Ein Logbuch ist im Funk das Verzeichnis der eigenen Funkverbindungen: wann, mit wem, auf welcher Frequenz, in welcher Betriebsart und wie gut die Verbindung war. Wer ein Diplom beantragen, eine QSL-Karte bestätigen oder einfach nachsehen will, ob er eine Station schon einmal erreicht hat, braucht diese Aufzeichnung - anders lässt sich keine dieser Fragen beantworten.
Was ist ein Logbuch im Funk?
Kurz gesagt: Ein Logbuch ist die fortlaufende Dokumentation aller Funkverbindungen einer Station. Es hält je Verbindung mindestens Datum, Uhrzeit in UTC, das Rufzeichen der Gegenstation, Band oder Frequenz, die Betriebsart und den Signalrapport fest. Ob auf Papier oder im Rechner, ist gleichgültig - entscheidend ist, dass die Angaben später noch auffindbar sind.
Der Begriff stammt aus der Seefahrt. Dort maß man die Fahrtgeschwindigkeit mit dem Log, einem an einer geknoteten Leine ausgebrachten Holzscheit, und trug die Werte in ein log book ein. Später kamen Wetter, Position und alle besonderen Vorkommnisse hinzu. Der Funk hat das Prinzip übernommen: ein Buch, in dem der Betrieb einer Station lückenlos festgehalten wird.
Im deutschen Amtsdeutsch heißt dasselbe Stationstagebuch. Beide Wörter meinen die gleiche Sache; "Logbuch" ist der international übliche Ausdruck, "Stationstagebuch" der ältere behördliche.
Logbuch, QSO und QSL - drei Dinge, die oft verwechselt werden
Einsteiger werfen diese Begriffe schnell zusammen, dabei ist die Reihenfolge logisch:
| Begriff | Was es ist | Wer erzeugt es |
|---|---|---|
| QSO | Die Funkverbindung selbst - das Gespräch zwischen zwei Stationen | beide Seiten gemeinsam |
| Logbuch | Die Dokumentation dieser Verbindung in den eigenen Aufzeichnungen | jede Seite für sich |
| QSL-Karte | Die Bestätigung der Verbindung gegenüber der Gegenstation | die jeweils andere Seite |
Ein QSO ist also mit dem Funkkontakt selbst vollzogen - es "zählt" nicht erst, wenn eine Bestätigung vorliegt. Die QSL-Karte ist der Nachweis, den man für Diplome braucht, nicht die Bedingung dafür, dass die Verbindung stattgefunden hat.
Ein viertes Dokument gehört in dieselbe Familie: der Empfangsbericht. Ihn schreiben Kurzwellenhörer (SWL), die selbst nicht senden dürfen. Er enthält fast dieselben Angaben wie ein Logbuch-Eintrag, beschreibt aber eine gehörte statt einer geführten Verbindung. Auch Hörer führen dafür ein Logbuch - die Bestätigung ihres Berichts hängt sogar daran, dass die Angaben mit dem Log der gehörten Station zusammenpassen.
Welche Angaben gehören ins Funklogbuch?
Eine gesetzlich vorgeschriebene Feldliste gibt es in Deutschland nicht - üblich sind aber diese Angaben, und ohne sie lässt sich eine Verbindung später kaum noch zuordnen:
| Angabe | Beispiel | Wozu |
|---|---|---|
| Datum | 2026-08-15 | Tag der Funkverbindung, in UTC gerechnet |
| Uhrzeit | 14:32 UTC | Beginn der Verbindung, minutengenau |
| Rufzeichen | W1ABC | Die Gegenstation - im Zweifel mit der Buchstabiertafel rückbestätigen lassen |
| Band / Frequenz | 40 m / 7,120 MHz | Wo die Verbindung stattfand |
| Betriebsart | SSB, CW, FT8 | Wie gefunkt wurde |
| Rapport | 59 / 599 / -12 dB | Die Signalbewertung in der Form, die zur Betriebsart gehört (siehe unten) |
Häufige Zusatzfelder sind Name und Standort der Gegenstation, deren Locator, die eigene Sendeleistung, die verwendete Antenne, der QSL-Status und ein freies Bemerkungsfeld. Für den Alltag sind sie optional - für bestimmte Zwecke aber nicht:
Warum die Uhrzeit in UTC steht
Im internationalen Amateurfunk werden QSO-Zeiten üblicherweise in UTC notiert, nicht in Ortszeit. Der Grund ist praktisch: Zwei Stationen auf verschiedenen Kontinenten haben sonst nicht nur verschiedene Uhrzeiten, sondern womöglich verschiedene Kalendertage für dieselbe Verbindung. Wer sein privates Papierlog in Ortszeit führt, muss also beim Vergleich mit einem fremden Log erst umrechnen - und beim elektronischen Austausch stößt er an eine Grenze: Die Zeitfelder der Standardformate sind unmittelbar als UTC definiert, eine Ortszeit lässt sich dort gar nicht als solche kennzeichnen.
