Ein KiwiSDR ist ein Kurzwellenempfänger, der an einem Netzwerkkabel hängt statt an einem Lautsprecher. Wer ihn öffentlich betreibt, lässt bis zu acht Hörer gleichzeitig über den Browser mithören, jeder auf seiner eigenen Frequenz. Dafür brauchst du weder Gerät noch Antenne noch Lizenz, nur eine Internetverbindung. Hunderte dieser Empfänger stehen weltweit bereit, Dutzende davon in Deutschland. Welche gerade antworten, zeigt die Liste gleich unten. Ein Klick auf "Jetzt hören" öffnet den Empfänger, und du hörst Amateurfunk, Rundfunk oder Zeitzeichen aus der Gegend, in der er steht.
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KiwiSDR online: Empfänger in Deutschland, die gerade antworten
12db fragt jeden bekannten KiwiSDR mehrmals am Tag an und zeigt hier die deutschen Geräte, die bei der letzten Prüfung mit ihrer Oberfläche geantwortet haben. Der Status sagt, ob der Server erreichbar ist. Ob gerade ein Hörplatz frei ist, siehst du erst nach dem Klick: Ist ein Kiwi voll, landest du auf einer Warteseite und bekommst den nächsten freien Kanal.
| Status | Empfänger und Standort | Bänder | Verfügbarkeit 30 Tage | |
|---|---|---|---|---|
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0,5-30 MHz SDR, Bad MünstereifelLocator JO30JO | Kurzwelle 160 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz DH8WR Rudolstadt JO50QR Ant. 80m Delta Loop vert. full sizeLocator JO50QR | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz DL0MZ DARC OV-MAINZ | JN49AV @ DF7PNLocator JN49AV | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHZ Funkfreunde Werratal | Tiefenort-Krayenburg,GermanyLocator JO50BU | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz KIWI SDR form DL0HGN/DQ1V | Germany, HagenowLocator JO53OJ | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hörenweitere Zugänge: 2 · 3 · 4 |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz KiwiSDR #2, DC9FD, Fulda, Germany, ALA1530LNLocator JO40RN | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHZ KIWISDR - DO9PL & 13RC811 - METTMANN / NEANDERTAL - JO31LG - GERMANYLocator JO31LG | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hörenweitere Zugänge: 2 |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz KiwiSDR | DO6LSM | Borgwedel, GermanyLocator JO44TM | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hörenweitere Zugänge: 2 |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHZ KIWISDR | Kamen, GermanyLocator JO31TN | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz KIWISDR, DM0ESS, GERMANYLocator JN57DM | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz MFJ-1886 Loop, DH5PR, Rhede, GermanyLocator JO31IT | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
| onlinegeprüft 11.10., 08:45 | 0-30 MHz SDR - DL0RCW - S46 | Crimmitschau, GermanyLocator JO60DS | Kurzwelle 2190 m bis 10 m, CB | 100 % | Jetzt hören |
Alle 85 KiwiSDR in Deutschland KiwiSDR weltweit KiwiSDR-Karte
Die vollständige Liste mit Filtern nach Band, Region und Entfernung zu deinem Locator steht im WebSDR-Verzeichnis. Dort findest du auch WebSDR- und OpenWebRX-Empfänger, falls kein Kiwi in deiner Nähe antwortet. Das offizielle Verzeichnis des Projekts unter rx.kiwisdr.com zeigt zusätzlich, wie viele Hörplätze je Gerät belegt sind, welche Antenne der Betreiber angegeben hat und einen vom Gerät selbst gemessenen SNR-Wert für die Empfangsqualität. Die zugehörige Karte liegt unter map.kiwisdr.com.
Was ist ein KiwiSDR?
Kurz gesagt: Ein KiwiSDR ist eine Aufsteckplatine für den Kleinrechner BeagleBone, die den gesamten Bereich von 10 kHz bis 30 MHz auf einmal digitalisiert und über einen eingebauten Webserver an Browser verteilt. Software Defined Radio heißt: Ein Analog-Digital-Wandler nimmt das Antennensignal auf, alles Weitere, vom Filtern über das Demodulieren bis zum Wasserfall, erledigt Software. Beim KiwiSDR läuft diese Software auf einem FPGA und dem BeagleBone, nicht auf deinem Rechner. Dein Browser bekommt nur den fertigen Ton und das Bild des Spektrums.
Der Signalweg: Antenne, dann der 14-Bit-Wandler (ein LTC2248 mit rund 65 Millionen Abtastungen je Sekunde), dann die digitale Signalverarbeitung im FPGA (Xilinx Artix-7), die aus dem breiten Datenstrom für jeden Hörer seinen schmalen Ausschnitt herausrechnet, dann der BeagleBone mit dem Webserver, dann das Netzwerk, dann dein Browser. Ein GPS-Empfänger ist mit auf der Platine. Er hält den Takt des Wandlers laufend auf Frequenz und liefert die Zeitbasis für die Senderortung, die weiter unten vorkommt.
