Stell dir vor, du stehst mit deinem Handfunkgerät in München und unterhältst dich mit einem Funkamateur in Australien - über ein lokales 2m-Relais. Genau das macht EchoLink möglich: Es verbindet Amateurfunk-Relais und einzelne Stationen weltweit über das Internet.

💡 Kurzfassung: EchoLink ist ein kostenloses VoIP-System für Funkamateure. Du wählst per DTMF-Tönen eine Node-Nummer, und dein lokales Relais verbindet sich mit einer Station am anderen Ende der Welt. Wer teilnehmen will, muss seine Amateurfunkzulassung nachweisen.

Was ist EchoLink?

Kurz gesagt: EchoLink ist ein Sprachübertragungssystem, das Amateurfunkstellen über das Internet koppelt. Der klassische EchoLink-Verkehr überträgt die Sprache stark komprimiert als Paketstrom direkt zwischen den beteiligten Stationen; nötig sind dafür nur einige zehn kbit/s. Beim üblichen Zugang über ein analoges FM-Relais bleibt die Funkstrecke analog - die IP-Sprachübertragung beginnt erst hinter dem Relais.

Das Prinzip ist simpel: EchoLink-fähige Relais sind mit dem Internet verbunden. Wenn du eine bestimmte Nummer eingibst, baut dein Relais eine Sprachverbindung zu einer anderen Station auf - egal wo auf der Welt sie steht.

Du funkst also ganz normal auf deiner lokalen Relaisfrequenz. Nur dass dein Signal nicht nur im Umkreis von einigen Dutzend Kilometern ankommt, sondern überall dort, wo die Gegenstelle steht.

✅ Was du damit machen kannst:
  • Weltweit funken - auch wenn die Ausbreitungsbedingungen schlecht sind
  • Unterwegs QRV bleiben - im Urlaub das Heimat-Relais erreichen
  • An Runden teilnehmen - internationale Netze und Konferenzen besuchen
  • Ohne Funkgerät teilnehmen - per Smartphone-App, Browser oder PC

Die drei Stationstypen

EchoLink kennt drei Arten von Teilnehmern, die du an der Endung erkennst:

TypEndungWas ist das?
Repeater-RSysop-Station im Duplex-Betrieb, also ein Relais mit Ein- und Ausgabefrequenz
Link-LSysop-Station im Simplex-Betrieb, ein Zugang auf nur einer Frequenz
User(keine)Jemand am PC, Tablet oder Smartphone, ganz ohne Funkgerät

Wenn du also DB0XYZ-R siehst, weißt du: Das ist ein Relais. Bei DL1ABC ohne Zusatz sitzt jemand am Computer.

Dazu kommen Konferenzserver, auf denen sich mehrere Stationen gleichzeitig treffen. Sie tragen meist Sternchen im Namen und laufen üblicherweise mit der Software theBridge.

Die Node-Nummer bekommst du zugeteilt

Jede EchoLink-Station hat eine eindeutige Node-Nummer - vergleichbar mit einer Telefonnummer. Sie wird bei der ersten erfolgreichen Registrierung automatisch vergeben; eine bestimmte Nummer lässt sich auf dem regulären Weg nicht aussuchen. Daneben bietet der Betreiber ein eigenes Programm für Vanity Node Numbers an, und eigene Nummern lassen sich zwischen den eigenen Rufzeichen tauschen.

EchoLink und der Prüfungsstoff

Ein EchoLink-fähiges Relais bleibt rechtlich eine Relaisfunkstelle; die Anbindung ans Internet kommt als zusätzliche Verbindung dieser Amateurfunkstelle mit einem Telekommunikationsnetz hinzu und ist getrennt geregelt. Beides ist im Fragenkatalog abgedeckt. Wer verstehen will, warum nicht jeder einfach ein Relais ans Netz hängen darf, findet die Antwort in genau diesen Fragen.

