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Hier findest du Relais in Deutschland mit Frequenz, Ablage, Ton und Standort, jeweils mit Quelle. Suche nach Rufzeichen, Ort oder Frequenz oder lass dir die Relais in deiner Nähe zeigen. Darunter steht, wie ein Relais funktioniert und wie du es einstellst.

Relais
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635 Relais, 258 auf der Karte

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  1. Zuletzt dokumentiertDB0XYBocksberg bei Clausthal-Zellerfeld145,725 MHz +2Ablage -0,6FM
  2. Zuletzt dokumentiertDB0ZFKaiserstuhl (Sender auf dem Kaiserstuhl)145,750 MHz +1Ablage -0,6FM
  3. Zuletzt dokumentiertDB0ZKAAugsburg438,400 MHz +1Ablage -7,6D-Star
  4. Zuletzt dokumentiertDB0ZPLinsburg (Funkturm439,100 MHzAblage -7,6FM
  5. Zuletzt dokumentiertDB0ZUZugspitze145,725 MHz +1Ablage -0,6Ton 88,5FM
  6. Zuletzt dokumentiertDM0NDRHamburg-Moorfleet145,725 MHz +2Ablage -0,6Ton 79,7FM
  7. Zuletzt dokumentiertDM0NEYNorderney439,100 MHzTon 123,0FM
  8. Zuletzt dokumentiertDM0ROLRolofshagen bei Grevesmuehlen (Klützer Winkel)439,4625 MHzAblage -7,6Ton 88,5FM
  9. Zuletzt dokumentiertDM0SCRednitzhembach-Igelsdorf (Industriegebiet)438,9875 MHzFM
  10. Zuletzt dokumentiertDM0SZBergfried der Burgruine Lichtenberg438,7875 MHzAblage -7,6

Die Liste zeigt die ersten 200 Treffer. Suche, Filter oder Umkreis grenzen sie ein.

Was ist ein Amateurfunk-Relais?

Kurz gesagt: Eine Relaisfunkstelle nimmt deine Aussendung auf der Eingabefrequenz auf und gibt sie zeitgleich auf der Ausgabefrequenz wieder ab. Der Abstand zwischen beiden heißt Relaisablage. So erreichen selbst Handfunkgeräte Gegenstationen, die direkt längst nicht mehr zu hören wären.

Rechtlich ist der Begriff genau gefasst. Die Amateurfunkverordnung definiert in § 2 Nr. 5 eine Relaisfunkstelle als eine fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle, die "empfangene Amateurfunk-Aussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Inhalte fernausgelöst wieder aussendet oder weiterleitet" - und die "von jedem Funkamateur mit entsprechenden Frequenznutzungsrechten und mit den technischen Möglichkeiten zur Nachrichtenübermittlung genutzt werden kann".

💡 Nicht gemeint sind das Schaltrelais und der WLAN-Repeater. Ein elektromechanisches Relais ist ein elektrisch gesteuerter Schalter, ein WLAN-Repeater verlängert das Heimnetz. Im Shack begegnet dir das als Sende-Empfangs-Relais im Transceiver und in der Endstufe, als Koaxialrelais für die Antennenumschaltung oder als Reedrelais in Steuerpfaden. Wenn im Amateurfunk vom "Relais" die Rede ist, geht es aber fast immer um den Umsetzer auf dem Berg.

Relais, Repeater, Umsetzer: drei Wörter für dasselbe

"Relaisfunkstelle" ist der Begriff der Amateurfunkverordnung, im Sprachgebrauch ist daraus das Relais geworden. "Repeater" ist das englische Wort dafür und im Digitalfunk üblich, die Betriebshinweise der IARU Region 1 sprechen vom "Umsetzer (Relaisfunkstelle)". Nicht dasselbe sind Funkbaken und Digipeater. Die AFuV führt sie in § 2 Nr. 4 als eigene Arten automatisch arbeitender Stationen. Einen Sonderfall nennen die Bandpläne: Der Simplex-Repeater, im Bandplan auch "Papagei" genannt, nimmt eine Aussendung auf und spielt sie danach auf derselben Frequenz wieder ab, statt zeitgleich auf eine zweite Frequenz umzusetzen.

Typische Relaisfrequenzen in Deutschland

Die folgende Übersicht fasst gebräuchliche Kanalschemata für Sprachrelais zusammen. Sie ist keine vollständige Auflistung aller Relaisbereiche - der 70-cm-Bandplan etwa kennt mehrere Teilbereiche für analoge und digitale Betriebsarten, und je nach Region dürfen sie gegenseitig mitgenutzt werden. Nicht auf jeder Frequenz in diesen Bereichen arbeitet tatsächlich ein Relais. Die konkreten Frequenzen einer einzelnen Relaisfunkstelle ergeben sich aus ihrer Rufzeichenzuteilung.