Der Unterschied zu einem Weltempfänger: Der steht bei dir und hört, was deine Antenne liefert. Ein KiwiSDR steht beim Betreiber, oft auf dem Land mit guter Antenne, und du hörst, was dort ankommt. Der Unterschied zu einem USB-Stick wie dem RTL-SDR: Der Stick braucht deinen Rechner und deine Antenne, der Kiwi ist ein eigenständiges Gerät im Netz. Und der Unterschied zu einem Radiostream: Du hörst nicht, was jemand ausgewählt hat, sondern drehst selbst am Band, unabhängig von allen anderen, die gerade an demselben Gerät hängen.
Welche Frequenzen empfängt ein KiwiSDR?
Der nutzbare Bereich reicht von 10 kHz bis 30 MHz: der obere Teil der Längstwelle, Langwelle, Mittelwelle und die gesamte Kurzwelle. Der Betreiber kann die Obergrenze auf 32 MHz anheben, das liegt außerhalb der Spezifikation: Oberhalb von 30 MHz nehmen Spiegelsignale und Störlinien zu, weil der Wandler mit 66,67 MHz taktet und das Eingangsfilter bei 30 MHz schließt. UKW, 2 m oder 70 cm empfängt ein Kiwi nicht. Wer dort hören will, nimmt einen OpenWebRX-Empfänger aus dem Verzeichnis oder einen Funkscanner.
| Bereich | Was dort zu hören ist | Betriebsart |
|---|---|---|
| 77,5 kHz | Zeitzeichensender DCF77 aus Mainflingen, der Takt der Funkuhren | CW oder AM, als Signal im Wasserfall |
| 153 bis 279 kHz, 531 bis 1602 kHz | Rundfunk auf Lang- und Mittelwelle, abends aus ganz Europa | AM, besser SAM |
| 1,8 bis 29,7 MHz | Die Amateurfunkbänder 160 m bis 10 m | LSB unter 10 MHz, USB darüber, CW, FT8 in USB |
| 3 bis 22 MHz | Internationale Rundfunkbänder (75 m bis 13 m) | AM |
| 14,1 MHz, 18,11 MHz, 21,15 MHz, 24,93 MHz, 28,2 MHz | Die Baken des IARU-Bakenprojekts, jede sendet reihum zehn Sekunden | CW |
| 26,965 bis 27,405 MHz | CB-Funk auf 11 m, bei Bandöffnungen aus ganz Europa | AM, FM, SSB |
Wie viele hören gleichzeitig?
Seit der Softwareversion 1.900 vom Juli 2026 stellt ein Kiwi bis zu acht Kanäle bereit, jeder mit eigenem Ton und eigenem Wasserfall. Vorher waren es vier Kanäle mit vollem Wasserfall, wahlweise acht, von denen nur zwei einen Wasserfall hatten. Öffentlich gelistete Geräte wurden mit dem Update einmalig auf den Achtkanal-Modus umgestellt, der Betreiber kann aber zurück auf vier Kanäle mit feinerem Zoom oder auf drei Kanäle mit breiterem Audio schalten. Der Preis der acht Kanäle: Die feinste Zoomstufe des Wasserfalls fällt von z14 auf z11, die GPS-Kanäle von zwölf auf acht. Mehr Hörer bedeuten keinen schlechteren Empfang, der Wandler liefert für alle dasselbe Signal. Nur die Zahl der Plätze ist begrenzt. Ist ein Kiwi voll, wartest du auf einer Warteseite, bis ein Kanal frei wird, oder nimmst den nächsten aus der Liste.
Prüfungsfragen zu SDR, Wasserfall und Mithören
Vier Prüfungsfragen rund um das Hören am KiwiSDR
Fragetext und Abbildung stammen aus dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog. Die Reihenfolge der Antworten wird bei jedem Aufruf neu gemischt und weicht deshalb vom Katalog ab. Nichts wird gespeichert, du kannst beliebig oft probieren.
EF603 Worauf deutet die Bezeichnung SDR bei einem Transceiver oder Empfänger hin?
- Zumindest ein Teil der Signalaufbereitung ist in Software realisiert.
- Es werden spezielle Antennenanschlüsse für digitale Signale verwendet.
- Zumindest im NF-Bereich wird Analogtechnik eingesetzt, um besseren Klang zu erreichen.
- Die Aussendung bzw. der Empfang erfolgt über das Internet und nicht per Funk.
NF106 Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Was wird im Wasserfalldiagramm dargestellt und wie erfolgt die Darstellung?

- Frequenz und Zeit auf den Achsen und Signalstärke als Farbton und/oder Helligkeit.
- Frequenz und Signalstärke auf den Achsen und Zeit als Farbton und/oder Helligkeit.
- Signalstärke und Zeit auf den Achsen und Frequenz als Farbton und/oder Helligkeit.
- Signalstärke und Phase auf den Achsen und Zeit als Farbton und/oder Helligkeit.
EE405 Wie können Sie automatische Empfangsberichte zu Aussendungen erhalten, z. B. um die Reichweite ihrer Sendeanlage zu testen?
- Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) und Suche nach Ihrem Rufzeichen auf passenden Internetplattformen
- Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und der Anzahl der maximal gewünschten Empfangsberichte
- Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (5 WPM) mit dem Zusatz "AUTO RSVP" (vom französischen "répondez s'il vous plaît") und Abhören der 10 kHz höher gelegenen Frequenz
- Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (12 WPM) mit dem Zusatz "R" (für Report) und Abhören der 10 kHz tiefer gelegenen Frequenz
VE202 Bei welcher Handlung verletzt ein Funkamateur das Fernmeldegeheimnis?
- Bei Empfang, Verwertung oder Weitergabe von Nachrichten, die nicht für Funkamateure, die Allgemeinheit oder einen unbestimmten Personenkreis bestimmt sind.
- Bei Verwertung oder Weitergabe von Gesprächsinhalten und Daten aus Amateurfunkverbindungen, an denen der Funkamateur nicht selbst beteiligt war.
- Bei Verwertung oder Weitergabe von Gesprächsinhalten und Daten aus Amateurfunkverbindungen, unabhängig davon, ob der Funkamateur selbst beteiligt war.
- Bei Aufzeichnung und Weitergabe von Gesprächsinhalten und Daten aus Amateurfunkverbindungen, insbesondere, wenn die Weitergabe an Nicht-Funkamateure erfolgt.
Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur (Klassen N und E). Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.
Die dritte Frage ist beim KiwiSDR Alltag: Viele Betreiber lassen die eingebauten Decoder für WSPR und FT8 laufen und melden jede gehörte Station automatisch an wsprnet.org und PSK Reporter. Wer dort sein Rufzeichen sucht, findet die Kiwis, die ihn gehört haben, mit Standort und Signalstärke.
KiwiSDR bedienen: Anleitung auf Deutsch

Die Oberfläche ist bei allen Kiwis dieselbe, weil sie aus dem Gerät kommt. Einmal verstanden, gilt sie überall.
- Empfänger öffnen. Ein Klick auf "Jetzt hören" in der Liste oben. Die Seite lädt den Wasserfall, nach ein, zwei Sekunden läuft der Ton. Bleibt es still, einmal in die Seite klicken: Browser spielen Ton erst nach einer Berührung ab.
- Frequenz eingeben. Rechts unten im Bedienfeld steht die Frequenz in Kilohertz. 7100 heißt 7,1 MHz, 198 heißt 198 kHz. Eingabe mit Enter bestätigen. Alternativ im Wasserfall auf ein Signal klicken, dann springt der Empfänger dorthin.
- Signal im Wasserfall finden. Jede Aussendung ist ein heller Streifen, der von oben nach unten durchläuft. Mit dem Mausrad oder den Zoom-Knöpfen holst du einen Ausschnitt heran, die Bandknöpfe springen direkt auf 80 m, 40 m oder 20 m.
- Betriebsart wählen. AM für Rundfunk, LSB für Sprechfunk unter 10 MHz, USB darüber, CW für Morsezeichen. Welche Taste zu welchem Signal gehört, steht unter Betriebsarten.
- Filter anpassen. Über dem Wasserfall liegt das Durchlassband als gelbe Fläche. An ihren schrägen Rändern ziehst du die Flanken enger, bei Störungen durch einen Nachbarn hilft das sofort. Mit gedrückter Alt-Taste verschiebst du die ganze Fläche.
- Lautstärke und Stummschaltung. Der Regler sitzt im Bedienfeld. Die Taste H blendet alle Tastaturkürzel ein.
Das Wasserfalldiagramm lesen
Das Spektrum oben zeigt die Signalstärke über der Frequenz in diesem Moment, der Wasserfall darunter schreibt dieselbe Zeile Sekunde für Sekunde nach unten weiter. Waagerecht steht die Frequenz, senkrecht die Zeit, die Farbe ist die Stärke. Ein Sprechfunksignal ist ein 2,4 kHz breiter, flackernder Streifen. Ein AM-Rundfunksender ist ein breiteres Band mit kräftigem Träger in der Mitte und Seitenbändern zu beiden Seiten. Morsezeichen sind eine dünne Linie mit Lücken. FT8 erkennst du an einem Block aus vielen schmalen Streifen, die alle 15 Sekunden gleichzeitig beginnen. Ein Störer, etwa ein Schaltnetzteil, zieht gleichmäßige Streifen über das ganze Band. Die Prüfungsfrage NF106 oben fragt genau das ab: Frequenz und Zeit auf den Achsen, Stärke als Farbe.