Prüfungsfragen zu EchoLink

Vier Prüfungsfragen rund um Relais und Internet

Fragetext und Antworten stammen aus dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog. Die Reihenfolge der Antworten wird bei jedem Aufruf neu gemischt und weicht deshalb vom Katalog ab. Nichts wird gespeichert, du kannst beliebig oft probieren.

VD118 Wie ist der Begriff "Relaisfunkstelle" nach dem Wortlaut der Amateurfunkverordnung (AFuV) definiert?

  • Eine "Relaisfunkstelle" ist eine fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstelle oder fernbedient und automatisch arbeitende Amateurfunkstelle in Satelliten, die empfangene Amateurfunk-Aussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Inhalte fernausgelöst wieder aussendet oder weiterleitet.
  • Eine "Relaisfunkstelle" ist eine von einem Funkamateur ständig besetzte Amateurfunkstelle, die empfangene Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale fern ausgelöst aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Amateurfunkstellen dient.
  • Eine "Relaisfunkstelle" ist eine fernbediente Amateurfunkstelle, die mit dem persönlichen Rufzeichen des Inhabers betrieben wird.
  • Eine "Relaisfunkstelle" ist eine fernbediente Amateurfunkstelle, die nur an einem geografisch exponierten Standort betrieben werden darf.

VD502 Unter welchen Voraussetzungen darf ein Funkamateur eine Amateurfunkstelle als Relaisfunkstelle betreiben?

  • Wenn er für die Relaisfunkstelle eine Rufzeichenzuteilung besitzt und die darin festgelegten Rahmenbedingungen einhält
  • Wenn die Relaisfunkstelle keine große Reichweite hat
  • Wenn er mindestens 20 Unterschriften als Beweis der Notwendigkeit vorlegen kann und die Rahmenbedingungen für Relaisfunkstellen einhält
  • Wenn er die technischen Einrichtungen dafür selbst instand halten kann

VD504 Wann kann ein verantwortlicher Funkamateur einen bestimmten Funkamateur vom Betrieb über die von ihm betreute Relaisfunkstelle ausschließen?

  • Wenn dies dazu dient, den störungsfreien Betrieb der Relaisfunkstelle sicherzustellen
  • Wenn ein Funkamateur die Relaisfunkstelle zu häufig benutzt
  • Wenn die Relaisnutzungsgebühr nicht entrichtet wurde
  • Wenn ein Funkamateur das Mindestalter noch nicht erreicht hat

EE414 Kann das Internetprotokoll (IP) im Amateurfunk verwendet werden?

  • Ja, es ist nicht auf das Internet beschränkt.
  • Ja, die Kodierung des Amateurfunkrufzeichens erfolgt in der Subnetzmaske.
  • Nein, Internetnutzern würde so Zugang zum Amateurfunkband ermöglicht.
  • Nein, die benötigte Bandbreite steht im Amateurfunk nicht zur Verfügung.

Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.

Die Relais-Fragen sind Pflichtstoff: Sie kommen in der Prüfung "Kenntnisse von Vorschriften" dran - für jede Klasse.
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Was in Deutschland erlaubt ist

Die Verbindung einer Amateurfunkstelle mit dem Internet ist in Deutschland ausdrücklich geregelt - sie war es nicht immer. Maßgeblich ist § 16 Absatz 3 der Amateurfunkverordnung:

📖 § 16 Abs. 3 AFuV im Wortlaut:
"Eine Amateurfunkstelle darf mit Telekommunikationsnetzen verbunden werden. Dabei sind die telekommunikationsrechtlichen Bestimmungen zu beachten. Die Bereitstellung von Verbindungen zu Telekommunikationsnetzen über eine fernbediente Amateurfunkstelle nach § 13 ist nur dem Inhaber des Rufzeichens für diese Amateurfunkstelle gestattet."

Der letzte Satz ist der wichtige: Wer einen EchoLink-Zugang an einem Relais einrichtet, muss der Inhaber der Rufzeichenzuteilung für dieses Relais sein. Ein beliebiger Funkamateur darf fremde Relais nicht ans Netz hängen - genau das prüft auch Frage VD502 oben ab.

