Funklizenz Klasse N - Einstieg in den Amateurfunk

Nach bestandener Amateurfunkprüfung Klasse N erhältst du die Funklizenz - deine offizielle Zulassung zum Amateurfunkdienst. Dieser Artikel erklärt Kosten, Prüfung, Ausbildungsmöglichkeiten und den offiziellen Fragebogen.

Kurzfassung: Die Funklizenz Klasse N kostet einmalig 88 Euro (Prüfung + Zuteilung) und jährlich rund 25-30 Euro je Beitragsjahr. Du erhältst ein DN9-Rufzeichen und darfst auf 10 m mit 10 W ERP und auf 2 m und 70 cm mit 6,1 W ERP senden.

Erfolgsgeschichten von 12db-Nutzern

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Bestanden Klasse E Aufgestockt zur E in 8 Wochen Mit dem Simulationstrainung und dem Lernmodul fuer Erklärungen genial. Die Möglichkeit das man bei der Prüfungssimulation garantiert alle Fragen einmal hatte ist super. Und jetzt zum Tool fuer das neue Rufzeichen… 👍😊😎GGabrieleDO1GPMBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A, 23 Tage Aktivität auf 12dB, 42 Prüfungssimulationen Vor Jahren hatte ich mal kurz gelernt mit einer Android Prüfungsapp, aber das hat nicht gut funktioniert für mich und ich habe es wieder aufgegeben. Nun hatte ich ein bisschen Urlaub, habe diese Seite neu entdeckt und auch wenn 50Ohm ausführlichere Inhalte bietet, gefällt mir hier vor allem dass die Erklärungen recht knapp gehalten sind und man schnell durch kommt. Dazu noch die gute Strukturierung, Übersicht des Fortschritts und die leichte gamification im Interface. Sowas hält mich an der Stange und so hab ich dann alle Kapitel, alle 1750 Fragen in 8 Tagen durchgezogen. Ich habe etwas praktische Elektronik-Erfahrung, das hat mir natürlich auch geholfen in den Technik-Teilen. Die Wochen danach bis zur Prüfung habe ich dann immer mal wieder Prüfungssimulationen gemacht, die markierten Fragen helfen da extrem effizient zu sein. Ich habe nur 12db genutzt, nur ganz ganz selten mal eine Frage von einer AI erklären lassen als Hilfsmittel. Wie im Titel geschrieben: Am Ende in meiner 12dB Statistik sind 23 Tage Aktivität, 42 Prüfungssimulationen, und nun zugegeben mit ein bisschen Mut zur Lücke die Prüfung Klasse A bestanden, den Technik A Teil mit 20/25 Punkten ;) Ohne diese Platform hätte ich es definitiv nicht so schnell geschafft. Vielen Dank!Mm3nnoBericht lesen Bestanden Klasse A Von 0 auf A - Null Problem! Mit 12db kann man sich super vorbereiten, die Prüfungssimulationen sind super, wenn man die ganze Theorie gelernt hat. Wenn man alles wirklich verstehen will, dann empfehle ich zusätzlich 50ohm. Dort die Theorie lernen und dann hier Prüfungssimulationen machen - durch die zufälligen Fragen und den Antworten in zufälliger Reihenfolge muss man zumindest die Frage und die Antworten überfliegen und klickt nicht immer auf die selbe Stelle. Jeden Tag einige Simulationen - dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So baut man Routine auf und ist selbst am Prüfungstag relativ entspannt. Die Prüfung wahr super, nach ein paar Minuten hat man das Ergebnis.PPip42Bericht lesen Bestanden Klasse N Klasse N für den Anfang, mal sehen, wie weit ich noch gehe 😀 Die Prüfungssimulation ist super hilfreich. Unsichere Fragen zu markieren ist auch ein tolles Hilfsmittel! Danke für 12dB!!!LLeoBericht lesen Bestanden Klasse N Super Lernplattform Habe hier einige Prüfungen simuliert und die mir schweren Fragen markiert, so konnte ich immer mehr Wissen aneignen und habe die Prüfung schnell geschafft!FFipsigelbBericht lesen Bestanden Klasse A Noch Einer von 0 auf Klasse A, aber bitte ohne Stress !!! Moin !!! Nach über 35 Jahren Funkabstinenz (damals noch CB-Funk, mit 14) hat es mich dieses Jahr irgendwie aufs Neue erwischt und nach ein paar Wochen DIY-Antennenbau (MagLoop, Blumentopf usw., sowie LNAs) und Lauschen per SDR auf allen Bändern war für mich schnell klar, das Hobby muss reaktiviert werden und dafür gleich als Herausforderung die Klasse A und das so schnell wie möglich. 