AM, SAM, USB, LSB und CW einstellen
| Taste | Wofür | Woran du es erkennst |
|---|---|---|
| AM | Rundfunk auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle, CB-Funk | Träger in der Mitte, Seitenbänder links und rechts, Sprache klingt natürlich |
| SAM | Dasselbe mit synchronem Detektor, rastet auf den Träger ein | Weniger Verzerrung bei Schwund, die Varianten SAL und SAU nehmen nur eine Seite |
| LSB | Amateurfunk-Sprechfunk unter 10 MHz (160 m, 80 m, 40 m) | Ohne Träger, Sprache klingt erst bei richtiger Betriebsart verständlich, sonst wie Donald Duck |
| USB | Amateurfunk über 10 MHz (20 m bis 10 m), die meisten digitalen Betriebsarten, FT8 und WSPR immer, Wetterfax | Wie LSB, nur gespiegelt. Falsches Seitenband hörst du sofort |
| CW | Morsezeichen, schmales Filter, Tonlage rund 500 Hz | Dünne Linie im Wasserfall. CWN ist dieselbe Betriebsart mit noch schmalerem Filter |
| NBFM | Schmalband-FM, auf Kurzwelle vor allem im CB-Funk und im oberen 10-m-Band üblich | Rauschen verschwindet schlagartig, sobald ein Signal da ist |
| IQ | Rohdaten für externe Programme über ein virtuelles Audiokabel | Nur für Decoder auf dem eigenen Rechner, etwa Dream für DRM |
Warum LSB unten und USB oben? Das ist eine Konvention unter Funkamateuren, kein technischer Zwang. Der Eintrag zu SSB erklärt sie.
Frequenz in der Adresse mitgeben
Jeder Kiwi versteht Parameter in der Adresszeile. ?f=7074usb öffnet den Empfänger auf 7074 kHz in USB, also auf der FT8-Frequenz des 40-m-Bands. ?f=10.1Mam stellt 10,1 MHz in AM ein, ?f=198cw die Langwelle 198 kHz. Hinter der Betriebsart darf ein Zoomfaktor stehen, z11 etwa. Das ist praktisch für Lesezeichen: Ein Link führt direkt auf das 80-m-Band in LSB, der nächste auf DCF77. Weitere Parameter setzen Lautstärke, Durchlassband oder deinen Namen im Hörerfeld, die vollständige Liste steht in der Betriebsanleitung des Projekts.
KiwiSDR auf dem Smartphone
Die Oberfläche läuft im Browser des Handys, laut dem Entwickler mit Einschränkungen, eine eigene Mobilansicht gibt es nicht. Der Parameter mobile in der Adresse schaltet eine reduzierte Darstellung ein. Wasserfall und Bedienfeld sind auf einem kleinen Bildschirm eng, zum Reinhören reicht es, zum längeren Hören ist ein Tablet angenehmer. Das Projekt verlinkt inzwischen drei Apps von Drittanbietern: zwei für iOS (AM_SW Radio, Echo) und QiwiQ für Android. Sie bedienen öffentliche Kiwis mit einer für das Handy gebauten Oberfläche. Für den ersten Versuch brauchst du keine davon.
Was du mit einem KiwiSDR empfängst
Alles, was zwischen 10 kHz und 30 MHz sendet und für die Allgemeinheit oder für Funkamateure bestimmt ist. Konkret:
| Dienst | Wo und wann | Tipp |
|---|---|---|
| Amateurfunk | 80 m (3,6 bis 3,8 MHz LSB) ab dem späten Nachmittag, 40 m (7,0 bis 7,2 MHz, Sprechfunk ab 7,05 MHz in LSB) fast rund um die Uhr, 20 m (14,1 bis 14,35 MHz USB) tagsüber mit Stationen aus Übersee | Am Wochenende laufen Conteste, dann ist jedes Band voll |
| Rundfunk | Lang- und Mittelwelle abends, Kurzwelle im 49-m-Band (5,9 bis 6,2 MHz) und 31-m-Band (9,4 bis 9,9 MHz) am Abend, 19 m und 16 m tagsüber | SAM statt AM, dann verzerrt der Schwund weniger |
| Zeitzeichen | DCF77 auf 77,5 kHz rund um die Uhr, die Sekundenmarken sind im Wasserfall als Lücken zu sehen | Zoom auf die höchste Stufe, der Kiwi hat dafür sogar einen eigenen Zeitcode-Decoder |
| Baken | Das IARU-Bakenprojekt auf 14,1, 18,11, 21,15, 24,93 und 28,2 MHz, 18 Bakenstandorte weltweit reihum, jede zehn Sekunden, einzelne zeitweise außer Betrieb | Die Erweiterung "IBP" zeigt, welche Bake gerade dran ist, ein Ausbreitungstest ohne eigene Antenne |
| Digimodes | FT8 auf 3,573, 7,074, 14,074 MHz in USB, WSPR auf 7,0386 MHz, dazu RTTY, Wetterfax, NAVTEX, SSTV | Die Decoder stecken im Kiwi, siehe unten |
| CB-Funk | 11 m um 27 MHz, bei Sporadic-E im Sommer und bei hoher Sonnenaktivität Stationen aus ganz Europa | Kanal 9 liegt auf 27,065 MHz in AM |
FT8, WSPR und andere Decoder im Kiwi
Ein WebSDR schickt dir Ton, dekodieren musst du selbst. Der KiwiSDR hat die Decoder eingebaut, als Erweiterungen, die du im Bedienfeld aufrufst: FT8, WSPR, CW, RTTY und andere Fernschreibverfahren, Wetterfax, NAVTEX, SSTV, DRM für digitalen Rundfunk, HFDL für den Datenfunk der Luftfahrt, dazu eine Anzeige der IQ-Rohdaten und der Zeitcodes. Die FT8-Erweiterung zeigt die dekodierten Rufzeichen in einer Liste und kann sie an PSK Reporter melden, die WSPR-Erweiterung an wsprnet.org. Betreiber ohne Rufzeichen tragen dort eine Hörerkennung wie "SWL" plus Locator ein. Ob eine Erweiterung bei einem bestimmten Kiwi freigeschaltet ist, entscheidet der Betreiber.
