Die ISS (International Space Station, Internationale Raumstation) ist ein bemanntes Forschungslabor in rund 400 Kilometern Höhe, das die Erde alle 93 Minuten umrundet. Sie ist das größte von Menschen gebaute Objekt im Orbit und mit bloßem Auge zu sehen: Bei einem guten Überflug zieht sie als heller Lichtpunkt in wenigen Minuten über den ganzen Himmel. Der ISS-Tracker oben zeigt die Position live auf der Karte und berechnet die nächsten Überflüge für deinen Standort.
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ISS, Internationale Raumstation
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Was ist die ISS?
Kurz gesagt: Die ISS ist eine Raumstation, die seit November 1998 Stück für Stück zusammengebaut wurde und seit dem 2. November 2000 ohne Unterbrechung bewohnt ist. Fünf Raumfahrtagenturen betreiben sie gemeinsam: NASA (USA), Roskosmos (Russland), ESA (Europa), JAXA (Japan) und CSA (Kanada), beteiligt sind 15 Länder. An Bord leben in der Regel sieben Raumfahrer, die Experimente zu Medizin, Materialforschung und Klima betreuen - unter Bedingungen, die es auf der Erde nicht gibt.
Die Schwerelosigkeit an Bord ist übrigens keine fehlende Schwerkraft: In 400 Kilometern Höhe wirkt noch rund 90 Prozent der Erdanziehung. Die Station fällt nur ständig um die Erde herum, so schnell, dass sie nie den Boden erreicht. Genau diese Bahn macht sie für Beobachter interessant: tief, schnell und riesig.

ISS-Tracker: Wo ist die ISS gerade?
Der Reiter "Karte" im Werkzeug oben zeigt die aktuelle Position mit Bodenspur: grau die letzten 15 Minuten, blau die nächsten 45. Der orangefarbene Ring ist der Sichtbereich - der Teil der Erde, von dem aus die Station in diesem Moment über dem Horizont steht. Er hat einen Radius von gut 2.000 Kilometern. Liegt dein roter Standortpunkt innerhalb des Rings, könntest du die ISS jetzt sehen oder hören, sofern Dämmerung und Wetter mitspielen.
Die Position kommt nicht von einem Live-Sender, sondern aus einer Bahnberechnung: Das Werkzeug nimmt die aktuellen Bahnelemente aus dem NORAD-Katalog (Katalognummer 25544, Katalogname "ISS (ZARYA)") und rechnet mit dem Modell SGP4 die Position für jede Sekunde aus. Die Bahnelemente werden mehrmals täglich aktualisiert; das Werkzeug zeigt ihr Alter an. Der Katalog führt das 2021 angedockte Modul Nauka unter einer eigenen Nummer mit identischen Bahnelementen, deshalb taucht es in Satellitenlisten als "ISS (NAUKA)" auf.
ISS-Überflug heute: Wann ist sie über Deutschland sichtbar?
Die ISS überfliegt jeden Ort in Deutschland mehrmals am Tag, denn ihre Bahn ist um 51,6 Grad gegen den Äquator geneigt und überstreicht alle Breiten zwischen Südamerika und Skandinavien. Sichtbar ist aber nur ein Teil dieser Überflüge. Drei Dinge müssen zusammenkommen:
- Sie steht über deinem Horizont, am besten höher als 10 Grad, damit Häuser und Bäume nicht im Weg sind.
- Sie wird von der Sonne beschienen. Die ISS leuchtet nicht selbst, sie spiegelt Sonnenlicht - vor allem mit ihren Solarflügeln.
- Bei dir ist es dunkel. Für die Vorhersage wertet das Werkzeug einen Überflug als sichtbar, wenn die Sonne an deinem Standort mindestens 6 Grad unter dem Horizont steht - das Ende der bürgerlichen Dämmerung. Das ist eine Rechenregel, keine Naturkonstante: Ob du die Station wirklich siehst, hängt auch von ihrer Helligkeit, von Dunst und Umgebungslicht ab.