😉 Trotz technischer Vorbildung (Studium der techn. Informatik) und einem Überangebot an Ehrgeiz muss ich nachträglich gestehen, dass neben dem Job und der Familie die angesetzten 2 Monate dafür wirklich sehr knapp bemessen waren. Neben Youtube-Kanälen wie Funkwelle und DL2YMR und Apps wie Hamfisted oder Funktrainer waren es vor allem die Portale von 50Ohm und 12db, die das Lernen dann doch sehr vereinfacht haben. Gerade 12db mit dem wirklich gut strukturiertem Lernansatz (Akademie, Quiz und Prüfungssimulation) hat mir beim Lernen sehr geholfen. Vielen Dank dafür Jungs und Mädels, tolle Seite !!! Nichtsdestotrotz waren das 2 Monate, in dem jede zeitliche Möglichkeit zum Lernen genutzt wurde und auch genutzt werden musste und die kaum Zeit für andere Dinge zuließ und die dann gestern mit dem Bestehen aller 5 Prüfungsteile endete. Im Nachhinein hätten es auch gerne 4 bis 6 Monate Lernzeit sein können. Mein Tipp also, lasst euch Zeit mit dem Lernen auch wenn der Wunsch endlich Funken zu dürfen doch sehr unter den Fingernägeln brennt !!! So denn, bis demnächst im Äther 😉AAndréBericht lesen Bestanden Klasse E Von 50ohm über bueffeln zu 12db zum Funkamateur Nachdem ich lange Jahre herumgeschlichen bin und mich nicht getraut habe, weckte die Einführung der Klasse N wieder das Interesse - wenn's nicht klappt, habe ich wenigstens N. Mit meinen Vorkenntnissen aus Seefunk- (GOC) und Behördenfunkbetrieb waren (anders als bei vielen) Betrieb und Vorschriften weniger ein Problem - aber die Technik! Mit den Videos von DL2YMR und 50ohm und dann weiter mit 50ohm und den Vorlesungen von DL0JMU kam ich dem Verständnis näher (auch wenn mir die Vorlesungen etwas zu mathematisch waren). Für die direkte Prüfungsvorbereitung wurde mir dann erst bueffeln empfohlen. Ja, ging. Doch dann stolperte ich über 12db und hatte den Durchbruch: Die kurzen Texte der Akademie halfen mir beim Verständnis auf die Sprünge, das Quiz festigte die Betriebs- und Vorschriftenkenntnisse, mit den Prüfungssimulationen machte ich mir die Lücken bewußt, die ich dann wieder in der Akademie nachlernte. Ab Juli (nahezu) täglich ein Quiz, je eine Technikprüfungssimulation N und E (alles zusammen knapp eine halbe Stunde). Völlig entspannt habe ich dann in Hamburg innerhalb von einer runden halben Stunde meine Kreuzchen gesetzt und bekam die Erfolgsmitteilung "Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Amateurfunkprüfung Klasse E". Am Folgetag lag die Prüfungsurkunde im Briefkasten, einen weiteren Tag später ist die Zulassung datiert, die dann nach wenigen Tagen eintraf. Erstes QSO in der OV-Relaisrunde am Abend. Jetzt erstmal spielen und dann mal schauen, was am interessantesten wird. Vielleicht dann in einiger Zeit Klasse A, bestimmt wieder mit 12db.OOlaf HoffmannDA6OHBericht lesen Bestanden Klasse A Wieder vom Amateurfunk-Virus infiziert... Meine erste Amateurfunkprüfung hatte ich bereits 2002 bestanden. Die damalige Klasse 3 heißt heute Klasse E. Im Jahr 2010 habe ich dann auf meine Zulassung verzichtet, da andere Dinge wichtiger waren und ich das Interesse verloren hatte. Vor ziemlich genau einem Jahr hat mich das Amateurfunk-Virus dann plötzlich wieder infiziert und ich habe mir ein neues Rufzeichen zuteilen lassen. Mein altes war leider bereits vergeben. In den folgenden Wochen reifte nach und nach mein Wunsch, auf Klasse A "aufzustocken". Als Medizintechnik-Ingenieur hatte ich einige Vorkenntnisse, die nur noch reaktiviert werden mussten. Hierfür nutze ich anfangs 50ohm (inklusive der tollen App), dann länger den puristischen Online-Prüfungssimulator von Thomas Fritzsche (DJ1TF) und schließlich in den letzten drei Wochen diese super Seite 12db. Alle drei haben absolut ihre Berechtigung und sind äußerst hilfreich. 12db bietet dabei mit Abstand das vielfältigste und innovativste Konzept. Schade, dass ich euch erst so spät entdeckt habe. Heute habe ich die 25 Fragen dann problemlos in nur 15 Minuten beantworten können - inklusive einer "Kontrollrunde". Vielen Dank an alle drei supertollen Angebote und hier insbesondere an 12db!DDanielDL6WDBericht lesen