BandRelaisausgabeRelaiseingabeAblage
10 m29,620-29,690 MHz29,520-29,590 MHz-100 kHz
6 m51,810-51,990 MHz51,210-51,390 MHz-600 kHz
2 m145,575-145,7875 MHz144,975-145,1875 MHz-600 kHz
70 cm438,550-439,4375 MHz430,950-431,8375 MHz-7,6 MHz
70 cm Digital Voice439,450-439,5875 MHz431,850-431,9875 MHz-7,6 MHz
70 cm Digital439,8125-439,975 MHz430,4125-430,575 MHz-9,4 MHz
23 cm1298,025-1298,700 MHz (RS01 bis RS28)1270,025-1270,700 MHz-28 MHz
23 cm, zweites Schema1242,025-1242,700 MHz (RS01 bis RS28)1270,025-1270,700 MHz+28 MHz

Nach den Bandplänen des DARC-Referats VUS beziehungsweise dem IARU-Region-1-Bandplan für 10 m. Auf 10 m sind die acht gepaarten Kanäle RH1 (29,520/29,620 MHz) bis RH8 (29,590/29,690 MHz) angegeben, das ausgewiesene Ausgabesegment reicht bis 29,700 MHz. Bandpläne sind Betriebsempfehlungen, keine Frequenzzuteilungen.

💡 Besonderheit auf 23 cm: Auf diesem Band sind unterschiedliche Relais-Kanalschemata dokumentiert. Der aktuelle DARC-Bandplan weist die beiden 28-MHz-Schemata aus der Tabelle aus, der ältere DARC-Online-Lehrgang Betriebstechnik nennt dagegen 35 MHz. Welche Frequenzen und welche Ablage gelten, zeigt nur die Angabe zum konkreten Relais.

Das steht so im Fragenkatalog

Relaisbetrieb ist Prüfungsstoff im Teil "Betriebliche Kenntnisse", dazu kommen Fragen aus dem Vorschriftenteil. Beide Teile werden klassenübergreifend verwendet.

Ablage, Eingabe und Ausgabe kommen in der Prüfung dran.Der Fragenkatalog fragt die Werte für 2 m und 70 cm direkt ab. Auf 12db übst du sie mit den Originalfragen, unten im Quiz gibt es eine Kostprobe.
Betriebstechnik für die Prüfung lernen

Eingabefrequenz, Ausgabefrequenz und Relaisablage

Die Relaisablage (auch Shift oder Offset) ist der Abstand zwischen Ausgabe und Eingabe. Bei den in Deutschland besonders verbreiteten 2-m- und 70-cm-Relais mit 600 kHz beziehungsweise 7,6 MHz Ablage liegt die Eingabefrequenz unterhalb der Ausgabefrequenz - die Ablage ist also negativ. Der DARC-Bandplan für 70 cm kennt daneben ein Segment mit -9,4 MHz: Ausgabe ab 439,8125 MHz, Eingabe ab 430,4125 MHz. Es gilt nicht für analoge Sprachrelais, sondern ist für Digital Voice und Packet Radio vorgesehen. Im Ausland gelten teils andere Schemata. Frankreich, die Niederlande und Belgien nutzen auf 70 cm ein Kanalsystem mit 1,6 MHz Ablage.

Viele moderne Transceiver wählen in den üblichen Relaisbereichen automatisch eine voreingestellte Ablage. Verlassen solltest du dich nicht darauf: Beim Kenwood TH-D75 nennt das Handbuch für das 430-MHz-Band 5 MHz als Vorgabe, beim Yaesu FT-65 hängt der Wert von der Geräteversion ab (1,6, 5 oder 7,6 MHz). Prüfe Eingabefrequenz, Richtung und Offset vor dem Senden anhand des Relaisverzeichnisses.

Wie funktioniert ein Funkrelais?

Ein Relais arbeitet im Duplexbetrieb: Es empfängt und sendet zur selben Zeit. Der Signalweg sieht so aus:

SchrittWerWas passiert
1Station Asendet auf der Eingabefrequenz (Uplink)
2Relaisempfängt das Signal und schaltet den Sender frei
3Relaisgibt es gleichzeitig auf der Ausgabefrequenz aus (Downlink)
4Station Bhört die Ausgabe - genau wie alle anderen im Einzugsbereich

Das Kunststück dabei: Der kräftige eigene Sender darf den empfindlichen eigenen Empfänger nicht zustopfen. Dafür braucht es einen ausreichenden Frequenzabstand - die Frequenzablage - und eine saubere Trennung der Signalwege. Nutzt das Relais eine gemeinsame Antenne für Sender und Empfänger, übernimmt das eine Duplexweiche aus scharf abgestimmten Filtern. Bei getrennten Antennen sorgen Filterung, Entkopplung und räumlicher Abstand für dasselbe Ergebnis.

⚠️ Nur einer nach dem anderen: Treffen zwei FM-Signale gleichzeitig am Relaiseingang ein, das sogenannte Doppeln, kann sich bei deutlichem Pegelunterschied durch den FM-Capture-Effekt das stärkere durchsetzen. Bei ähnlich starken Signalen entstehen dagegen starke Störungen bis zur Unlesbarkeit - beide Stationen sind dann unverständlich. Deshalb vor dem Drücken der Taste immer kurz hineinhören.

Einige Relais arbeiten im Crossband-Betrieb: Eingabe und Ausgabe liegen in verschiedenen Bändern, etwa 2 m und 70 cm. Im Verzeichnis ist das beim Kanal vermerkt.

