Eine UKW-Antenne ist das Herzstück jeder Station auf 2 m und 70 cm. Ob Handfunkgerät, Mobilbetrieb über die nächste Relaisfunkstelle oder Weitverbindung in SSB - Reichweite und Signalqualität hängen wesentlich von Antenne, Aufbauhöhe, Speiseleitung und Standort ab. Auf den kurzen Wellen von Meter und Dezimeter gelten dabei andere Regeln als auf Kurzwelle: Hier zählt die freie Sicht.

💡 Kurzfassung: UKW steht für Ultrakurzwelle (VHF, 30-300 MHz). Im Amateurfunk meint man damit meist das 2-m-Band (144-146 MHz) und - streng genommen schon UHF, im Sprachgebrauch aber mitgemeint - das 70-cm-Band (430-440 MHz). UKW breitet sich quasioptisch aus: Reichweite = freie Sicht plus ein bisschen. Deshalb schlägt Höhe fast jede Antennenoptimierung. Rundstrahler (Groundplane, J-Pole) für FM und Relais, Richtantennen (Yagi) für DX.

Was ist eine UKW-Antenne?

UKW heißt Ultrakurzwelle und bezeichnet den Frequenzbereich 30 bis 300 MHz - fachlich das VHF-Band. Was die meisten Menschen „UKW" nennen, ist allerdings das Rundfunkband (87,5-108 MHz), auf dem das FM-Radio läuft. Im Amateurfunk meint „UKW" etwas anderes: die Bänder oberhalb der Kurzwelle, auf denen mit FM, SSB und CW gearbeitet wird.

BandFrequenzWellenlängeEinordnung
6 m50-52 MHz~6 mVHF
2 m144-146 MHz~2,0 mVHF
70 cm430-440 MHz~0,7 mUHF
23 cm1240-1300 MHz~0,23 mUHF

Frequenzangaben für die in Deutschland gebräuchlichen Amateurbänder; zulässige Betriebsarten und Bandsegmente richten sich nach Genehmigungsklasse, Amateurfunkverordnung und Bandplan.

⚠️ Kleiner Fachhinweis: Das beliebte 70-cm-Band ist frequenztechnisch schon UHF (Dezimeterwelle), nicht mehr UKW/VHF. Funkamateure fassen 2 m und 70 cm aber traditionell unter „UKW-Betrieb" zusammen - als Gegenstück zum Kurzwellenbetrieb. In diesem Sinne ist der Begriff hier gemeint.

Weil die Wellen so kurz sind (auf 70 cm nur noch knapp 70 cm), werden auch die Antennen handlich klein. Ein voller Halbwellendipol fürs 2-m-Band misst rund einen Meter, ein Viertelwellenstrahler im 2-m-Band etwa 50 cm und im 70-cm-Band nur noch rund 17 cm. Die kurze „Gummiwurst" am Handfunkgerät ist übrigens keine volle Viertelwelle, sondern stark verkürzt und angepasst - mit entsprechend geringerem Wirkungsgrad. Das macht UKW-Antennen ideal für Mobilbetrieb, Portabel und den Selbstbau.

Und noch etwas: Frequenzbereiche, Polarisation, Antennengewinn und die quasioptische Ausbreitung sind fester Prüfungsstoff. Wer die Amateurfunkprüfung macht, begegnet genau diesen UKW-Themen wieder.

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Reichweite: Sichtverbindung und Funkhorizont

Der wichtigste Unterschied zur Kurzwelle: UKW-Wellen breiten sich quasioptisch aus - fast wie Licht. Sie laufen geradlinig, werden reflektiert und gebeugt. Anders als der typische Kurzwellen-Fernverkehr, der über die Ionosphäre läuft, ist gewöhnlicher UKW-Betrieb meist auf direkte, gebeugte oder an Gelände und Gebäuden reflektierte Wege beschränkt (die Bodenwelle spielt hier kaum eine Rolle). Eine möglichst freie Sichtlinie ist deshalb günstig - eine Verbindung garantiert sie aber nicht, denn auch Gelände, Bebauung, Leistung, Antennen, Kabel und Störpegel spielen mit.

