Der Dipol (auch Halbwellendipol oder λ/2-Dipol) ist die klassische Antenne im Amateurfunk. Er besteht aus zwei gleich langen Leitern, die in der Mitte gespeist werden - die Basis vieler anderer Antennenformen.
💡 Kurzfassung: Die Gesamtlänge beträgt eine halbe Wellenlänge. Formel: Länge (m) = 143 / Frequenz (MHz)
Aufbau
Ein Halbwellendipol besteht aus:
- Zwei Schenkel: Je λ/4 lang (zusammen λ/2)
- Balun: Symmetriert das Signal am Speisepunkt
- Koaxkabel: Verbindung zum Transceiver
Die Impedanz am Speisepunkt beträgt etwa 50-75 Ω - ideal für 50-Ω-Koaxkabel.
Längenberechnung
| Band | Frequenz | Dipollänge |
|---|---|---|
| 80 m | 3,65 MHz | 39,2 m |
| 40 m | 7,1 MHz | 20,2 m |
| 20 m | 14,15 MHz | 10,1 m |
| 10 m | 28,5 MHz | 5,0 m |
| 2 m | 145 MHz | 0,99 m |
📝 Rechenbeispiel:
Dipol für 40m-Band (7,1 MHz):
143 / 7,1 = 20,14 m Gesamtlänge
Pro Schenkel: 20,14 / 2 = 10,07 m
Dipol für 40m-Band (7,1 MHz):
143 / 7,1 = 20,14 m Gesamtlänge
Pro Schenkel: 20,14 / 2 = 10,07 m
Eigenschaften
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Gewinn | 2,15 dBi (= 0 dBd) |
| Impedanz | 50-75 Ω |
| Polarisation | Horizontal (bei waagerechter Montage) |
| Abstrahlcharakteristik | Bidirektional (Acht) |
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Einfacher Aufbau
- Günstiger Selbstbau
- Gute Effizienz
- Referenz für Gewinnangaben
Nachteile
- Nur für ein Band
- Braucht viel Platz
- Zwei Aufhängepunkte nötig
Varianten
- Inverted-V: Schenkel nach unten abgewinkelt - braucht nur einen Mast
- Faltdipol: Höhere Impedanz (ca. 300 Ω), breitbandiger
- Multiband-Dipol: Mehrere Dipole parallel an einem Speisepunkt
Ausführlicher Antennen-Guide
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