Relais in der Nähe finden

Das Verzeichnis oben auf dieser Seite sucht nach Rufzeichen, Ort, Locator, Frequenz und Nähe, jeweils mit Quelle und Stand. Wie die Daten entstehen, steht in der Methodik. Daneben gibt es weitere Verzeichnisse:

QuelleWas drinsteht
RepeatermapKarte und Umkreissuche von DK3ML mit Filtern für Band und Betriebsart, von FM über DMR und C4FM bis TETRA und M17.
relaislisten.darc.deUmfangreiche Datenbank mit nach eigener Angabe über 8.000 Einträgen aus über 60 Ländern, auch als Export für Programmiersoftware. Sie liegt auf einer DARC-Subdomain und wird von DL3EL betrieben. Die Seite erklärt selbst, wie gut ihre Daten sind.
RepeaterBookInternationale, von der Community gepflegte Datenbank. Sieh dort auf das Datum: Von 1.534 als aktiv geführten deutschen Einträgen wurden 177 im letzten Jahr aktualisiert (Stand 30.10.2026).
BrandMeisterGeräteliste des DMR-Netzes mit Color Code und Statusangaben je Relais. Der Status sagt nicht, ob du das Relais über Funk erreichst.

Dort findest du je nach Eintrag Ausgabefrequenz, Ablage, CTCSS-Ton, Betriebsart und Standort - also das, was du zum Programmieren brauchst. Kein Verzeichnis garantiert, dass ein Relais gerade sendet oder dass ein Ton aktuell ist. Die Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur enthält Relaisrufzeichen, aber keine Frequenzen. Und Entfernung ist nicht Erreichbarkeit: Ein Höhenzug kann ein nahes Relais abschatten, während ein fernes auf dem Berg gut geht.

Wie öffnet man ein Relais?

Die meisten analogen Sprachrelais senden nicht dauerhaft. Sie werden durch ein empfangenes Signal aktiviert - meist zusammen mit einem zusätzlichen Zugangsmerkmal, damit nicht jede Störung das Relais auftastet. Ein Relais kann mehrere Wege zugleich anbieten. Die IARU Region 1 empfiehlt für neue FM-Relais CTCSS.

1750-Hz-Tonruf

Ein kurzer Tonstoß zu Beginn der Aussendung, im Englischen "Burst" genannt. Der DARC-Lehrgang führt das weiterhin als übliches Verfahren. In der Praxis verschiebt sich das Bild allerdings: Viele einzelne Relais sind auf CTCSS umgestiegen, teils zusätzlich zum Tonruf, teils ausschließlich. Eine verbindliche bundesweite Umstellung gibt es nicht - es entscheidet der jeweilige Betreiber. Auch die Tondauer legt der Betreiber fest: Das Merkblatt von DB0RO nennt mindestens 250 ms.

CTCSS

Ein leiser Dauerton unterhalb des Sprachbereichs, der die ganze Aussendung über mitläuft und praktisch nicht hörbar ist. Gängige CTCSS-Frequenzen liegen zwischen 67,0 und 254,1 Hz. Viele Geräte unterstützen 38 oder mehr standardisierte Töne, die Empfehlung der IARU Region 1 für Relais führt eine etwas kürzere Liste bis 250,3 Hz. Welcher Ton für ein bestimmtes Relais gilt, steht im Relaisverzeichnis und muss im Funkgerät eingestellt werden. Das Relais arbeitet dabei wie ein Empfänger mit Tone Squelch: Es öffnet nur für Aussendungen mit dem richtigen Ton. Wie das am Empfänger aussieht, zeigt der Simulator im Artikel Squelch. Eine Verschlüsselung ist CTCSS nicht: Wer den Ton am eigenen Gerät nicht auswertet, hört alles mit.

Trägersteuerung und DTMF

Kurz nach dem letzten Durchgang kann schon der Träger reichen, also ganz ohne Ton: DB0RO lässt sich bis zu 10 Sekunden nach dem Abfallen trägergesteuert wieder öffnen. Einzelne Relais akzeptieren außerdem DTMF-Töne, DB0RO etwa die Taste "1". Das hilft bei Geräten ohne 1750-Hz-Taste.

1750-Hz-TonrufCTCSS
Wannkurz, zu Beginndie ganze Aussendung über
Hörbarjapraktisch nicht
Am Geräteigene Taste oder FunktionTon einstellen und speichern

Funkgerät für ein Relais einstellen

Bevor du das erste Mal über ein Relais sendest, brauchst du aus dem Verzeichnis vier Angaben: Ausgabefrequenz, Ablage, Zugangsart und Betriebsart. Die Reihenfolge ist auf allen FM-Geräten gleich, nur die Bezeichnungen wechseln.

✅ In dieser Reihenfolge:
  1. Ausgabefrequenz einstellen. Das ist die Frequenz, auf der du das Relais hörst.
  2. Ablage und Richtung setzen, auf 2 m meist -600 kHz, auf 70 cm meist -7,6 MHz.
  3. Zugang einstellen: CTCSS-Ton als Sendeton, sonst die 1750-Hz-Funktion bereitlegen.
  4. Schmalband-FM wählen, am Gerät oft FM-N oder Narrow. Zu breit eingestellt kann das Relais verzerrt ausgeben und du störst Eingaben auf benachbarten Frequenzen.
  5. Tone Squelch erst einmal auslassen. Nicht jedes Relais sendet den Ton zurück, dein Gerät bliebe sonst stumm.
  6. Als Speicherkanal ablegen, damit Frequenz, Ablage und Ton zusammenbleiben.
  7. Mit Reverse prüfen. Die Funktion tauscht Sende- und Empfangsfrequenz, du hörst also die Eingabe. Ist die Gegenstation dort gut zu hören, kann sich ein Wechsel auf eine freie Simplexfrequenz lohnen. Ob die direkte Verbindung in beide Richtungen funktioniert, zeigt nur der Versuch.
FunktionYaesu FT-65Icom IC-705Kenwood TH-D75Baofeng UV-5R
RichtungREPEATER, MODE: +REP / -REPDuplexShiftSFT-D
AblageREPEATER, SHIFTOffsetOffset FrequencyOFFSET
SendetonSQL TYPETONEToneT-CTCS
Ton auch im EmpfangSQL TYPE: TSQLTSQLCTCSSR-CTCS
1750 HzT.CALL (Europaversion)T-CALL (EUR-Version, Taste zuweisen)CALL (TH-D75E)in den geprüften Unterlagen nicht beschrieben

