Die Sonne heute im extremen Ultraviolett bei 193 Ångström - NASA SDO AIA
Koronale Löcher (dunkel) speisen den Sonnenwind. Bild: NASA/SDO

Der solare Fluxindex liegt bei 122 Einheiten, das Erdmagnetfeld war zuletzt unbeständig (A-Index 13). Über die vergangene Woche bewegte sich der Flux zwischen 100 und 126 Einheiten. Am Samstag erreichte der planetare Kp-Index noch 7,3 - in höheren Breiten konnte die Ausbreitung dabei einbrechen; seither hat sich das Feld wieder beruhigt.

Für mitteleuropäische Funkwege öffnen bei einer geglätteten Sonnenfleckenzahl um 88 nachmittags im Monatsmittel die Bänder bis 15m; 12m bleibt grenzwertig. Der Bandprognose nach sind tagsüber vor allem 30m und 20m aussichtsreich. Mit Einbruch der Dunkelheit verbessern sich die Bedingungen auf 80m und 40m. Gemeldet wurden zuletzt Verbindungen auf 40m, bis nach Asien, Afrika und Ozeanien.

Für die kommenden Tage sind zeitweise aktive Phasen angekündigt (bis Kp 5).

Messwerte

Messwerte von 12.10.2026, 19:59 UTC · NOAA/SWPC, hamqsl.com
Flux (SFI)122 sfu
K-Index1Ruhig
A-Index13Unruhig
Sonnenflecken93
RöntgenB6.5Ruhig
Mehr Messwerte
Solarwind493 km/sErhöht
Bz-0,3 nTNeutral
ErdmagnetfeldRuhig
RauschenS0-S1

Bandöffnungen jetzt

Spots der letzten Stunde, Stand 12.10.2026, 20:01 UTC · CW aus dem Reverse Beacon Network, SSB aus DX-Clustern, FT8/FT4 aus PSK Reporter

BandCW / SSBFT8 / FT4Gehörte Regionen
160m18143EU, AS
80m1523EU, AS
40m5873EU, AS, AF, OC
30m1175EU, NA, AS, AF, OC
20m0495NA, SA, AF, EU
17m-28NA, SA, AF, EU
15m-3EU
Wie der Status entsteht

Gezählt werden Empfangsmeldungen der letzten Stunde, bei denen eine deutsche Station gehört wurde oder gehört hat. Der Balken zeigt die Spotzahl im Verhältnis zum stärksten Band derselben Betriebsart. FT8 erzeugt ein Vielfaches der CW-Spots, deshalb hat jede Spalte ihren eigenen Maßstab. Die Kürzel sind Kontinente (NA Nordamerika, SA Südamerika, EU Europa, AS Asien, AF Afrika, OC Ozeanien) - ein Klick erklärt sie. Spots zeigen Aktivität, nicht Signalqualität: Vorhandene Spots belegen eine Öffnung, fehlende belegen nichts.

VOACAP HF-Ausbreitungsprognose für Deutschland

Monatsprognose Oktober 2026 · VOACAP · ab JN49 · geglättete Sonnenfleckenzahl 88 · Modelllauf 12.10.2026, 02:35 UTC

Band

Prognose wird geladen …

Zelle antippen: Region, Stunde und Zahl der günstigen Referenzpfade.

Sehr günstigGünstigEingeschränktUnwahrscheinlichKeine ModelldatenSpots aus der Region in der letzten Stunde

Deine Station
SSB braucht rund 30 dB mehr Signal als FT8.
Was das Modell kann und was nicht

VOACAP rechnet den Monatsmedian: "Günstig" heißt, an den meisten Tagen dieses Monats trägt der Funkweg zu dieser Stunde - nicht, dass das Band in der nächsten Stunde offen ist. Deshalb ändert sich die Prognose innerhalb eines Monats kaum. Geomagnetische Stürme (Kp), Sporadic-E und Sonneneruptionen kennt das Modell nicht. Was gerade tatsächlich geht, zeigen die Spots unter "Bandöffnungen jetzt". Gerechnet werden einzelne Funkwege zu Referenzpunkten je Kontinent (ab JN49, Deutschland-Mitte), keine Flächen. Europa folgt einer Tag/Nacht-Regel, weil VOACAP für so kurze Wege nicht taugt. Auf 80 m ist das Modell unsicherer, weil Störnebel und Dämpfung dort stärker mitspielen. Die Einstufung kommt aus der VOACAP-Zuverlässigkeit: ab 90 % der Monatstage sehr günstig, ab 50 % günstig, ab 25 % eingeschränkt. Schwellen je Betriebsart: FT8 13, CW 19, SSB 44 dB-Hz.

Ausblick: Erdmagnetfeld und Sonneneruptionen

Zeitweise geomagnetischer Sturm (G1, bis Kp 5, Spitze am Dienstag). Auf höheren Breiten ist mit Dämpfung zu rechnen.

Geomagnetik · höchster Kp je Tag

Di, 13.10.Kp 5Sturm G1
Mi, 14.10.Kp 4Aktiv
Do, 15.10.Kp 2,7Ruhig

Quelle: NOAA/SWPC. Ein geomagnetischer Sturm beginnt bei Kp 5 (G1). Ab Klasse M sind kurze Kurzwellenausfälle auf der Tagseite möglich.