Für Programme auf dem eigenen Rechner, etwa WSJT-X, gibt es zwei Wege: die Betriebsart IQ und ein virtuelles Audiokabel, oder das Kommandozeilenwerkzeug kiwirecorder aus dem Projekt kiwiclient, das den Ton eines Kiwi als Datei oder Stream liefert.
Senderortung mit TDoA
Weil jeder Kiwi einen GPS-Empfänger hat, kennen alle dieselbe Zeit auf Bruchteile einer Mikrosekunde. Die Erweiterung TDoA lässt mehrere Kiwis dasselbe Signal gleichzeitig aufzeichnen und rechnet aus den Laufzeitunterschieden den ungefähren Standort des Senders, seit Juli 2018 für jeden Hörer nutzbar. Das Beispiel aus der Projektdokumentation ist DCF77: Die Ortung landet in Mainflingen. Bei Kurzwelle macht die Ionosphäre das Ergebnis unschärfer, weil der Umweg über die Raumwelle in die Laufzeit eingeht. Für die Frage, aus welcher Region ein unbekannter Sender kommt, reicht es meistens.
Experiment: zwei Kiwis, eine Frequenz
Öffne zwei Kiwis in zwei Browserfenstern, einen in Norddeutschland und einen in Süddeutschland, beide auf 7100 kHz in LSB. Mit etwas Glück hörst du dieselbe Station an beiden Standorten, mit unterschiedlicher Stärke, und abends dreht sich das Verhältnis oft um. Auf 40 m gibt es tagsüber eine tote Zone von einigen hundert Kilometern: Eine Station aus Hamburg hört der Kiwi in München, der in Kiel nicht. Danach vergleichst du den Rauschteppich: Ein Kiwi in der Stadt mit kleiner Aktivantenne zeigt im Wasserfall einen helleren Grund als einer auf dem Land mit Langdraht. Das ist die Antwort auf die Frage, welcher Kiwi der richtige ist: für Rundfunk aus Übersee der mit dem niedrigsten Rauschen, für ein Signal aus der Nachbarschaft der mit der kürzesten Entfernung. Die Funkwetter-Seite sagt, welche Bänder gerade offen sind.
KiwiSDR 2: Hardware und Unterschiede
Der erste KiwiSDR entstand 2016. John Seamons stellte ihn im Februar vor, die Kickstarter-Kampagne im März brachte rund 70.000 US-Dollar statt der angestrebten 50.000, und ab Oktober 2016 fertigte und vertrieb Seeed Studio das Gerät, das Komplettset für 299 US-Dollar. Im August 2023 kündigte Seamons den KiwiSDR 2 an, unter anderem weil der GPS-Chip der ersten Serie abgekündigt war. Seit März 2024 wird er in Neuseeland gefertigt und über den eigenen Shop verkauft. Wandler und FPGA sind geblieben, geändert hat sich die Peripherie, vor allem der Schutz des Eingangs. Quellcode, Schaltpläne und Platinendaten sind veröffentlicht, die Hardware verkauft allein der Hersteller, und das Verzeichnis nimmt nur echte KiwiSDR auf.
| Merkmal | KiwiSDR 1 (2016) | KiwiSDR 2 (2024) |
|---|---|---|
| Frequenzbereich | 10 kHz bis 30 MHz | 10 kHz bis 30 MHz |
| Wandler, FPGA | 14 Bit, rund 65 MHz, Artix-7 A35 | gleich |
| Antenneneingang | unsymmetrisch, SMA und Schraubklemme, Schutzdiode | unsymmetrisch, SMA, zusätzlich Gasableiter und Ableitwiderstände vor einem 30-MHz-Tiefpass (der angekündigte symmetrische Eingang über einen Balun wurde nicht gebaut, beide veröffentlichten Schaltpläne zeigen einen unsymmetrischen Eingang) |
| Dämpfungsglied | keines, nur extern | in der ersten Serie eingebaut (PE4312, 0 bis 31,5 dB in 0,5-dB-Stufen, per Software bedienbar). Im veröffentlichten Schaltplan der Revision 1.1 (Seriennummern ab 23000) ist es nicht mehr eingezeichnet, die Betriebsanleitung nennt es weiterhin. Vor dem Kauf nachfragen |
| Überspannungsschutz | Schutzdiode | Schutzdiode, Gasableiter und Ableitwiderstände |
| Externer Takt | nein | dritte SMA-Buchse für einen 66,67-MHz-Referenztakt |
| Selbsttest | nein | HF-Pfad per Schleifenkabel prüfbar |
| Stromeingang | 5 V ohne Verpolschutz | 5 V mit Verpolschutz |
| Fernzugang ohne Portfreigabe | Proxy auf Anfrage | Proxy ab Werk, Adresse aus der Seriennummer |
| Rechner | BeagleBone Green (auch Black) | BeagleBone Green, Software läuft auch auf BBAI und BBAI-64 |
| Fertigung | Seeed Studio, China | KiwiSDR NZ, Neuseeland |
Für dich als Hörer ist der Unterschied unsichtbar, beide laufen mit derselben Software und derselben Oberfläche. Für den Betreiber zählt das Dämpfungsglied: Ein Kiwi im Ortsgebiet eines Mittelwellensenders übersteuert abends, der Wandler meldet "OV" im S-Meter, und über das ganze Band legen sich Mischprodukte. Beim Kiwi 2 der ersten Serie nimmt der Betreiber per Software ein paar Dezibel heraus, beim Kiwi 1 braucht er ein Filter oder ein externes Dämpfungsglied, das der Hersteller auch als Zubehör verkauft.