Wie genau die Uhrzeit sein muss, zeigt sich beim elektronischen Abgleich. Beide Seiten tragen unabhängig voneinander ein, deshalb arbeiten die Dienste mit einer Toleranz:
- Logbook of The World akzeptiert Startzeiten, die um bis zu 30 Minuten auseinanderliegen
- Club Log gleicht mit 15 Minuten Toleranz ab
Für den Abgleich bei LoTW ist eine sekundengenaue Übereinstimmung also nicht erforderlich; ADIF selbst lässt die Uhrzeit wahlweise minuten- oder sekundengenau zu. Wer beim Loggen die Uhr des Rechners nimmt, liegt ohnehin nah genug.
Prüfungsfragen zum Logbuch
Das Logbuch ist Prüfungsstoff, und zwar an zwei Stellen: im Fach Betriebliche Kenntnisse und bei den Vorschriften. Diese vier Fragen stammen wörtlich aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur - sie beantworten die Rechtsfrage aus dem nächsten Abschnitt gleich mit.
Vier echte Fragen aus dem Fragenkatalog
Fragetext und Antworten stammen wörtlich aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Die Reihenfolge der Antworten wird bei jedem Aufruf neu gemischt und weicht deshalb vom Katalog ab. Nichts wird gespeichert, du kannst beliebig oft probieren.
BG101 Was verstehen Funkamateure unter einem Logbuch?
- Es ist das Stationstagebuch, das ein Funkamateur freiwillig führt oder in besonderen Fällen führen muss.
- Es ist das Stationstagebuch, das jeder Funkamateur führen muss.
- Es ist die Dokumentation aller Geräte und Antennen des Funkamateurs.
- Es ist die Dokumentation über die Einhaltung der Sicherheitsabstände bezüglich des Personenschutzes.
VD109 Wann muss der Funkamateur Angaben über den Betrieb seiner Amateurfunkstelle schriftlich festhalten, z. B. als Logbuch?
- Auf Verlangen der Bundesnetzagentur
- Bei Funkbetrieb auf der Kurzwelle
- Bei internationalem Funkbetrieb
- In den ersten 12 Monaten nach der Zulassung
BG102 Was ist bei der Erstellung eines "Computer-Logbuchs" bei angeordneter Logbuchführung zu beachten?
- Die Daten müssen, wie auch beim Papierlogbuch, über eine bestimmte Zeit einsehbar sein.
- Die Logdatei muss auch mit einem Textverarbeitungsprogramm gelesen werden können.
- Es muss zusätzlich ein herkömmliches Papierlogbuch geführt werden.
- Es muss jederzeit ein Ausdruck des Logbuches vorhanden sein.
BG103 Was ist bei angeordneter Logbuchführung bei einem Wechsel der "Logbuchsoftware" zu berücksichtigen?
- Die Logbuchdaten müssen verfügbar bleiben, um die Betriebsdaten bei eventuellen späteren Überprüfungen einsehen zu können.
- Es sollte auf eine Software für ein 64 Bit-System gewechselt werden.
- Die alte Software muss auf jeden Fall gelöscht werden, um Kollisionen bei den Datenformaten zu vermeiden.
- Es sollte ein Logbuchprogramm genutzt werden, welches ermöglicht, die Daten in der Cloud zu speichern.
Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.
Ist ein Logbuch im Amateurfunk Pflicht?
Nein - eine generelle Logbuchpflicht gibt es in Deutschland nicht. Das Wort "Logbuch" kommt in der Amateurfunkverordnung nicht einmal vor. Der Fragenkatalog formuliert es genau so: Das Stationstagebuch ist etwas, das ein Funkamateur "freiwillig führt oder in besonderen Fällen führen muss" (BG101).