Verlauf der letzten Wochen

Solarer Flux, letzte 30 Tage (Mittagsmessung, NOAA/SWPC)
Planetarer Kp-Index, Tagesmaximum, letzte 30 Tage (GFZ Potsdam)
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MUF-Karte: Maximal nutzbare Frequenz

Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die höchste Frequenz, die an der Ionosphäre noch reflektiert wird. Liegt die MUF über der Frequenz deines Bandes, ist eine Verbindung über die Ionosphäre möglich - liegt sie darunter, durchdringen die Signale die Ionosphäre ins Weltall.

MUF-Karte - Aktuelle maximal nutzbare Frequenz weltweit
MUF(3000) weltweit, Quelle prop.kc2g.com, der Stand steht im Bild. Klick vergrößert.
Wie liest man die MUF-Karte?

Die Farben zeigen die höchste Frequenz, die auf dem jeweiligen Funkpfad reflektiert wird: Rot/Orange (28+ MHz) - selbst 10m ist offen. Gelb/Grün (14-28 MHz) - 20m bis 12m tragen. Blau/Violett (7-14 MHz) - nur die unteren Bänder, 40m und darunter. Dunkelblau (unter 7 MHz) - schwache Ionisation, nur 80m und 160m. Die MUF folgt dem Sonnenstand: Sie steigt nach Sonnenaufgang, erreicht ihr Maximum am Nachmittag und fällt nach Sonnenuntergang. Die Tag/Nacht-Grenze auf der Karte ist der Terminator.

Was ist Funkwetter?

Das Funkwetter beschreibt die aktuellen Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle im Amateurfunk - also ob und wie weit Funksignale über die Ionosphäre getragen werden. Es entscheidet darüber, welche Bänder für DX-Verbindungen (Weitverkehr) offen sind und wo sich ein CQ-Ruf lohnt.

Was bedeutet DX?

Das Kürzel DX stammt aus der Telegrafie und steht für "Distanz" oder "Distance". Im Amateurfunk bezeichnet es:

  • Weitverbindungen über mehrere tausend Kilometer
  • Seltene Länder oder Gebiete (z.B. Inseln, Antarktis)
  • Schwache Signale aus entfernten Regionen

Eine Verbindung nach Japan, Australien oder Südamerika von Deutschland aus ist typisches "DX". Verbindungen innerhalb Europas gelten meist nicht als DX, außer zu sehr seltenen Ländern.

✅ DX-Präfixe: Am Rufzeichen erkennst du die Herkunft: JA = Japan, VK = Australien, ZL = Neuseeland, W/K = USA, PY = Brasilien, ZS = Südafrika.

Ab wann gilt eine Verbindung als DX?

Die Definition von DX hängt vom genutzten Frequenzbereich ab:

FrequenzbereichDX-DefinitionBeispiele
Kurzwelle (HF)Ab 3.000 km oder anderer KontinentDeutschland - USA, Japan, Australien
2m / 70cm (VHF/UHF)Ab 300 km (über Sichtweite hinaus)München - Berlin per Tropo
6m (Magic Band)Ab 1.000 kmEuropa - USA bei Sporadic-E

Wie funktioniert Kurzwellenausbreitung?

Kurzwellen (3-30 MHz) können die Erde umrunden, weil sie an der Ionosphäre gebrochen und zur Erde zurückgelenkt werden. Diese Schicht in etwa 50-450 km Höhe wird durch Sonnenstrahlung ionisiert und lenkt Funkwellen wie eine Linse zurück.

Die Ionosphären-Schichten

SchichtHöheBedeutung für Funk
D-Schicht50-90 kmDämpft niedrige Frequenzen tagsüber (80m/160m)
E-Schicht90-130 kmErmöglicht Sporadic-E (plötzliche Bandöffnungen)
F1-Schicht130-200 kmTagsüber aktiv, verschmilzt nachts mit F2
F2-Schicht250-450 kmWichtigste Schicht für DX - lenkt Wellen bis 30 MHz zurück
📡 Ein "Hop": Bei einer Brechung an der Ionosphäre (ein "Hop") sind an der F2-Region Reichweiten bis etwa 4.000 km möglich, an der E-Region bis etwa 2.200 km, typisch sind 2.000 bis 3.000 km. Für interkontinentale Verbindungen sind mehrere Hops nötig - das Signal springt zwischen Ionosphäre und Erdoberfläche hin und her.

Sonnenflecken aktuell und Funkwetter

Das Funkwetter Kurzwelle wird maßgeblich von der Sonnenaktivität bestimmt - mehr Sonnenflecken bedeuten stärkere UV-Strahlung, bessere Ionisation der Ionosphäre und damit bessere DX-Bedingungen auf den oberen Bändern. Die Anzahl der Sonnenflecken aktuell ist der wichtigste Indikator für das DX-Wetter.