Eigenen KiwiSDR betreiben
Das ist etwas für Funkamateure mit Platz für eine Antenne und einem Internetanschluss, der das Hochladen verträgt. Belohnt wird es mit einem Empfänger, den du von überall erreichst, und mit Gästen aus aller Welt.
Welche Hardware brauchst du?
Das Komplettset enthält die Platine, den BeagleBone Green, ein Aluminiumgehäuse, die GPS-Antenne und das Kabel für den Selbsttest. Dazu kommen ein rauscharmes 5-V-Netzteil mit mindestens 2 A (der Hersteller empfiehlt ausdrücklich Netzteile von Apple und warnt vor Billigware, die Störungen ins Band streut), ein Netzwerkkabel zum Router und die Antenne. Für den Anfang reicht ein Langdraht. Besser sind eine aktive Antenne, etwa eine Mini-Whip nach PA0RDT, oder eine magnetische Loop, weil beide klein sind und die Loop in gestörter Umgebung weniger Rauschen aufnimmt. Längstwelle unter 100 kHz braucht eine aktive Antenne. Wer selbst sendet, trennt den Kiwi vorher von der Antenne oder setzt die Schutzschaltung des Herstellers davor. Der Hersteller warnt ausdrücklich: Schon ein Sender mit 50 oder 100 W an einer Antenne in der Nähe kann den Eingang zerstören, und die Garantie deckt das nicht.
Einrichten
Antenne, Netzwerk und Strom anschließen, fertig ist die Hardware. Im Heimnetz erreichst du das Gerät unter kiwisdr.local:8073 oder über die Suchseite my.kiwisdr.com, die Verwaltung liegt unter /admin. Beim ersten Start lädt der Kiwi ein Update, dabei darf die Verbindung nicht unterbrochen werden. Danach aktualisiert er sich selbst, nachts zwischen 1 und 5 Uhr. Die Verwaltungsseite hat Reiter für Betriebsmodus, Zugriffsbeschränkungen, Netzwerk, das öffentliche Verzeichnis, Frequenzmarken, GPS und Erweiterungen. Das Betriebssystem darunter, ein Debian, rührst du nicht an, ein manuelles Paket-Update kann den Kiwi unbrauchbar machen.
Öffentlich zugänglich machen
- Erreichbarkeit: Von außen muss Port 8073 ankommen, per Portfreigabe im Router oder über den eingebauten Dynamic-DNS-Dienst. Der KiwiSDR 2 ist ab Werk über einen Reverse Proxy des Projekts erreichbar, die Adresse lautet Seriennummer plus
.proxy.kiwisdr.com, ohne Eingriff in den Router. Das hilft hinter Mobilfunk- oder Satellitenanschlüssen ohne öffentliche IP. - Passwörter: Das Admin-Passwort steht beim Kiwi 2 auf einem Zettel im Karton und ist sofort zu ändern, weil die Proxy-Adresse von Anfang an aus dem Internet erreichbar ist. Ein getrenntes Nutzerpasswort kann die Hörer-Oberfläche schützen, wahlweise nur für einen Teil der Kanäle.
- Grenzen für Hörer: Ein Inaktivitätslimit wirft Hörer hinaus, die stundenlang auf einer Frequenz parken, ein 24-Stunden-Limit je IP-Adresse verteilt die Plätze. Beides ist ab Werk aus. Frequenzbereiche lassen sich sperren, die erscheinen dann schwarz im Wasserfall.
- Verzeichnis: Über den Reiter "Public" meldest du den Kiwi bei rx.kiwisdr.com an, mit Name, Ort, Locator und Antennenbeschreibung. Die Koordinaten, die du dort angibst, sind frei wählbar, die genaue GPS-Position sieht nur die Admin-Seite. Das Verzeichnis selbst verwischt Standorte auf der Karte zusätzlich.
- Datenvolumen: Vier aktive Hörer kosten laut Projektdokumentation rund 40 kB pro Sekunde Upload, Ton und Wasserfall zusammen. Dauerhaft ausgelastet sind das 3,5 GB am Tag und rund 105 GB im Monat, mit acht Kanälen entsprechend mehr. Ein Anschluss mit Volumenbegrenzung ist dafür ungeeignet.