Diese besonderen Fälle stehen in § 17 AFuV:
Der Anlass ist damit eng gefasst: Es geht um Störungsermittlung oder frequenztechnische Klärung, nicht um eine allgemeine Aufsicht. § 17 Abs. 2 begrenzt außerdem bestimmte weitere Maßnahmen - etwa das Sperren von Frequenzbereichen oder das Absenken der Sendeleistung - ausdrücklich auf die Dauer der Ermittlungen.
Ist eine Logbuchführung angeordnet, gilt für die Form: Papier und Computer sind gleichwertig, aber die Daten müssen über eine bestimmte Zeit einsehbar bleiben (BG102). Daraus folgt der Punkt, den BG103 abfragt: Wer die Logbuchsoftware wechselt, muss die alten Daten weiterhin lesbar halten - ein Programm zu deinstallieren, ohne die Einträge zu exportieren, ist genau der Fehler, den die Frage meint. Praktisch löst man das über einen Export im ADIF-Format; vorgeschrieben ist ein bestimmtes Format aber nicht.
Im Ausland gilt anderes - Österreich zum Beispiel
Die Vorschriften unterscheiden sich von Land zu Land, und die deutsche Regelung ist nicht der Normalfall. Der Amateurfunk-Artikel der ITU-Vollzugsordnung für den Funkdienst kennt zwar keine Aufzeichnungspflicht, und in den USA verlangt die FCC kein QSO-Logbuch. Österreich dagegen schreibt ein Funktagebuch ausdrücklich vor. § 24 der österreichischen Amateurfunkverordnung regelt sogar, was hineingehört:
Wer also in Österreich funkt oder von dort aus Betrieb macht, sollte sich nicht auf die deutsche Rechtslage verlassen.
Warum Funkamateure trotzdem loggen
Fast alle führen ein Logbuch, obwohl niemand sie dazu zwingt. Der Grund ist praktisch: Ohne Aufzeichnung lässt sich keine der folgenden Fragen mehr beantworten.
| Anlass | Wozu das Log gebraucht wird |
|---|---|
| QSL-Karten | Eine Bestätigung ausstellen oder anfordern setzt voraus, dass man Datum, Zeit, Band und Rapport noch kennt |
| Diplome | DXCC, WAS, WAZ, IOTA und andere Programme werten ausschließlich belegte Verbindungen |
| Conteste | Wer in der Ergebnisliste erscheinen will, reicht sein Log ein |
| Aktivierungen | Bei POTA, SOTA und WWFF ist das hochgeladene Log der Nachweis der Aktivierung |
| Doppelte vermeiden | Habe ich diese Station auf diesem Band schon gearbeitet? |
| Eigene Statistik | Wie viele Länder, welche Bänder, welche Betriebsarten - und wie sich die Bedingungen über die Jahre verändert haben |
Papierlogbuch oder elektronisches Logbuch?
- Braucht keinen Strom und startet sofort
- Robust im Feldbetrieb, bei Nässe und Kälte
- Nichts kann abstürzen oder ein Update verweigern
Der Haken: keine Suche, keine automatische Auswertung - und für den Upload zu einem Bestätigungsdienst muss alles erst abgetippt werden.
- Sofortige Doppel-Prüfung während des Funkbetriebs
- Auswertungen und Diplomstände auf Knopfdruck
- Direkter Upload zu den Bestätigungsdiensten
- Anbindung an den Transceiver, der Frequenz und Betriebsart selbst einträgt
Der Haken: Es braucht ein Gerät und Strom - vor allem aber eine Sicherungskopie. Ein Log ist über Jahrzehnte gewachsen und existiert nur einmal.
In der Praxis kombinieren viele beides: im Feld auf Papier oder ins Handy, zu Hause in die Logbuchsoftware übertragen. Wer portabel arbeitet, sollte ohnehin nicht darauf vertrauen, dass der Akku hält.