Am häufigsten ist die ISS in den Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang zu sehen. Tief in der Nacht fliegt die Station meist im Erdschatten, mittags ist der Himmel zu hell. Die Sichtgelegenheiten treten in Gruppen auf: einige Tage oder Wochen mit morgendlichen beziehungsweise abendlichen Überflügen wechseln sich mit Phasen ohne sichtbaren Überflug ab; der Beleuchtungszyklus der Bahn liegt grob bei zwei Monaten, die genaue Verteilung hängt von Standort und Jahreszeit ab. Um die Sommersonnenwende kommt es vor, dass die ISS gar nicht durch den Erdschatten fliegt und in Mitteleuropa mehrmals pro Nacht zu sehen ist. Deshalb rechnet das Werkzeug zehn Tage voraus - und wenn dort "Keiner in 10 Tagen" steht, ist gerade eine Pause.
Wie erkennt man die ISS am Himmel?
Ein einzelner, gleichmäßig leuchtender Punkt, weiß bis gelblich, der ohne Blinken und ohne Geräusch in gleichmäßigem Tempo über den Himmel zieht, etwa so schnell wie ein hoch fliegendes Flugzeug, aber deutlich heller. Flugzeuge blinken rot, grün und weiß. Sterne stehen still. Sternschnuppen sind nach einer Sekunde vorbei. Weil die Station von West nach Ost fliegt, taucht sie meist im westlichen Himmel auf und verschwindet im östlichen; das Werkzeug nennt für jeden Überflug die genaue Richtung. Kommt der Punkt zur vorhergesagten Minute aus der vorhergesagten Richtung, spricht sehr viel dafür, dass du die ISS siehst - andere Satelliten sind deutlich schwächer.
Bei hohen Überflügen erreicht die ISS bis etwa -4 mag, so hell wie die Venus und heller als jeder Stern. Flache Überflüge bleiben deutlich schwächer, weil die Station dann weiter entfernt ist und das Sonnenlicht ungünstig auf die Solarflächen fällt. Die Form erkennt man mit bloßem Auge nie: Selbst im Zenit erscheint die 109 Meter lange Station nur gut eine Bogenminute groß, das ist die Auflösungsgrenze des Auges. Mit einem Fernglas kann sie bei einem günstigen Überflug länglich erscheinen; Strukturen zeigt erst ein Teleskop mit deutlich stärkerer Vergrößerung.
Was sonst noch als heller Punkt über den Himmel zieht und wie man Satellit, Flugzeug, Sternschnuppe und die Starlink-Kette auseinanderhält, steht auf der Seite Satelliten am Himmel.
Warum verschwindet die ISS plötzlich?
Weil sie in den Erdschatten fliegt. Mitten am Himmel, ohne Wolke, wird der Punkt innerhalb von Sekunden schwächer und ist weg: Die Station hat die Grenze überquert, hinter der die Erde das Sonnenlicht abschirmt. Umgekehrt kann sie mitten am Himmel "aufleuchten", wenn sie aus dem Schatten kommt. Ein kompletter Überflug von Horizont zu Horizont dauert bis zu zehn Minuten, sichtbar sind davon meist ein bis sechs. Das Werkzeug nennt beide Zeiten und sagt bei jedem Fenster, womit es endet: Erdschatten, Morgendämmerung oder Horizont.

Die ISS in Zahlen
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Bahnhöhe | rund 400 km, Betriebsbereich 370 bis 460 km (Oktober 2026: etwa 420 km) |
| Geschwindigkeit | etwa 7,66 km/s, rund 27.600 km/h |
| Umlaufzeit | rund 93 Minuten, etwa 15,5 Umläufe am Tag |
| Bahnneigung | 51,6 Grad zum Äquator |
| Gesamtausdehnung | 109 m, Solarflügel-Anordnung 73 m, Gitterträger 94 m |
| Masse | rund 420 t nach NASA, je nach Ausbaustand bis etwa 450 t |
| Druckvolumen | 1.005 m³, davon 388 m³ bewohnbar |
| Stromversorgung | 8 große Solarflügel (75 bis 90 kW im Mittel) plus die seit 2021 nachgerüsteten Rollflügel (iROSA), die schräg über den alten Flächen sitzen |
| Besatzung | in der Regel 7, bei Übergaben kurz mehr |
| Helligkeit | bis etwa -4 mag, so hell wie die Venus |
| Katalog | NORAD 25544, COSPAR 1998-067A, "ISS (ZARYA)" |

Wie hoch fliegt die ISS?
