CB-Funk (Citizens Band) ist lizenzfreier Sprechfunk auf dem 11-Meter-Band rund um 27 MHz. Mit 80 Kanälen, bis zu 4 Watt Sendeleistung (FM) und der Möglichkeit, externe Antennen zu verwenden, ist CB-Funk der reichweitenstärkste Jedermannfunk in Deutschland - ganz ohne Prüfung, ohne Gebühren und ohne Anmeldung.
Was ist CB-Funk?
CB-Funk steht für Citizens Band - auf Deutsch: Bürger-Frequenzband. Es ist ein Jedermannfunk, der seit 1975 in Deutschland für die Allgemeinheit freigegeben ist. Im Gegensatz zum Amateurfunk brauchst du für CB-Funk:
- Keine Lizenz - keine Prüfung bei der Bundesnetzagentur
- Keine Gebühren - weder für die Nutzung noch für ein Rufzeichen
- Keine Anmeldung - einfach Gerät kaufen und loslegen
Die rechtliche Grundlage bildet die Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur (Vfg 21/2021, gültig bis 31.12.2030). Diese erlaubt jedem die Nutzung der zugewiesenen Frequenzen, solange die technischen Bedingungen eingehalten werden - insbesondere zugelassene Geräte mit CE-Kennzeichnung und die vorgeschriebene Sendeleistung.
CB-Funk Frequenzen und Kanäle
CB-Funk nutzt das 11-Meter-Band im Frequenzbereich von 26,565 bis 27,405 MHz. In Deutschland stehen insgesamt 80 Kanäle zur Verfügung:
| Kanäle | Bereich | Modulationsarten | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| Kanal 1-40 | 26,965 - 27,405 MHz | FM, AM, SSB | CEPT-konform (europaweit) |
| Kanal 41-80 | 26,565 - 26,955 MHz | Nur FM | Nationale Zusatzkanäle (nur DE) |
FM (Frequenzmodulation) - Standard auf allen 80 Kanälen, gute Sprachqualität, störungsarm
AM (Amplitudenmodulation) - Nur Kanal 1-40, historische Betriebsart, anfälliger für Störungen
SSB (Einseitenbandmodulation) - Nur Kanal 1-40, mit 12 W deutlich mehr Reichweite als FM
Wichtigste Kanäle im Überblick
| Kanal | Frequenz | Nutzung |
|---|---|---|
| Kanal 1 | 26,965 MHz | Allgemeiner Anrufkanal (FM) |
| Kanal 3 | 26,985 MHz | Notfunk-Arbeitskanal (DE, informell) |
| Kanal 4 | 27,005 MHz | Anrufkanal AM |
| Kanal 9 | 27,065 MHz | Internationaler Notrufkanal |
| Kanal 15 | 27,135 MHz | SSB-DX (international, informell) |
| Kanal 19 | 27,185 MHz | Fernfahrer/Trucker-Kanal |
| Kanal 6, 7, 24, 25 | diverse | Datenübertragung (regional) |
CB-Funk Reichweite
Die Reichweite beim CB-Funk hängt stark von der Ausrüstung und dem Gelände ab. Auf dem 11-Meter-Band (27 MHz) breiten sich die Signale überwiegend als Bodenwelle aus - die Antennenhöhe und freie Sicht zum Gegenüber sind entscheidend.
| Gerätetyp | Typische Reichweite | Bemerkung |
|---|---|---|
| Handfunkgerät | 1-5 km | Kurze Antenne, oft nur 0,5-1 W |
| Mobilgerät im Fahrzeug | 10-30 km | 4 W mit Magnetfußantenne auf dem Dach |
| Feststation mit Außenantenne | 20-50 km | 4 W FM, mit guter Antenne auf dem Dach |
| Feststation SSB | 30-60 km | 12 W SSB, optimale Antenne |
Einflussfaktoren auf die Reichweite
- Antennenhöhe: Je höher die Antenne, desto weiter die Reichweite - gilt für beide Stationen
- Gelände: Flachland deutlich besser als Berge oder Täler
- Bebauung: Städte reduzieren die Reichweite erheblich gegenüber freiem Feld
- Antennentyp: Eine gute Außenantenne macht mehr Unterschied als die Sendeleistung
- Modulationsart: SSB mit 12 W hat deutlich mehr Reichweite als FM mit 4 W
Überreichweiten (DX)
Auf 27 MHz kommt es besonders im Sommerhalbjahr zu Sporadic-E-Ausbreitung: Funkwellen werden in der Ionosphäre reflektiert und erreichen Stationen in über 2.000 km Entfernung. Diese Überreichweiten sind unvorhersehbar und können Minuten bis Stunden anhalten - ein Grund, warum das 11-Meter-Band für DX-Enthusiasten so reizvoll ist.