Amateurfunk Klasse N Kosten

Die Kosten für die Amateurfunk Klasse N setzen sich aus einmaligen Gebühren und jährlichen Beiträgen zusammen:

Einmalige Kosten

PositionBetrag
Prüfungsgebühr68,00 Euro
Rufzeichenzuteilung20,00 Euro
Gesamt einmalig88,00 Euro

Jährliche Kosten

Als Lizenzinhaber zahlst du zwei jährliche Beiträge:

BeitragZweckBetrag (ca.)
FrequenznutzungsbeitragFrequenzschutz2,88 Euro (Beitragsjahr 2023)
EMV-BeitragElektromagnetische Verträglichkeit20,64 Euro (Beitragsjahr 2023)
Gesamt jährlichFestsetzung erfolgt rückwirkend je Beitragsjahr (FSBeitrV), 2022: 29,22 Euro23,52 Euro (2023)
Günstiger Einstieg möglich: Die jährlichen Lizenzkosten sind mit rund 25-30 Euro überschaubar. Allerdings können Funkgeräte und Antennen schnell mehrere hundert bis tausend Euro kosten - Amateurfunk kann ein teures Hobby werden. Für den Start reicht aber ein einfaches Handfunkgerät ab rund 30 Euro (Stand Oktober 2026). Mehr dazu unter Erste Ausrüstung kaufen.

Funklizenz Klasse N Prüfung

Die Prüfung für die Funklizenz Klasse N wird von der Bundesnetzagentur abgenommen und besteht aus drei Teilen:

PrüfungsteilFragenZeitBestanden
Vorschriften (V)2545 Min19 richtig (76%)
Betriebliche Kenntnisse (B)2545 Min19 richtig (76%)
Technik Klasse N2545 Min19 richtig (76%)

Die Prüfung findet als Multiple-Choice-Test statt. Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Insgesamt beantwortest du 75 Fragen in bis zu 2 Stunden 15 Minuten reiner Bearbeitungszeit (3 x 45 Minuten nach der Prüfungsordnung, Vfg 29/2024).

Mündliche Nachprüfung: Wenn du genau einen Teil verfehlst und dort 17 oder 18 richtige Antworten hast, kann der Prüfungsvorsitzende eine mündliche Nachprüfung in diesem Teil anbieten (Vfg 29/2024, eine Ermessensentscheidung). Nicht bestandene Teile können in einer Wiederholungsprüfung nachgeholt werden - bereits bestandene Teile bleiben 2 Jahre gültig.

Prüfungstermine

Die Bundesnetzagentur bietet Prüfungen an 11 Standorten in Deutschland an. Termine findest du auf der Übersicht der Prüfungstermine oder direkt bei der BNetzA.

