Notfunk ist Kommunikation per Funk, wenn reguläre Netze wie Mobilfunk, Festnetz und Internet ausfallen - etwa bei Stromausfall, Naturkatastrophen oder Krisen. Wer vorsorgen will, hat drei Optionen: ein batteriebetriebenes Radio zum Empfang von Behörden-Durchsagen, lizenzfreie Funkgeräte (Freenet, PMR446, CB-Funk) für aktive Kommunikation im Nahbereich, oder eine Amateurfunklizenz für Sprechfunk von lokal bis weltweit und die Einbindung in organisierte Notfunkstrukturen des DARC.
3. Januar 2026, Berlin-Lichterfelde. Ein Brand an einer Kabelbrücke - später als Brandanschlag eingeordnet - legt Teile des Berliner Südwestens lahm. Rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden sind ohne Strom; auch Verkehrs-, Wärme- und Telekommunikationsdienste sind teilweise beeinträchtigt. Die Bundeswehr leistet Amtshilfe und stellt Treibstoff für Notstromaggregate bereit.
Wenige Jahre zuvor, im Ahrtal 2021: Die Flutkatastrophe beschädigt die Kommunikationsinfrastruktur schwer. Zahlreiche Mobilfunkstandorte fallen aus. BOS-Digitalfunk, Mobilfunk, Festnetz - in den betroffenen Gebieten großflächig gestört. Manche Gemeinden sind zeitweise nur noch physisch erreichbar.
Zwei Ereignisse, eine Erkenntnis: Unsere gesamte Kommunikation hängt am Stromnetz. Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über Funklösungen für Krisenfälle - von lizenzfreien Angeboten wie Freenet über Meshtastic und MeshCore bis hin zum Amateurfunk mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Was passiert bei Stromausfall mit der Kommunikation?
Die meisten Menschen unterschätzen, wie abhängig unsere gesamte Kommunikation vom Stromnetz ist. Was bei einem großflächigen Blackout passiert, folgt einem vorhersehbaren Muster.
Mobilfunk: Verwundbar bei Stromausfall
Mobilfunkmasten haben USV-Batterien, die je nach Standort und Auslegung eine begrenzte Zeit überbrücken - oft nur wenige Stunden. Für Mobilfunkstandorte gibt es keine einheitliche allgemeine Mindest-Notstromdauer, auf die man sich verlassen könnte.
Gleichzeitig steigt die Netzlast enorm: Alle versuchen gleichzeitig zu telefonieren. Das Netz ist überlastet, oft bevor es ganz ausfällt.
Berlin 2026: Stromausfall im Südwesten
Der Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang Januar 2026 zeigte, dass längere Stromausfälle auch Mobilfunk und andere Infrastrukturen beeinträchtigen können. Rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden waren betroffen; auch Verkehr, Wärmeversorgung und Telekommunikation waren teilweise beeinträchtigt. Die Bundeswehr unterstützte im Rahmen der Amtshilfe unter anderem mit Treibstoff für Notstromaggregate.
Ahrtal 2021: Kommunikationsinfrastruktur schwer beschädigt
In der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 war die Kommunikationsinfrastruktur im Ahrtal schwer beschädigt. Zahlreiche Mobilfunkstandorte wurden zerstört oder fielen wegen Stromausfall aus, und selbst der BOS-Digitalfunk war zeitweise erheblich gestört. Die Folgen:
BOS-Digitalfunk: Warum Privatpersonen ihn nicht nutzen können
Oft kommt die Frage: "Können wir nicht einfach den Behördenfunk nutzen?" Der BOS-Digitalfunk (TETRA-Standard) ist das Kommunikationsnetz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Deutschland. Er ist ausschließlich für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zugelassen - Privatpersonen haben keinen Zugang.
Im Vergleich zu Mobilfunk ist der BOS-Digitalfunk deutlich robuster ausgelegt: Laut BDBOS verfügen die Basisstationen in der Regel über USV und Netzersatzanlagen. Im Kernnetz sind mindestens 72 Stunden abgesichert, und die Notstromversorgung im Zugangsnetz wird an über 3.800 Standorten auf ebenfalls mindestens 72 Stunden ausgebaut. Bei großflächigen, lang andauernden Katastrophen können aber auch diese Systeme an ihre Grenzen stoßen.
Was fällt wann aus?
| System | Ohne Strom funktionsfähig | Bemerkung |
|---|---|---|
| Internet (DSL/Kabel) | Meist sofort weg | Ohne Notstrom für Router/Netzabschluss nicht nutzbar |
| Festnetz (IP-basiert) | Meist sofort weg | Ohne Stromversorgung der lokalen Geräte nicht nutzbar |
| WLAN | Sofort weg | Ohne Stromversorgung des Routers nicht nutzbar |
| Mobilfunk | Begrenzt (oft wenige Std.) | USV-Batterien, je nach Standort unterschiedlich |
| Sirenen (elektronisch) | Begrenzte USV | Hängt vom Standort ab |
| Digitalfunk BOS (TETRA) | Deutlich robuster | USV + Netzersatzanlagen, Ausbau auf 72 Std. |
| UKW-Radio (ÖR-Sender) | Standortabhängig | Viele Rundfunksender haben Notstromkonzepte; Betriebsdauer variiert |
| Freenet / PMR446 | Solange Akku hält | Direkt, keine Infrastruktur nötig |
| Satellitentelefon | Solange Akku hält | Nicht vom lokalen Mobilfunknetz abhängig, laufende Kosten |
| Amateurfunk | Autark mit Akku/Solar | Im Direktbetrieb keine Infrastruktur nötig, Reichweite je nach Band und Bedingungen |
Notfunk im Amateurfunk - Mehr als ein Hobby
Notfunk im Amateurfunk bedeutet: Lizenzierte Funkamateure stellen bei Krisen und Katastrophen Kommunikationsverbindungen her - auch ohne öffentliche Telekommunikationsinfrastruktur. Für einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindungen reichen ein Funkgerät, ein Akku und eine Drahtantenne. Digitale Betriebsarten wie Winlink oder APRS nutzen teilweise zusätzliche Infrastruktur (Gateways, Digipeater), können aber auch im Direktbetrieb funktionieren.
Rechtliche Grundlage
Das Amateurfunkgesetz (AFuG) und die internationale Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) regeln den Notfunk. Artikel 25 der VO Funk ist dabei besonders wichtig:
Der Amateurfunkdienst dient nach dem Amateurfunkgesetz auch der Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen. Die internationale VO Funk sieht zusätzlich vor, dass Amateurfunkstellen bei Notfällen und in der Katastrophenhilfe Nachrichten im Auftrag Dritter übermitteln können, soweit die zuständige nationale Verwaltung dies zulässt. Auch im Notfunk gelten aber weiterhin die gesetzlichen Vorgaben, die Frequenzzuteilung und die betrieblichen Regeln des Amateurfunks. Wichtig dabei: Notfunk ist eine Ergänzung zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), kein Ersatz. Funkamateure arbeiten im Katastrophenfall mit Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten zusammen, nicht an ihnen vorbei.