Bezeichnungen aus den Handbüchern der genannten Geräte, beim UV-5R aus der Menübeschreibung des DARC-Ortsverbands B40. Andere Modelle, Versionen und Firmware-Stände können abweichen, maßgeblich ist das Handbuch deines Geräts. Das Menü REV TN des FT-65 ist ein umgekehrter Tone Squelch, nicht die Reverse-Taste.

So führst du ein Relais-QSO

✅ Schritt für Schritt:
  1. Gerät einstellen wie im Abschnitt oben
  2. Hineinhören, ob das Relais frei ist
  3. Aufrufen mit dem eigenen Rufzeichen, zum Beispiel "DL1ABC über DB0XY"
  4. Antwort abwarten - erst wenn der Träger abfällt oder der Bestätigungston kommt, ist der Durchgang zu Ende
  5. Kurze Durchgänge und dazwischen eine kleine Pause
  6. Rufzeichen buchstabieren, wenn es nicht sofort ankommt - mit der internationalen Buchstabiertafel, nicht mit selbst erfundenen Wörtern

Zur Pause zwischen den Durchgängen schreibt das DARC-Papier "Ethik und Betriebshinweise für den Funkamateur" wörtlich: Stationen sollten "vor dem Senden abwarten bis der Träger abfällt oder ein Piep ertönt, damit gleichzeitiges Sprechen (Doppeln) vermieden wird. Damit geben Sie zugleich anderen eine Chance, sich zu melden. Die kleine Pause setzt auch einen eventuell vorhandenen Sprechzeitbegrenzer zurück, so dass der Umsetzer während eines Durchgangs nicht 'abfällt'."

Warum die Durchgänge kurz sein sollen, fragt auch der Katalog ab: Damit vor allem Mobil- und Portabelstationen leichter zum Zug kommen. Wer im Auto unterwegs ist, verlässt den Einzugsbereich unter Umständen in wenigen Minuten.

Dasselbe Papier bewertet das anonyme Dazwischenfunken deutlich: Es sieht das Unterbrechen einer laufenden Verbindung ohne eigene Rufzeichennennung als unzulässige Störung an. Wer sich in ein QSO meldet, nennt also sein Rufzeichen und wartet dafür eine Umschaltpause ab. Das Papier empfiehlt die Form "Gegenstation von eigenes Rufzeichen", also etwa "DL2XYZ von DL1ABC", und rät davon ab, nur das Suffix zu nennen. Und wo Direktbetrieb möglich ist, sollte er dem Relais vorgezogen werden - Kontakte zwischen zwei Feststationen über ein Relais sollten die Ausnahme bleiben. Für den Wechsel bieten sich die Anruffrequenzen 145,500 MHz und 433,500 MHz an.

Pflicht ist nur ein Teil davon. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Rufzeichennennung: Nach § 11 AFuV bei Beginn und Ende jeder Funkverbindung und mindestens alle zehn Minuten. Das internationale Ethik-Papier nennt fünf Minuten, verbindlich ist in Deutschland die Verordnung. Kurze Durchgänge, Umschaltpausen und der Vorzug für den Direktbetrieb sind Betriebsempfehlungen, ein QSO zwischen zwei Feststationen ist also nicht verboten. Zugangston, Sprechzeit und Abfallzeit legt der Betreiber des jeweiligen Relais fest.

⚠️ Der Rapport ist anders: In der Prüfung wird bei einem Relais-QSO nur die Lesbarkeit "R" beurteilt. Der Grund: Ein am eigenen Empfänger abgelesener S-Wert beschreibt, wie stark das Relais ankommt - nicht die Gegenstation. In der Praxis sind ergänzende verbale Angaben üblich, etwa "vollständig rauschfrei" oder "knapp über der Schwelle". Mehr zum RST-System im eigenen Artikel.

Warum komme ich nicht über das Relais?