Die Sonne im sichtbaren Licht - NASA SDO HMI
Sichtbares Licht (HMI): Sonnenflecken
Die Sonne im EUV 171 Å - NASA SDO AIA
EUV 171 Å: Korona, aktive Regionen
Die Sonne im EUV 304 Å - NASA SDO AIA
EUV 304 Å: Chromosphäre, Protuberanzen

Aufnahmen von heute. Bilder: NASA/SDO (Public Domain) · Mehr zum Sonnenzyklus

Die wichtigsten Indizes

IndexBedeutungGute Werte
SFISolar Flux Index - Maß für Sonnenaktivitätüber 100 (besser: über 150)
K-IndexUnruhe des Erdmagnetfelds (0-9)0-2 (ruhig)
A-IndexTäglicher Durchschnitt der Magnetfeld-Aktivitätunter 10
SSNSonnenfleckenzahlüber 100
⚠️ Faustregel: Hoher SFI + niedriger K-Index = gutes Funkwetter für DX. Bei K > 4 sind polare Funkwege gestört (Nordamerika, Skandinavien).

Der 11-Jahres-Sonnenzyklus

Die Sonnenaktivität schwankt im Sonnenzyklus mit einer Periode von etwa 11 Jahren. Im Sonnenfleckenmaximum (zuletzt im Oktober 2024) sind die oberen Bänder (10m, 12m, 15m) oft weltweit offen. Im Minimum (ca. 2030) funktioniert DX hauptsächlich auf den unteren Bändern (40m, 80m, 160m).

📈 Stand Oktober 2026: Das Maximum von Sonnenzyklus 25 lag im Oktober 2024, seither nimmt die Aktivität ab. Die oberen Bänder öffnen noch, aber seltener als 2024.

Die HF-Bänder im Detail

Jedes Amateurfunkband hat seinen eigenen "Charakter" - bestimmte Tageszeiten, Jahreszeiten und Bedingungen, unter denen es am besten funktioniert. Das Verständnis dieser Eigenschaften ist der Schlüssel zu erfolgreichem DX.

160m - Das Topband (1,8-2,0 MHz)

Das 160-Meter-Band ist technisch ein Mittelwellenband (MF) und verhält sich ähnlich wie der AM-Rundfunk. Es gilt als die "Königsdisziplin" des DX - anspruchsvoll, aber mit einzigartigen Erlebnissen.

Eigenschaft160m
Beste ZeitNacht, besonders Mitternacht bis Morgendämmerung
Beste JahreszeitWinter (niedriges atmosphärisches Rauschen)
Typische ReichweiteTag: 50-100 km | Nacht: bis weltweit
SonnenaktivitätBesser bei Sonnenminimum (weniger E-Schicht-Absorption)

Besonderheiten: Anders als bei höheren Bändern ist DX auf 160m im Sonnenfleckenminimum oft besser. Bei hoher Sonnenaktivität absorbiert die E-Schicht nachts mehr Signale. Die besten DX-Fenster ergeben sich oft entlang der Greyline, wenn die D-Schicht-Absorption besonders gering ist.

⚠️ Herausforderung: 160m erfordert große Antennen (Dipol = 80m lang!), viel Sendeleistung und Geduld. Im Sommer ist das Band durch atmosphärisches Rauschen (Gewitter) oft unbrauchbar.

80m/75m - Das Nachtband (3,5-3,8 MHz)

Ein klassisches Nachtband mit lebhafter Aktivität. In Europa sind 3,500-3,570 MHz für CW vorgesehen, 3,570-3,600 MHz für schmalbandige Digimodes und 3,6-3,8 MHz für SSB ("75m" im amerikanischen Sprachgebrauch).

Eigenschaft80m
Beste ZeitNacht (ab ca. 1 Stunde nach Sonnenuntergang)
Beste JahreszeitWinter (weniger QRN, bessere F-Schicht)
Typische ReichweiteTag: 100-300 km | Nacht: ganz Europa, selten USA
SonnenaktivitätFunktioniert bei jeder Sonnenaktivität

Besonderheiten: Tagsüber absorbiert die D-Schicht 80m-Signale stark - nur Bodenwelle funktioniert. Nach Sonnenuntergang verschwindet die D-Schicht, und plötzlich sind Reichweiten von mehreren tausend Kilometern möglich. An guten Winternächten ist transatlantisches DX möglich.

40m - Das Übergangsband (7,0-7,2 MHz)

Das 40-Meter-Band ist ein echter Allrounder: Es funktioniert sowohl tagsüber als auch nachts und bietet zu fast jeder Zeit brauchbare Bedingungen.

Eigenschaft40m
Beste ZeitGanztägig, DX besonders nachts
Beste JahreszeitWinter für DX, Sommer für Europa
Typische ReichweiteTag: 500-2000 km | Nacht: weltweit
SonnenaktivitätFunktioniert bei jeder Sonnenaktivität

Besonderheiten: 40m ist das zuverlässigste DX-Band bei niedrigen Sonnenfleckenzahlen. Tagsüber erreicht man ganz Europa, nachts öffnet sich das Band für interkontinentales DX. Die Greyline-Zeiten (Dämmerung) sind besonders produktiv.

✅ Für Klasse A: 40m ist ideal zum Einstieg ins DX - es funktioniert fast immer, die Antennen sind noch handhabbar (Dipol = 20m), und es gibt viel Aktivität.

30m - Das WARC-Band (10,1-10,15 MHz)

Das 30-Meter-Band ist ein WARC-Band - keine Contests, nur CW und digitale Betriebsarten. Es liegt genau zwischen 40m und 20m und kombiniert deren Eigenschaften.