Logbuchprogramme
Bei der Auswahl hilft eine Unterscheidung, die auf den ersten Blick untergeht: Allgemein-Logger verwalten das dauerhafte Stationslog mit QSL-Verwaltung und Diplomständen. Contest-Logger sind auf Geschwindigkeit während eines Wettbewerbs ausgelegt und führen bewusst keine Diplomstatistik.
| Programm | Plattform | Kosten | Typ |
|---|---|---|---|
| Log4OM | Windows | kostenlos | Allgemein |
| DXKeeper (DXLab Suite) | Windows | kostenlos (Freeware) | Allgemein, starker Diplomfokus |
| CQRLOG | Linux | kostenlos, Open Source | Allgemein |
| CloudLog / Wavelog | Web, selbst gehostet | kostenlos, Open Source | Allgemein, von überall erreichbar |
| Ham Radio Deluxe | Windows | kostenpflichtig | Allgemein, Komplettpaket |
| HAM Office | Windows | kostenpflichtig | Allgemein, deutschsprachig |
| MacLoggerDX | macOS | kostenpflichtig | Allgemein |
| N1MM Logger+ | Windows | kostenlos | Contest - keine Diplomverwaltung |
| Tucnak | Linux, Windows, macOS | kostenlos, Open Source | Contest, Schwerpunkt UKW |
Lizenzmodelle und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Anbieter.
ADIF - das Format, mit dem Logs umziehen
ADIF steht für Amateur Data Interchange Format und ist der offene Standard, in dem Logbuchdaten zwischen Programmen und Diensten ausgetauscht werden. Es entstand 1996 und wird von der ADIF Developers Group gepflegt, einem offenen Kreis aus Entwicklern der Logprogramme und Onlinedienste.
Ein Datensatz besteht aus Feldern der Form <FELDNAME:LÄNGE>WERT. Die Zahl gibt an, wie viele Zeichen der Wert hat; <EOR> schließt den Datensatz ab:
<CALL:5>W1ABC <QSO_DATE:8>20260815 <TIME_ON:4>1432 <BAND:3>40m <MODE:3>SSB <RST_SENT:2>59 <RST_RCVD:2>57 <EOR>Gelesen: Rufzeichen W1ABC (5 Zeichen), Datum 15.08.2026, Beginn 14:32 UTC, 40-m-Band, SSB, Rapport 59 gesendet und 57 empfangen.
Neben dieser Textform gibt es seit 2010 ADX, eine XML-Variante desselben Standards. Für den Alltag genügt die Textform: Praktisch jedes Programm kann sie lesen und schreiben, und genau darin liegt ihr Wert - ein Log ist damit nicht an die Software gebunden, mit der es entstanden ist. Für die Sicherung des eigenen Logs ist ein regelmäßiger ADIF-Export deshalb der zuverlässigste Weg.
Elektronische Bestätigung: LoTW, eQSL und Club Log
Statt Karten zu tauschen, laden beide Seiten ihr Log hoch, und der Dienst sucht die Übereinstimmungen. Die Dienste unterscheiden sich aber erheblich darin, wofür sie anerkannt sind:
| Dienst | Betreiber | Wofür |
|---|---|---|
| Logbook of The World (LoTW) | ARRL | Zählt für DXCC, WAS, VUCC und WAZ. Die Identität wird über ein persönliches Zertifikat geprüft, das an die Amateurfunkzulassung gebunden ist. |
| eQSL.cc | privat | Elektronische QSL-Karten mit Bild, eigenes Diplomprogramm. Für DXCC nicht anerkannt. |
| Club Log | privat (G7VJR) | Log-Analyse, Abgleich mit LoTW, "Most Wanted"-Auswertungen; von IOTA und vielen DXpeditionen als Nachweisquelle genutzt. |
| QRZ.com Logbook | privat | Online-Logbuch an der Rufzeichendatenbank, kein anerkannter Diplomnachweis |
Tut es nicht. Die ARRL erkennt für das DXCC neben Papier-QSL-Karten ausschließlich LoTW als elektronische Bestätigung an. eQSL hat deshalb ein eigenes Diplomprogramm aufgelegt. Wer auf das DXCC hinarbeitet, sollte das vorher wissen - sonst sammelt er jahrelang Bestätigungen, die dafür nicht zählen.
Umgekehrt gilt der ebenso verbreitete Satz "für Diplome braucht man heute LoTW" auch nicht: Papier-QSL-Karten sind weiterhin gültig. Nur elektronisch übermittelte Bestätigungen anderer Anbieter sind ausgeschlossen.
