UTC ist die internationale Referenzzeit im Amateurfunk. In Deutschland erhältst du UTC, indem du im Winter eine Stunde von der MEZ und im Sommer zwei Stunden von der MESZ abziehst. Beispiel: 15:30 MEZ entspricht 14:30 UTC, 15:30 MESZ entspricht 13:30 UTC.

Was bedeutet UTC im Amateurfunk?

Kurz gesagt: UTC steht für Coordinated Universal Time, die koordinierte Weltzeit. Sie ist keine Zeitzone, sondern die Zeitskala, auf die sich alle Zeitzonen beziehen - und sie kennt keinen jahreszeitlichen Wechsel. Im internationalen Amateurfunk wird sie als gemeinsame Zeitreferenz verwendet, damit beide Seiten einer Verbindung denselben Zeitstempel notieren.

Der Grund ist praktisch. Stell dir eine Verbindung von Deutschland nach Kalifornien vor: Bei dir ist es 20:00 Uhr abends, beim Funkpartner 11:00 Uhr vormittags. Notiert jeder seine Ortszeit, passen die beiden QSO-Einträge nicht zusammen, und der spätere Abgleich von Logdaten und QSL-Karten wird zur Rechenaufgabe. In UTC ist es für beide 18:00. Ein gemeinsamer Zeitwert erleichtert den eindeutigen Abgleich.

MEZ und MESZ in UTC umrechnen

Deutschland liegt östlich des Nullmeridians, unsere Uhr geht der Weltzeit also voraus. Für die Umrechnung brauchst du nur zwei Zahlen:

RichtungRechnungBeispiel
MEZ → UTC (Winter)minus 1 Stunde15:30 MEZ = 14:30 UTC
MESZ → UTC (Sommer)minus 2 Stunden15:30 MESZ = 13:30 UTC
UTC → MEZ (Winter)plus 1 Stunde14:30 UTC = 15:30 MEZ
UTC → MESZ (Sommer)plus 2 Stunden14:30 UTC = 16:30 MESZ
💡 Merksatz: Im Sommer zwei, im Winter eins abziehen, um die entsprechende UTC-Zeit zu erhalten. Aus 14:00 Uhr Sommerzeit wird 12:00 UTC, aus 14:00 Uhr Winterzeit wird 13:00 UTC.

UTC-Umrechnung mit Datumswechsel

Wer abends spät funkt, muss auf das Datum achten - es kann in UTC ein anderes sein als zu Hause.

⚠️ Zwei Beispiele:
  • 00:30 Uhr MESZ am 5. Mai ist 22:30 UTC am 4. Mai - in UTC also noch der Vortag.
  • Auch bei der Umrechnung von UTC in Ortszeit kann sich das Datum ändern: 23:00 UTC entspricht im Sommer 01:00 Uhr MESZ am Folgetag.
Genau diese Rechnung steht im Prüfungskatalog - siehe die erste Frage im Quiz weiter unten.

UTC in Logbuch und QSL-Karte

Im Funkbetrieb läuft die Dokumentation in UTC:

WoWie UTC genutzt wird
LogbuchDatum und Uhrzeit jedes QSO in UTC - so lassen sich beide Seiten der Verbindung abgleichen
QSL-KarteDie Bestätigung trägt die UTC-Zeit, damit beide Karten zusammenpassen. Genau das fragt der Katalog ab
DX-ClusterSpots, also Hinweise auf seltene Stationen, tragen einen UTC-Zeitstempel
DatenaustauschDas Format ADIF, mit dem Logbuchprogramme untereinander und mit LoTW oder eQSL Daten tauschen, definiert seine Datums- und Zeitfelder ausdrücklich als UTC-Werte
✅ Praxis-Tipp: Stell eine zweite Uhr im Shack fest auf UTC - viele Stationen haben genau dafür eine eigene Funkuhr. Dann trägst du jede Verbindung sofort richtig ein und musst nie im Kopf rechnen. Beim Logbuchprogramm lohnt der Blick in die Einstellungen: Prüfe, ob es die QSOs intern in UTC speichert und beim Export korrekte UTC-Werte erzeugt. Die Systemzeitzone des Rechners muss dafür in der Regel nicht auf UTC umgestellt werden - viele Programme zeigen wahlweise Ortszeit an und rechnen im Hintergrund um.
💡 Schreibweise: In Logbüchern steht die Zeit meist im 24-Stunden-Format ohne Doppelpunkt - etwa 1845 UTC oder 1845Z für 18:45 Uhr Weltzeit.