Eigenschaft30m
Beste ZeitGanztägig, oft besser nachts
Beste JahreszeitGanzjährig nutzbar
Typische ReichweiteTag: Europa | Nacht: weltweit
SonnenaktivitätFunktioniert bei jeder Sonnenaktivität

Besonderheiten: 30m ist oft offen, wenn 20m "tot" ist. Da keine Contests stattfinden, ist das Band ruhiger und entspannter. Besonders für Stationen mit durchschnittlicher Ausrüstung interessant, da weniger "Big Guns" unterwegs sind. In den USA gilt ein Leistungslimit von 200 Watt.

20m - Eines der wichtigsten DX-Bänder (14,0-14,35 MHz)

Das 20-Meter-Band ist das wichtigste und zuverlässigste DX-Band im Amateurfunk. Es funktioniert zu fast jeder Tageszeit und bei fast jeder Sonnenaktivität.

Eigenschaft20m
Beste ZeitGanztägig, auch nachts bei hoher Sonnenaktivität
Beste JahreszeitGanzjährig, Frühling/Herbst optimal
Typische ReichweiteInterkontinental (nicht für lokale QSOs geeignet)
SonnenaktivitätFunktioniert immer, nachts nur bei hohem SFI
💡 20m nachts: Die Frage "Funktioniert 20m nachts?" hört man oft. Die Antwort: Es kommt darauf an.
  • Bei hoher Sonnenaktivität (SFI > 120): 20m kann die ganze Nacht offen bleiben
  • Im Sonnenmaximum: Stationen berichten von wochenlangen 24/7-Öffnungen
  • Bei niedriger Sonnenaktivität: 20m schließt oft 1-2 Stunden nach Sonnenuntergang
  • Long-Path: Nachts können Signale über den "langen Weg" (über den Pazifik) nach Australien/Japan ankommen, wenn dort Tag ist

Besonderheiten: 20m hat eine große Skip-Zone - Stationen innerhalb von ca. 500-800 km sind oft nicht erreichbar. Für lokale Kontakte ist 20m daher ungeeignet.

17m - Das WARC-Band (18,068-18,168 MHz)

Ein weiteres WARC-Band ohne Contestbetrieb. Verhält sich ähnlich wie 20m, aber mit kürzeren Öffnungszeiten.

Eigenschaft17m
Beste ZeitTagsüber, schließt früher als 20m
Beste JahreszeitFrühling, Herbst
Typische ReichweiteInterkontinental
SonnenaktivitätBraucht moderate Sonnenaktivität

15m - Das High-Band (21,0-21,45 MHz)

Ein klassisches Tagesband, das bei guten Bedingungen exzellentes DX bietet.

Eigenschaft15m
Beste ZeitVormittag bis früher Nachmittag
Beste JahreszeitFrühling, Herbst (Äquinoktien)
Typische ReichweiteWeltweit bei guten Bedingungen
SonnenaktivitätBraucht moderate bis hohe Sonnenaktivität

Besonderheiten: Im Sonnenfleckenmaximum ist 15m oft das produktivste DX-Band überhaupt. Im Minimum kann es monatelang "tot" sein. Die Öffnungen sind kürzer als auf 20m, aber die Signale können sehr stark sein.

✅ Für Klasse E: 15m ist neben 10m dein bestes DX-Band. In Phasen hoher Sonnenaktivität sind weltweite Verbindungen möglich, nach dem Maximum von 2024 seltener, aber immer noch regelmäßig.

12m - Das WARC-Band (24,89-24,99 MHz)

Das dritte WARC-Band, verhält sich ähnlich wie 10m, aber ohne Contests.

Eigenschaft12m
Beste ZeitMittag, kürzere Öffnungen
Beste JahreszeitÄquinoktien bei hoher Sonnenaktivität
Typische ReichweiteWeltweit, wenn offen
SonnenaktivitätBraucht hohe Sonnenaktivität

10m - Das oberste KW-Band (28,0-29,7 MHz)

Das höchste HF-Band - unberechenbar, aber mit spektakulären Öffnungen. Das Funkwetter für das 10m Band entscheidet hier besonders stark über Erfolg oder Misserfolg: Bei guten Bedingungen ist weltweites DX mit QRP und einfachen Antennen möglich.

Eigenschaft10m
Beste ZeitTagsüber, kurze intensive Öffnungen
Beste JahreszeitSommer (Sporadic-E), Äquinoktien (F2)
Typische ReichweiteWeltweit oder tot - kaum Mittelding
SonnenaktivitätStark abhängig von hoher Sonnenaktivität

Besonderheiten: 10m zeigt zwei verschiedene Ausbreitungsarten:

  • F2-Propagation: Bei hoher Sonnenaktivität - weltweites DX möglich
  • Sporadic-E: Im Sommer (Mai-August) - plötzliche Öffnungen nach Europa mit sehr starken Signalen über rund 500-2200 km
✅ Für Klasse N: 10m ist das einzige Kurzwellenband für Klasse N. Bei hoher Sonnenaktivität öffnet es weltweit, nach dem Maximum von 2024 seltener, aber tagsüber weiterhin regelmäßig.