Ganz so streng ist es zum Glück nicht: Durch Beugung und Brechung an den bodennahen Luftschichten reichen die Wellen etwa 15 % weiter als der optische Horizont. Diesen Funkhorizont schätzt du mit einer einfachen Näherungsformel ab:

$$d\,[\text{km}] \approx 4{,}12 \cdot \left(\sqrt{h_1\,[\text{m}]} + \sqrt{h_2\,[\text{m}]}\right)$$

Dabei sind $h_1$ und $h_2$ die Höhen der beiden Antennen über Grund. Die beiden Funkhorizonte addieren sich. Ein Beispiel: Zwei Stationen mit je 10 m Antennenhöhe kommen auf $4{,}12 \cdot (3{,}16 + 3{,}16) \approx 26$ km. Steht eine Antenne auf einem 30-m-Berg, wächst die Reichweite deutlich. Das ist allerdings ein Funkhorizont, keine garantierte Verbindungsreichweite - Gelände, Bebauung, Leistung, Antennengewinn und Kabelverluste verschieben das Ergebnis in beide Richtungen.

✅ Die wichtigste Regel auf UKW: Weil die Reichweite mit der Wurzel der Antennenhöhe steigt, ist ein hoher, freier Standort oft wirkungsvoller als ein kleiner zusätzlicher Antennengewinn. Die beste Reichweite entsteht aus Aufbauhöhe, freier Sicht, passender Polarisation, genügend Gewinn und einer verlustarmen Speiseleitung - aber wenn du nur an einer Schraube drehen kannst, dann an der Höhe. Höhe, Höhe, Höhe.
💡 Die Formel ist eine Näherung für Normalatmosphäre; je nach Quelle steht dort die Konstante 4,1 oder 4,12. Der rein optische Horizont läge bei 3,57. Die 4,12 kodiert genau den Zuschlag von rund 15 %, um den der Funkhorizont weiter reicht.

Wenn UKW plötzlich Hunderte Kilometer schafft

Manchmal überwindet UKW den Horizont weit - dann sind besondere Ausbreitungsbedingungen im Spiel. Diese DX-Modi solltest du kennen:

  • Tropo (Überreichweiten): Eine Temperaturinversion (warme Luft über kalter) beugt die Wellen zurück zur Erde - Verbindungen bis rund 1000 km auf 2 m und 70 cm werden möglich.
  • Sporadic-E (Es): Ionisierte Bereiche der E-Schicht ermöglichen vor allem im Juni und Juli weite Verbindungen - regelmäßig auf 6 m, deutlich seltener und als besonderes Ereignis auch mal auf 2 m; dann sind Reichweiten von über 1000 km möglich.
  • Aurora, Meteorscatter und EME: Reflexion an Polarlicht, an Meteoritenspuren oder sogar am Mond („Moonbounce") - die Königsdisziplinen für UKW-DXer.

Polarisation: vertikal oder horizontal?

Auf UKW ist die Polarisation entscheidend - und es gibt eine klare Aufteilung nach Betriebsart:

📡 Vertikal
  • FM, Relaisbetrieb, Mobil, Handfunke
  • Stabantenne am Gerät/Fahrzeug ist senkrecht → wurde zum Standard
  • Rundstrahler (Groundplane, 5/8, J-Pole)
📶 Horizontal
  • SSB, CW, Weak-Signal, DX, Contest
  • Konvention für Weitverbindungen
  • drehbare Richtantennen (Yagi)
⚠️ Gleiche Polarisation zählt: Eine um 90° verdrehte Polarisation kann sehr hohe Verluste verursachen; in realen Funkwegen werden durch Reflexionen und Mehrwege häufig 15-20 dB beobachtet, der Wert kann aber deutlich abweichen. Bei schwachen Signalen ist gleiche Polarisation deshalb entscheidend - eine horizontale Yagi erreicht ein vertikales Relais zwar, aber meist mit erheblichem Verlust.

Die wichtigsten Bauformen

UKW-Antennen teilen sich in zwei große Familien - und die Wahl richtet sich danach, was du machen willst:

Rundstrahler

Strahlen gleichmäßig in alle Horizontalrichtungen. Kein Nachführen nötig - ideal für FM, Relais, Mobil, Handfunke und spontane QSOs aus jeder Richtung. Dafür wenig Gewinn und keine Störunterdrückung.

Richtantennen

Bündeln die Energie in eine Richtung. Hoher Gewinn und gute Störausblendung nach hinten - ideal für DX, SSB/CW, Contest, Satellit. Müssen aber ausgerichtet (gedreht) werden.