In rund 400 Kilometern, im Oktober 2026 etwa 420. Die dünne Restatmosphäre bremst die Station dort stetig ab; ohne regelmäßige Bahnanhebungen durch die Triebwerke angedockter Raumschiffe würde sie fortlaufend Höhe verlieren. Wie schnell, hängt stark von der Sonnenaktivität ab, weil sich die Hochatmosphäre bei aktiver Sonne ausdehnt. Genau deshalb veralten Bahndaten: Das Werkzeug warnt, wenn die Elemente älter als eine Woche sind.
Wie schnell fliegt die ISS?
Etwa 7,66 Kilometer in jeder Sekunde, rund 27.600 Kilometer pro Stunde (die NASA rundet auf 28.000). Zum Vergleich: ein Verkehrsflugzeug schafft knapp 1.000 km/h. Am Himmel wirkt die Station trotzdem gemächlich, weil sie 400 bis über 2.000 Kilometer entfernt ist; im Zenit zieht sie etwa ein Grad pro Sekunde weiter, zwei Vollmondbreiten.
Wie oft umkreist die ISS die Erde am Tag?
Etwa 15,5-mal. Ein Umlauf dauert rund 93 Minuten, die Besatzung erlebt also 16 Sonnenauf- und -untergänge in 24 Stunden. Die oft genannten "16 Umläufe" sind die Rundung der NASA; die Bahnelemente sagen 15,49.
Wie groß und wie schwer ist die ISS?
Von einem Ende der Solarflügel zum anderen misst die Station 109 Meter, ungefähr ein Fußballfeld; die Druckmodule, in denen die Besatzung lebt, sind zusammen 67 Meter lang. Die Masse gibt die NASA mit rund 420 Tonnen an, neuere Angaben mit angedockten Raumschiffen und Anbauten reichen bis 450 Tonnen. Innen stehen 1.005 Kubikmeter unter Druck, bewohnbar davon 388 - etwa so viel wie ein geräumiges Einfamilienhaus.
Aufbau, Partner und Besatzung
Die ISS besteht aus zwei Segmenten. Das russische Segment mit Sarja, Swesda, Poisk, Rasswet, Nauka und Prichal lieferte in der Anfangszeit Antrieb, Lageregelung und Wohnraum. Das US-Segment mit den Knoten Unity, Harmony und Tranquility, dem Labor Destiny, dem europäischen Labor Columbus, dem japanischen Kibo und dem Aussichtsmodul Cupola hängt am Gitterträger, der die acht großen Solarflügel trägt. Über 40 Aufbauflüge waren nötig, 37 davon mit dem Space Shuttle.
Seit November 2020 ist die Normalbesetzung sieben Personen, die in Expeditionen von etwa sechs Monaten wechseln; beim Übergang zweier Besatzungen sind kurzzeitig mehr an Bord. Wer gerade oben ist, steht tagesaktuell bei der NASA. Aus Deutschland waren bisher drei Astronauten als Langzeitbesatzung dort: Thomas Reiter 2006 (Mission Astrolab), Alexander Gerst 2014 (Blue Dot) und 2018 (Horizons, als Kommandant der Expedition 57) sowie Matthias Maurer 2021/22 (Cosmic Kiss).