Prüfungsanmeldung

So meldest du dich zur Amateurfunkprüfung an:

  1. Formular herunterladen: Antragsformular (PDF)
  2. Formular ausfüllen: Persönliche Daten, gewünschte Prüfungsklasse (N), Wunschtermin und -ort
  3. Einreichen per E-Mail: Amateurfunkpruefung@BNetzA.de
  4. Bestätigung abwarten: Du erhältst eine Einladung mit allen Details
Alternativ per Post:
Bundesnetzagentur, Dienstleistungszentrum 10, Alter Hellweg 56, 44379 Dortmund

Funklizenz Klasse N Ausbildung

Für die Vorbereitung auf die Funklizenz Klasse N gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten:

Ausbildungskurse beim DARC

Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) bietet über seine Ortsverbände kostenlose Ausbildungskurse an. Diese finden meist wöchentlich statt und dauern 2-3 Monate. Die Ausbilder sind erfahrene Funkamateure, die ehrenamtlich arbeiten.

Online-Kurse

Verschiedene Plattformen bieten Online-Kurse zur Prüfungsvorbereitung an:

Tipp: Alle Erklärungen zu den Technik-Fragen wurden von einem Funkamateur erstellt, der selbst 2025 die Klasse A bestanden hat. Mehr zur Entstehung von 12db.de →

Selbststudium

Die Amateurfunk Klasse N ist bewusst einsteigerfreundlich gestaltet. Die technischen Inhalte entsprechen dem Niveau der 8./9. Schulklasse. Mit regelmäßigem Lernen (1-2 Stunden täglich) ist die Prüfung in 4-8 Wochen zu schaffen.

Ausbildungsfunkbetrieb: Während der Ausbildung kannst du unter Aufsicht eines lizenzierten Funkamateurs bereits auf Sendung gehen. Du funkst dabei unter dem Rufzeichen des Ausbilders oder der Klubstation, bei Sprechfunk mit dem Zusatz "/Trainee" (z.B. DL1AO/Trainee), bei CW und digitalen Betriebsarten mit "/T" (§ 11 und § 12 AFuV). Alte DN-Ausbildungsrufzeichen haben Bestandsschutz bis 31.12.2028.

Funklizenz Klasse N Fragebogen

Der offizielle Fragebogen (Fragenkatalog) für die Klasse N wird von der Bundesnetzagentur veröffentlicht und enthält alle Prüfungsfragen:

Aufbau des Fragenkatalogs

TeilAnzahl FragenThemengebiete
Vorschriften (V)204 FragenAmateurfunkgesetz, Vorschriften, Frequenzzuweisungen
Betrieb (B)172 FragenBetriebsabwicklung, Q-Gruppen, Rufzeichen, Buchstabiertafel
Technik N195 FragenGrundlagen Elektrotechnik, Sender/Empfänger, Antennen

Aus diesem Pool werden bei der Prüfung jeweils 25 Fragen pro Teil zufällig ausgewählt.

Fragebogen online üben

Du kannst alle Fragen des offiziellen Fragenkatalogs hier online üben - mit Erklärungen zu jeder Frage und Prüfungssimulation.

Fragenkatalog Klasse N üben

Übe alle Prüfungsfragen mit Erklärungen und Wissenskontrolle in den Lerneinheiten.

Jetzt lernen

Fragebogen als PDF

Der offizielle Fragenkatalog ist bei der Bundesnetzagentur als PDF verfügbar. Seit Juni 2024 gilt der neue Katalog mit den Fragen für Klasse N.

Offizieller Fragenkatalog (PDF)

Der vollständige Fragenkatalog der Bundesnetzagentur mit allen Prüfungsfragen für Klasse N, E und A.