Was Funkamateure im Notfunk konkret leisten
Die Möglichkeiten gehen weit über einfaches Sprechen ins Mikrofon hinaus:
- Winlink - Zugang zu E-Mail über Funk, ohne dass die eigene Station einen Internetanschluss braucht (die Weiterleitung ins öffentliche E-Mail-System läuft in der Regel über Funk-Gateways mit dahinterliegender Internet-Infrastruktur; vollständig direkt geht es nur in speziellen Peer-to-Peer-Betriebsarten)
- APRS - automatische Positionsmeldungen und Kurznachrichten, auch als digitales Lagebild nutzbar
- JS8Call - Tastatur-zu-Tastatur-Kommunikation, funktioniert selbst bei extrem schwachen Signalen
- Temporäre Netze - Relaisstationen, Digipeater und Crossband-Repeater aufbauen
Notfunk-Frequenzen in Deutschland
Die folgenden Frequenzen werden im deutschsprachigen Raum für Notfunk empfohlen bzw. sind als Betriebs- und Anruffrequenzen etabliert. Die IARU-Frequenzen sind international koordiniert, die D-A-CH-Frequenzen basieren auf Empfehlungen des NotfunkWiki und des DARC-Notfunkreferats. Die Einträge haben nicht alle denselben offiziellen Status: Es handelt sich überwiegend um Anruf- bzw. Aktivitätszentren (Center of Activity), nicht um dauerhaft überwachte Notrufkanäle und nicht um exklusiv für Notfunk reservierte Frequenzen. Bei echtem Notverkehr ist die belegte Frequenz von anderem Verkehr freizuhalten.
Amateurfunk - Kurzwelle (HF)
| Frequenz | Band | Betriebsart | Region | Nutzung |
|---|---|---|---|---|
| 1,873 MHz | 160m | LSB | D-A-CH | Nacht-Nahbereich (NVIS) |
| 3,643 MHz | 80m | LSB | D-A-CH | Primäre Notfunkfrequenz D-A-CH |
| 3,760 MHz | 80m | LSB | Europa | IARU Region 1 Notfunkfrequenz |
| 7,085 MHz | 40m | LSB | D-A-CH | Überregionale Koordination |
| 7,110 MHz | 40m | LSB | Europa | IARU Region 1 Notfunkfrequenz |
| 10,138 MHz | 30m | USB | D-A-CH | Regionale Notfunkempfehlung; keine ausgewiesene IARU-Notfunk-Aktivitätsfrequenz |
| 14,300 MHz | 20m | USB | Europa | Weitverkehr tagsüber |
| 18,160 MHz | 17m | USB | Europa | Weitverkehr tagsüber |
| 21,360 MHz | 15m | USB | Europa | Weitverkehr bei hoher Sonnenaktivität |
| 28,238 MHz | 10m | USB | Deutschland | Weitverkehr bei Sporadic-E |
Amateurfunk - UKW (VHF/UHF)
| Frequenz | Band | Betriebsart | Region | Nutzung |
|---|---|---|---|---|
| 144,260 MHz | 2m | USB | D-A-CH | SSB-Notfunkfrequenz (DARC-Empfehlung) |
| 145,500 MHz | 2m | FM | D-A-CH | FM-Anruffrequenz, erster Anlaufpunkt |
| 433,500 MHz | 70cm | FM | Europa | FM-Anruffrequenz |
| DMR: Talkgroup 9112 (EMACOM EU) im BrandMeister-Netz - Community-basierte Notfunk-Talkgroup | ||||
Lizenzfreie Funkdienste - Empfohlene Kanäle
| Dienst | Kanal | Frequenz | Nutzung |
|---|---|---|---|
| CB-Funk | Kanal 9 | 27,065 MHz (FM) | Traditioneller Not- und Hilferufkanal (keine Hörgarantie) |
| CB-Funk | Kanal 3 | 26,985 MHz (FM) | Notfunk-Arbeitskanal |
| Freenet | Kanal 1 | 149,025 MHz (FM) | Anrufkanal (informell empfohlen) |
| Freenet | Kanal 3 | 149,050 MHz (FM) | Notfunk-Arbeitskanal (informell) |
| PMR446 | Kanal 1 | 446,00625 MHz (FM) | Anrufkanal (informell empfohlen) |
| PMR446 | Kanal 3 | 446,03125 MHz (FM) | Notfunk-Arbeitskanal |
NVIS - Steilstrahlung für den Nahbereich auf Kurzwelle
Eine besonders wertvolle Technik für Notfunk ist NVIS (Near Vertical Incidence Skywave). Dabei wird die Kurzwelle fast senkrecht nach oben abgestrahlt und von der Ionosphäre zurück reflektiert. So lassen sich regionale Verbindungen über typischerweise einige Dutzend bis mehrere Hundert Kilometer herstellen - ohne den toten Bereich einer flach strahlenden Antenne und ohne Relaisstationen. Reichweite und Zuverlässigkeit hängen aber stark von Frequenz, Tageszeit, Ionosphäre, Antenne, Boden und Störpegel ab. Auf dem 80m-Band (3,5 MHz) klappt das nachts oft sehr gut; tagsüber dämpft die D-Schicht dieses Band oft stark, sodass je nach Ionosphäre 40m günstiger sein kann. Welche Frequenz gerade trägt, prüft man am besten praktisch oder anhand aktueller Ausbreitungsdaten.
Für NVIS braucht man keine aufwendige Antenne: Ein niedrig aufgehängter Drahtdipol (nur 2-5 Meter über dem Boden) begünstigt die hohen Abstrahlwinkel. Das macht NVIS zu einer beliebten Technik für Notfunk-Koffer - eine lückenlose Abdeckung ist damit aber nicht garantiert.
Relaisstationen - Reichweitenverlängerung auf UKW
Über Relaisstationen (Repeater) lässt sich die Reichweite auf UKW erheblich vergrößern. In Deutschland gibt es hunderte Relaisstationen auf Bergkuppen und Türmen - einige davon verfügen über eigene Notstromversorgung.
Ein einfaches Handfunkgerät mit 5 Watt kann über ein günstig gelegenes Relais je nach Standort und Topografie erhebliche Reichweiten erzielen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber lizenzfreien Funkdiensten, die auf Direktverbindungen beschränkt sind.
Reale Einsatzbeispiele
Ahrtal 2021: Die Flutkatastrophe zeigte drastisch, wie verletzlich die Kommunikationsinfrastruktur ist. Ein flächendeckender, offiziell angeforderter DARC-Notfunkeinsatz fand nach Angaben des DARC nicht statt; die Katastrophe war aber der zentrale Anlass, das Notfunkkonzept des DARC neu aufzustellen und die Zusammenarbeit mit den Behörden zu vertiefen.
International: Bei Erdbeben, Hurrikans und Tsunamis weltweit unterstützen Funkamateure die Krisenkommunikation. Die IARU (International Amateur Radio Union) koordiniert den internationalen Notfunk. In den USA ist das ARES (Amateur Radio Emergency Service) mit tausenden freiwilligen Funkamateuren fester Bestandteil des Katastrophenschutzes.