6m - Das Magic Band (50,0-52,0 MHz)

Das 6-Meter-Band liegt an der Grenze zwischen Kurzwelle und UKW und wird als "Magic Band" bezeichnet - weil es völlig unvorhersehbar zwischen "komplett tot" und "spektakulären Öffnungen" wechseln kann.

Eigenschaft6m
Beste ZeitUnvorhersehbar - plötzliche Öffnungen
Beste JahreszeitSommer (Sporadic-E), Sonnenmaximum (F2)
Typische ReichweiteLokal oder 1000-5000+ km - kein Mittelding
SonnenaktivitätF2: Nur bei sehr hoher Aktivität | Es: Unabhängig

Ausbreitungsarten auf 6m:

  • Sporadic-E (Es): Die häufigste DX-Möglichkeit auf 6m. Im Sommer (Mai-August) entstehen plötzlich ionisierte Wolken in der E-Schicht, die Signale über 800-2400 km zurücklenken. Öffnungen dauern Minuten bis Stunden.
  • F2-Propagation: Nur im Sonnenmaximum bei sehr hohem SFI (>150). Dann ist sogar transatlantisches und weltweites DX möglich - extrem selten und begehrt!
  • TEP (Trans-Equatorial Propagation): Signale können entlang des magnetischen Äquators über tausende Kilometer reisen.
  • Meteorscatter: Reflexion an ionisierten Meteorspuren - sehr kurze Bursts, ideal für digitale Modi.
💡 Warum "Magic Band"? Weil 6m unberechenbar ist. An 364 Tagen im Jahr passiert nichts - und dann plötzlich arbeitet man mit 5 Watt und einem Dipol Stationen in 3000 km Entfernung. Diese "magischen Momente" machen das Band so faszinierend.
⚠️ Nur Klasse A: Das 6m-Band ist in Deutschland seit dem 01.01.2026 ausschließlich für Klasse A freigegeben. Die bis Ende 2025 geltende Duldungsregelung für Klasse E wurde nicht verlängert.

Übersichtstabelle: Tag vs. Nacht

BandTagNachtGreyline
160mNur lokal (50-100 km)DX möglichExcellent
80mRegional (100-300 km)Europa, selten DXSehr gut
40mEuropa (500-2000 km)Weltweit DXSehr gut
30mEuropa bis kurzes DXWeltweit DXGut
20mWeltweitEingeschränkt*Gut
17mWeltweit (wenn offen)Meist geschlossenMöglich
15mWeltweit (wenn offen)GeschlossenKurz
12mWeltweit (wenn offen)GeschlossenSelten
10mWeltweit (wenn offen)GeschlossenSelten
6mSporadic-E möglichGeschlossen-

* 20m nachts: Bei hoher Sonnenaktivität (SFI > 120) kann 20m auch nachts offen bleiben.

Greyline-Propagation

Die Greyline (auch Dämmerungszone oder Terminator) ist der Bereich der Erde, in dem gerade Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang stattfindet. Dort ist die tagsüber stark dämpfende D-Region schon oder noch nicht vorhanden, während die F-Region weiterhin trägt - auf den unteren Bändern entstehen dadurch zeitweise Verbindungen, die sonst nicht gelingen.

💡 Wie lange das Fenster offen ist, hängt vom Band ab: auf 160 m oft nur wenige Minuten, auf 80 m etwa 10 bis 20 Minuten, auf 40 m 30 bis 60 Minuten - dort liegt der Höhepunkt allerdings erst rund eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang. Am günstigsten ist es, wenn große Teile des Funkwegs in der Dämmerung liegen.

Terminator-Karten wie der Greyline-Dienst von VOACAP oder der Rechner von F5LEN zeigen, wo die Zone gerade steht. Alle Details - Physik, Bänder, Zeitfenster, typische Funkwege aus Mitteleuropa und was Messreihen über die Verlässlichkeit sagen - stehen im ausführlichen Artikel Greyline im Amateurfunk.

Skip-Zone und tote Zone

Die Skip-Zone (auch "tote Zone" oder "Schweigebereich") ist ein Bereich, in dem ein Sender nicht empfangen werden kann - obwohl er weiter entfernte Stationen erreicht.

Wie entsteht die Skip-Zone?

Sie liegt zwischen zwei Bereichen:

  1. Bodenwelle: Reicht je nach Frequenz und Bodenleitfähigkeit von wenigen Kilometern (10m) bis über 100 km (160m/80m) - abhängig von Sendeleistung, Antennenhöhe und Gelände
  2. Erste Raumwellenrückkehr: Wo das Signal nach der Ionosphärenreflexion wieder auftrifft

Zwischen diesen beiden Bereichen - der Skip-Zone - gibt es keinen Empfang.

BandTypische Skip-Zone
160m-80mMeist keine oder sehr klein
40mTagsüber: 300-800 km | Nachts: größer
20m500-1500 km (je nach Tageszeit)
15m-10m800-2500 km (kann sehr groß sein)

Einflussfaktoren

  • Frequenz: Je höher, desto größer die Skip-Zone
  • Tageszeit: Nachts ist die Skip-Zone größer
  • Sonnenaktivität: Bei niedrigem SSN wird die Skip-Zone größer
  • Jahreszeit: Im Winter größer als im Sommer
⚠️ Praxisbeispiel: Auf 20m kannst du Moskau und Madrid arbeiten, aber nicht Berlin oder Amsterdam - die liegen in deiner Skip-Zone. Das ist kein Gerätefehler, sondern Physik!