Geschichte: von Sarja bis Prichal
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 20.11.1998 | Start des ersten Moduls Sarja mit einer Proton-Rakete |
| 04.12.1998 | Unity, der erste US-Knoten, kommt mit dem Shuttle |
| Juli 2000 | Servicemodul Swesda bringt Wohnraum und Lebenserhaltung |
| 02.11.2000 | Expedition 1 trifft ein - seither ununterbrochen bewohnt |
| Februar 2008 | Europäisches Labor Columbus |
| 2008/2009 | Japanisches Labor Kibo in drei Teilen |
| Februar 2010 | Tranquility und die Aussichtskuppel Cupola |
| 2011 | Letzter Shuttle-Aufbauflug, das US-Segment gilt als vollständig |
| 21.07.2021 | Russisches Labor Nauka mit dem europäischen Roboterarm |
| November 2021 | Knotenmodul Prichal, bisher letztes Modul |

Die ISS ist nicht die erste Raumstation, aber die größte und am längsten bewohnte. Skylab (USA) wurde 1973/74 für insgesamt 24 Wochen besetzt, die russische Mir war von 1986 bis 2001 in Betrieb und hielt den Rekord der Dauerpräsenz, bis die ISS ihn 2010 überbot. Heute ist neben der ISS nur die chinesische Station Tiangong bemannt, seit 2021 im Aufbau, seit Juni 2022 dauerhaft mit drei Personen besetzt und seit Ende 2022 fertiggestellt.
Wie lange noch? Ende und Nachfolger
Nach aktuellem Plan läuft der reguläre Betrieb bis 2030 - das gilt für die USA, Kanada, Japan und die ESA-Partner und inzwischen auch für das russische Segment. Für 2031 ist anschließend ein kontrollierter Wiedereintritt über dem Südpazifik vorgesehen. Dafür baut SpaceX im Auftrag der NASA das "US Deorbit Vehicle", eine stark modifizierte Dragon-Kapsel, die die Station gezielt absenkt. Andere Optionen wie ein Anheben in eine langfristige Parkbahn wurden untersucht, gelten technisch aber als deutlich aufwendiger. Als Nachfolger sind kommerzielle Stationen vorgesehen, etwa von Axiom, Starlab und Vast; deren Starttermine haben sich mehrfach verschoben. Welche davon fliegt, bevor die ISS geht, ist nicht entschieden.
Amateurfunk an Bord: ARISS
Die ISS hat zwei Amateurfunkstationen, betrieben vom Programm ARISS (Amateur Radio on the International Space Station): ein Kenwood-Gerät im europäischen Labor Columbus mit dem Rufzeichen NA1SS und eines im russischen Servicemodul Swesda mit RS0ISS. In Europa gelten zusätzlich die Sonderrufzeichen DP0ISS, OR4ISS und IR0ISS. Funkamateure auf der ganzen Welt nutzen die Stationen - und zwar so:

| Betrieb | Frequenzen | Was passiert |
|---|---|---|
| Sprach-Relais (Columbus) | Uplink 145,990 MHz mit CTCSS 67,0 Hz, Downlink 437,800 MHz | Ein Transponder schaltet 2-m-Eingaben auf 70 cm wieder aus. Verbindungen über Tausende Kilometer während eines Überflugs. |
| Sprechfunk mit der Besatzung | Downlink 145,800 MHz, Uplink in Europa 145,200 MHz | Schulkontakte und gelegentliche Allgemeinkontakte, wenn die Crew Zeit hat. |
| APRS-Digipeater (Swesda) | 437,825 MHz (Stand September 2026) | Datenpakete werden weitergeleitet; die frühere Frequenz 145,825 MHz steht noch in vielen Listen. |
| SSTV-Aktionen (Swesda) | 437,550 MHz, Modus Robot 36 (Stand Oktober 2026) | Zu angekündigten Terminen sendet die ISS Bilder, 36 Sekunden je Bild, dann zwei Minuten Pause. Für eingereichte Empfangsbilder gibt es ein Diplom. |
So klappt ein QSO über das Relais
Du brauchst ein Zweiband-Handfunkgerät für 2 m und 70 cm, am besten mit einer kleinen Handrichtantenne, einen freien Blick zum Himmel und einen Überflug mit mindestens 20 Grad Höhe. Sende auf 145,990 MHz mit eingeschaltetem CTCSS-Ton 67,0 Hz und höre auf 437,800 MHz. Weil die Station sich mit 7,66 km/s bewegt, verschiebt der Doppler-Effekt den Downlink um bis zu ±10 kHz: beim Aufgang hörst du rund 437,810 MHz, im höchsten Punkt 437,800, beim Untergang 437,790. Auf dem 2-m-Uplink bleibt die Verschiebung mit etwa ±3 kHz im Filter. Für das Sprachrelais reichen drei bis fünf Speicherkanäle in 5-kHz-Schritten oder das Nachstimmen im VFO; für SSTV-Empfang empfiehlt ARISS 1-kHz-Schritte, weil 5 kHz das Bild schon verzerren. Nicht auf dem Downlink senden, kurz rufen, Rufzeichen und Locator nennen: Hunderte hören zu, und das Fenster dauert nur Minuten.
