Methodik des Relaisverzeichnisses

Relais
635
Kanäle
847
Mit Ort
541
Auf der Karte
258
Bestand nach Status, Stand 31.10.2026
  • Zuletzt dokumentiert 131
  • Betrieb unklar 232
  • Ältere Angaben 254
  • Außer Betrieb 18

Sicherheit der Angaben: hoch 293, mittel 206, gering 136.

Datenherkunft

Ausgangspunkt sind die Rufzeichen, die die Bundesnetzagentur für Relaisfunkstellen veröffentlicht. Sie sagen, dass eine Zuteilung besteht, aber nichts über Frequenz, Standort oder Technik. Diese Angaben stammen aus Veröffentlichungen von Betreibern, Klubs, Ortsverbänden, Distrikten und Rundsprüchen.

Sammelverzeichnisse anderer Anbieter gelten nicht als Beleg, ebenso Seiten, die sich selbst als Auszug oder Abgleich einer zentralen Datenbank ausweisen. Listen von Distrikten und Ortsverbänden zählen als Quelle, soweit sie sich nicht selbst als Auszug ausweisen. Ob eine solche Liste selbst erhoben oder von anderswo übernommen ist, lässt sich nicht immer erkennen.

Rechercheverfahren

Jedes Rufzeichen wurde einzeln recherchiert. Zu jeder Angabe sind Adresse der Quelle, Abrufdatum und, soweit genannt, der Stand der Quelle festgehalten. Beim Relais steht, welche Quelle welches Feld belegt.

Die Recherche begann nicht bei null: Bei rund der Hälfte der Rufzeichen lagen ihr Werte aus einer älteren, internen Sammlung als Ausgangshinweis vor, die aus anderen Relaislisten stammte. Sie wurde nicht veröffentlicht und gilt nicht als Beleg. Deshalb wurden im Oktober 2026 alle Quellen erneut gelesen, ohne Kenntnis der gespeicherten Werte. Ein Kanal bleibt nur, wenn seine Ausgabefrequenz dabei in einer öffentlich genannten Quelle für dieses Rufzeichen gefunden wurde. Eingabe, Ton und Locator, die sich so nicht wiederfanden, sind entfernt.

Automatische Prüfung und Stichproben

Jeder Datensatz läuft durch eine automatische Plausibilitätsprüfung: Bandgrenzen, Ablagen, Normtöne, Format und Lage des Locators, Ausschlüsse für Simplex, Baken und Hotspots, Personenbezug in Orten und Adressen. Dazu kommen die Blindlesung und von Hand gelesene Stichproben aus den vorbelegten Einträgen. In den geprüften Gruppen fanden sich rund 97 von 100 Ausgabefrequenzen in der Quelle wieder, was sich nicht wiederfand, ist zurückgehalten. Das zeigt, dass ein Wert in der Quelle steht, nicht dass das Relais heute so sendet.

Verifizierungsregeln

  • Veröffentlicht werden nur Kanäle, deren Ausgabefrequenz in einer öffentlichen Quelle belegt ist. Ungeklärte Kanäle bleiben zurückgehalten, bis ein Beleg vorliegt.
  • Das Band folgt aus der Frequenz. Frequenzen außerhalb der Amateurfunkbänder werden nicht übernommen.
  • Die Eingabe steht nur da, wenn sie oder die Ablage in einer Quelle genannt ist. Sie wird nie aus üblichen Bandablagen abgeleitet.
  • CTCSS-Töne müssen zur Normtabelle passen und werden nicht gerundet.
  • Kartenpunkte kommen nur aus einem belegten Locator mit mindestens sechs Stellen und zeigen dessen Mitte. Koordinaten werden nicht geschätzt.
  • Hausnummern, Adressen und Namen von Personen werden nicht veröffentlicht. Quellenadressen, die erkennbar den Namen oder das Rufzeichen einer Person enthalten, bleiben intern. Ein Eintrag braucht deshalb mindestens eine öffentliche Quelle zur Frequenz, sonst bleibt er zurückgehalten.
  • Fehlt ein Beleg, bleibt das Feld leer.

Was der Status bedeutet

Zuletzt dokumentiert zuletzt dokumentierter Betrieb
Eine Quelle mit Datum ab 2025 nennt das Relais in Betrieb. Das ist der letzte dokumentierte Stand, keine Bestätigung für heute. Ein Jahr im Copyright oder in der Fußzeile zählt nicht.
Betrieb unklar Frequenz dokumentiert, Betrieb nicht dokumentiert
Die Frequenz ist belegt, eine datierte Aussage zum Betrieb fehlt oder die Quelle meldet eine ungeklärte Störung.
Ältere Angaben ältere Dokumentation
Die jüngste datierte Angabe stammt aus der Zeit vor 2025.
Außer Betrieb außer Betrieb gemeldet
Eine Quelle meldet das Relais als abgeschaltet, abgebaut oder verloren, und die Rückkehr ist nicht belegt.

Die Sicherheit der Angaben (hoch, mittel, gering) stammt aus der Recherche und beschreibt, wie gut die Belege eines Eintrags sind.

Meldungen aus der Gemeinschaft

Hinweise und Korrekturen kommen über das Meldeformular, ein Konto ist dafür nicht nötig. Eine Meldung ändert nichts sofort. Übernommen wird nach Durchsicht und nur mit öffentlicher Quelle, jede Änderung steht im Änderungsprotokoll. Andere Relaisverzeichnisse zählen nicht als Quelle.

Wo Angaben fehlen, zeigt die Seite Relaisdaten ergänzen, was gesucht wird. Dort stehen auch Rufzeichen aus der Liste der Bundesnetzagentur, zu denen die Recherche keinen Beleg gefunden hat.

Grenzen

Die Vorbelegung bleibt eine Tatsache: Die Lesung zeigt, dass ein Wert in der Quelle steht, nicht wie er gefunden wurde, und eine Quelle kann ihrerseits aus einer Liste übernommen haben. Nicht alle Felder sind gleich tief geprüft: Frequenz, Eingabe, Ton und Locator wurden blind gelesen, Status und Betreiber nicht vollständig. Viele Relais haben keinen belegten Standort und fehlen deshalb auf der Karte.

Das Verzeichnis zeigt den zuletzt dokumentierten Betrieb, nicht was in diesem Moment auf Sendung ist. Eine Frequenz in der Liste heißt nicht, dass das Relais in Betrieb ist. Eine Echtzeit-Anzeige gibt es nicht. Relais ziehen um, werden abgeschaltet oder neu eingestellt, ohne dass eine Quelle das sofort nachträgt. Vor dem ersten Durchgang hilft es, auf der Ausgabe zu hören.

Stand des Bestands: 31.10.2026, 635 Relais mit 847 Kanälen.

Die Suche nach Orten nutzt Ortsnamen und Koordinaten von GeoNames (CC BY 4.0). Sie sind nur Mittelpunkt der Suche und nicht Teil der Daten.

Nutzung

Eine allgemeine Freigabe der vollständigen Datenbank zur Übernahme und Weiterveröffentlichung ist derzeit nicht vorgesehen.

Datenbanken und Verzeichnisse wie dieses sind samt API-Ausgaben von der allgemeinen CC-BY-SA-4.0-Lizenz ausgenommen, eigene redaktionelle Texte nicht. Einzelheiten auf der Lizenzseite.

Zurück zum Verzeichnis oder zur API

×Vollbild