DARC Notfunk-Referat und die Notfunkkarte
Der DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club) betreibt ein eigenes Referat Not- und Katastrophenfunk, das die Notfunk-Aktivitäten auf drei Ebenen koordiniert:
Die drei Ebenen des DARC-Notfunks
Die DARC Notfunkkarte
Eines der praktischsten Werkzeuge des DARC ist die interaktive Notfunkkarte. Sie zeigt auf einer Deutschland-Karte, wo Funkamateure mit Notfunk-Fähigkeiten erreichbar sind. Die Marker haben eine klare Farbcodierung:
| Marker | Bedeutung |
|---|---|
| Grün | Notfunk-Gruppe (organisierte Gruppe im Ortsverband) |
| Blau | Einzelner Funkamateur mit Notfunk-Ausrüstung |
| Rot | Funkamateur, der Anschluss an eine Notfunk-Gruppe sucht |
So können Behörden und Hilfsorganisationen - die sogenannten Bedarfsträger - im Ernstfall schnell lokale Funkamateure mit der passenden Ausrüstung finden. Der DARC bietet zusätzlich einen Helfer-Kalkulator zur Personalbedarfsermittlung bei größeren Einsätzen.
MoWaS-Zugang und Bedarfsträger-Kooperation
Nach Angaben des DARC besteht eine Zusammenarbeit mit dem BBK rund um das Modulare Warnsystem (MoWaS), das zentrale Warnsystem des Bundes, sodass Warnmeldungen empfangen und im Amateurfunk weiterverbreitet werden können. Die genauen Konditionen können sich ändern - maßgeblich sind die aktuellen Angaben von DARC und BBK.
Darüber hinaus arbeitet der DARC aktiv mit Organisationen wie THW, Feuerwehren und dem Katastrophenschutz zusammen. Ziel ist es, dass Funkamateure im Ernstfall nicht improvisieren müssen, sondern bereits in die bestehenden Strukturen integriert sind. In vielen Regionen gibt es Kooperationsvereinbarungen zwischen DARC-Ortsverbänden und den lokalen Katastrophenschutz-Behörden.
Kooperation DARC und Notfunk Deutschland e.V.
Seit 2024/2025 kooperieren der DARC und der Verein Notfunk Deutschland e.V. offiziell. Die Zusammenarbeit wurde auf der HAM RADIO in Friedrichshafen besiegelt und bündelt die Expertise beider Organisationen - insbesondere bei Ausbildung und Seminarprogrammen.
Ausbildung und Mitmachen
Der DARC bietet verschiedene Wege, sich im Notfunk zu engagieren:
- Notfunk-Seminare: Mehrtägige Ausbildungswochenenden (z.B. in Immenreuth, Oberpfalz), auch über die Ausbildungsplattform 50ohm.de
- Akku-Freitag: Initiative, bei der Funkamateure regelmäßig den Akkubetrieb ihrer Notfunk-Ausrüstung testen - denn ein Notfunk-Koffer nützt nichts, wenn die Akkus leer sind
- Ortsverband finden: Über darc.de den nächsten Ortsverband suchen und bei der Notfunk-Gruppe vorbeischauen. Viele Ortsverbände freuen sich über Verstärkung
- Notfunkkarte eintragen: Eigene Notfunk-Fähigkeiten auf der Karte registrieren
In 4 Wochen auf den Bändern funken
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Jetzt kostenlos lernenDer Notfunk-Koffer - Sofort einsatzbereit
Ein Notfunk-Koffer (auch Go-Kit oder Funkkoffer genannt) ist eine komplett vorbereitete, portable Funkstation in einem robusten Koffer. Das Konzept: Im Ernstfall Koffer greifen, Antenne aufbauen, funken - ohne erst die Heimstation abbauen zu müssen.

Drei Levels: Vom Rucksack bis zur Kofferleitstelle
Amateurfunk-Handfunkgerät für 2m/70cm, Ersatzakku und AA-Batteriefach, Rollantenndraht oder J-Pole-Antenne, Notizblock mit lokaler Relaisliste. Passt in einen Rucksack und reicht für lokale UKW-Kommunikation. (Hinweis: Frei programmierbare Amateurfunkgeräte dürfen nicht automatisch auf PMR446- oder Freenet-Kanälen betrieben werden.)
Portabler KW-Transceiver (z.B. Yaesu FT-891, Xiegu G90) oder ein KW/UKW-Allrounder wie der ICOM IC-705, LiFePO4-Akku 12V/20-50 Ah, NVIS-Drahtantenne mit GFK-Mast (4-5 Segmente je 1,20 m), UKW-Antenne (J-Pole oder Roll-up Yagi). Ermöglicht auf Kurzwelle je nach Ausbreitungsbedingungen regionale bis europaweite Verbindungen - mit NVIS je nach Frequenz, Tageszeit und Ionosphäre regionale Entfernungen von einigen Dutzend bis mehreren Hundert Kilometern.
Vollständige KW/UKW-Station mit digitalem Interface, Laptop mit Winlink/APRS/Logbuch-Software, faltbares Solarpanel (50-100 W), mehrere Antennen für verschiedene Bänder. Kann bei guter Sonneneinstrahlung über Tage autark betrieben werden - die mobile Leitstelle für den Ernstfall.
Stromversorgung: LiFePO4 und Solar
LiFePO4-Akkus werden für portable Funkstationen häufig eingesetzt: relativ stabile Spannung, hohe Zyklenfestigkeit und - gegenüber manchen anderen Lithium-Ionen-Chemien - hohe thermische Stabilität. Die konkrete Zyklenzahl hängt von Zellqualität, Entladetiefe und Temperatur ab. Ein gutes BMS (Battery Management System) gehört dazu. Die Laufzeit ergibt sich aus nutzbarer Kapazität sowie Sende- und Empfangsstrom - nicht aus der HF-Ausgangsleistung: Ein 20-Ah-Akku kann eine kleine Station je nach Gerät und Betriebsprofil grob mehrere Stunden bis über einen Tag versorgen; eine belastbare Angabe erfordert die Stromaufnahmewerte des konkreten Transceivers.
Ein faltbares Solarpanel (50-100 W) kann die Einsatzdauer verlängern oder bei günstigen Bedingungen den Tagesverbrauch ausgleichen. Ob ein dauerhaft autarker Betrieb möglich ist, hängt von Jahreszeit, Wetter, Ausrichtung, Akkugröße und Sendeanteil ab und sollte über eine Energiebilanz abgeschätzt werden.



Stromversorgung für den Notfunk: Solar, Akku und Generator - autark über Tage. (Fotos: DL4KE)
Die NVIS-Antenne für den Notfunk-Koffer
Für regionale Kurzwellenverbindungen kann ein niedrig aufgehängter Drahtdipol für NVIS-Betrieb eine geeignete Antenne im Notfunk-Koffer sein: aufgehängt in nur 2-5 Metern Höhe über dem Boden. Mit einem zerlegbaren GFK-Mast (4-5 Segmente je 1,20 m) passt die Antenne in den Koffer. Aufbauzeit: etwa 10-15 Minuten.