- Sicherheit: Die Software aktualisiert sich automatisch, das ist bei einem Gerät, das Tag und Nacht aus dem Internet erreichbar ist, kein Komfort, sondern Pflicht. 2021 gab es Kritik, weil der Entwickler einen Wartungszugang auf die Geräte hatte und die Admin-Seite unverschlüsselt lief. Der Zugang wurde entfernt, seither ist der Admin-Zugriff von außerhalb des Heimnetzes ohne gesetztes Passwort gesperrt. Mehr als Port 8073 sollte vom Internet aus nicht offen sein.
KiwiSDR kaufen: Preis und Bezugsquellen
Zum Hören brauchst du keinen eigenen Kiwi, die öffentlichen sind kostenlos. Kaufen lohnt sich, wenn du einen Empfänger an einem ruhigen Standort willst, den du von überall erreichst, oder wenn du der Gemeinschaft einen Zugang an deinem Standort schenken willst. Der Hersteller verkauft den KiwiSDR 2 als Komplettset über seinen Shop in Neuseeland, der Shop rechnet den Preis in Neuseeland-Dollar für deutsche Kunden um und zeigte am 09.10.2026 358,95 Euro an, ohne Einfuhrumsatzsteuer und Versand, die bei der Zustellung anfallen. Als Zubehör gibt es ein Mittelwellenfilter und die Schutzschaltung für den Antenneneingang, jeweils für einen Aufpreis. Händler in Europa sind WiMo in Deutschland und ML&S in Großbritannien, dort kommen Steuer und Gewährleistung nach hiesigem Recht dazu. Der Shop meldet zwischen den Fertigungslosen regelmäßig "ausverkauft", dann hilft eine Mail an den Support, um auf die Liste des nächsten Loses zu kommen. Gebrauchte KiwiSDR 1 laufen mit derselben Software, nur ohne Dämpfungsglied und Eingangsschutz.
KiwiSDR, WebSDR oder OpenWebRX?
Alle drei bedienst du im Browser, die Technik dahinter unterscheidet sich. Die ausführliche Gegenüberstellung steht auf der WebSDR-Seite, hier das Wesentliche:
| KiwiSDR | WebSDR | OpenWebRX | |
|---|---|---|---|
| Was es ist | fertiges Gerät mit eigener Software | Serversoftware von PA3FWM, Hardware frei wählbar | freie Serversoftware, läuft mit RTL-SDR und vielen anderen Empfängern |
| Frequenzbereich | 10 kHz bis 30 MHz, immer das ganze Band | je nach Aufbau, in Twente 0 bis 30 MHz, sonst meist einzelne Bänder | je nach Empfänger bis in den GHz-Bereich, meist einzelne Bänder |
| Hörer gleichzeitig | bis zu acht, fest in der Hardware | keine feste Zahl, Grenze sind Rechner und Anbindung | keine feste Zahl, Grenze sind Rechner und Anbindung |
| Decoder im Server | FT8, WSPR, CW, Fax, DRM und mehr | keine, Ton geht an eigene Programme | viele Digimodes |
| Besonderheit | GPS, TDoA-Ortung, Proxy ohne Portfreigabe | der Twente-Empfänger als Maßstab | UKW und höher, Betrieb mit Kleinrechner |
| Verzeichnis | rx.kiwisdr.com | websdr.org | receiverbook.de |
Die Wahl hängt vom Zweck ab: Kurzwelle an vielen Standorten mit eingebauten Decodern ist die Stärke des Kiwi. Für UKW nimmst du OpenWebRX, für einen Blick auf das ganze Spektrum mit hundert anderen Hörern den WebSDR in Twente. Der Begriff WebSDR wird im Sprachgebrauch für alle drei verwendet, streng genommen ist er der Name der Serversoftware von PA3FWM, die an der Universität Twente entstand.
Was darfst du mithören?
Nach § 5 TDDDG dürfen mit einer Funkanlage nur Nachrichten abgehört werden, die für den Betreiber, für Funkamateure, für die Allgemeinheit oder für einen unbestimmten Personenkreis bestimmt sind. Amateurfunk, Rundfunk, Zeitzeichen, Baken und CB-Funk fallen darunter. Was ein Kiwi technisch auch hereinholt, etwa Seefunk oder den Datenfunk der Luftfahrt, ist nicht für dich bestimmt. Unbeabsichtigt Gehörtes darfst du weder inhaltlich noch als Tatsache weitergeben. Die Einzelheiten und die Frage, ob die Vorschrift greift, wenn der Empfänger im Ausland steht, stehen auf der WebSDR-Seite. Der Betreiber eines öffentlichen Kiwi sieht übrigens, wer gerade verbunden ist und von welcher Adresse, das zeigt ihm die Admin-Seite. Was du in das Namensfeld schreibst, sehen alle anderen Hörer.
Vom Zuhören zum Mitreden
Am KiwiSDR hörst du, wie ein Funkgespräch abläuft, welches Band wann offen ist und wie FT8 klingt. Auf den Amateurfunkbändern selbst senden darfst du erst mit bestandener Prüfung und zugeteiltem Rufzeichen, im CB-Funk dagegen ohne Zeugnis. Die Prüfung besteht aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur, und genau den übst du hier, mit Fortschrittsanzeige und Auswertung.