Schulkontakte mit den Astronauten
Das Herzstück von ARISS sind Funkgespräche zwischen Schulklassen und der Besatzung: rund zehn Minuten, zwanzig vorbereitete Fragen, live über eine Amateurfunkstation an der Schule oder per Telebridge. Seit dem Jahr 2000 gab es fast 1.800 solcher Kontakte. Schulen aus Deutschland bewerben sich bei ARISS Europe, die Fenster liegen im Herbst und im Frühjahr, die Wartezeit beträgt sechs bis zwölf Monate. Matthias Maurer führte während seiner Mission zehn Kontakte mit Einrichtungen in Deutschland.
Prüfungsfragen zur Satellitenkommunikation
Uplink, Downlink, Azimut und Elevation - die Begriffe, mit denen das Werkzeug oben arbeitet, fragt die Bundesnetzagentur in der Prüfung aller drei Klassen ab. Probier es aus:
Kennst du die vier Begriffe des Satellitenfunks?
Fragetext und Antworten stammen aus dem offiziellen BNetzA-Fragenkatalog. Die Reihenfolge der Antworten wird bei jedem Aufruf neu gemischt und weicht deshalb vom Katalog ab. Nichts wird gespeichert.
BE411 Was bedeutet der Begriff Uplink im Bereich der Satellitenkommunikation?
- Senderichtung von der Erde zum Satelliten
- Senderichtung vom Satelliten zur Erde
- Horizontaler Winkel der Antenne
- Vertikaler Winkel der Antenne
BE412 Was bedeutet der Begriff Downlink im Bereich der Satellitenkommunikation?
- Senderichtung vom Satelliten zur Erde
- Senderichtung von der Erde zum Satelliten
- Horizontaler Winkel der Antenne
- Vertikaler Winkel der Antenne
BE413 Was bedeutet der Begriff Azimut im Bereich der Satellitenkommunikation?
- Horizontaler Winkel der Antenne
- Vertikaler Winkel der Antenne
- Senderichtung vom Satelliten zur Erde
- Senderichtung von der Erde zum Satelliten
BE414 Was bedeutet der Begriff Elevation im Bereich der Satellitenkommunikation?
- Vertikaler Winkel der Antenne
- Horizontaler Winkel der Antenne
- Senderichtung vom Satelliten zur Erde
- Senderichtung von der Erde zum Satelliten
VA103 Wozu dient der Amateurfunkdienst über Satelliten nach den Begriffsbestimmung in den Radio Regulations (RR)?
- Den gleichen Zwecken wie der übrige Amateurfunkdienst
- Der Beobachtung des terrestrischen Wetters im Röntgenspektrum
- Der Ermittlung der Dämpfung der ionisierenden Regionen
- Der Ermittlung der Dämpfung der reflektierenden Schichten im UHF-Bereich
Diese Fragen stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur (Betriebstechnik und Vorschriften, alle Klassen). Im Lernbereich übst du sie mit Fortschrittsspeicherung und persönlicher Auswertung.
Fünf Irrtümer über die ISS
Nein. Sie spiegelt Sonnenlicht, vor allem mit den Solarflügeln. Im Erdschatten ist sie schwarz und unsichtbar, auch wenn sie direkt über dir fliegt.
Nur in den Wochen, in denen die Dämmerung die Bahn trifft. Dazwischen liegen Pausen von Tagen bis Wochen, obwohl die Station weiter 15-mal am Tag vorbeikommt.