Freenet - Lizenzfreier Funk auf 149 MHz
Was ist, wenn du keine Amateurfunklizenz hast? Hier kommen lizenzfreie Funkdienste ins Spiel. Freenet ist ein rein deutscher lizenzfreier Funkdienst auf 149 MHz. Keine Prüfung, keine Gebühr, keine Anmeldung - man braucht nur ein für diese Allgemeinzuteilung geeignetes, konformes Handsprechfunkgerät.
Technische Daten
| Eigenschaft | Freenet |
|---|---|
| Frequenzbereich | 149,01875 - 149,11875 MHz |
| Kanäle | Analoge/digitale Sprachkanäle nach aktueller BNetzA-Allgemeinzuteilung; 12,5-kHz- und teils 6,25-kHz-Raster |
| Sendeleistung | Max. 1 Watt ERP (0,5 W im 10-km-Grenzstreifen zu Belgien/Polen) |
| Antenne | Fest verbaut oder Wechselantenne am Handfunkgerät; keine externen Antennen per Koax |
| Reichweite | Typisch 500 m - 5 km (stark abhängig von Gelände und Bebauung) |
| Betrieb | Nur Peer-to-Peer (keine Repeater, kein Gateway) |
| Zulassung | Nur Deutschland |
| Kosten Gerät | Ab ca. 50 Euro (Paar) |
Stärken und Grenzen für die Krise
Stärken
- Sofort einsatzbereit, keine Lizenz, keine Anmeldung
- 149 MHz: tendenziell bessere Gebäudedurchdringung als höhere Frequenzen (PMR, LoRa)
- Geräte sind robust, einfach und intuitiv
- Günstig und jahrelang haltbar
Grenzen
- Wenige Kanäle - bei vielen Nutzern schnell überlastet
- Keine Repeater erlaubt - nur Peer-to-Peer
- Keine externen Antennen per Koax erlaubt
- Nur 1 Watt - Reichweite stark geländeabhängig
- Nur in Deutschland zugelassen
Weitere lizenzfreie Alternativen: PMR446 und CB-Funk
PMR446
- PMR446 - der Klassiker unter den "Walkie-Talkies"
- 0,5 Watt, 16 Kanäle, 446 MHz
- In großen Teilen Europas harmonisiert (nationale Bestimmungen beachten)
- Nur mit fester, integrierter Antenne - keine externen Antennen zulässig
- Extrem günstig (ab 20 Euro pro Paar)
- Geringere Sendeleistung als Freenet (0,5 W vs. 1 W)
CB-Funk
- Citizens Band - 27 MHz, international etabliert
- 4 Watt auf 80 Kanälen
- Externe Antennen erlaubt
- Deutlich mehr Reichweite mit externer Antenne möglich
- Traditioneller Not- und Hilferufkanal 9 (keine Hörgarantie)
- Nachteil: größere Geräte, störanfällig
Vergleichstabelle: Alle lizenzfreien Funkdienste
| Funkdienst | Frequenz | Leistung | Kanäle | Reichweite | Externe Antenne | Zulassung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PMR446 | 446 MHz | 0,5 W | 16 | 0,5-3 km* | Nein | EU-weit |
| Freenet | 149 MHz | 1 W | 12,5-kHz-Raster | 0,5-5 km* | Nein (extern) | Nur DE |
| CB-Funk | 27 MHz | 4 W (FM) | 80 | 5-30 km* | Ja | International |
Meshtastic - Das LoRa Mesh-Netzwerk
Meshtastic ist eine Open-Source-Firmware für günstige LoRa-Funkmodule. Die Geräte bilden automatisch ein Mesh-Netzwerk: Knoten können Nachrichten anderer Teilnehmer aufnehmen und weiterreichen (je nach Rolle und Konfiguration). So kann die Reichweite mit jedem Gerät im Netz wachsen. In der Prepper- und Maker-Szene ist Meshtastic in den letzten Jahren stark gewachsen und stellt weltweit die mit Abstand größte Community. In Deutschland hat sich allerdings seit 2025 ein wachsender Teil der Szene der Alternative MeshCore zugewandt (dazu weiter unten mehr) - je nach Region ist dort inzwischen mal das eine, mal das andere Netz aktiver.
So funktioniert es
Du kaufst ein LoRa-Gerät (ab ca. 20 Euro), flashst die Meshtastic-Firmware, verbindest dein Smartphone per Bluetooth - fertig. Nachrichten, die du in der App tippst, werden als Datenpakete per LoRa-Funk verschickt. Andere Meshtastic-Geräte in Reichweite können die Nachricht aufnehmen und weiterreichen, bis sie den Empfänger erreicht - wie stark ein Gerät weiterleitet, hängt von seiner Rolle und Konfiguration ab.
Meshtastic nutzt ein vermaschtes Routing-Verfahren, das je nach Firmwareversion und Konfiguration Flooding- und Next-Hop-Mechanismen kombiniert - neuere Versionen leiten nicht mehr blind von jedem Knoten weiter, sondern gezielter über bekannte Routen.
Technische Daten (Europa - EU_868)
| Eigenschaft | Meshtastic (EU_868) |
|---|---|
| Frequenz | 869,400 - 869,650 MHz (SRD-Band) |
| Sendeleistung | Max. +27 dBm (500 mW) |
| Duty Cycle | Max. 10% (EU-Regulierung) |
| Reichweite (Knoten zu Knoten) | 1-5 km (Stadt), 5-20 km (freie Sicht) |
| Reichweite (Mesh, mehrere Hops) | Theoretisch unbegrenzt, praktisch abhängig von Knotendichte |
| Max. Hops | 3 (Standard), bis 7 konfigurierbar |
| Nachrichtentyp | Text, GPS-Position, Telemetrie |
| Verschlüsselung | AES-256 |
| Lizenz nötig? | Nein (SRD-Band, EU Radio Equipment Directive 2014/53/EU) |
Beliebte Hardware
| Gerät | Preis (ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Heltec LoRa32 V3 | 15-20 Euro | Günstigster Einstieg, OLED-Display |
| LILYGO T-Beam | 25-35 Euro | Eingebautes GPS, guter Allrounder |
| LILYGO T-Deck | 40-55 Euro | Eigene Tastatur, ohne Smartphone nutzbar |
| RAK WisBlock | 30-50 Euro | Modulares System, sehr stromsparend |
| Seeed T1000-E | 25-35 Euro | Winziger Tracker mit GPS |
Duty Cycle - Das EU-Limit verstehen
In der EU gilt für das genutzte SRD-Band ein Duty Cycle von maximal 10%. Das bedeutet: Ein Gerät darf pro Stunde maximal 6 Minuten senden. In einem Meshtastic-Netz können Knoten abhängig von Rolle und Konfiguration auch Nachrichten anderer Teilnehmer weiterleiten. Bei vielen weiterleitenden Knoten und hoher Netzauslastung kann das Limit schneller erreicht werden.