NVIS - Die Skip-Zone schließen

NVIS (Near Vertical Incidence Skywave) ist eine Antennentechnik, die Signale fast senkrecht nach oben abstrahlt. So werden auch Stationen innerhalb der Skip-Zone erreicht.

  • Funktioniert auf: 40m (tagsüber), 80m (tagsüber/abends, wenn foF2 > 4 MHz), 60m - die Bandwahl hängt von der aktuellen MUF ab
  • Reichweite: 50-500 km (regional)
  • Antennenhöhe: Sehr niedrig (ca. 3-5m für 40m)
  • Anwendung: Notfunk, Bergfunk (SOTA), regionale Netze

Short-Path vs. Long-Path

Jede Funkverbindung kann theoretisch über zwei Wege erfolgen: den kurzen Weg (Short-Path) oder den langen Weg (Long-Path) um die Erde herum.

Beispiel: Deutschland nach Australien

PfadRichtungEntfernungAnzahl Hops
Short-PathOstsüdost (ca. 70°)~16.500 km5-6 Hops
Long-PathWestsüdwest (ca. 250°)~23.500 km7-8 Hops

Wann ist Long-Path besser?

Obwohl Long-Path mehr Hops benötigt, kann er manchmal stärkere Signale liefern:

  • Weg über Wasser: Der Long-Path führt oft über Ozeane - Salzwasser leitet Bodenwellen besser als Land
  • Chordal Hops: Signale können innerhalb der Ionosphäre "gleiten" ohne den Boden zu berühren
  • Sonnenlicht-Pfad: Wenn der Long-Path durch Tageslicht führt (höhere MUF), der Short-Path aber durch Dunkelheit
💡 Long-Path erkennen: Wenn ein Signal aus der "falschen" Richtung kommt (z.B. Japan aus Westen statt Osten), ist es Long-Path. Die Signale sind oft mit charakteristischem "Flutter" versehen.

Beste Zeiten für Long-Path

Long-Path funktioniert am besten:

  • Um Sonnenaufgang nach Westen (Pazifik, Amerika)
  • Um Sonnenuntergang nach Osten (Asien)
  • Wenn der Pfad möglichst lange durch Tageslicht (auf höheren Bändern) oder Dunkelheit (auf niedrigen Bändern) führt

Jahreszeitliche Unterschiede

Die Jahreszeit beeinflusst die Kurzwellenausbreitung erheblich:

Winter

  • Niedrige Bänder (160m, 80m): Beste Jahreszeit! Weniger atmosphärisches Rauschen, längere Nächte = mehr DX-Zeit
  • MUF höher: Paradoxerweise ist die MUF der F2-Schicht im Winter höher als im Sommer
  • Kurze Tage: Weniger D-Schicht-Absorption auf den unteren Bändern
  • Hohe Bänder: Kürzere Öffnungszeiten, da weniger Sonneneinstrahlung

Sommer

  • Sporadic-E: Mai-August ist Sporadic-E-Saison auf 10m und 6m
  • Hohes QRN: Gewitter verursachen starkes Rauschen auf 80m und 160m
  • Längere Tage: Mehr Zeit für die oberen Bänder
  • Niedrige Bänder: Oft durch Störungen unbrauchbar

Frühling und Herbst (Äquinoktien)

  • Beste Zeit für 10m-20m: Die ausgeglichene Sonneneinstrahlung über beide Hemisphären begünstigt stabile Ausbreitungsbedingungen
  • Zuverlässige Öffnungen: Weniger extreme Schwankungen als im Sommer/Winter
  • Gute DX-Zeit: Die Äquinoktien (März, September) gelten als die produktivsten DX-Monate
✅ Faustregel: Im Winter auf die unteren Bänder (160m, 80m, 40m), im Sommer auf die oberen (15m, 10m, 6m). Frühling und Herbst sind ideal für 20m und 15m.

Betriebsarten im Vergleich: Wer kommt weiter?

Nicht nur die Bedingungen entscheiden über den DX-Erfolg - auch die Betriebsart macht einen enormen Unterschied. Digitale Modi wie FT8 können Signale dekodieren, die für das menschliche Ohr völlig unhörbar sind.

Minimaler Signal-Rauschabstand (SNR)

Der SNR gibt an, wie weit ein Signal über (positiv) oder unter (negativ) dem Rauschen liegen muss, um dekodiert/verstanden zu werden:

BetriebsartMin. SNRBandbreiteVorteil vs. SSB
SSB (Sprache)+10 dB~2500 HzReferenz
CW (Morsen)-12 bis -15 dB~100 Hz~22-25 dB
FT8-20 bis -21 dB~6 Hz~30 dB
FT4-17 dB~21 Hz~27 dB
JS8Call-22 dB~16 Hz~32 dB
📊 Was bedeuten diese dB-Werte?
  • 10 dB Unterschied = 10-fache Leistung nötig (oder 10× bessere Antenne)
  • 30 dB Unterschied = 1000-fache Leistung nötig!
FT8 benötigt also deutlich weniger Leistung als SSB für eine vergleichbare Verbindung - je nach Bedingungen grob um den Faktor 100 bis 1000.