AntenneCharakterGewinnPolarisationTypischer Einsatz
λ/4-GroundplaneRundstrahler~0 dBd real *vertikalFM-Basis, Selbstbau
λ/2-VertikalRundstrahler~0 dBd (2,15 dBi)vertikalFM-Basis ohne Radials
5/8-λ-VertikalRundstrahlergeringer Vorteil ggü. λ/4 **vertikalMobil-Klassiker
J-Pole / Slim JimRundstrahler~0 dBd ***vertikalFM Selbstbau/Portabel
UKW-Dipolbidirektional0 dBd = 2,15 dBihoriz. oder vert.Referenz, Baustein
Yagi-UdaRichtantenne5-9 dBd (boomabhängig)frei wählbarDX, SSB/CW, EME
HB9CVRichtantenne~3-5 dBd (auslegungsabh.)frei wählbarPeilen, Portabel
LPDARichtantenne~4-7 dBd, breitbandigfrei wählbarMultiband
X-QuadRichtantennemodellabhängigumschaltbarSatellit

Gewinn: dBd = dBi − 2,15. * Ein idealer Viertelwellenmonopol über perfekter, unendlich großer Massefläche erreicht theoretisch 5,15 dBi (3 dBd); reale Groundplanes mit wenigen Radials und Verlusten liegen darunter - ein einzelner Gewinnwert ist ohne Angabe der Messbedingungen wenig aussagekräftig. ** Ein etwaiger 5/8-Vorteil bezieht sich auf die λ/4-Groundplane als Referenz und ist aufbauabhängig. *** Handelsübliche „6 dBi"-Angaben für J-Pole/Slim Jim sind messtechnisch nicht belegt.

Groundplane, λ/2-Vertikal und 5/8

Die λ/4-Groundplane ist der Klassiker für den Einstieg: ein senkrechter Viertelwellenstrahler über drei bis vier Radialen als künstlicher Erde. Mit waagerechten Radialen liegt die Fußpunktimpedanz bei ~36 Ω; winkelt man sie um etwa 45° nach unten ab, steigt sie auf ~50 Ω - dann passt 50-Ω-Koax direkt. Die λ/2-Vertikal (oft als Sperrtopf- oder Koaxialantenne gebaut) kommt ganz ohne Radialsystem aus und strahlt dipolähnlich. Die 5/8-λ-Vertikal ist der Mobil-Klassiker: Sie bündelt die Abstrahlung bei geeignetem Aufbau stärker zum Horizont als eine Viertelwelle. Der reale Vorteil ist meist moderat und hängt stark von Massefläche, Anpassung und Verlusten ab - er kommt vom flacheren Winkel, nicht von der Länge an sich.

J-Pole und Slim Jim

Beide sind endgespeiste Halbwellenstrahler mit einer λ/4-Anpassleitung am Fuß - beliebte Selbstbauantennen aus Draht, Bandkabel oder Rohr. Sie brauchen kein klassisches Viertelwellen-Radialsystem, ein kontrollierter Rückstromweg und eine Gleichtaktdrossel können aber wichtig sein. Bei sauberem Aufbau liegen J-Pole und Slim Jim etwa auf Dipol-Niveau (~0 dBd). Vorsicht bei Werbeversprechen: Große Gewinnangaben wie „6 dBi" sind kritisch zu sehen - Bauform, Speiseleitung, Mantelströme und Umgebung prägen das reale Diagramm stärker als der Antennenname.

Die Yagi - Gewinn und Richtwirkung

Die Yagi-Uda ist die UKW-Richtantenne schlechthin: ein gespeister Strahler plus ein Reflektor hinten und ein oder mehrere Direktoren vorn, die die Strahlung nach vorn bündeln. Sie liefert Gewinn und unterdrückt Störungen aus der Gegenrichtung (Vor-Rück-Verhältnis typisch ~20 dB).

❌ „Mehr Elemente = mehr Gewinn"
Der verbreitetste Irrtum. Der Gewinn einer Yagi hängt vor allem von der Boomlänge (in Wellenlängen) ab, nicht von der bloßen Elementzahl. Zwei Yagis mit gleicher Boomlänge, aber unterschiedlicher Elementzahl bringen fast denselben Gewinn. Als grobe, aufbauabhängige Hausnummer: 3 Elemente ~5-7 dBd, 5 Elemente ~9 dBd - keine Universalwerte.