Erreicht das Gerät das zulässige Duty-Cycle-Limit, setzt die Firmware weitere Aussendungen vorübergehend aus. Nachrichten können dadurch verspätet übertragen werden oder - je nach Warteschlange und Ablaufzeit - nicht mehr zugestellt werden. Das ist kein Bug, sondern eine gesetzliche Anforderung.
Pro und Contra für Notfunk
Pro
- Keine Lizenz nötig - sofort loslegen
- Extrem günstig - ab 15 Euro pro Knoten
- Mesh-Netzwerk - mehr Knoten = mehr Abdeckung
- Verschlüsselte Kanäle (AES-256) - vertraulich aber nur mit eigenem, geheim gehaltenem Kanalschlüssel; die verbreiteten Standardschlüssel schützen nicht
- Sehr stromsparend - Tage bis Wochen Laufzeit
- Open Source - große und aktive Community
- GPS-Tracking - Positionen teilen ohne Internet
- Große weltweite Verbreitung (in DE regional zunehmend neben MeshCore)
Contra
- Nur Text - keine Sprache, keine Bilder
- 10 % Duty Cycle im verwendeten Frequenzbereich - begrenzt die Sendezeit; weiterleitende Knoten verbrauchen zusätzlich Airtime für fremde Pakete
- Reichweite über mehrere Hops braucht weitere Knoten - zwei eigene Geräte funken aber auch direkt miteinander
- Latenz - Sekunden bis Minuten pro Nachricht
- Smartphone nötig bei den meisten Geräten
MeshCore - Die leichtgewichtige Alternative
MeshCore ist eine jüngere Alternative zu Meshtastic mit einem anderen Architektur-Ansatz. Das Projekt startete 2025, ist Open Source (MIT-Lizenz) und ist in Europa - besonders in den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland - nach Projekt- und Community-Angaben schnell gewachsen. Die tatsächliche Verbreitung unterscheidet sich aber regional stark: In manchen deutschen Regionen gibt es bereits eigene MeshCore-Netze mit festen Repeatern (etwa in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet), anderswo kaum. Vor der Gerätewahl lohnt daher der Blick, welches Netz am eigenen Standort vorhanden ist.
Der fundamentale Unterschied: Wer routet?
Hier liegt der entscheidende Architektur-Unterschied zwischen Meshtastic und MeshCore:
- Meshtastic: Endgeräte können im vermaschten Netz grundsätzlich auch Pakete anderer Teilnehmer weiterleiten. Wie stark, hängt von Rolle, Konfiguration, Firmwareversion und Hop-Limit ab.
- MeshCore: Es gibt eine klare Trennung: Endgeräte (Companions) senden und empfangen nur. Repeater übernehmen die Weiterleitung. Clients routen nicht.
Das hat eine wichtige Konsequenz: MeshCore verbraucht deutlich weniger Airtime, weil nicht jedes Gerät im Netz jede Nachricht weiterleitet. In Europa mit dem 10% Duty-Cycle-Limit ist das ein echter Vorteil.
Meshtastic
- Clients können Pakete weiterleiten (rollen-/konfigurationsabhängig)
- Managed Flooding + Next-Hop (ab v2.6)
- Kein fester Infrastruktur-Aufbau nötig
- Große, aktive Community
- Mehr Geräte, mehr Dokumentation
- Komplett kostenlos (Open Source)
MeshCore
- Dedizierte Repeater übernehmen das Routing
- Braucht feste Repeater-Infrastruktur
- In DE/NL/UK wachsend; Verbreitung regional sehr unterschiedlich
- Geringerer Airtime-Verbrauch
- Firmware frei (MIT), erweiterte App-Features kostenpflichtig
Lizenzmodell
Die MeshCore-Firmware ist Open Source (MIT-Lizenz). Erweiterte App-Funktionen (Karten, Telemetrie, GPS-Broadcast, Store-and-Forward) sind über den offiziellen Store kostenpflichtig. Basis-Funktionen (Nachrichten senden/empfangen) bleiben kostenlos.
Wer sollte was wählen?
Meshtastic hat weltweit die größte Community, die meiste Dokumentation und die meisten Geräte im Feld - Gerät einschalten, App verbinden, fertig, ganz ohne festen Infrastruktur-Aufbau.
MeshCore ist seit 2025 in Deutschland und den Nachbarländern schnell gewachsen und in manchen Regionen bereits gut ausgebaut (regional aber sehr unterschiedlich). Durch die dedizierten Repeater verbraucht es weniger Airtime - unter dem europäischen Duty-Cycle-Limit ein Vorteil. Es setzt allerdings auf feste Repeater, die jemand betreiben muss.
Empfang oder Senden - Was brauchst du wirklich?
Bevor du Geld ausgibst, stell dir eine Frage: Willst du nur informiert bleiben oder aktiv kommunizieren? Die Antwort bestimmt, was du brauchst.
Nur informiert bleiben
- Batteriebetriebenes Radio (UKW/DAB+)
- Empfang von Behörden-Durchsagen
- Keine Lizenz, keine Anmeldung
- Ab 20 Euro (Kurbelradio)
- BBK-Empfehlung für jeden Haushalt
- Reicht für reine Informationsbeschaffung
Aktiv kommunizieren
- Freenet/PMR446 für den Nahbereich (ohne Lizenz)
- CB-Funk für mehr Reichweite (ohne Lizenz)
- Meshtastic für Textnachrichten (ohne Lizenz)
- Amateurfunk für große Reichweiten auf Kurzwelle (mit Lizenz)
- Du kannst andere erreichbare Funkteilnehmer kontaktieren (keine garantierte Hörbereitschaft/Leitstelle)
- Ab 50 Euro (lizenzfrei) bis 500+ Euro (Amateurfunk)
Satellitentelefon und Satelliten-Messenger
Wer im Notfall zuverlässig kommunizieren will, sollte Satellitentelefone und Satelliten-Messenger kennen. Sie gehören zu den robustesten Kommunikationsoptionen bei Krisenlagen, weil sie nicht vom lokalen Mobilfunknetz abhängen. Auch direkter Funk (Amateurfunk, Freenet, PMR, CB) funktioniert ohne Mobilfunkmasten - aber Satellitentelefone ermöglichen zusätzlich Anrufe ins Festnetz und zu anderen Sat-Telefonen weltweit.
Wie funktioniert Satellitenkommunikation?
Das Endgerät funkt direkt zum Satelliten im Orbit - ohne lokale Sendemasten oder Internetverbindung. Die Gesamtdienstleistung hängt aber weiterhin von der Infrastruktur des Satellitenbetreibers ab: Bodenstationen (Gateways) und Kernnetze auf mehreren Kontinenten vermitteln die Gespräche. Diese Infrastruktur ist redundant ausgelegt und liegt außerhalb Deutschlands - ein nationaler Stromausfall beeinträchtigt sie daher in der Regel nicht.