PDF herunterladen

Von der Prüfung zur Lizenz

Das Amateurfunkzeugnis (Prüfungsbescheinigung) und die Funklizenz (Zulassung) sind zwei getrennte Dinge:

DokumentWas ist das?Wofür?
AmateurfunkzeugnisPrüfungsbescheinigungNachweis der bestandenen Prüfung
ZulassungsurkundeDie eigentliche LizenzBerechtigung zum Senden
RufzeichenDeine FunkkennungIdentifikation im Funkverkehr

Nach bestandener Prüfung erhältst du das Amateurfunkzeugnis. Die Zulassung (Lizenz) und das Rufzeichen musst du anschließend separat bei der Bundesnetzagentur beantragen.

Das DN9-Rufzeichen

Als Klasse-N-Inhaber erhältst du ein Rufzeichen mit dem Präfix DN9:

  • DN9AB - mit 2 Buchstaben (selten, da meist vergeben)
  • DN9ABC - mit 3 Buchstaben (Standard)

Die Struktur deutscher Amateurfunkrufzeichen: 2 Buchstaben Präfix (DA-DR ohne DE/DI), 1 Ziffer, 2-3 Buchstaben Suffix.

Wunschrufzeichen: Du kannst bei der Beantragung ein Wunschrufzeichen angeben. Es besteht jedoch kein Anspruch auf Zuteilung - wenn dein Wunsch bereits vergeben ist, erhältst du ein anderes freies Rufzeichen.
Hinweis: Die Reihen DN0 bis DN8 (Klubstation Klasse E und alte Ausbildungsrufzeichen) führt der Rufzeichenplan der BNetzA (Vfg 15/2025) als auslaufend. Ausbildungsrufzeichen DN1AA bis DN8ZZZ werden seit dem 24.06.2025 nicht mehr zugeteilt. Klubstationen der Klasse N erhalten Rufzeichen aus der Reihe DA8.

Rufzeichen prüfen

Ob dein Wunschrufzeichen noch frei ist, kannst du vorab prüfen:

12db Rufzeichen-Tool: Plane dein Wunschrufzeichen und prüfe, welche DN9-Suffixe noch frei sind - mit Historie seit 2015.
Zum Tool

Was erlaubt die Lizenz?

Mit der Funklizenz Klasse N darfst du:

BandFrequenzbereichMax. Leistung
10 m28,0 - 29,7 MHz10 W ERP
2 m144,0 - 146,0 MHz6,1 W ERP
70 cm430,0 - 440,0 MHz6,1 W ERP

Alle Betriebsarten sind erlaubt: FM, SSB, digitale Modi (FT8, DMR, C4FM, D-Star), Satellitenfunk und sogar CW (Morsetelegrafie) - probiere den Morsecode-Übersetzer.

Nur in Deutschland: Die Klasse N ist aktuell nur in Deutschland gültig. Für Funkbetrieb im Ausland benötigst du mindestens die Klasse E mit CEPT-Novice-Lizenz.

Funklizenz Klasse N - Das 10-Meter-Band für weltweite Kontakte

Das 10-Meter-Band (28,0-29,7 MHz) ist das spannendste Band für Klasse-N-Inhaber, denn hier sind weltweite DX-Verbindungen möglich - auch mit nur 10 Watt. Der Schlüssel liegt in der Sonnenaktivität und den Ausbreitungsbedingungen der Ionosphäre.

Sonnenzyklus 25 - nach dem Maximum

Wir befinden uns im Sonnenzyklus 25, der im Dezember 2019 begann. Sein Maximum lag im Oktober 2024 (geglättete Sonnenfleckenzahl 161), seither nimmt die Aktivität ab.

KennzahlBedeutungMaximum (Oktober 2024)September 2026
SFISolar Flux Index - Maß für Sonnenaktivitätoft über 150Monatsmittel rund 105
SSNSonnenfleckenzahlgeglättet 161Monatswert rund 60
MUFHöchste nutzbare Frequenzregelmäßig über 28 MHztagsüber zeitweise über 28 MHz
Einordnung: 10 m öffnet in der abfallenden Phase des Zyklus seltener als 2024, tagsüber und im Sommer über Sporadic-E aber weiterhin regelmäßig. Die aktuellen Werte stehen auf der Funkwetter-Seite.

Wann ist das 10-Meter-Band offen?