Prüfungsvorbereitung startenHäufige Fragen zum KiwiSDR
Was ist ein KiwiSDR?
Ein Kurzwellenempfänger für 10 kHz bis 30 MHz, der als Aufsteckplatine auf einem BeagleBone-Kleinrechner läuft und seine Signale über einen eingebauten Webserver an Browser verteilt. Entwickelt hat ihn John Seamons, ZL4VO/KF6VO, die erste Serie erschien 2016, die aktuelle Hardware ist der KiwiSDR 2 von 2024.
Ist KiwiSDR kostenlos?
Das Hören an öffentlichen Geräten ja. Die Betreiber zahlen Hardware, Antenne, Strom und Internet, manche bitten auf ihrer Seite um Unterstützung. Ein eigenes Gerät kostete beim Hersteller am 09.10.2026 umgerechnet 358,95 Euro zuzüglich Steuer und Versand, der Shop rechnet aus Neuseeland-Dollar um.
Wo finde ich öffentliche KiwiSDR-Empfänger?
Die Liste oben auf dieser Seite zeigt die deutschen Geräte, die gerade antworten, das WebSDR-Verzeichnis von 12db alle bekannten weltweit mit Status und Locator. Das offizielle Verzeichnis des Projekts ist rx.kiwisdr.com mit Karte unter map.kiwisdr.com, dort steht auch, wie viele Hörplätze je Gerät frei sind.
Gibt es eine KiwiSDR-Karte für Deutschland?
Ja, im WebSDR-Verzeichnis von 12db mit dem Systemfilter KiwiSDR und der Kartenansicht. Grüne Punkte antworten, rote sind offline. Mit deinem Locator sortiert die Liste nach Entfernung.
Wie kann ich KiwiSDR online hören?
Einen Empfänger aus der Liste öffnen, die Frequenz in Kilohertz eingeben oder im Wasserfall auf ein Signal klicken, die Betriebsart wählen (AM für Rundfunk, LSB oder USB für Amateurfunk) und zuhören. Bleibt es still, einmal in die Seite klicken, dann gibt der Browser den Ton frei.
Kann ich KiwiSDR auf Deutsch bedienen?
Die Oberfläche ist englisch, kommt aber mit wenigen Begriffen aus: Frequenz, Betriebsart, Zoom, Lautstärke. Die Anleitung oben auf dieser Seite erklärt jeden Schritt auf Deutsch, danach brauchst du keine Übersetzung mehr.
Welche Frequenzen empfängt ein KiwiSDR?
10 kHz bis 30 MHz durchgehend: der obere Teil der Längstwelle, dazu Lang-, Mittel- und Kurzwelle mit allen Amateurfunkbändern von 160 m bis 10 m. Der Betreiber kann bis 32 MHz freigeben, außerhalb der Spezifikation. UKW, 2 m und 70 cm sind nicht dabei.
Was ist KiwiSDR 2?
Die seit 2024 in Neuseeland gefertigte Nachfolgehardware. Gleicher Wandler und gleiche Software, dazu ein symmetrischer Antenneneingang, ein per Software einstellbares Dämpfungsglied bis 31,5 dB, besserer Überspannungsschutz, ein Eingang für einen externen Takt und ein Proxy-Zugang ab Werk.
Welche Antenne braucht ein KiwiSDR?
Für den Anfang ein Langdraht. Besser eine aktive Antenne wie die Mini-Whip oder eine magnetische Loop, weil sie klein sind und die Loop in gestörter Umgebung weniger Rauschen aufnimmt. Wer in der Nähe sendet, braucht die Schutzschaltung des Herstellers vor dem Eingang.
Was ist der Unterschied zwischen KiwiSDR und WebSDR?
WebSDR ist eine Serversoftware von PA3FWM, die mit beliebiger Empfängerhardware läuft, KiwiSDR ein fertiges Gerät mit eigener Software, immer für 10 kHz bis 30 MHz und bis zu acht Hörern. Im Sprachgebrauch heißen beide WebSDR, die Bedienung ist ähnlich.
Kann ich einen eigenen KiwiSDR öffentlich betreiben?
Ja. Nötig sind Port 8073 von außen oder der Proxy des Projekts, ein geändertes Admin-Passwort, eine Antenne und ein Internetanschluss ohne Volumenbegrenzung, weil acht Hörer rund um die Uhr über 100 GB im Monat hochladen können. Die Anmeldung im Verzeichnis geschieht auf der Admin-Seite.
Warum ist ein KiwiSDR manchmal offline oder voll?
Die Geräte stehen bei Privatleuten, Stromausfall, Umbau und Internetstörungen gehören dazu. Voll heißt, alle Hörplätze sind belegt, je nach Einstellung des Betreibers bis zu acht, dann wartest du oder nimmst den nächsten Kiwi aus der Liste. Manche Betreiber begrenzen außerdem die Hörzeit je Adresse.