Logbuch für Contests und Diplome
Bei den großen Contesten wird das Log nicht als ADIF eingereicht, sondern im Cabrillo-Format - zeilenbasiert, und es trägt neben den QSO-Daten auch die Angaben zur Teilnahme: Rufzeichen, Kategorie, beanspruchte Punktzahl, Operatoren. Die Spezifikation verwaltet die World Wide Radio Operators Foundation im Auftrag der Contest-Gemeinschaft. Welches Format ein Wettbewerb verlangt und bis wann eingereicht werden muss, steht in seiner Ausschreibung - beim CQ WW sind es wenige Tage nach Contest-Ende, und für Logs aus einer Allgemein-Software gibt es einen ADIF-Konverter.
Danach beginnt der Log-Check: Alle eingereichten Logs werden gegeneinander abgeglichen. Dabei fallen zwei Fehlerarten auf:
- Busted Call - das Rufzeichen wurde falsch aufgenommen
- NIL (not in log) - die Gegenstation hat die Verbindung gar nicht eingetragen
Beides kostet mehr als nur den Punkt: Nach den CQ-WW-Regeln wird die Verbindung gestrichen und zusätzlich eine Strafe abgezogen. Die genaue Höhe steht in der jeweils geltenden Ausschreibung und unterscheidet sich zwischen den Wettbewerben. Sauberes Mitschreiben zahlt sich im Contest also unmittelbar aus - Raten wird bestraft.
Bei den Diplomprogrammen entscheidet das Log ebenfalls, nur anders:
| Programm | Was gezählt wird | Wie der Nachweis läuft |
|---|---|---|
| DXCC (ARRL) | Bestätigte Verbindungen mit verschiedenen DXCC-Gebieten | Papier-QSL oder LoTW |
| WAS (ARRL) | Alle US-Bundesstaaten | QSL oder LoTW |
| WAZ (CQ) | Alle 40 CQ-Zonen | QSL oder LoTW |
| IOTA (RSGB) | Inselgruppen | QSL oder Abgleich über Club Log / LoTW |
| POTA | Aktivierungen und Kontakte mit Parkreferenzen | Der Aktivierende lädt sein Log mit der Parkreferenz hoch; die Gegenstationen bekommen ihre Gutschrift daraus |
| SOTA | Aktivierungen und Kontakte mit Gipfelreferenzen | Getrennte Logs: Der Aktivierende reicht sein Aktivierungslog ein, die Gegenstation ihr eigenes Chaser-Log |
| WWFF | Aktivierungen von Natur- und Schutzgebieten | Das Aktivierungslog geht an den zuständigen Logmanager und wird in die WWFF-Datenbank übernommen |
Vom ersten Eintrag an
Das erste QSO ist das, an das man sich Jahre später erinnert - vorausgesetzt, es steht irgendwo. Bis dahin fehlen nur die Prüfung und die Zulassung mit eigenem Rufzeichen. Der Fragenkatalog ist öffentlich, und du übst ihn hier kostenlos und vollständig.
Kostenlos mit dem Lernen beginnenHäufige Fragen zum Logbuch
Ist ein Logbuch im Amateurfunk Pflicht?
In Deutschland nicht - das Wort Logbuch kommt in der Amateurfunkverordnung nicht vor. Das ist allerdings keine internationale Selbstverständlichkeit: Österreich schreibt in § 24 seiner Amateurfunkverordnung ein Funktagebuch samt einzutragender Angaben ausdrücklich vor. Die Bundesnetzagentur kann die Aufzeichnung im Einzelfall ebenfalls verlangen: Nach § 17 AFuV kann sie zur Ermittlung von Störungsursachen oder zur Klärung frequenztechnischer Fragen fordern, dass ein Funkamateur Angaben über den Betrieb seiner Station schriftlich oder elektronisch festhält und vorlegt. Der Fragenkatalog der Bundesnetzagentur formuliert es entsprechend: Das Stationstagebuch wird freiwillig geführt oder in besonderen Fällen auf Anordnung.
Welche Angaben gehören mindestens ins Logbuch?