UTC bei Contest, FT8 und digitalen Betriebsarten

Conteste laufen nach UTC, oft über Mitternacht hinweg - für alle Teilnehmer gelten damit dieselben Start- und Endzeiten, unabhängig von der Zeitzone.

Bei FT8 und verwandten Betriebsarten geht es nicht mehr nur um die Dokumentation, sondern um die Funktion: Das Verfahren arbeitet in festen 15-Sekunden-Zeitschlitzen, die an der UTC ausgerichtet sind. Der offizielle WSJT-X User Guide nennt als Systemvoraussetzung eine Rechneruhr, die "within ±1 second" zur UTC läuft.

⚠️ Wenn die Uhr wegläuft: Größere Abweichungen verschlechtern die Dekodierung deutlich und führen dazu, dass Signale nicht mehr zuverlässig erkannt werden - und zwar ohne Fehlermeldung. Es gibt keinen harten Schalter, der ab genau einer Sekunde alles abschaltet; je nach Signal und Gegenstation kommt mal noch etwas durch, mal nichts mehr. Wer plötzlich kaum noch Dekodierungen sieht, sollte zuerst die Uhr prüfen.

Zulu-Zeit und die Schreibweise 1430Z

UTC-Zeiten stehen oft mit einem angehängten Z da, etwa 1430Z oder 18:00Z. Der Zonenbuchstabe Z bezeichnet einen Zeitversatz von null gegenüber UTC. Und weil im internationalen Buchstabieralphabet zum Z das Wort Zulu gehört, sagt man im Sprechfunk "Zulu-Zeit".

Das NIST bestätigt diese Gleichsetzung von Zone Z und UTC ausdrücklich. Die Zonenbuchstaben stammen aus der Seefahrt der 1920er Jahre und sind heute vor allem in Militär, Seefahrt und Luftfahrt gebräuchlich. Auch die Datumsschreibweise nach ISO 8601 nutzt das Z als Kennzeichen für einen UTC-Versatz von null - deshalb begegnet dir die Form 2026-08-02T14:30Z in Logdateien und Schnittstellen.

Ist UTC im Amateurfunk vorgeschrieben?

Ein verbreitetes Missverständnis: UTC im Logbuch ist keine deutsche Rechtspflicht. Die Amateurfunkverordnung enthält keine allgemeine Pflicht, jedes QSO in einem Stationstagebuch zu dokumentieren. Sie ermächtigt die Bundesnetzagentur in § 17 lediglich, im Störungsfall Aufzeichnungen zu verlangen:

📋 § 17 Abs. 1 AFuV (Auszug): "Die Bundesnetzagentur kann zur Ermittlung und zur Untersuchung von Störungsursachen oder zur Klärung frequenztechnischer Fragen den Betreiber einer Amateurfunkstelle zur Mitwirkung verpflichten. Hierbei kann sie insbesondere verlangen, dass der Funkamateur Angaben über den Betrieb der Amateurfunkstelle schriftlich oder elektronisch festhält und vorlegt ..."

Von einer Zeitzone steht dort nichts. UTC ist also internationale Konvention - durchgesetzt über QSL-Verkehr, Diplombedingungen, Contest-Ausschreibungen und das ADIF-Datenformat. Der Fragenkatalog formuliert es entsprechend vorsichtig: Uhrzeiten sollten in UTC eingetragen werden, damit der Funkpartner im Ausland den Eintrag in seinem Logbuch wiederfindet.

Prüfungsfragen zu UTC

Die Umrechnung ist Prüfungsstoff im Teil "Betriebliche Kenntnisse". Seit dem Fragenkatalog, der ab 24. Juni 2024 gilt, unterscheiden sich die Klassen N, E und A nur noch im technischen Prüfungsteil - betriebliche Kenntnisse und Vorschriften sind für alle drei gleich.

Vier Prüfungsfragen zu UTC

Originalfragen aus dem Fragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage vom März 2024. Fragetext und Antworten sind wörtlich übernommen. Im offiziellen Katalog ist Antwort A immer die richtige; auf dieser Seite wird die Reihenfolge bei jedem Aufruf neu gemischt. Nichts wird gespeichert, du kannst beliebig oft probieren.