Praktische Umrechnung: FT8-Report zu CW/SSB

Wenn du einen FT8-Report erhältst, kannst du abschätzen, ob CW oder SSB möglich wäre:

FT8-ReportCW möglich?SSB möglich?
-20 bis -14 dBNeinNein
-14 bis -10 dBJa, mit ÜbungNein
-10 bis 0 dBJa, einfachSchwierig
0 dB und höherJaJa

Wann welche Betriebsart?

SituationEmpfehlungBegründung
Marginale Bedingungen, schwache SignaleFT8/FT4Funktioniert noch bei -20 dB SNR
Mäßige Bedingungen, mehr Austausch gewünschtCWEffizient und flexibel
Gute Bedingungen, echte GesprächeSSBPersönlicher Kontakt
Sporadic-E, kurze ÖffnungenFT8/CWSchnelle QSOs
ContestsCW/SSBMehr Punkte pro QSO
✅ DX-Effizienz-Ranking: Für maximale Reichweite mit minimaler Ausrüstung: FT8 > CW > SSB. Für echte Gespräche und persönlichen Kontakt: SSB > CW. Beides hat seinen Reiz!

Antennen zählen doppelt

Eine bessere Antenne wirkt sich auf Senden und Empfangen aus. Im Vergleich:

  • Sendeleistung verdoppeln: +3 dB Vorteil
  • Antenne von Dipol auf 3-Element-Yagi: ca. +6 dB Gewinn in Hauptstrahlrichtung

Deshalb lohnt sich die Investition in eine gute Antenne mehr als in einen Verstärker!

✅ Empfehlung für Einsteiger: Starte mit FT8 auf 10m - bei hoher Sonnenaktivität ist das Band oft weltweit offen, und es steht allen Lizenzklassen (N, E, A) zur Verfügung. Für Klasse A ist 20m das zuverlässigste DX-Band.

DX-Cluster und Spots

Ein DX-Cluster ist ein Netzwerk, in dem Funkamateure melden, welche seltenen Stationen sie gerade hören. Diese "Spots" helfen dir, interessante DX-Stationen zu finden.

Beliebte DX-Cluster

  • DXSummit (dxsummit.fi) - Web-Interface mit Filtermöglichkeiten
  • DXWatch (dxwatch.com) - Übersichtliche Darstellung
  • PSK Reporter (pskreporter.info) - Automatische Spots für Digimodes (FT8, FT4)
  • Reverse Beacon Network (reversebeacon.net) - Automatische CW/RTTY-Spots

DXCC - Der DX Century Club

Das bekannteste DX-Diplom ist der DXCC (DX Century Club) der amerikanischen ARRL. Die Grundanforderung: bestätigte Funkverbindungen mit mindestens 100 verschiedenen DXCC-Entitäten (Ländern/Gebieten).

Die DXCC-Liste umfasst derzeit 340 Entitäten - darunter nicht nur Länder, sondern auch Inseln, Territorien und Sondergebiete.

StufeAnforderung
DXCC100 Entitäten bestätigt
5-Band DXCC100 Entitäten auf 80, 40, 20, 15 und 10m
DXCC Challenge1.000+ Band-Entitäten (160m - 6m)
Honor RollTop 10 der aktuellen DXCC-Liste (330+ Entitäten)
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DXpeditionen

Eine DXpedition ist eine Funkexpedition zu einem seltenen oder schwer erreichbaren Ort. Teams reisen an abgelegene Orte, um von dort Funkbetrieb zu machen und anderen Funkamateuren seltene Länder zu ermöglichen.

Beliebte DXpeditions-Ziele:

  • Abgelegene Inseln (z.B. Bouvet Island, Heard Island)
  • Länder ohne aktive Funkamateure
  • Antarktis-Stationen
  • Umstrittene oder schwer zugängliche Gebiete
⚠️ Pile-Up: Bei beliebten DXpeditionen rufen hunderte Stationen gleichzeitig - das nennt man Pile-Up. Hier sind Geduld und gute Betriebstechnik gefragt!

DX auf UKW

Auf VHF/UHF (2m, 70cm) sind DX-Verbindungen seltener als auf Kurzwelle, aber durch besondere Ausbreitungsbedingungen möglich:

  • Troposphärische Überreichweiten (Tropo): Inversionswetterlagen ermöglichen 500-2.000 km
  • Sporadic-E: Reflexion an ionisierten Wolken in der E-Schicht, besonders im Sommer. Auf 6m sehr häufig (Mai-August fast täglich), auf 2m selten aber spektakulär
  • Meteorscatter: Reflexion an ionisierten Meteorspuren - sehr kurze Bursts von wenigen Sekunden
  • EME (Erde-Mond-Erde): Reflexion am Mond - das ultimative DX! Erfordert große Antennen und viel Leistung
📡 Tipp: Auf DXMaps.com siehst du aktuelle Sporadic-E und Tropo-Öffnungen in Echtzeit.

Ausbreitungsphänomene

Sporadic-E (Es)

Plötzliche, unvorhersehbare Öffnungen auf 6m und 10m durch ionisierte Wolken in der E-Schicht. Besonders häufig im Sommer (Mai-August). Reichweiten: 800-2400 km.