⚠️ "Ich höre das Relais" heißt nicht "Das Relais hört mich". Ein Relais auf 2 m oder 70 cm darf bis zu 50 W ERP abstrahlen und steht meist hoch, dein Handfunkgerät sendet oft mit wenigen Watt aus Bodennähe. Der Hinweg kann deshalb gut funktionieren, während dein Rückweg zum Relais scheitert.
SymptomHäufige UrsacheDas prüfst du
Ich höre das Relais, es reagiert nichtZugang fehlt, Ablage falsch oder dein Signal kommt nicht anTon oder 1750 Hz laut Verzeichnis, Ablage und Richtung, Sendeleistung, Standort
Ich höre gar nichtsDas Relais sendet nur nach dem Öffnen, oder dein Gerät sperrtAusgabefrequenz, Rauschsperre, Tone Squelch ausschalten, Antenne
Das Relais fällt gleich wieder abNormaler Nachlauf oder SprechzeitbegrenzerPause zwischen den Durchgängen, Time-Out-Timer am eigenen Gerät
Ich werde als verrauscht gemeldetSchwaches Signal am RelaiseingangHöhere Leistungsstufe, Standort, bessere Antenne
DMR: Das Relais reagiert nichtFalscher Color Code oder Zeitschlitz im CodeplugKanal im Codeplug gegen das Verzeichnis prüfen
DMR: Keiner hört michTalkgroup nicht aktiv, falscher Zeitschlitz oder DMR-ID fehltTalkgroup und ID prüfen, Details im Artikel DMR

Zeiten sind je Relais verschieden. Ein Beispiel aus dem Merkblatt zu DB0RO: Das Relais fällt 10 Sekunden nach dem letzten Durchgang ab, die Rauschsperre schließt 200 Sekunden nach dem Rogerpiep zwangsweise.

Do's und Don'ts am Relais

Do's
  • Vor dem Senden hineinhören
  • Ablage, Richtung und CTCSS-Ton aus der Relaisliste übernehmen
  • Nach dem Träger-Abfall kurz warten, dann sprechen
  • Kurze Durchgänge, damit Mobilstationen einsteigen können
  • Rufzeichen nennen, auch beim Einstieg in ein laufendes QSO
Don'ts
  • Auf der Ausgabefrequenz senden statt auf der Eingabe
  • Sich blind auf die automatische Ablage des Geräts verlassen
  • Ohne oder mit falschem CTCSS-Ton rufen und dann rätseln
  • Minutenlange Monologe - der Sprechzeitbegrenzer schaltet ab
  • Zwei Feststationen belegen das Relais, obwohl Direktbetrieb ginge

Analoge und digitale Relais

FM

Die klassische und nach wie vor verbreitetste Betriebsart. Der Fragenkatalog fragt das ausdrücklich ab: Bei analogen VHF- und UHF-Relaisfunkstellen wird für Sprache üblicherweise FM verwendet. Nutzbar ist ein FM-Relais mit jedem Amateurfunkgerät, das Band, Kanalraster, Ablage und das geforderte Zugangsverfahren beherrscht. Ein beliebiges FM-Gerät genügt also nicht - und die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst samt zugeteiltem Rufzeichen ist ohnehin Voraussetzung.

DMR

Digital Mobile Radio, ein ETSI-Standard aus dem Betriebsfunk. Auf einem 12,5-kHz-Kanal stehen zwei Zeitschlitze zur Verfügung, gesprochen wird in Gesprächsgruppen (Talkgroups). Der Color Code trennt überlappende Standorte voneinander, adressiert aber niemanden. Für die Netze brauchst du eine kostenlose DMR-ID und einen Codeplug: Einfach auf eine Frequenz gehen und rufen wie auf FM reicht nicht. Klassische DMR-Sprechfunkrelais im Amateurfunk arbeiten überwiegend nach DMR Tier II. Mehr dazu im Artikel DMR.

D-STAR

Entwickelt von der JARL. Icom war der erste Hersteller, der es umsetzte. D-STAR unterstützt unter anderem Rufzeichenrouting, bei dem die Zielstation über ihr Rufzeichen adressiert wird, sowie die Vernetzung über Gateways und Reflektoren.

C4FM und System Fusion

Yaesus System mit vierstufiger Frequenzumtastung. Viele System-Fusion-Geräte und -Relais unterstützen Automatic Mode Select und können je nach Konfiguration zwischen analogem FM und C4FM unterscheiden. Die Vernetzung läuft über WIRES-X.

⚠️ Häufiges Missverständnis: Die Luftschnittstellen von DMR, D-STAR und C4FM sind untereinander nicht kompatibel. Das Funkgerät muss den jeweils verwendeten Standard unterstützen - einzelne Geräte, Hotspots oder Relais beherrschen allerdings mehrere Systeme. Vor dem Kauf lohnt der Blick ins Relaisverzeichnis, welches System im eigenen Umfeld überhaupt vertreten ist.

TETRA taucht in Übersichten gelegentlich neben diesen Systemen auf, der DARC-Bandplan weist dafür 430,075 und 430,350 MHz aus. Auch M17, ein offenes digitales Verfahren, führen manche Verzeichnisse inzwischen als eigene Betriebsart.

Vernetzung über das Internet

Viele Relais stehen nicht mehr allein. Über ein vernetztes Relais erreicht ein Handfunkgerät Teilnehmer in weit entfernten Regionen - die Fernstrecke läuft dabei größtenteils über das Internet beziehungsweise ein IP-basiertes Amateurfunknetz, nicht über Funk. Das erklärt ein häufiges Missverständnis: "weltweit" gilt für die Vernetzung, nicht für die Funkreichweite des Relais.