⚠️ Nicht verwechseln: § 13a AFuV regelt den fernbedienten Betrieb der eigenen Station über das Internet, also etwa den heimischen Transceiver aus dem Urlaub zu steuern. Das ist Inhabern der Klasse A vorbehalten. Die normale EchoLink-Nutzung zu fremden Stationen fällt nicht unter diesen Paragrafen - EchoLink ist also kein Klasse-A-Privileg.

Für die Betriebsabwicklung gilt nichts Besonderes: § 11 AFuV verlangt die Nennung des Rufzeichens bei Beginn und Ende jeder Funkverbindung sowie mindestens alle zehn Minuten. Die Vorschrift ist technikneutral formuliert und macht für internetgestützte Verbindungen keine Ausnahme.

EchoLink einrichten

Bevor du loslegen kannst, musst du dich einmalig registrieren und validieren lassen. EchoLink prüft, ob du wirklich eine gültige Zulassung zum Amateurfunkdienst hast - schließlich soll das System nur von Funkamateuren genutzt werden. Genau das unterscheidet es von allgemeinen Push-to-Talk-Apps.

Schritt 1: Validierung

  1. Software oder App von echolink.org installieren
  2. Beim ersten Start Rufzeichen und E-Mail-Adresse eingeben
  3. Auf der Validierungsseite einen Scan oder ein Foto der Zulassungsurkunde hochladen (JPG, PNG, GIF, TIF oder PDF)
  4. Freischaltung abwarten

Der Betreiber verlangt weltweit mindestens eine Zulassung der CEPT-Klasse 2 oder höher. Ausbildungsrufzeichen, Empfangsstationen und befristete Sonderrufzeichen werden nicht validiert. Eine verbindliche Bearbeitungszeit wird nirgends zugesagt; Erfahrungsberichte reichen von wenigen Stunden bis zu einer knappen Woche.

⚠️ Klasse N: unklar. Die Validierungsseite nennt als Ausnahme von der CEPT-2-Regel wörtlich "Class 3 licenses in Germany" - eine Formulierung aus der Zeit der alten deutschen Klassen 1/2/3, die vor 2006 galten. Ob damit heute die Klasse E, die Klasse N oder beide gemeint sind, geht aus der Seite nicht hervor. Wer mit Klasse N einsteigen will, probiert die Validierung am besten einfach aus, statt sich auf eine Auslegung zu verlassen.

Schritt 2: Software wählen

PlattformSoftwareBesonderheit
WindowsEchoLinkDer Original-Client mit dem vollen Funktionsumfang inklusive Sysop-Modus
iPhone/iPadEchoLink AppSeit Februar 2010
AndroidEchoLink AppSeit August 2010
BrowserEchoLink WebSeit Ende 2023, keine Installation nötig
LinuxQtel (SvxLink)Freie Software, wird im SvxLink-Projekt gepflegt

Firewall, DS-Lite und der Proxy

Der klassische EchoLink-Client nutzt bei einer Direktverbindung drei Ports mit unterschiedlichen Aufgaben:

PortWofür
UDP 5198Sprachdaten und Chat
UDP 5199Steuerung der Verbindung, Sende- und Empfangsumschaltung
TCP 5200Anmeldung am Verzeichnisserver, Abruf der Stationsliste

Die Anmeldung läuft über den Verzeichnisserver, die Sprache danach direkt zwischen den beiden Stationen. Das erklärt, warum eingehende UDP-Pakete bei dir ankommen müssen - und warum es hakt, sobald dein Anschluss keine eigene öffentliche IPv4-Adresse mehr hat.

Für EchoLink Web gilt das nicht: Die Browser-Variante läuft vollständig über die Proxy-Infrastruktur des Betreibers und kommt ohne Portweiterleitung aus. Dafür braucht sie mehr Bandbreite als der klassische Client.