Eine gesetzlich vorgeschriebene Feldliste gibt es in Deutschland nicht. Üblich sind Datum, Uhrzeit in UTC, das Rufzeichen der Gegenstation, Band oder Frequenz und die Betriebsart; meist kommt der Signalrapport in beide Richtungen hinzu, in der Form, die zur Betriebsart gehört. Häufige Zusatzfelder sind Name, Standort und Locator der Gegenstation, die eigene Sendeleistung, die Antenne und ein Bemerkungsfeld. Wer unter wechselnden Rufzeichen funkt, trägt außerdem das eigene verwendete Rufzeichen ein - und bei Aktivierungsprogrammen die jeweilige Park-, Gipfel- oder Gebietsreferenz.
Warum wird die Uhrzeit in UTC eingetragen?
Weil zwei Stationen auf verschiedenen Kontinenten sonst nicht nur unterschiedliche Uhrzeiten, sondern womöglich verschiedene Kalendertage für dieselbe Verbindung notieren. Ein privates Log in Ortszeit lässt sich zwar umrechnen, beim elektronischen Austausch stößt es aber an eine Grenze: Die Zeitfelder der Standardformate sind unmittelbar als UTC definiert. Sekundengenauigkeit ist dabei nicht nötig - Logbook of The World toleriert Abweichungen von bis zu 30 Minuten, Club Log 15 Minuten.
Was ist der Unterschied zwischen Logbuch, QSO und QSL-Karte?
Das QSO ist die Funkverbindung selbst. Das Logbuch ist die eigene Dokumentation dieser Verbindung. Die QSL-Karte ist die Bestätigung, die die Gegenstation ausstellt. Ein QSO ist mit dem Funkkontakt vollzogen und zählt nicht erst dann, wenn eine Bestätigung vorliegt - die QSL-Karte ist der Nachweis für Diplome, nicht die Bedingung für das Zustandekommen der Verbindung.
Zählt eQSL für das DXCC-Diplom?
Nein. Die ARRL erkennt für das DXCC neben klassischen Papier-QSL-Karten ausschließlich Logbook of The World als elektronische Bestätigung an. eQSL.cc hat deshalb ein eigenes Diplomprogramm aufgelegt. Umgekehrt gilt aber auch: Papier-QSL-Karten sind für Diplome weiterhin gültig, sie sind nicht durch elektronische Verfahren ersetzt worden.
Reicht ein Papierlogbuch heute noch?
Für den eigenen Betrieb ja. Wer allerdings zu einem elektronischen Bestätigungsdienst hochladen oder ein Contest-Log einreichen will, muss die Einträge vorher abtippen oder in eine Datei übertragen - die Dienste nehmen ausschließlich Dateien entgegen. Viele arbeiten deshalb zweigleisig: im Feld auf Papier, zu Hause in die Logbuchsoftware übertragen.
Was ist ADIF?
ADIF steht für Amateur Data Interchange Format und ist der offene Standard für den Austausch von Logbuchdaten zwischen Programmen und Onlinediensten. Er entstand 1996 und wird von einem offenen Kreis der Entwickler gepflegt. Jedes Feld hat die Form Feldname, Längenangabe und Wert; ein Datensatz endet mit der Marke EOR. Praktisch jede Logbuchsoftware kann ADIF lesen und schreiben - deshalb ist ein regelmäßiger ADIF-Export die zuverlässigste Sicherung des eigenen Logs.
Was passiert, wenn ich meine Logbuchsoftware wechsle?
Vor dem Wechsel wird das alte Log als ADIF-Datei exportiert und in das neue Programm eingelesen. Wichtig ist das nicht nur aus Bequemlichkeit: Ist eine Logbuchführung angeordnet, müssen die Daten über eine bestimmte Zeit einsehbar bleiben - auch dann, wenn die Software, mit der sie entstanden sind, längst deinstalliert ist. Genau danach fragt der Prüfungsfragenkatalog.
Führen auch Kurzwellenhörer ein Logbuch?
Ja, das ist unter SWLs übliche Praxis, auch wenn niemand dazu verpflichtet ist. Der Hörer notiert die gehörten Verbindungen mit Datum, Uhrzeit in UTC, Frequenz, Betriebsart und Rapport und kann daraus einen Empfangsbericht erstellen. Ob die gehörte Station diesen Bericht bestätigt, hängt davon ab, dass die Angaben zu ihrem eigenen Logbuch passen.