Es gibt zwei Ausbreitungsarten, die auf 10 Metern für DX sorgen:

F2-Schicht (Sonnenaktivität)

  • Wann: Tagsüber, bei hohem SFI
  • Reichweite: Weltweit (3.000-20.000 km)
  • Dauer: Stundenlang stabil
  • Saison: Ganzjährig bei hoher Sonnenaktivität
  • Richtung: Folgt der Sonne um die Erde

Sporadic-E (unabhängig)

  • Wann: Vormittag und Abend
  • Reichweite: 500-2.200 km
  • Dauer: Minuten bis Stunden
  • Saison: Mai-August (Peak Juni)
  • Signale: Oft sehr stark, aber unvorhersehbar

Die F2-Schicht ermöglicht bei guten Bedingungen interkontinentale Verbindungen. Die Öffnungen folgen der Sonne:

TageszeitTypische DX-Richtungen
MorgensEuropa, Afrika, Naher Osten
MittagsNord- und Südamerika
NachmittagsPazifik, Ostasien, Australien
Faustregel: SFI über 150 + K-Index unter 3 = beste Bedingungen. An solchen Tagen kann das 10m-Band von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang offen sein.

FT8 - Der ideale Einstieg ins DX

FT8 ist für Klasse-N-Einsteiger der perfekte Weg zu ersten DX-Erfolgen. Der digitale Modus funktioniert auch mit schwachen Signalen und einfacher Ausrüstung.

EigenschaftDetails
Frequenz28.074 MHz USB
SoftwareWSJT-X (kostenlos, Open Source)
QSO-Dauerca. 90 Sekunden
Min. Signalstärke-24 dB (unhörbar für das Ohr!)
Warum FT8 für Klasse N? Mit 10 Watt und einem 5-Meter-Dipol sind weltweite Kontakte möglich. FT8 benötigt theoretisch nur 1/1000 der Leistung von SSB für die gleiche Verbindung.

Beobachte die Aktivität in Echtzeit auf PSK Reporter - dort siehst du, wer gerade wen hört.

SSB - Sprechfunk auf 10 Metern

Für SSB-Sprechfunk ist das Segment 28.300-28.500 MHz vorgesehen. Bei guten Bedingungen herrscht hier reger Betrieb mit Stationen aus aller Welt.

AspektFT8SSB
Reichweite mit 10WWeltweitEuropa, Afrika, Amerika (bei guten Bedingungen)
AntenneDipol reichtBeam hilft deutlich
KontaktartAutomatisiertEchtes Gespräch
LernkurveSoftware-Setup nötigSofort loslegen

Ausrüstung für 10-Meter-DX

KomponenteEinstiegEmpfehlung
TransceiverGebrauchtes KW-Gerät (ab rund 150 Euro, Stand Oktober 2026)Xiegu G90, Yaesu FT-891
AntenneDrahtdipol (5,05 m Länge)Vertikalantenne oder 3-El-Beam
Für FT8PC + Soundkarten-InterfaceDigimode-Interface (z.B. Signalink)
Baken beobachten: Im Bereich 28.190-28.225 MHz senden Baken weltweit. Wenn du diese hörst, ist das Band offen. Übersicht: NCDXF Beacon Network
📡 Live-Daten: Aktuelle Ausbreitungsbedingungen, SFI, K-Index und DX-Spots auf der DX-Seite.
Zum Funkwetter

Ausrüstung für Klasse N

Für den Einstieg reicht ein einfaches Handfunkgerät (unverbindliche Marktpreise, Stand Oktober 2026):

GerätPreis abBänder
Yaesu FT-4XEca. 75 Euro2m/70cm
Yaesu FT-65Eca. 100 Euro2m/70cm
Icom IC-T10 (wasserdicht)ca. 230 Euro2m/70cm

Für das 10-m-Band benötigst du ein separates Gerät (z.B. ein Multiband-Transceiver oder ein gebrauchtes KW-Gerät). Ausführliche Tipps findest du unter Erste Ausrüstung kaufen.