⚠️ DS-Lite und CGNAT: Viele deutsche Anbieter vergeben keine eigene öffentliche IPv4-Adresse mehr. Dann hilft keine Portweiterleitung, weil der Port gar nicht dir gehört. Der offizielle Ausweg ist der Proxy-Modus: Ein Proxy-Server mit öffentlicher Adresse nimmt den Verkehr für dich entgegen und tunnelt ihn über eine einzige ausgehende Verbindung (TCP 8100) zu dir. Wichtig: Ein Proxy bedient immer nur eine Station gleichzeitig.

EchoLink über Funk bedienen

Das Schöne an EchoLink: Du brauchst keinen Computer. Wenn dein lokales Relais EchoLink-fähig ist, steuerst du alles mit DTMF-Tönen - also den Pieptönen, die dein Funkgerät beim Drücken der Zifferntasten erzeugt.

❌ Der häufigste Irrtum: "Die DTMF-Befehle sind überall gleich."
Sind sie nicht. Die unten stehende Tabelle ist die Werkseinstellung des Windows-Clients im Sysop-Modus. Jeder Betreiber kann jeden einzelnen Befehl umbelegen - und viele deutsche Relais laufen gar nicht mit dieser Software, sondern mit SvxLink, das ein völlig anderes Menü mitbringt. Sieh immer auf der Seite deines Relais nach, bevor du Töne sendest.
BefehlFunktion (Werkseinstellung Windows-Client)
[Node-Nummer]Verbindung herstellen (ohne abschließendes #)
#Verbindung trennen
##Alle Verbindungen trennen
08Status abfragen
09Letzte Verbindung wiederherstellen
*Stations-Info abspielen
00 / 01 / 02 / 03Zufälliger Node / Link / Konferenz / User
C + Rufzeichen + #Verbindung über das Rufzeichen statt über die Nummer

Zum Vergleich: Am Relais DB0UC wird das EchoLink-Modul erst mit 2# aktiviert, eine Verbindung per Rufzeichen läuft über 6*, und nach 300 Sekunden ohne Betrieb trennt die Steuerung selbsttätig. Wer dort die Windows-Befehle eintastet, erreicht nichts.

Rufzeichen als Ziffernpaare

Bei der Verbindung über das Rufzeichen wird jeder Buchstabe als zweistelliger Code eingegeben: erste Ziffer die Telefontaste, zweite Ziffer die Position des Buchstabens auf dieser Taste.

  • D = Taste 3, Position 1 → 31
  • L = Taste 5, Position 3 → 53
  • Ziffern bekommen eine 0 angehängt: die 7 wird zu 70
  • Sonderfall: Q = 11 und Z = 12, weil beide auf klassischen Telefontastaturen fehlen
💡 Praxis-Tipp: Drücke die Sendetaste, warte eine gute Sekunde und sprich erst dann. Der Weg über Internet und Jitter-Puffer kostet Zeit, und ohne diese Pause fehlt der Gegenstelle regelmäßig das erste Wort. Aus demselben Grund sind auf EchoLink-Verbindungen etwas längere Durchgänge üblich statt schneller Mikrofonwechsel.
Relais richtig bedienen: Eingabe- und Ausgabefrequenz, Ablage, Rufzeichennennung - das steht alles im Fragenkatalog und ist schneller gelernt, als man denkt.
Betriebstechnik lernen

Konferenzen und Netze

Neben Punkt-zu-Punkt-Verbindungen unterstützt EchoLink Konferenzserver. Dort können sich mehrere Stationen gleichzeitig treffen - ideal für Runden und Netze. Erkennbar sind sie an Sternchen im Namen, etwa *GERMANY* oder *ENGLISH*.

Node-Nummern und Namen ändern sich mit der Zeit. Die aktuelle Übersicht steht auf der EchoLink-Konferenzseite.

💡 Tipp: In Konferenzen gelten die üblichen Umgangsformen. Erst zuhören, dann in einer Gesprächspause mit Rufzeichen melden.