  • EchoLink verbindet Relais und Einzelstationen über das Internet. Jede Station bekommt eine Node-Nummer, die per DTMF gewählt wird. Vor der ersten Nutzung ist eine Validierung nötig: Man weist die eigene Amateurfunkzulassung nach.
  • SvxLink ist eine modulare, quelloffene Steuerungssoftware für Relaisfunkstellen unter Linux. Zu den bekannten Modulen gehört die EchoLink-Anbindung, welche weiteren Dienste eine Station bietet, hängt von der jeweiligen Installation ab.
  • DMR-Netze verbinden Relais über Gesprächsgruppen. BrandMeister ist eines dieser Netze.
  • C4FM nutzt WIRES-X mit sogenannten Rooms, D-STAR arbeitet mit Reflektoren - beides Gegenstücke zu den DMR-Talkgroups.

Wie weit reicht ein Relais?

Eine pauschale Kilometerzahl gibt es nicht - sie hängt vor allem an der Antennenhöhe. Auf UKW breiten sich die Wellen im Wesentlichen quasioptisch aus, der Funkhorizont liegt durch die Brechung in der Atmosphäre etwa 15 % weiter als der optische Horizont. Als Näherung gilt:

$d \approx 4{,}12 \cdot \sqrt{h}$

Dabei ist $d$ die Entfernung zum Funkhorizont in Kilometern und $h$ die wirksame Antennenhöhe über dem umliegenden Gelände in Metern. Für eine Verbindung zählen beide Seiten zusammen:

$d \approx 4{,}12 \cdot (\sqrt{h_1} + \sqrt{h_2})$

💡 Beispielrechnung: Relais mit 600 m wirksamer Höhe über dem Umland, Handfunkgerät in 2 m Höhe. Für das Relais ergibt die Formel rund 101 km, für das Handfunkgerät knapp 6 km - zusammen also grob 107 km. Das ist ein Modellwert unter Standardbedingungen, keine garantierte Reichweite: Die Formel setzt annähernd freie Sicht und normale atmosphärische Brechung voraus. Abschattung durch Berge und Bebauung, Antennengewinn, Empfängerempfindlichkeit, Kabelverluste und Störungen verändern das Ergebnis erheblich. Der DARC-Lehrgang nennt für UKW allgemein Entfernungen von etwa 10 bis 250 km.

Wichtig ist dabei die Höhe gegenüber dem umliegenden Gelände: Ein 600 m hoher Berg mitten im Mittelgebirge bietet eine ganz andere Horizontgeometrie als derselbe Berg über einer Ebene. In bergigem Gelände sagt ein echtes Höhenprofil deshalb mehr als die Formel.

Weil die Höhe so entscheidend ist, stehen Relais auf Berggipfeln, Fernmeldetürmen, Hochhäusern und Sendemasten. Und deshalb fragt der Katalog auch nach der richtigen Antenne für den Relaisbetrieb: Wer möglichst viele Relais in der Umgebung erreichen will, nimmt einen Rundstrahler auf dem Dach - keine fest ausgerichtete Richtantenne.

Rechtliche Regeln für Relaisfunkstellen

Ein Relais ist keine gewöhnliche Amateurfunkstelle. Für den Betrieb gelten eigene Regeln:

ThemaRegelung
RufzeichenFür fernbediente oder automatisch arbeitende Stellen ist eine gesonderte Rufzeichenzuteilung nötig (§ 13 Abs. 1 AFuV). Voraus geht eine standortbezogene Verträglichkeitsuntersuchung.
RufzeichenblöckeNach dem Rufzeichenplan der Bundesnetzagentur stammen die Rufzeichen von Relaisfunkstellen und Funkbaken aus den Reihen DB0 und DM0 (Klasse A) sowie DO0 (Klasse E). In DF0, DK0 und DL0 laufen sie aus, dazu kommen Reihen für exterritoriale Standorte.
LeistungAnlage 1 der AFuV begrenzt fernbediente und automatisch arbeitende terrestrische Amateurfunkstellen oberhalb von 30 MHz auf 50 Watt ERP. Linkstrecken oberhalb 1 GHz können in besonders begründeten Fällen mit bis zu 1.000 W ERP beantragt werden.
NutzungDer Betrieb über fernbediente Amateurfunkstellen ist Funkamateuren mit zugeteiltem Rufzeichen zu gestatten. Zur Sicherstellung des störungsfreien Betriebs kann der Rufzeicheninhaber einzelne Funkamateure ausschließen, die Bundesnetzagentur ist davon zu unterrichten. Aussendungen der Relais haben Vorrang vor dem übrigen Amateurfunkverkehr und dürfen nicht beeinträchtigt werden (§ 13 Abs. 4 AFuV).
Klasse NEine eigene Relaisregel gibt es nicht. Maßgeblich sind die Frequenznutzungsrechte (§ 2 Nr. 5 AFuV): Klasse N hat 10 m, 2 m und 70 cm (Anlage 1). Nutzbar sind damit Relais, deren Eingabe und Ausgabe in diesen Bändern liegen, also etwa keine auf 6 m oder 23 cm. Das betrifft die Nutzung, nicht den Betrieb eines eigenen Relais.
Ohne ZulassungHören darf jeder, für den Empfang ist keine Zulassung nötig (§ 9 AFuV). Senden setzt Zulassung und Rufzeichen voraus, Ausnahme ist der Ausbildungsfunkbetrieb unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht (§ 12 AFuV).
💡 50 W ERP sind nicht 50 W Senderleistung. ERP ist die Antenneneingangsleistung multipliziert mit dem Antennengewinn gegenüber einem Halbwellendipol. Ein Relais mit einer gewinnbehafteten Rundstrahlantenne kommt deshalb schon mit deutlich weniger Senderleistung an die Grenze - Kabelverluste wirken in die Gegenrichtung. Mit EIRP, das sich auf den isotropen Strahler bezieht, darf man ERP nicht verwechseln.