BF108 Sie haben am 16. August (Ortsdatum) um 20:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) von 9J2NG eine Notfunkmeldung aufgenommen und an eine Hilfeleistungsorganisation per Telefon weitergemeldet. Die Amateurfunkstelle 9J2NG hat Sie gebeten, um 23:00 Uhr UTC erneut mit ihr in Verbindung zu treten. Welcher Zeitpunkt ist dies in Deutschland?

  • 01:00 MESZ am 17. August (Ortsdatum)
  • 21:00 MESZ am 16. August (Ortsdatum)
  • 22:00 MESZ am 16. August (Ortsdatum)
  • 00:00 MESZ am 18. August (Ortsdatum)

BG106 Was sollten Sie bei der Eintragung von Uhrzeiten in QSL-Karten beachten? Sie sollten in ...

  • der koordinierten Weltzeit (UTC) eingetragen werden, um Funkpartnern im Ausland das Auffinden im Logbuch zu erleichtern.
  • der eigenen Ortszeit eingetragen werden, um den deutschen Vorschriften zu genügen.
  • der Ortszeit des Funkpartners eingetragen werden, damit es zu keinen Verwechselungen kommt.
  • der eigenen Ortszeit und zusätzlich in der Ortszeit des Funkpartners eingetragen werden, um sowohl den deutschen Vorschriften zu genügen als auch Funkpartnern im Ausland das Auffinden im Logbuch zu erleichtern.

BG107 Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL-Karte ein, wenn Sie um 15:30 MEZ ein QSO hatten?

  • 14:30 UTC
  • 13:30 UTC
  • 17:30 UTC
  • 16:30 UTC

BG108 Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL-Karte ein, wenn Sie um 13:30 MESZ eine Funkverbindung hatten?

  • 11:30 UTC
  • 13:30 UTC
  • 12:30 UTC
  • 14:30 UTC

Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.

Betriebliche Kenntnisse üben: UTC, Logbuch und QSL werden klassenübergreifend geprüft. Auf 12db.de übst du die Fragen kostenlos mit gespeichertem Fortschritt.
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UTC, GMT und UT1: der Unterschied

Die drei Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Sauber getrennt bedeuten sie Folgendes:

BegriffWas es ist
UTCAtomzeitbasierte internationale Zeitskala. Sie wird per Schaltsekunde an die Erdrotation herangeführt und ist der Bezug für Funk, Luftfahrt und Datenverarbeitung.
UT1Astronomische Zeitskala, die aus der tatsächlichen Erdrotation bestimmt wird. Sie schwankt, weil sich die Erde ungleichmäßig dreht.
GMTHistorischer Begriff, der nicht immer einheitlich verwendet wurde. In technischen Zusammenhängen ist er deshalb wenig eindeutig; im Alltag und bei Zeitzonenangaben steht er meist für einen Versatz von null gegenüber UTC.

UTC und UT1 dürfen nicht beliebig auseinanderlaufen: Nach der Empfehlung ITU-R TF.460 soll die Abweichung ±0,9 Sekunden nicht überschreiten. Für den Funkbetrieb spielt das keine Rolle - GMT und UTC zeigen im Alltag denselben Stundenwert.

Wie UTC aus Hunderten Atomuhren entsteht

UTC wird nicht von einer einzelnen Uhr bestimmt. Das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM) berechnet TAI und UTC aus den Mess- und Vergleichsdaten von etwa 450 Atomuhren in mehr als 80 Zeitinstituten weltweit. UTC läuft mit derselben Rate wie die Internationale Atomzeit TAI und unterscheidet sich von ihr nur um eine ganze Anzahl Sekunden - derzeit 37.

UTC selbst wird vom BIPM nachträglich berechnet und monatlich in der Circular T veröffentlicht. Weil man eine Uhrzeit aber sofort braucht, betreibt jedes beteiligte Institut eine eigene Echtzeit-Realisierung, geschrieben als UTC(k) - in Deutschland UTC(PTB) bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Die Circular T teilt dann mit, wie weit jede dieser Realisierungen danebenlag. Für den Funkbetrieb sind diese Abweichungen in einer völlig vernachlässigbaren Größenordnung.

Das Ende der regelmäßigen Schaltsekunden ab spätestens 2035

Weil sich die Erde nicht gleichmäßig dreht, wurde UTC bisher gelegentlich um eine Schaltsekunde korrigiert - als zusätzliche Sekunde 23:59:60 UTC.

