKlasse N
DX und ContesteKlasse A
Lokaler UKW-Betrieb + RelaisKlasse N oder E
💡 Tipp: Viele starten mit der E-Prüfung und lernen parallel schon für Klasse A. Wenn du die Zeit hast, lohnt sich der direkte Weg zur Vollklasse - die Prüfung ist an einem Tag, und du sparst dir später die Upgrade-Gebühr.

Nach der Prüfung

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Quellen

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