Über ein Relais funken?

Schon die Einsteigerklasse N erlaubt Betrieb auf 10 m, 2 m und 70 cm - und damit auf den Bändern, auf denen die meisten Relais arbeiten. Die Prüfungsvorbereitung auf 12db.de ist kostenlos und arbeitet mit dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur.

Kostenlos mit dem Lernen beginnen

Prüfungsfragen zu Relaisfunkstellen

Sechs Prüfungsfragen zum Relaisbetrieb

Originalfragen aus dem Fragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage vom März 2024 (gültig ab 24. Juni 2024). Fragetext und Antworten sind wörtlich übernommen. Im offiziellen Katalog ist Antwort A immer die richtige, auf dieser Seite wird die Reihenfolge bei jedem Aufruf neu gemischt.

BE401 Was ist damit gemeint, wenn man sagt, die Relaisfunkstelle hat eine Eingabe- und eine Ausgabefrequenz?

  • Die Relaisfunkstelle empfängt auf der Eingabefrequenz und sendet auf der Ausgabefrequenz.
  • Die Relaisfunkstelle stellt bei starker Belegung der Eingabefrequenz eine zusätzliche Ausgabefrequenz zur Verfügung.
  • Die Relaisfunkstelle benutzt eine Eingabefrequenz zur Umsetzung des empfangenen Signals und die Ausgabefrequenz zur Fernsteuerung.
  • Die Relaisfunkstelle muss auf der Ausgabefrequenz mit einem Tonruf geöffnet werden, bevor sie auf der Eingabefrequenz in Betrieb gehen kann.

BE402 Bei deutschen 2 m-Relaisfunkstellen liegt die Eingabefrequenz üblicherweise ...

  • 600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
  • 600 kHz höher als die Ausgabefrequenz.
  • 7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
  • 7,6 MHz höher die Ausgabefrequenz.

BE403 Bei deutschen 70 cm-Relaisfunkstellen liegt die Eingabefrequenz üblicherweise ...

  • 7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
  • 600 kHz höher als die Ausgabefrequenz.
  • 600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
  • 7,6 MHz höher als die Ausgabefrequenz.

NE310 Wie sind zwei FM-Stationen auf der Relaisausgabe zu hören, wenn sie gleich stark und gleichzeitig auf der Relaiseingabe empfangen werden?

  • Sie stören sich gegenseitig bis zur Unlesbarkeit.
  • Sie stören sich nicht, jede Station ist mit halber Lautstärke zu hören.
  • Sie sind auf der Ausgabe abwechselnd zu empfangen.
  • Es ist nur die Station zu hören, die zuerst mit der Sendung begonnen hat.

BE408 Wie wird eine Funkverbindung beurteilt, wenn über eine Relaisfunkstelle gearbeitet wird?

  • Es wird nur die Lesbarkeit "R" beurteilt, weil sich die Signalstärke "S" auf die Relaisfunkstelle bezieht.
  • Es werden die Lesbarkeit "R" und die Signalstärke "S" beurteilt, weil das zu einem vollständigen Rapport dazugehört.
  • Es wird nur die Signalstärke "S" beurteilt, weil die Lesbarkeit "R" bei einem Relais immer gleich gut ist.
  • Es werden nur verbale Aussagen gemacht, da die exakte Einschätzung bei Betrieb über eine Relaisfunkstelle nicht möglich ist.

VD503 Wie hoch ist die maximal zulässige Strahlungsleistung einer Relaisfunkstelle oberhalb 30 MHz?

  • 50 W ERP
  • 750 W PEP für Klasse A, 75 W PEP für Klasse E und 10 W PEP für Klasse N
  • 100 W PEP
  • 150 W ERP

Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.

Relaisbetrieb und Betriebstechnik sind Pflichtstoff für alle Klassen. Auf 12db.de übst du die echten Katalogfragen kostenlos, mit gespeichertem Fortschritt.
Prüfungsvorbereitung starten

Häufige Fragen

Was ist ein Relais im Amateurfunk?

Eine automatisch arbeitende Funkstation, die empfangene Aussendungen auf einer anderen Frequenz sofort wieder ausstrahlt. Weil sie meist hoch steht, vergrößert sie die Reichweite kleiner Stationen erheblich. Die Amateurfunkverordnung nennt sie "Relaisfunkstelle" und definiert sie in § 2.

Was ist der Unterschied zwischen Relais und Repeater?

Keiner. Relais, Relaisfunkstelle, Repeater und Umsetzer meinen im Amateurfunk dieselbe Station. Relaisfunkstelle ist der Begriff der Amateurfunkverordnung, Repeater das englische Wort dafür.

Was ist der Unterschied zwischen CTCSS und 1750 Hz?

Der 1750-Hz-Tonruf ist ein kurzer hörbarer Ton zu Beginn der Aussendung. CTCSS ist ein leiser Dauerton unterhalb des Sprachbereichs, der die ganze Aussendung über mitläuft. Welches Verfahren gilt, legt der Betreiber fest.

Warum höre ich ein Relais, komme aber nicht hinein?