FrageAntwort
Wie viele seit 1972?27
Wann war die letzte?zum 1. Januar 2017
Wann wurden sie eingefügt?bisher immer am 30. Juni oder 31. Dezember; nach ITU-R TF.460 wären grundsätzlich auch Ende März oder Ende September möglich
Gab es je eine negative?Nein, alle bisherigen waren positiv

2022 hat die Generalkonferenz für Maß und Gewicht in ihrer Resolution 4 beschlossen, die Sache zu beenden. Wichtig ist die genaue Formulierung: Die Schaltsekunde wird nicht abgeschafft, sondern der zulässige Abstand zwischen UT1 und UTC wird spätestens 2035 vergrößert. Dadurch wären über Jahrzehnte keine Korrekturen mehr nötig. Wie groß der neue Grenzwert wird, soll die 28. Generalkonferenz beschließen - der konkrete Wert steht also noch nicht fest.

💡 Warum überhaupt der Aufwand? Die Resolution nennt einen unangenehmen Grund: Die Erdrotation hat sich zuletzt so verändert, dass erstmals eine negative Schaltsekunde nötig werden könnte - eine übersprungene Sekunde. Eingesetzt wurde so etwas noch nie, und nach Darstellung der Generalkonferenz wurde ihre praktische Einführung bisher weder ausreichend vorgesehen noch erprobt.

Die gesetzliche Zeit in Deutschland

Interessant für Funkamateure: Die deutsche Uhrzeit ist gesetzlich über UTC definiert, nicht umgekehrt. Das Einheiten- und Zeitgesetz sagt in § 4:

📋 § 4 EinhZeitG: "Die gesetzliche Zeit ist die mitteleuropäische Zeit. Diese ist bestimmt durch die koordinierte Weltzeit unter Hinzufügung einer Stunde." Für die Sommerzeit gilt entsprechend die Weltzeit "unter Hinzufügung zweier Stunden".

Die Umstellungstermine regelt die Sommerzeitverordnung: Beginn am letzten Sonntag im März um 2 Uhr MEZ, Ende am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr MESZ. Für das Ende hat der Verordnungsgeber sogar an die doppelte Stunde gedacht - sie heißt amtlich 2A (noch Sommerzeit) und 2B (schon Winterzeit).

✅ Und genau deshalb ist UTC im Logbuch so praktisch: In der Nacht der Rückstellung gibt es die Ortszeit von 2 bis 3 Uhr zweimal. Zwei QSOs um "02:30" wären lokal nicht unterscheidbar. In UTC ist das eine 00:30, das andere 01:30 - kein Problem.
⚠️ Eine DCF77-Funkuhr zeigt nicht UTC an. Der Zeitzeichensender in Mainflingen verbreitet primär die gesetzliche Zeit für Deutschland, also MEZ beziehungsweise MESZ - das ist die gesetzliche Aufgabe der PTB. Eine Funkuhr im Shack zeigt daher Ortszeit. Für die Zeitsynchronisation am Rechner spielt das keine Rolle, weil das Betriebssystem umrechnet; wer aber eine Funkuhr als UTC-Uhr nutzen möchte, muss sie entsprechend umstellen können.
💡 Warum heißt es UTC und nicht CUT? Die gängige Erklärung: Englisch hieße es Coordinated Universal Time (CUT), französisch Temps Universel Coordonné (TUC). Man einigte sich auf das Kürzel UTC, das in keiner der beiden Sprachen ganz passt - dafür aber überall gleich ist. Eine Primärquelle für diese Anekdote ließ sich nicht auftreiben, verbreitet ist sie allemal.

UTC ist Prüfungsstoff

Zeitumrechnung, Logbuch und QSL gehören zu den betrieblichen Kenntnissen - klassenübergreifend geprüft für N, E und A. Übe sie mit den echten Fragen aus dem BNetzA-Katalog.

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Häufige Fragen

Was bedeutet UTC im Amateurfunk?

UTC ist die koordinierte Weltzeit und dient im internationalen Amateurfunk als gemeinsame Zeitreferenz. So tragen beide Stationen denselben Zeitstempel ein, egal in welcher Zeitzone sie sitzen.

Wie rechne ich deutsche Zeit in UTC um?