Aurora

Bei starker geomagnetischer Aktivität (hoher K-Index) können Signale an den Polarlichtern zurückgestreut werden. Der Klang ist verzerrt und "flatternd". Funktioniert auf 6m und 2m.

Mögel-Dellinger-Effekt

Nach starken Sonneneruptionen (Flares der Klasse M oder X) kann es auf der sonnenbeschienenen Seite der Erde zu starker D-Schicht-Absorption bis hin zum vollständigen Kurzwellen-Blackout kommen. Je nach Stärke des Flares (R1-R5 auf der NOAA-Skala) dauert der Effekt Minuten bis Stunden. Erkennbar am plötzlichen Verschwinden aller Stationen - auf der Nachtseite der Erde bleibt der Empfang meist ungestört.

DX-Begriffe im Überblick

BegriffBedeutung
DXFernverbindung, weit entfernte Station
DXenGezieltes Jagen von Fernverbindungen
DXerFunkamateur, der sich auf DX spezialisiert
DXpeditionFunkexpedition zu seltenem Ort
DX-ClusterNetzwerk zum Austausch von DX-Meldungen
DX-SpotMeldung über gehörte DX-Station
Pile-UpViele Stationen rufen gleichzeitig eine DX-Station
DXCCDX Century Club - Diplom für 100+ Länder
EntitätLand oder Gebiet in der DXCC-Liste
QSLBestätigungskarte für eine Funkverbindung
73 und gute DX! - Der typische Abschiedsgruß unter DXern. Bedeutet: Viele Grüße und mögest du viele Weitverbindungen machen!

Funkwetter 11m - CB-Funk Bedingungen

Das 11-Meter-Band (27 MHz, CB-Funk) liegt direkt neben dem 10m-Amateurfunkband. Die Ausbreitungsbedingungen sind nahezu identisch - wenn 10m offen ist, trägt auch 11m für DX.

TagMäßig
NachtSchlecht
Flux (SFI)122 sfu
K-Index1Ruhig

Tag/Nacht nach der Prognose von hamqsl.com für 12m-10m. Bei Flux über 100 und K-Index unter 3 stehen die Chancen auf DX auf 11m gut, besonders zwischen 10 und 16 Uhr.

11m gegen Amateurfunk: Auf CB-Funk (11m) gilt ein einziges Band, 4 Watt ERP und AM/FM (SSB in Deutschland auf bestimmten Kanälen mit 12 Watt PEP). Als Funkamateur stehen dir alle Bänder von 160m bis 6m offen - mit bis zu 750 Watt auf Kurzwelle und Betriebsarten wie SSB, CW und FT8. Während CB-Funker auf gutes Funkwetter auf 11m warten, funken Funkamateure auf 20m oder 40m fast immer weltweit.

CB-Funk vs. Amateurfunk - der direkte Vergleich

Was unterscheidet CB-Funk von Amateurfunk? Welche Bänder, Leistungen und Betriebsarten stehen dir als Funkamateur offen? Hier siehst du den direkten Vergleich.

CB-Funk und Amateurfunk vergleichen

Häufige Fragen zu DX und Ausbreitung

Wie sind die aktuellen DX-Bedingungen?

SFI: 122 (gut) · K-Index: 1 (ruhig) · Sonnenflecken: 93

Der aktuelle SFI von 122 zeigt gute Bedingungen - die oberen Bänder (10m-20m) sollten tagsüber offen sein. Der K-Index von 1 zeigt ruhige geomagnetische Bedingungen - ideal für DX.

Welche Bänder sind gerade offen?

Aktuell zeigen folgende Bänder gute DX-Aktivität: 160m, 80m, 40m, 30m, 20m.

Die Daten basieren auf aktuellen Spots von PSK Reporter (FT8/FT4) und DXCluster (CW/SSB) und werden stündlich aktualisiert.

Was bedeutet DX im Amateurfunk?

DX steht für "Distanz" und bezeichnet Funkverbindungen über große Entfernungen - typischerweise zwischen Kontinenten. Auf Kurzwelle gilt eine Verbindung ab etwa 3.000 km oder zu einem anderen Kontinent als DX.

Was zeigt der SFI-Wert an?

Der SFI (Solar Flux Index) misst die Sonnenaktivität auf einer Skala von etwa 70 bis über 300. Je höher der SFI, desto stärker wird die Ionosphäre ionisiert und desto besser werden die höheren Bänder reflektiert.

Aktuell: SFI 122 - Der aktuelle SFI von 122 zeigt gute Bedingungen - die oberen Bänder (10m-20m) sollten tagsüber offen sein.

Welches Band ist am besten für DX?

Das 20-Meter-Band (14 MHz) gilt als zuverlässigstes DX-Band - es ist fast den ganzen Tag offen. Tagsüber funktionieren auch 10m und 15m gut (bei hoher Sonnenaktivität), nachts sind 40m und 80m besser.

Was ist ein DX-Cluster?

Ein DX-Cluster ist ein Netzwerk, in dem Funkamateure melden, welche DX-Stationen sie gerade hören. Diese "Spots" enthalten Rufzeichen, Frequenz und Uhrzeit. Beliebte DX-Cluster sind DXSummit, DXWatch und PSK Reporter.

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