EchoLink im Vergleich

EchoLink ist eines von mehreren Systemen, die Amateurfunkstellen über das Internet koppeln:

SystemSeitKernEntscheidender Unterschied
EchoLink2002Analoges FM, über Internet gebrücktSehr niedrige Einstiegshürde, Teilnahme auch ganz ohne Funkgerät
IRLP1997Relais zu RelaisBewusst kein reiner PC-Zugang: "Keeping the Radio in Amateur Radio"
AllStarLink2008Asterisk-basierte RelaissteuerungOffen und frei konfigurierbar, kann EchoLink einbinden
D-STARStandard 2001Digitale Übertragung auf dem BandEcht digital über Funk, nicht nur im Internet-Abschnitt
DMRNetze ab 2014Digital mit TalkgroupsGünstiger Einstieg, auch per Hotspot ohne Relais nutzbar

Zwei Punkte, die oft durcheinandergehen: Bei D-STAR ist 2001 das Jahr der Standardveröffentlichung durch die JARL - kaufbare Geräte gab es erst ab 2004. Und der Unterschied zu IRLP liegt nicht in der Technik allein, sondern in der Philosophie: IRLP verzichtet absichtlich auf den Zugang ohne Funkgerät. Dass die Audioqualität dort besser sei, wird häufig behauptet und hat mit dem weniger stark komprimierenden Codec auch einen realen Kern - belastbare Messungen dazu gibt es aber nicht.

💡 Brücken zwischen den Systemen: Manche Relais sind sowohl bei EchoLink als auch bei IRLP angemeldet; dafür gibt es eigene Software. Direkt durchverbinden lassen sich die beiden Netze dabei bewusst nicht.

Geschichte

Den Anfang machte nicht EchoLink, sondern IRLP: 1997 nahm Dave Cameron (VE7LTD) die ersten Knoten in Betrieb. 2001 folgte iLINK von Graeme Barnes (M0CSH) als Windows-Variante, die zusätzlich Verbindungen direkt aus dem Internet erlaubte.

EchoLink entstand 2002 als iLINK-kompatibler Client von Jonathan Taylor (K1RFD), der das System bis heute betreibt. Innerhalb kurzer Zeit löste es den Vorgänger weitgehend ab. 2010 kamen die Apps für iPhone und Android, Ende 2023 eine Browser-Version ohne Installation.

Der Betreiber nennt auf der Startseite über 350.000 validierte Nutzer in 159 Ländern und rund 6.000 gleichzeitig angemeldete Stationen. Diese Angaben sind als Größenordnung zu verstehen und nicht als Live-Zähler.

Praktische Tipps

Do's
  • Nach dem QSO die Verbindung trennen
  • Nach dem Drücken der Sendetaste kurz warten
  • Rufzeichen nennen wie auf jeder anderen Frequenz
  • Vorher nachsehen, welche Befehle das Relais erwartet
Don'ts
  • Verbindung offen lassen - das blockiert das Relais
  • Endlos-QSOs auf stark genutzten Relais
  • DTMF-Töne senden, während andere sprechen
  • Blind die Standardbefehle eintasten und sich wundern

Verbreitete Irrtümer

❌ "Für EchoLink braucht man keine Lizenz."
Falsch. Ohne Nachweis der Zulassung wird kein Zugang freigeschaltet - das ist der Kern des Systems und der Unterschied zu allgemeinen Sprach-Apps.
❌ "EchoLink-Verbindungen zählen für das DXCC."
Nein. Die DXCC-Regeln der ARRL schließen Verbindungen über Relais und andere Weiterleitungswege ausdrücklich aus; einzige Ausnahme sind Satelliten im Satelliten-DXCC. Für andere Diplome kann es abweichende Regeln geben - im Zweifel die Ausschreibung lesen.
❌ "Das ist doch gar kein Funk mehr."
Auf der Funkstrecke zwischen dir und dem Relais ändert sich nichts: normales analoges FM, mit denselben Regeln und derselben Betriebstechnik. Über das Band werden keine Digitalsignale gesendet, das Internet ersetzt nur die Strecke zwischen zwei Relais.