Die drei großen Satellitennetze
| Netz | Satelliten | Abdeckung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Iridium | 66 LEO-Satelliten | Weltweit inkl. Pole | Einziges Netz mit echter Globalabdeckung |
| Thuraya | Geostationär | Europa, Afrika, Naher/Mittlerer Osten, Teile Asiens | Günstig im Standby; Asien/Pazifik seit dem Ausfall von Thuraya-3 (2024) eingeschränkt |
| Inmarsat | Geostationär | Weltweit (ohne Pole) | Bewährt in Schifffahrt und Luftfahrt |
Satellitentelefone: Kosten und Geräte
Thuraya-Geräte sind in der Regel am günstigsten (ab ca. 500 Euro neu), Inmarsat liegt im Mittelfeld, Iridium ist am teuersten (ab ca. 1.100 Euro), bietet dafür aber globale Polabdeckung. Gebrauchte Geräte sind deutlich günstiger erhältlich. Gesprächskosten liegen je nach Netz und Tarif typischerweise zwischen 0,70 und 2,00 Euro pro Minute. Konkrete Preise ändern sich - vor dem Kauf beim Händler oder Betreiber aktuell prüfen.
Zusätzlich zum Gerät fallen laufende Kosten an (Prepaid-Guthaben oder Vertrag). Wer das Gerät nur für Notfälle bereithält, fährt mit Thuraya-Prepaid am günstigsten: Die jährliche Grundgebühr liegt bei ca. 40-45 Euro, das Gerät bleibt erreichbar und empfangsbereit. Satellitentelefone lassen sich auch mieten, z.B. für Reisen oder Veranstaltungen.
Satelliten-Messenger: Günstiger Einstieg
Wer kein vollwertiges Satellitentelefon braucht, kann mit einem Satelliten-Messenger deutlich günstiger einsteigen. Diese Geräte senden Textnachrichten und GPS-Positionen über das Iridium-Netz und haben einen SOS-Notfallknopf, der eine internationale Rettungsleitstelle alarmiert.
Garmin bietet mit dem inReach Messenger und dem inReach Mini 2 kompakte Geräte mit SOS-Button, Zwei-Wege-Textnachrichten und GPS-Tracking über das Iridium-Netz. Die Geräte kosten je nach Modell ab ca. 230-400 Euro, dazu kommt ein monatliches Abo (ab ca. 20 Euro/Monat, pausierbar).
Wichtig: Satelliten-Messenger sind keine Telefone - sie senden Textnachrichten und GPS-Positionen, keine Sprache. Für Sprachtelefonie via Satellit braucht es ein echtes Satellitentelefon.
Bei Garmin inReach lässt sich das Abo pausieren, wenn man das Gerät gerade nicht aktiv nutzt. Die SOS-Funktion verbindet mit der Garmin IERCC (International Emergency Response Coordination Center), einer 24/7-Rettungsleitstelle.
Notruf via Satellit im Smartphone
Seit Ende 2022 bietet Apple auf dem iPhone 14 und neuer die Funktion Notruf SOS via Satellit an - auch in Deutschland. Per Textnachricht über Globalstar-Satelliten kann man Rettungsdienste kontaktieren, wenn kein Mobilfunkempfang verfügbar ist. Apple erweitert die Satellitenfunktionen schrittweise - neben dem Notruf gibt es in einigen Ländern bereits Nachrichten an Kontakte via Satellit. Aktuelle Verfügbarkeit für Deutschland auf der Apple-Supportseite prüfen. Die Notruf-Funktion war bisher für einen begrenzten Zeitraum nach Aktivierung kostenlos; Apple hat die Gratisphase mehrfach verlängert.
Starlink und Satelliten-Internet als Notfalloption
In einer Übersicht der Satellitendienste darf Starlink nicht fehlen - der Dienst von SpaceX gewinnt für die Krisenkommunikation zunehmend an Bedeutung. Starlink funkt über tausende erdnahe LEO-Satelliten und deckt zwei sehr unterschiedliche Anwendungsfälle ab:
Rechtliche Lage in Deutschland
In Deutschland können Privatpersonen Satellitentelefone ohne eigene Funkgenehmigung nutzen - die Frequenzzuteilung und Netzzulassung läuft über den jeweiligen Satellitenbetreiber. Praktisch heißt das: Gerät kaufen, SIM-Karte beim Anbieter aktivieren, nutzen. In einigen Regionen können Einschränkungen gelten, etwa zum Schutz von Radioteleskopen. In einigen Ländern außerhalb Europas (z.B. Indien, Nordkorea) sind Satellitentelefone verboten oder genehmigungspflichtig - bei Reisen vorher informieren.
Satellitentelefon vs. Amateurfunk
Satellitentelefon
- Sofort einsatzbereit, keine Ausbildung nötig
- Telefonate ins Festnetz/Mobilnetz möglich
- SOS-Notruf an Rettungsleitstelle
- Hohe Anschaffungs- und laufende Kosten
- Punkt-zu-Punkt-Kommunikation (1:1)
- Abhängig von kommerziellem Netzbetreiber
Amateurfunk
- Lizenz und Ausbildung erforderlich
- Keine Telefonate ins Festnetz
- Kein SOS-Button, aber Notfunkfrequenzen
- Geringe laufende Kosten nach Anschaffung
- Gruppen- und Netzkommunikation mit mehreren Funkstellen
- Direktverbindungen unabhängig; manche Digital-/Relaisdienste nutzen Infrastruktur
QO-100 - Amateurfunk über Satellit ohne laufende Kosten
Für lizenzierte Funkamateure gibt es eine weitere Option für Satellitenkommunikation: den geostationären Satelliten QO-100 (Qatar-OSCAR 100, auf Es'hail-2). Seit 2019 ermöglicht er Amateurfunkverbindungen rund um die Uhr - die Abdeckung reicht von Ostbrasilien über Europa und Afrika bis nach Südostasien. Im Gegensatz zu Iridium oder Thuraya fallen keine laufenden Kosten an - allerdings ist QO-100 kein Ersatz für ein Satellitentelefon, sondern ein Amateurfunk-Transponder: nur für Lizenzinhaber, keine Verschlüsselung, keine garantierte Privatkommunikation.
QO-100 bietet zwei Transponder: einen Schmalband-Transponder für SSB, CW und digitale Betriebsarten (z.B. JS8Call, FT8) sowie einen Breitband-Transponder für digitales Fernsehen (DATV). Für den Notfunk besonders relevant: Die IARU hat auf QO-100 eine internationale Notfunkfrequenz eingerichtet (Downlink 10489,860 MHz).
Die Ausrüstung ist allerdings nicht trivial:
- Uplink: 2,4 GHz (13-cm-Band) über eine Parabolantenne; die nötige Leistung hängt stark von Antenne, Feed und Verlusten ab (grob wenige Watt)
- Downlink: 10 GHz (3-cm-Band), Empfang mit handelsüblichem LNB an einer Satellitenschüssel (ab 60 cm)
- Vollduplex-Betrieb dringend empfohlen - man sollte das eigene Signal auf dem Downlink mithören, um den Transponder nicht zu übersteuern
- Gesamtkosten für eine Grundausstattung: ca. 300-600 Euro
Ehrliche Einschätzung - Was ist für wen das Richtige?