Im Winter (MEZ) eine Stunde abziehen, im Sommer (MESZ) zwei. Aus 15:30 MEZ wird 14:30 UTC, aus 15:30 MESZ wird 13:30 UTC. Rund um Mitternacht ändert sich dabei auch das Datum.

Was ist Zulu-Zeit?

Ein anderer Name für UTC. Der Zonenbuchstabe Z steht für einen Zeitversatz von null, und im internationalen Buchstabieralphabet gehört zum Z das Wort Zulu. Schreibweisen wie 1430Z stammen aus Seefahrt, Luftfahrt und Militär.

Ist UTC dasselbe wie GMT?

Für alltägliche Zeitangaben meist ja, weil beide denselben Stundenwert zeigen. Technisch nicht: UTC ist eine atomzeitbasierte Zeitskala, GMT ein historischer Begriff, der heute vor allem als Zeitzonenbezeichnung für UTC±0 dient. Die erdrotationsbasierte astronomische Skala heißt UT1 und darf von UTC um höchstens 0,9 Sekunden abweichen.

Ist UTC im Logbuch vorgeschrieben?

Nicht durch deutsches Recht. Die Amateurfunkverordnung enthält keine allgemeine Pflicht, jedes QSO zu dokumentieren; § 17 erlaubt der Bundesnetzagentur nur, im Störungsfall Aufzeichnungen zu verlangen, ohne eine Zeitzone vorzugeben. UTC ist internationale Konvention - getragen von QSL-Verkehr, Diplomen, Contest-Ausschreibungen und dem Format ADIF.

Wie genau muss meine Uhr für FT8 sein?

Der WSJT-X User Guide nennt ±1 Sekunde zur UTC als Systemvoraussetzung. Größere Abweichungen verschlechtern die Dekodierung deutlich und führen dazu, dass Signale nicht mehr zuverlässig erkannt werden - ohne Fehlermeldung.

Sendet eine DCF77-Funkuhr die UTC-Zeit?

Nein. Der Sender Mainflingen verbreitet primär die gesetzliche Zeit für Deutschland, also MEZ beziehungsweise MESZ. Eine gewöhnliche Funkuhr zeigt deshalb Ortszeit. Für die Zeitsynchronisation am Computer ist das unerheblich, weil das Betriebssystem umrechnet.

Was ist eine Schaltsekunde?

Eine zusätzliche Sekunde, die UTC an die ungleichmäßige Erdrotation angleicht. Seit 1972 gab es 27 davon, die letzte zum 1. Januar 2017, alle positiv. 2022 wurde beschlossen, den zulässigen Abstand zwischen UT1 und UTC spätestens 2035 zu vergrößern - dann werden über lange Zeit keine Schaltsekunden mehr nötig.

Quellen:BIPM: Establishment of International Atomic Time and Coordinated Universal Time (Zahl der Atomuhren und Institute) · BIPM: Circular T (monatlicher Abgleich der lokalen Realisierungen UTC(k)) · BIPM: Resolution 4 der 27. Generalkonferenz für Maß und Gewicht (2022) zur Zukunft der Schaltsekunde · ITU-R TF.460-6: Standard-frequency and time-signal emissions (DUT1, Toleranz UT1 zu UTC, Termine für Schaltsekunden) · NIST: Verhältnis von UTC, TAI, GMT und Zulu-Zeit · Einheiten- und Zeitgesetz, § 4 (gesetzliche Zeit als UTC plus eine bzw. zwei Stunden) · Sommerzeitverordnung, § 2 (Umstellungstermine, Stunden 2A und 2B) · Amateurfunkverordnung, § 17 (Aufzeichnungen auf Verlangen der Bundesnetzagentur) · ADIF-Spezifikation: Datums- und Zeitfelder als UTC-Werte · WSJT-X User Guide (offizielle Projektseite): geforderte Zeitgenauigkeit für FT8 · Bundesnetzagentur: Fragenkatalog für die Amateurfunkprüfung (3. Auflage, März 2024, gültig ab 24. Juni 2024). Die Zahl der beteiligten Atomuhren und Institute schwankt; die Angaben sowie der Wert der Differenz TAI minus UTC geben den Stand August 2026 wieder. Die Erklärung zur Abkürzung UTC ist eine verbreitete Überlieferung ohne belegte Primärquelle. Prüfungsfragen wörtlich nach dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog. Stand: August 2026.

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