Noch keine Zulassung?

Für EchoLink brauchst du ein Amateurfunkzeugnis - und dafür die Prüfung bei der Bundesnetzagentur. Die Vorbereitung mit dem offiziellen Fragenkatalog ist hier kostenlos.

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Häufige Fragen

Brauche ich ein Funkgerät für EchoLink?

Nein, du kannst EchoLink auch nur mit Computer, Smartphone oder Tablet nutzen. Eine gültige Amateurfunkzulassung brauchst du trotzdem, denn ohne Validierung wird kein Zugang freigeschaltet.

Kostet EchoLink etwas?

Nein, Software und Nutzung sind kostenlos. Für die Freischaltung musst du einmalig deine Zulassungsurkunde hochladen.

Darf ich als Funkamateur ein Relais ans Internet anschließen?

Nur wenn du selbst Inhaber der Rufzeichenzuteilung für dieses Relais bist. Das steht in § 16 Absatz 3 der Amateurfunkverordnung: Verbindungen zu Telekommunikationsnetzen über eine fernbediente Amateurfunkstelle darf ausschließlich der Rufzeicheninhaber bereitstellen.

Ist EchoLink Inhabern der Klasse A vorbehalten?

Nein. Auf Klasse A beschränkt ist der fernbediente Betrieb der eigenen Station nach § 13a AFuV, also etwa das Fernsteuern des heimischen Transceivers. Das ist etwas anderes als eine EchoLink-Verbindung zu einer fremden Station.

Warum kann ich mich nicht verbinden?

Beim klassischen Client mit Direktverbindung sind die häufigsten Ursachen: Die Ports UDP 5198 und 5199 sowie TCP 5200 kommen nicht durch, oder dein Anschluss hat wegen DS-Lite beziehungsweise CGNAT keine eigene öffentliche IPv4-Adresse. Im ersten Fall hilft eine Portweiterleitung, im zweiten nur der Proxy-Modus. EchoLink Web umgeht das Problem, weil es ohnehin über die Proxy-Infrastruktur läuft.

Gelten die DTMF-Befehle an jedem Relais gleich?

Nein. Der bekannte Satz mit "#" zum Trennen und "08" für den Status ist die Werkseinstellung des Windows-Clients im Sysop-Modus. Jeder Betreiber kann die Befehle ändern, und Relais mit der Software SvxLink verwenden ein ganz anderes Menü. Sieh vorher auf der Seite deines Relais nach.

Zählt ein EchoLink-QSO für Diplome?

Für das DXCC nicht: Die ARRL-Regeln schließen Verbindungen über Relais und ähnliche Weiterleitungswege aus, ausgenommen Satelliten im Satelliten-DXCC. Andere Diplomprogramme regeln das unterschiedlich, deshalb lohnt ein Blick in die jeweilige Ausschreibung.

Was ist der Unterschied zwischen -R und -L?

-R steht für eine Sysop-Station im Duplex-Betrieb, also ein Relais mit getrennter Eingabe- und Ausgabefrequenz. -L bezeichnet einen Simplex-Zugang auf einer einzigen Frequenz. Für dich als Nutzer macht das im Betrieb kaum einen Unterschied.

Quellen:Amateurfunkverordnung (AFuV), § 11 · Amateurfunkverordnung (AFuV), § 13a · Amateurfunkverordnung (AFuV), § 16 · EchoLink: Startseite · EchoLink: Authentication · EchoLink: Proxy · EchoLink: FAQ · SvxLink: ModuleEchoLink · ARRL: DXCC Rules, Section I · DB0UC: EchoLink-Bedienung am Relais · Wikipedia: EchoLink. Angaben zu Nutzerzahlen stammen vom Betreiber und werden dort nicht laufend fortgeschrieben. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung; maßgeblich ist der jeweils gültige Verordnungstext.

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