HB9CV, LPDA und X-Quad

Drei Spezialisten runden das Bild ab: Die HB9CV nutzt zwei phasenverschoben gespeiste Elemente und erreicht bei kompakter Bauform typischerweise einige dB Gewinn über einen Dipol - beliebt fürs Peilen (Fuchsjagd) und Portabel. Die logarithmisch-periodische Antenne (LPDA) ist extrem breitbandig und deckt 2 m und 70 cm mit einer Antenne ab - erkauft mit weniger Gewinn pro Boommeter als eine Yagi. Die X-Quad schließlich lässt sich in der Polarisation umschalten oder zirkular betreiben und eignet sich damit gut für den Satellitenfunk, wo sich die empfangene Polarisation ständig ändert (neben ihr sind auch Kreuz-Yagis und Helixantennen gebräuchlich).

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Gewinn, Öffnungswinkel und dBi vs. dBd

Antennengewinn klingt nach Verstärkung, ist aber Umverteilung: Eine Antenne mit Gewinn bündelt die vorhandene Energie in eine Richtung, statt sie in alle zu verstreuen. Je stärker die Bündelung (je kleiner der Öffnungswinkel), desto höher der Gewinn. Zwei Bezugsgrößen musst du auseinanderhalten:

  • dBi - Gewinn gegenüber dem isotropen Kugelstrahler (eine reine Rechengröße, die gleichmäßig in alle Richtungen strahlt).
  • dBd - Gewinn gegenüber dem realen Halbwellendipol.

Der Zusammenhang ist fest, weil der Dipol selbst schon 2,15 dB Gewinn über isotrop hat:

$$\text{dBd} = \text{dBi} - 2{,}15$$

⚠️ Der Marketing-Trick: Eine Antenne mit „5,15 dBi" klingt besser als „3 dBd" - ist aber exakt dasselbe. Achte in Datenblättern immer darauf, welcher Bezug gemeint ist. Fehlt die Angabe, ist meist der höhere dBi-Wert gemeint. Und das Vor-Rück-Verhältnis sagt, wie gut eine Richtantenne Signale von hinten unterdrückt - wichtig, um Störungen auszublenden.

Kabel, Höhe und Anpassung

Warum das Koaxkabel auf UKW so wichtig ist

Auf Kurzwelle verzeiht ein dünnes Kabel viel - auf UKW nicht. Die Kabeldämpfung steigt mit der Frequenz (Skin-Effekt und Dielektrikumsverluste), und aus ein paar Metern billigem Koax wird schnell ein Leistungsgrab. Ein Beispiel für die Größenordnung (Herstellerwerte schwanken):

Kabel (10 m)145 MHz435 MHz
RG58 (je nach Ausführung)ca. 2-3 dBca. 3,5-5 dB
Ecoflex 10 / H2000ca. 0,5 dBca. 0,85 dB

Typische Größenordnungen; maßgeblich ist stets das Datenblatt des konkreten Kabeltyps einschließlich Steckerverlusten.

Klartext: Je nach RG58-Ausführung gehen bei 10 m im 70-cm-Band deutlich mehr als 3 dB verloren - dann erreicht weniger als die Hälfte der eingespeisten Leistung die Antenne, während gutes Koax unter 1 dB bleibt. Auf UKW lohnt sich also gutes Koaxialkabel wie Ecoflex, Aircell oder H2000 fast immer - besonders auf 70 cm.

Montagehöhe und Mast

  • Frei und hoch: über den Dachfirst hinaus, mit freier Sicht in die gewünschten Richtungen. Jeder Höhenmeter zahlt sich aus (siehe Wurzelformel).
  • Abstand zu Metall: Regenrinne, Mast und andere Antennen verstimmen den Strahler und verzerren das Richtdiagramm.
  • Erdung und Blitzschutz: Feste Dachantennen gehören fachgerecht geerdet und mit Überspannungsschutz versehen - nach den einschlägigen technischen Regeln.

SWR, Anpassung und Empfang

Das SWR zeigt, wie gut Antenne und Kabel zusammenpassen. Auf UKW und besonders auf 70 cm wirken sich kleine mechanische Abweichungen, ungünstige Steckverbinder und der Messaufbau stärker aus, weil schon wenige Millimeter einen relevanten Anteil der Wellenlänge (auf 70 cm nur ~69 cm) ausmachen. Ein Antennenanalysator hilft beim sauberen Abgleich auf Resonanz.

💡 Sende- oder Empfangsantenne? Dank Reziprozität gilt: Eine gute Sendeantenne ist auch eine gute Empfangsantenne - Richtdiagramm und Gewinn sind in beide Richtungen gleich. Für starken Ortsempfang darf man eher Kompromisse machen; bei schwachen Signalen (DX, Satellit, EME) verschlechtert Kabelverlust aber auch den Empfang unmittelbar, weil er das Nutzsignal vor dem Empfänger abschwächt und die Systemrauschzahl anhebt.