Meist fehlt der richtige Zugangston, die Ablage stimmt nicht oder dein Signal erreicht das Relais nicht. Das Relais steht meist hoch, dein Handfunkgerät sendet mit wenig Leistung aus Bodennähe. Der Rückweg kann deshalb scheitern, obwohl du das Relais gut hörst.

Brauche ich eine Zulassung, um über ein Relais zu senden?

Ja. Senden setzt die Zulassung zum Amateurfunkdienst und ein zugeteiltes Rufzeichen voraus, die Ausnahme ist der Ausbildungsfunkbetrieb unter Aufsicht. Hören darf jeder, für den Empfang ist keine Zulassung nötig.

Kann ich über ein Relais weltweit sprechen?

Über Funk reicht ein Relais nur so weit wie sein Einzugsbereich. Vernetzte Relais erreichen zwar ferne Gegenstellen, die Strecke dazwischen läuft dann aber über das Internet oder ein IP-Netz.

Wie funktioniert ein Funkrelais?

Im Duplexbetrieb: Es empfängt auf der Eingabefrequenz und sendet gleichzeitig auf der Ausgabefrequenz. Damit der eigene Sender den eigenen Empfänger nicht stört, braucht es Frequenzabstand und eine saubere Trennung der Signalwege - bei gemeinsamer Antenne durch eine Duplexweiche, sonst durch getrennte Antennen mit Filterung und Entkopplung.

Was ist eine Relaisablage?

Der Frequenzabstand zwischen Eingabe und Ausgabe eines Relais. Bei den üblichen deutschen 2-m-Relais beträgt sie 600 kHz, bei vielen 70-cm-Relais 7,6 MHz, im digitalen 70-cm-Segment auch 9,4 MHz. Die Eingabe liegt dabei jeweils unterhalb der Ausgabe. Richtung und Betrag können bei anderen Bändern oder im Ausland abweichen.

Wie öffnet man ein Amateurfunk-Relais?

Das hängt vom Relais ab. Häufig wird ein CTCSS-Subton verlangt, manche Relais akzeptieren zusätzlich oder ausschließlich einen 1750-Hz-Tonruf, andere öffnen kurz nach dem letzten Durchgang schon auf den Träger. Maßgeblich ist der Eintrag im Relaisverzeichnis.

Was ist der Unterschied zwischen Simplex und Relaisbetrieb?

Bei Simplex senden und empfangen beide Stationen auf derselben Frequenz und erreichen sich direkt. Beim Relaisbetrieb sendest du auf der Eingabefrequenz, hörst auf der Ausgabefrequenz, und das Relais setzt dazwischen um. Wo Direktbetrieb möglich ist, sollte man ihn bevorzugen.

Welche Frequenzen nutzen Amateurfunk-Relais?

Am häufigsten 2 m und 70 cm. Die Relaisausgaben liegen dort nach den DARC-Bandplänen bei 145,575 bis 145,7875 MHz beziehungsweise 438,550 bis 439,4375 MHz. Daneben gibt es Relaisbereiche auf 10 m, 6 m und 23 cm. Bandpläne sind Betriebsempfehlungen, keine Frequenzzuteilungen.

Was ist CTCSS?

Ein leiser Dauerton unterhalb des Sprachbereichs, der während der gesamten Aussendung mitgesendet wird und das Relais öffnet. Gängige Frequenzen liegen zwischen 67,0 und 254,1 Hz. Viele Geräte unterstützen 38 oder mehr standardisierte Töne. Der passende Ton steht im Relaisverzeichnis.

Was ist der Unterschied zwischen analogen und digitalen Relais?

Analoge Relais arbeiten in FM. Digitale Relais übertragen die Sprache codiert - verbreitet sind DMR mit Zeitschlitzen und Talkgroups, D-STAR mit Rufzeichenrouting und C4FM von Yaesu. Die Luftschnittstellen sind untereinander nicht kompatibel, einzelne Geräte und Relais beherrschen aber mehrere Systeme.

Kann ich mit einem Handfunkgerät über ein Relais arbeiten?

Ja, genau dafür sind Relais gedacht. Je nach Standort, Gelände und Relaisabdeckung sind mit wenigen Watt Entfernungen von einigen Kilometern bis deutlich über 50 Kilometer möglich. Entscheidend ist neben dem Relaisstandort vor allem, wo du selbst stehst: Im Tal oder im Gebäude reicht ein Handfunkgerät oft nicht.

Wie viel Leistung darf eine Relaisfunkstelle abstrahlen?

Nach Anlage 1 der Amateurfunkverordnung oberhalb von 30 MHz höchstens 50 Watt ERP, für Linkstrecken oberhalb 1 GHz sind in begründeten Fällen höhere Werte zulässig. ERP ist nicht die Senderleistung, sondern die Antenneneingangsleistung mal Antennengewinn gegenüber einem Halbwellendipol.

Quellen (25)

Verbindlich sind allein Amateurfunkgesetz und Amateurfunkverordnung, Bandpläne sind Betriebsempfehlungen und keine Frequenzzuteilungen. Die Frequenzbereiche geben den Stand der oben verlinkten Bandplanausgaben wieder. Angaben zu CTCSS-Tönen entsprechen dem verbreiteten Betriebsfunk-Standard. Reichweitenangaben sind Modellwerte aus der Funkhorizont-Näherung unter Standardbedingungen. Prüfungsfragen wörtlich nach dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog. Stand und letzte fachliche Prüfung: Oktober 2026.

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