Vorteile der Klasse N

Die Klasse N bietet trotz ihrer Einschränkungen einige handfeste Vorteile:

  • Schneller Einstieg: Mit 4-8 Wochen Lernzeit der kürzeste Weg zur Funklizenz
  • Weniger Technik: 195 Technik-Fragen statt 463 (Klasse E) oder 716 (Klasse A)
  • Mehr als Jedermannfunk: 6,1 W ERP auf 2 m und 70 cm übertreffen PMR446 (0,5 W ERP) und Freenet (1 W ERP) deutlich
  • Zugang zur Infrastruktur: Relais, Hotspots, digitale Netzwerke (DMR, D-Star, C4FM) nutzbar
  • Vielfältige Betriebsarten: FT8, Satellitenfunk, LoRa-APRS, Packet Radio - nicht nur Sprechfunk
  • Legale Nutzung: Günstige Handfunkgeräte (z.B. Baofeng) dürfen legal betrieben werden
  • Flexibler Aufstieg: Jederzeit auf Klasse E oder A aufstocken - V und B bleiben gültig
Ideal zum Ausprobieren: Die Klasse N eignet sich perfekt, um herauszufinden, ob Amateurfunk das richtige Hobby ist - ohne monatelanges Lernen. Wer Gefallen findet, kann später problemlos aufstocken.

Nachteile und Kritikpunkte

Die Klasse N hat auch Einschränkungen, die du kennen solltest:

  • Begrenzte Reichweite: 6,1 W ERP auf UKW reichen für lokale QSOs und Relais, aber für weite Strecken wird es schwierig
  • Keine Kurzwelle: Außer dem 10-m-Band (das oft ruhig ist) kein Zugang zu den DX-Bändern
  • Nur in Deutschland: Im Urlaub oder auf Reisen darfst du nicht funken - keine CEPT-Anerkennung
  • Aufwand vs. Nutzen: Manche Kritiker bemängeln, dass der Lernaufwand für V und B gleich bleibt, aber die Rechte eingeschränkt sind
Ehrliche Einschätzung: Die Klasse N ist ein Kompromiss. Wer bereits weiß, dass er Kurzwelle oder Auslandsfunk nutzen will, sollte direkt mit Klasse E starten. Wer unsicher ist oder wenig Zeit hat, für den ist N ein guter Einstieg.

Für wen ist die Amateurfunk Klasse N geeignet?

Die Klasse N ist besonders sinnvoll für:

  • Schnupperer: Du willst erstmal testen, ob Amateurfunk etwas für dich ist
  • Zeitknappe: Du hast nur wenige Wochen Zeit zur Vorbereitung
  • Lokalfunker: Dir reicht der Kontakt zu Funkamateuren in deiner Region
  • Digitalfunker: Du interessierst dich primär für DMR, D-Star oder C4FM über Hotspots
  • Experimentierfreudige: Du willst mit LoRa, APRS oder Satellitenfunk experimentieren

Weniger geeignet ist die Klasse N, wenn du:

  • Weltweite Kurzwellen-Verbindungen (DX) machen möchtest
  • Im Urlaub funken willst
  • Mit höherer Leistung arbeiten möchtest

Aufstieg zu Klasse E oder A

Du kannst jederzeit auf eine höhere Klasse aufstocken. Dabei musst du nur den zusätzlichen Technik-Teil prüfen lassen - die bereits bestandenen Teile (Vorschriften und Betrieb) bleiben gültig.

AufstiegZusätzliche PrüfungNeue Rechte
N → ETechnik Klasse EKW (160m, 80m, 15m, 10m), UKW, 100 W, CEPT-Novice
N → ATechnik Klasse AAlle Bänder, 750 W, CEPT-Full

Bei Aufstieg von Amateurfunk Klasse N erhältst du ein neues Rufzeichen mit anderem Präfix (DO für E, diverse für A).

Nächster Schritt Klasse E: Mit der Klasse E erhältst du Zugang zu Kurzwelle und darfst auch im Ausland funken. Alle Infos zu Kosten, Prüfung und Fragebogen findest du auf der Seite Funklizenz Klasse E.
Direkt zu Klasse A: Du kannst auch direkt von N auf A aufstocken und erhältst alle Kurzwellenbänder, 750 Watt und volle CEPT HAREC Anerkennung. Alle Infos findest du auf der Seite Funklizenz Klasse A.
Detaillierter Vergleich: Alle drei Klassen mit Frequenzen, Leistung und Kosten im direkten Vergleich findest du auf der Seite Amateurfunk-Klassen N, E und A.