UKW und Kurzwelle - ein anderer Antennenkosmos

Auf Kurzwelle gelten ganz andere Größenverhältnisse: Dort dominieren große Drahtantennen wie Dipol, EFHW und Doublet, und für gerichteten Betrieb kommen Beams wie die klassische Yagi oder der kompakte Hexbeam zum Einsatz. UKW dagegen lebt von kleinen, hoch montierten Antennen und der freien Sicht. Wer beides beherrscht, ist auf allen Bändern zu Hause.

Häufige Fragen zu UKW-Antennen

Was ist eine UKW-Antenne?

Eine UKW-Antenne ist eine Antenne für den Ultrakurzwellenbereich (VHF, 30-300 MHz). Im Amateurfunk sind damit vor allem Antennen für das 2-m-Band (144-146 MHz) und das 70-cm-Band (430-440 MHz, technisch schon UHF) gemeint. Typische Bauformen sind Groundplane, J-Pole, Dipol und Yagi.

Wie weit reicht eine UKW-Antenne?

UKW breitet sich quasioptisch aus, die Reichweite entspricht etwa der Sichtverbindung plus rund 15 %. Als Näherung gilt: Reichweite in km ≈ 4,12 × (√Höhe1 + √Höhe2), Höhen in Metern. Zwei Antennen mit je 10 m Höhe schaffen so etwa 26 km. Das ist ein Funkhorizont, keine garantierte Verbindungsreichweite - Gelände, Bebauung, Leistung und Antennen wirken mit. Über besondere Ausbreitung (Tropo, Sporadic-E) sind gelegentlich Hunderte bis über 2000 km möglich.

Vertikal oder horizontal - welche Polarisation?

Für FM, Relaisbetrieb und Mobil nutzt man vertikale Polarisation, für SSB, CW und DX horizontale. Eine um 90° verdrehte Polarisation kann sehr hohe Verluste verursachen; in der Praxis werden auf UKW häufig 15-20 dB beobachtet, der Wert kann aber deutlich abweichen. Bei schwachen Signalen ist gleiche Polarisation deshalb entscheidend.

Was bedeutet der Unterschied zwischen dBi und dBd?

dBi bezieht den Antennengewinn auf den isotropen Kugelstrahler, dBd auf den Halbwellendipol. Weil der Dipol selbst 2,15 dB über isotrop hat, gilt: dBd = dBi − 2,15. Eine Angabe in dBi ist also immer 2,15 höher als dieselbe Antenne in dBd - ein beliebter Marketing-Kniff.

Bringt mehr Gewinn bei der Yagi automatisch mehr Elemente?

Der maximal erreichbare Gewinn hängt vor allem von der elektrischen Boomlänge ab, nicht von der bloßen Elementzahl. Zusätzliche Elemente beeinflussen eher Anpassung, Bandbreite, Nebenkeulen und Vor-Rück-Verhältnis. Grobe, stark aufbauabhängige Richtwerte: 3 Elemente ~5-7 dBd, 5 Elemente ~9 dBd.

Welches Koaxkabel für 2 m und 70 cm?

Auf UKW steigt die Kabeldämpfung mit der Frequenz stark an. Dünnes RG58 kann auf 70 cm über 10 m je nach Ausführung mehr als die Hälfte der Leistung verheizen. Besser sind verlustarme Kabel wie Ecoflex 10, Aircell 7 oder H2000 - sie bleiben auf 10 m meist unter 1 dB. Je höher die Frequenz und je länger das Kabel, desto wichtiger. Maßgeblich ist das Datenblatt des konkreten Kabels.

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Mit einer eigenen UKW-Antenne startet für viele der Amateurfunk. Die Grundlage dafür ist das Wissen über Antennen, Ausbreitung, Technik und Vorschriften. 12db führt dich strukturiert durch den gesamten Prüfungsstoff - mit dem offiziellen Fragenkatalog und deinem persönlichen Lernfortschritt.

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Quellen: Wikipedia: Ultrakurzwelle · Wikipedia: Radiohorizont · Wikipedia: Antennengewinn · Wikipedia: HB9CV-Antenne · DARC Online-Lehrgang: Wellenausbreitung · DARC Online-Lehrgang: Antennentechnik · DK7ZB: Antennen für 2 m/70 cm. Gewinn- und Dämpfungswerte sind aufbau- und herstellerabhängige Größenordnungen; für konkrete Antennen gelten die jeweiligen Messwerte.

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