Die Klassen N (Entry-Class) und E (Novice-Class) sind die beiden Einstiegsklassen im deutschen Amateurfunk. Hier erfährst du die wichtigsten Unterschiede und welche Klasse für dich passt.
Mit der Klasse N darfst du auf genau drei Bändern senden:
Band
Frequenz
Leistung
Typische Nutzung
10m
28,0 - 29,7 MHz
10 W ERP
Weltweite Kontakte (bei guten Bedingungen)
2m
144 - 146 MHz
6,1 W ERP
Lokal, Relais, FM-Simplex
70cm
430 - 440 MHz
6,1 W ERP
Lokal, Relais, Digimodes
Klasse E - Viele Bänder
Die Klasse E bietet deutlich mehr Möglichkeiten:
Band
Frequenz
Leistung
Typische Nutzung
160m
1,8 - 2,0 MHz
100 W PEP
Nachtbetrieb, DX
80m
3,5 - 3,8 MHz
100 W PEP
Europaweite Kontakte
15m
21,0 - 21,45 MHz
100 W PEP
Weltweite Kontakte
10m
28,0 - 29,7 MHz
100 W PEP
Weltweite Kontakte
2m
144 - 146 MHz
75 W PEP
Lokal, Relais, SSB
70cm
430 - 440 MHz
75 W PEP
Lokal, Relais, ATV
Klasse E Vorteil: Mit 80m erreichst du nachts ganz Europa, mit 15m bei guten Bedingungen die ganze Welt - und das mit 100 Watt statt nur 10!
Prüfung und Aufstieg
Beide Prüfungen bestehen aus Multiple-Choice-Fragen mit je 25 Fragen pro Teil:
Prüfungsteil
Klasse N
Klasse E
Vorschriften (V)
25 Fragen
25 Fragen
Betrieb (B)
25 Fragen
25 Fragen
Technik N
25 Fragen
25 Fragen
Technik E
-
25 Fragen
Gesamt
75 Fragen
100 Fragen
Aufstieg N → E: Wer bereits Klasse N hat, muss nur den Technik-E-Teil (25 Fragen) ablegen. Die Teile V, B und N bleiben gültig!
Internationale Anerkennung
Ein wichtiger Unterschied ist die CEPT-Anerkennung:
Klasse
CEPT-Status
Funken im Ausland
N
Noch nicht gemeldet
Nein - nur in Deutschland
E
CEPT Novice License
Ja - EU, USA, und weitere Länder
Wichtig: Mit der Klasse N kannst du aktuell nicht im Ausland funken! Für Urlaubs-QSOs brauchst du mindestens Klasse E.
Für wen ist welche Klasse?
Klasse N ist ideal, wenn du:
Schnell auf Sendung gehen möchtest
Mit überschaubarem Lernaufwand einsteigen willst
UKW und das 10-m-Band nutzen möchtest
Auch mit kleiner Leistung erste DX-Erfahrungen sammeln willst
Das Hobby erst einmal praktisch ausprobieren möchtest
Klasse E passt besser, wenn du:
Zusätzlich auf weiteren Kurzwellenbändern aktiv sein möchtest
Mehr Leistung nutzen willst
Flexibler bei Ausbreitungsbedingungen und Bandwahl sein möchtest
Auch im Ausland im Rahmen der CEPT-Novice-Regelung funken möchtest
Etwas mehr Zeit in die Vorbereitung investieren kannst
Empfehlung
Die Klasse N ist der perfekte Schnellstart - in 4-8 Wochen bist du lizenziert und kannst über lokale Relais erste Erfahrungen sammeln.
Die Klasse E bietet mehr Möglichkeiten und ist international anerkannt. Der Aufwand ist höher, aber du bist flexibler - besonders wenn du im Ausland funken möchtest.
Tipp: Starte mit Klasse N und steige später auf E auf - oder mach direkt Klasse E, wenn du die Zeit hast. Der Aufstieg von N nach E ist nur ein zusätzlicher Prüfungsteil!
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Bereite dich mit dem offiziellen Fragenkatalog auf die Prüfung vor - für Klasse N oder E.