Häufige Fragen zu Amateurfunk Klasse N

Was ist Amateurfunk Klasse N?

Amateurfunk Klasse N ist die seit Juni 2024 neue Einsteigerklasse für Funkamateure in Deutschland. Sie ermöglicht den Betrieb auf den Bändern 10 m, 2 m und 70 cm mit maximal 10 Watt. Die Klasse N richtet sich an Einsteiger, die das Hobby kennenlernen möchten, bevor sie auf Klasse E oder A aufstocken.

Was kostet Amateurfunk Klasse N?

Die Funklizenz Klasse N kostet einmalig 88 Euro (Prüfungsgebühr 68 Euro + Rufzeichenzuteilung 20 Euro). Dazu kommen jährliche Beiträge von rund 25-30 Euro je Beitragsjahr (Frequenznutzungs- und EMV-Beitrag).

Wie schwer ist die Prüfung für Amateurfunk Klasse N?

Die Klasse N ist bewusst einsteigerfreundlich gestaltet. Die technischen Inhalte entsprechen dem Niveau der 8./9. Schulklasse. Die Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen mit vier Antwortmöglichkeiten. Du musst in jedem der drei Teile mindestens 76% richtig beantworten. Nicht bestandene Teile können in einer Wiederholungsprüfung nachgeholt werden.

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Mit regelmäßigem Lernen (1-2 Stunden täglich) ist die Prüfung in 4-8 Wochen zu schaffen. Ausbildungskurse beim DARC dauern meist 2-3 Monate mit wöchentlichen Treffen. Mit der kostenlosen Lernplattform kannst du jederzeit im eigenen Tempo üben.

Was darf ich mit Klasse N?

Mit Klasse N darfst du auf 10 m, 2 m und 70 cm mit maximal 10 Watt senden. Alle Betriebsarten sind erlaubt: FM, SSB, CW, digitale Modi (FT8, DMR, C4FM, D-Star) und Satellitenfunk. Die Lizenz gilt allerdings nur in Deutschland.

Welches Rufzeichen bekomme ich mit Klasse N?

Mit Klasse N erhältst du ein Rufzeichen mit dem Präfix DN9, zum Beispiel DN9ABC. Du kannst bei der Beantragung ein Wunsch-Suffix angeben. Ob es verfügbar ist, kannst du vorab mit der Rufzeichen-Suche prüfen.

Darf ich mit der Funklizenz Klasse N im Ausland funken?

Nein, die Klasse N ist aktuell nur in Deutschland gültig. Für Funkbetrieb im Ausland benötigst du mindestens die Klasse E mit CEPT-Novice-Anerkennung.

Lohnt sich Klasse N oder soll ich gleich Klasse E machen?

Das hängt von deinen Zielen ab. Klasse N ist ideal zum Schnuppern und schnellen Einstieg (4-8 Wochen Lernzeit). Klasse E bietet mehr Frequenzen, mehr Leistung und Auslandsfunk, braucht aber 2-4 Monate. Du kannst jederzeit von N auf E aufstocken.

Was ist der Unterschied zwischen Klasse N und E?

Hauptunterschiede: Klasse E bietet 100 Watt statt 10 Watt, Zugang zu Kurzwelle (160m, 80m, 15m) statt nur 10m, und CEPT-Anerkennung für Funkbetrieb im Ausland. Die Prüfung ist umfangreicher (1.034 statt 571 Fragen).

Was ist der Unterschied zwischen Amateurfunk Klasse N und Funklizenz Klasse N?

Kein Unterschied - beides meint dasselbe. "Amateurfunk Klasse N" bezeichnet die Lizenzklasse, "Funklizenz Klasse N" die offizielle Zulassung, die du nach der Prüfung erhältst.

Quellen

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