Das tun geostationäre Satelliten in 35.786 Kilometern Höhe. Die ISS fliegt in 400 Kilometern mit 7,66 km/s und braucht für den Weg über den Himmel wenige Minuten.
Mit bloßem Auge nie. Die Station ist auch im Zenit nur etwa eine Bogenminute groß, die Grenze dessen, was das Auge trennt. Form zeigt erst ein Teleskop.
Regelmäßiges rotes, grünes oder weißes Blinken spricht stark für ein Flugzeug. Die ISS hat keine Positionslichter, leuchtet normalerweise gleichmäßig und bewegt sich auf einer glatten Bahn ohne plötzliche Richtungswechsel. Eine Kette aus vielen schwachen Punkten hintereinander ist auch nicht die ISS, sondern Starlink kurz nach einem Start.
Von der Beobachtung zum Funkkontakt
Wer die ISS einmal über den Himmel ziehen sah, will sie meist auch hören. Für den Empfang reicht ein Funkscanner. Wer selbst über das Relais sprechen will, braucht die Amateurfunkzulassung - und die beginnt mit der Prüfung. Hier lernst du dafür mit dem offiziellen Fragenkatalog, kostenlos.
Kostenlos lernenHäufige Fragen zur ISS
Wo ist die ISS gerade?
Der Reiter "Karte" im Werkzeug oben zeigt die aktuelle Position mit Bodenspur und Sichtbereich, berechnet aus den aktuellen Bahnelementen des NORAD-Katalogs. Die Station umrundet die Erde alle 93 Minuten, ihre Position ändert sich also minütlich.
Wann fliegt die ISS heute über mich?
Mehrmals am Tag, sichtbar aber nur in der Dämmerung. Gib im Werkzeug deinen Standort ein und öffne "Sichtbar": Es nennt für die nächsten zehn Tage Uhrzeit, Richtung, Höhe und Helligkeit jedes sichtbaren Überflugs. Steht dort "Keiner in 10 Tagen", liegt gerade eine der regelmäßigen Pausen.
Wie hoch fliegt die ISS?
In rund 400 Kilometern Höhe, im Oktober 2026 etwa 420. Die Restatmosphäre bremst die Station stetig ab, angedockte Raumschiffe heben die Bahn regelmäßig wieder an; wie schnell sie sinkt, hängt von der Sonnenaktivität ab.
Wie schnell ist die ISS?
Etwa 7,66 Kilometer pro Sekunde, rund 27.600 Kilometer pro Stunde. Ein Umlauf um die Erde dauert etwa 93 Minuten, das sind rund 15,5 Umläufe am Tag.
Wie erkennt man die ISS am Himmel?
Als einzelnen, gleichmäßig leuchtenden Punkt, der ohne Blinken und ohne Geräusch in wenigen Minuten über den Himmel zieht, bei guten Überflügen so hell wie die Venus. Flugzeuge blinken, Sterne stehen still, Sternschnuppen sind nach einer Sekunde vorbei.
Wer ist gerade auf der ISS?
In der Regel sieben Raumfahrer, die in Expeditionen von etwa sechs Monaten wechseln; bei Übergaben sind kurzzeitig mehr an Bord. Die aktuelle Besatzung veröffentlicht die NASA auf ihrer ISS-Seite.
Wann wird die ISS abgeschaltet?
Nach aktuellem Plan läuft der reguläre Betrieb bis 2030, auch für das russische Segment. Für 2031 ist ein kontrollierter Wiedereintritt über dem Südpazifik vorgesehen; das Fahrzeug dafür baut SpaceX im Auftrag der NASA.
Kann ich mit der ISS funken?
Ja. An Bord gibt es ein Amateurfunk-Relais mit Uplink 145,990 MHz und Downlink 437,800 MHz, das bei guten Überflügen mit einem Handfunkgerät und einer kleinen Richtantenne erreichbar ist. Senden darf nur, wer eine Amateurfunkzulassung mit Rufzeichen hat. Mithören und die SSTV-Bilder empfangen darf jeder ohne Zulassung.