Jetzt wird es ernst. Denn die meisten Leute, die sich für Notfunk interessieren, brauchen keinen Amateurfunk. Klingt komisch auf einer Seite, die auf die Amateurfunkprüfung vorbereitet - ist aber ehrlich.
Die große Vergleichstabelle
| Anforderung | Freenet | PMR446 | CB-Funk | Meshtastic | Sat-Telefon | Amateurfunk |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sprache | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja |
| Text | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja (SMS) | Ja (Winlink, APRS) |
| E-Mail ohne Internet | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Über Funk-Gateway (Station ohne eigenen Internetanschluss; Gateway meist mit Internet) |
| Reichweite lokal* | 0,5-5 km | 0,5-3 km | 5-30 km | 1-10 km (Mesh) | Weltweit | Je nach Relais/Gelände |
| Reichweite überregional | Nein | Nein | Nein | Begrenzt | Weltweit | Ja (KW, bedingungsabhängig) |
| Lizenz nötig | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Kosten Einstieg | 50-100 Euro | 20-60 Euro | 80-200 Euro | 15-50 Euro | Ab 230 Euro (Messenger) / ab 500 Euro (Telefon) | 150-500 Euro |
| Laufende Kosten | Keine | Keine | Keine | Keine | Abo oder Prepaid erforderlich | Keine |
| Infrastruktur nötig | Nein | Nein | Nein | Mesh-Knoten | Satellit (kommerziell) | Nein im Direktbetrieb (Simplex/KW); Relais, Gateways und Digimodi-Netze brauchen Infrastruktur |
| Autarker Dauerbetrieb | Stunden | Stunden | Stunden | Tage-Wochen | Stunden (Akku) | Tage+ (Akku/Solar) |
* Reichweitenangaben sind grobe Erfahrungswerte. Die tatsächliche Reichweite hängt stark von Gelände, Bebauung, Antenne und Aufstellhöhe ab.
Ohne Lizenz (für die meisten)
- Freenet-Geräte für die Familie (Sprachfunk)
- Meshtastic für Textnachrichten
- Batteriebetriebenes Radio für Behörden-Durchsagen
- Morgen einsatzbereit, unter 150 Euro
- Reicht für die meisten realistischen Szenarien
Mit Amateurfunklizenz (für Engagierte)
- Sprechfunk über Relais und Kurzwelle (je nach Bedingungen)
- E-Mail über Funk (Winlink)
- Einbindung in DARC-Notfunkstrukturen
- Autarker Dauerbetrieb mit Notfunk-Koffer
- Du hilfst nicht nur dir, sondern auch anderen
Für die meisten Menschen: Freenet + Radio
- Ein Paar Freenet-Funkgeräte (je eins pro Familienmitglied/Haushalt) - Sprachfunk in der Nachbarschaft
- Ein batteriebetriebenes UKW-Radio (mit Kurbel oder Solar) - Behörden-Durchsagen empfangen
- Optional: Ein Meshtastic-Knoten - Textnachrichten, wenn es in deiner Region ein Netz gibt
Gesamtkosten: unter 150 Euro. Keine Lizenz. Reicht für die meisten realistischen Szenarien.
Für Technikbegeisterte: Meshtastic oder CB-Funk
Meshtastic ist spannend: günstig, Open Source, Mesh-Netzwerk. Gut geeignet, wenn du gerne an Hardware und Software tüftelst. Aber: nur kleine Datenpakete (Text, Position, Telemetrie), und für größere Reichweiten müssen weitere Knoten vorhanden sein.
CB-Funk bietet 4 Watt auf 80 Kanälen mit externen Antennen - deutlich mehr Reichweite als Freenet oder PMR446. Kanal 9 wird traditionell für Not- und Hilferufe genutzt (kein staatlich überwachter Notrufkanal). Nachteil: größere Geräte, störanfällig auf 27 MHz.
Für Engagierte: Amateurfunklizenz
Wer auch ohne öffentliche Infrastruktur über größere Entfernungen kommunizieren will - mit Sprechfunk, Digitalmodi, E-Mail über Funk - kommt am Amateurfunk kaum vorbei. Die Amateurfunklizenz ist nicht nur für dich selbst eine Absicherung: Du kannst im Ernstfall auch anderen helfen, indem du Kommunikationsverbindungen unterstützt, wo reguläre Wege ausgefallen sind.
Praktische Tipps: Notfunk-Vorsorge heute starten
- Batteriebetriebenes Radio kaufen (UKW/DAB+, mit Kurbel oder Solar) - um Behörden-Durchsagen zu empfangen
- Freenet-Funkgeräte für die Familie anschaffen und einen gemeinsamen Kanal festlegen
- Analogen Treffpunkt vereinbaren - "Wenn wir uns nicht erreichen, treffen wir uns bei..."
- Powerbank und Ersatzbatterien bereithalten
- Meshtastic ausprobieren - Heltec LoRa32 für unter 20 Euro bestellen und testen, ob es in deiner Region Knoten gibt
- Amateurfunklizenz Klasse N ins Auge fassen - je nach Vorkenntnissen in einigen Wochen Lernzeit machbar
- DARC-Ortsverband besuchen und Notfunk-Gruppe kennenlernen
- Meshtastic-Knoten an erhöhtem Punkt aufstellen (Dachboden, Balkon) mit kleinem Solarpanel
- Aufstieg auf Klasse E oder A für Kurzwelle und höhere Sendeleistung
- Notfunk-Koffer aufbauen (Level 2 oder 3) mit autarker Stromversorgung
- Winlink-Station einrichten für E-Mail über Funk
- An DARC-Notfunkübungen teilnehmen und Zusammenarbeit mit THW/Feuerwehr vor Ort aufbauen
- Akku-Freitag mitmachen - regelmäßig die Einsatzbereitschaft des eigenen Go-Kits testen
Amateurfunklizenz - Dein Einstieg in mehr Unabhängigkeit
Mit der Amateurfunklizenz darfst du senden, wo andere nur zuhören können. Die Klasse N macht den Einstieg so einfach wie nie: 195 Technikfragen (dazu die Teile Betrieb und Vorschriften) lernen, Prüfung ablegen, eigenes Rufzeichen erhalten.
Klasse N kennenlernenHäufige Fragen
Brauche ich eine Lizenz für Notfunk?
Kommt drauf an, welches System du nutzt. Für Freenet, PMR446, CB-Funk und Meshtastic brauchst du keine Lizenz. Für Amateurfunk brauchst du eine Lizenz (Klasse N, E oder A). Ohne die erforderliche Berechtigung darf man Funkanlagen grundsätzlich nicht auf zugeteilten Amateurfunk-, BOS- oder anderen geschützten Frequenzen betreiben. In einer gegenwärtigen, anders nicht abwendbaren Gefahr für Leib und Leben kann eine einzelne Hilfehandlung im Ausnahmefall über den rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) gerechtfertigt sein - das ist aber immer eine Einzelfallabwägung und keine allgemeine Sendeerlaubnis. Für vorbereitenden Notfunk brauchst du die entsprechende Berechtigung.
Funktioniert mein Handy bei Stromausfall noch?
Dein Handy selbst funktioniert, solange der Akku geladen ist. Aber das Mobilfunknetz fällt bei längerem Stromausfall aus, weil die Sendemasten nur begrenzt notstromversorgt sind. Dann zeigt dein Handy "Kein Netz" an - selbst mit vollem Akku. Zusätzlich ist das Netz oft schon vorher überlastet, weil alle gleichzeitig telefonieren wollen.
Was ist besser: Meshtastic oder Amateurfunk?
Beides hat seinen Platz und ergänzt sich. Meshtastic ist ideal für Textnachrichten ohne Lizenz und kostet fast nichts. Amateurfunk ermöglicht Sprechfunk, höhere Leistung und je nach Bedingungen große Reichweiten auf Kurzwelle. Die beste Lösung für ernsthafte Krisenvorsorge ist eine Kombination aus beidem.
Was empfiehlt das BBK für die Krisenkommunikation?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt ein batteriebetriebenes Radio (UKW/DAB+) im Haushalt, um amtliche Warnungen und Informationen über den Rundfunk empfangen zu können. Zusätzlich empfiehlt das BBK, Treffpunkte mit der Familie zu vereinbaren und örtliche Notfallanlaufstellen zu kennen. Unabhängig davon kann als private Vorsorge ein geeignetes lizenzfreies Funkgerät sinnvoll sein - dann sollten Kanal, Kommunikationspartner und Treffpunkte vorher vereinbart sein.
Was kostet der Einstieg in Notfunk?
Ohne Lizenz: Ein Paar Freenet-Geräte ab ca. 80 Euro, ein batteriebetriebenes Radio ab 20 Euro, ein Meshtastic-Knoten ab 15 Euro. Mit Amateurfunklizenz: Prüfungsgebühr ca. 80 Euro, ein einfaches Handfunkgerät ab 30 Euro. Ein Notfunk-Koffer mit Kurzwelle und autarker Stromversorgung kostet 500-1.500 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen MeshCore und Meshtastic?
Beide nutzen LoRa-Funk für Mesh-Netzwerke, unterscheiden sich aber im Routing: Bei Meshtastic können die Knoten je nach Rolle und Konfiguration Pakete anderer weiterleiten. Bei MeshCore übernehmen dedizierte Repeater das Routing - Endgeräte senden und empfangen nur. MeshCore ist dadurch airtime-effizienter (ein Vorteil unter dem europäischen Duty-Cycle-Limit), braucht aber feste Repeater. Meshtastic hat global die größere Community; in Deutschland ist MeshCore seit 2025 vielerorts gewachsen. Die Verbreitung ist regional unterschiedlich - am wichtigsten ist, welches Netz es an deinem Standort gibt.
Wie finde ich eine Notfunk-Gruppe in meiner Nähe?
Über die Website des DARC (darc.de) kannst du den nächsten Ortsverband in deiner Nähe finden. Viele Ortsverbände haben eigene Notfunk-Gruppen mit regelmäßigen Treffen und Übungen. Die DARC Notfunkkarte zeigt auf einer interaktiven Karte, wo Funkamateure mit Notfunk-Ausrüstung aktiv sind. Du brauchst eine Amateurfunklizenz, um aktiv mitzufunken.
Kann ich mit Meshtastic auch Sprachnachrichten senden?
Nein. Meshtastic ist für kleine Datenpakete ausgelegt - Textnachrichten, Positions- und Telemetriedaten. Die Datenrate von LoRa ist für kontinuierliche Sprache oder reguläre Bildübertragung zu niedrig. Für Sprachkommunikation brauchst du ein klassisches Funkgerät (Freenet, PMR446, CB-Funk oder Amateurfunk).
Was ist BOS-Digitalfunk und warum kann ich ihn nicht nutzen?
Der BOS-Digitalfunk (TETRA-Standard) ist das Kommunikationsnetz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Deutschland, betrieben von der BDBOS. Er ist ausschließlich für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zugelassen; zugelassene, im Netz registrierte Endgeräte erhalten nur berechtigte Stellen. Privatpersonen dürfen den BOS-Digitalfunk nicht nutzen und sich keinen unberechtigten Zugang zum Netz verschaffen. Die Basisstationen haben eine bessere Notstromversorgung als Mobilfunkmasten, stoßen bei tagelangem Stromausfall aber ebenfalls an ihre Grenzen.
Welche Frequenzen werden bei Notfunk verwendet?
Im Amateurfunk sind die wichtigsten Notfunkfrequenzen 3,643 MHz und 3,760 MHz (80m, Kurzwelle) sowie 145,500 MHz (2m, UKW-Anruffrequenz) - das sind Center-of-Activity- bzw. Anruffrequenzen, keine dauerhaft bewachten Notrufkanäle. Bei den lizenzfreien Funkdiensten gibt es keine staatlich festgelegten Notrufkanäle: Für Freenet und PMR446 empfehlen Notfunkinitiativen informell Kanal 1 als Anruf- und Kanal 3 als Arbeitskanal; beim CB-Funk gilt traditionell Kanal 9 (27,065 MHz) als Ruf für Not- und Hilfefälle. Eine Abhör- oder Hilfegarantie gibt es bei keinem davon.
Kann ich im Notfall ohne Lizenz auf Amateurfunkfrequenzen senden?
Ohne die erforderliche Berechtigung dürfen Funkanlagen grundsätzlich nicht auf Amateurfunk-, BOS- oder anderen geschützten Frequenzen betrieben werden - das Telekommunikationsgesetz enthält keine pauschale Notfall-Erlaubnis dafür. In einer gegenwärtigen, anders nicht abwendbaren Gefahr für Leib und Leben kann eine einzelne Hilfehandlung im Ausnahmefall über den rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) gerechtfertigt sein; daraus folgt aber keine allgemeine Erlaubnis, vorsorglich oder zu Übungszwecken ohne Zulassung zu senden. Für vorbereitenden Notfunk (regelmäßige Übungen, organisierte Krisenkommunikation) brauchst du zwingend eine Amateurfunklizenz - die Klasse N reicht für UKW-Notfunk auf 2m und 70cm.
Quellen
- DARC: Referat Not- und Katastrophenfunk
- DARC: DARC Notfunkkarte
- Bundesnetzagentur: Amateurfunk
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Ratgeber für Notfallvorsorge
- Meshtastic: Introduction
- MeshCore: GitHub Repository
- Wikipedia: MeshCore
- Developing Telecoms: Thuraya restores services to SEA and China after Thuraya 3 failure
- Deutsche Telekom: Telekom and Starlink: satellite-to-mobile for Europe
- Notfunk Deutschland e.V.: notfunk-deutschland.de
- Winlink: Global Radio Email
- Heise: Wetterdaten vom US-Militär - Funkamateure wollen weiteren Zugriff ermöglichen
- NotfunkWiki: Notfunk-Frequenzen und Informationen
- BDBOS: Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS
- Wikipedia: Notfunk
- Wikipedia: Freenet (Jedermannfunk)