CB-Funk Sendeleistung und Regeln
Zulässige Sendeleistung
| Modulationsart | Max. Leistung | Kanäle |
|---|---|---|
| FM (Frequenzmodulation) | 4 W ERP | Kanal 1-80 |
| AM (Amplitudenmodulation) | 4 W ERP | Kanal 1-40 |
| SSB (Einseitenband) | 12 W PEP | Kanal 1-40 |
✅ Erlaubt
- Privater Sprechfunk zwischen Personen
- Nutzung zugelassener Geräte mit CE-Kennzeichnung
- Eigenbau und Modifikation von Antennen
- Mobiler und stationärer Betrieb
- Selbstgewählter Rufname (kein offizielles Rufzeichen)
🚫 Verboten
- Kommerzielle Nutzung (Geschäftsfunk)
- Daueraussendungen (z.B. Musik, Peilsender)
- Modifikation der Geräte (Leistungserhöhung, Frequenzerweiterung)
- Geräte ohne CE-Zulassung
- Verschlüsselte Übertragung
- Störung anderer Funkdienste
CB-Funk Geräte
CB-Funkgeräte gibt es in drei Kategorien: Handfunkgeräte für unterwegs, Mobilgeräte fürs Fahrzeug und Feststationen für zu Hause. Die wichtigsten Hersteller sind Albrecht, President, Midland und Stabo.
| Kategorie | Preis | Beispiele | Reichweite |
|---|---|---|---|
| Handfunkgeräte | 30-80 Euro | Midland Alan 42 DS, Albrecht AE 2990 | 1-5 km |
| Mobilgeräte (FM) | 60-120 Euro | Albrecht AE 6110/6120, President Barry II, Stabo xm 3004e | 10-30 km |
| Mobilgeräte (SSB) | 150-300 Euro | President Lincoln II+, Albrecht AE 5890 | 30-80 km |
CB-Funk vs. Amateurfunk
CB-Funk und Amateurfunk sind beides Hobbyfunk-Dienste - aber mit grundlegend unterschiedlichen Möglichkeiten. Hier die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
| Merkmal | CB-Funk | Amateurfunk |
|---|---|---|
| Lizenz erforderlich | Nein | Ja (Prüfung bei der BNetzA) |
| Sendeleistung | max. 4 W ERP (FM) / 12 W PEP (SSB) | bis 750 W PEP (Klasse A) |
| Frequenzen | 1 Band (27 MHz) | Viele Bänder (Kurzwelle bis Mikrowelle) |
| Reichweite | 5-50 km (DX bis 2.000+ km) | Weltweit (regelmäßig, nicht nur sporadisch) |
| Selbstbau | Nur Antennen | Geräte und Antennen |
| Relais nutzbar | Nein | Ja (automatische Umsetzer) |
Den ausführlichen Vergleich mit allen Vorteilen, dem Watt-Argument und Tipps zum Umstieg gibt es in unserem Artikel CB-Funk vs. Amateurfunk.
CB-Funk vs. PMR und Freenet
Neben CB-Funk gibt es in Deutschland zwei weitere lizenzfreie Funkdienste: PMR446 und Freenet. Jeder hat seine Stärken.
| Merkmal | CB-Funk | PMR446 | Freenet |
|---|---|---|---|
| Frequenz | 27 MHz | 446 MHz | 149 MHz |
| Sendeleistung | 4 W (FM) | 0,5 W | 1 W |
| Kanäle | 80 | 16 | 6 |
| Reichweite | 5-30 km | 0,5-3 km | 0,5-5 km |
| Externe Antenne | Ja | Nein (Festantenne) | Nein (Festantenne) |
| Zulassung | International (CEPT) | EU-weit | Nur Deutschland |
| Gerätegröße | Größer (bes. Mobilgeräte) | Kompakt | Kompakt |
| Gebäudedurchdringung | Mäßig | Gut | Sehr gut (149 MHz) |
PMR446 eignet sich für kurze Distanzen und EU-weite Nutzung (Urlaub, Wandern, Baustelle).
Freenet bietet in Deutschland das beste Verhältnis aus Reichweite und Gebäudedurchdringung für den Nahbereich.
CB-Funk ist die richtige Wahl, wenn du maximale lizenzfreie Reichweite brauchst und Platz für eine externe Antenne hast - besonders im Fahrzeug oder als Feststation.
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- Mehr Bänder: 2m, 70cm, 10m und weitere statt nur 27 MHz
- Relais: Automatische Umsetzer für stadtweite Reichweite auf UKW
- Eigenes Rufzeichen: International geschützt und anerkannt
- Selbstbau: Eigene Sender und Empfänger bauen und betreiben
- Digitale Betriebsarten: FT8, APRS, Winlink (E-Mail über Funk) und mehr
- Weltweiter DX: Regelmäßig, nicht nur bei Sporadic-E
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Jetzt kostenlos lernenDie Geschichte des CB-Funks
USA: Die Geburtsstunde (1945-1958)
Die Geschichte des CB-Funks beginnt 1945, als die FCC erstmals einen "Personal Radio Service" für amerikanische Bürger einrichtete. Die erste Frequenzzuteilung von 1947 lag allerdings noch im UHF-Bereich bei 460-470 MHz (Class-A und Class-B Lizenzen). Gleichzeitig wurde die Frequenz 27,255 MHz als Class-C-Lizenz für Fernsteuerungen zugeteilt - etwa für Garagentoröffner und Modellflugzeuge.
Der eigentliche Startschuss fiel am 11. September 1958: Die FCC führte den Class-D Citizens Band Service auf 27 MHz ein - mit zunächst 23 Kanälen zwischen 26,965 und 27,255 MHz. Das war die Geburtsstunde des CB-Funks, wie wir ihn kennen.
| 1945 | FCC richtet "Personal Radio Service" ein |
| 1947 | Erste Zuteilung bei 460 MHz (UHF) + 27,255 MHz für Fernsteuerungen |
| 1958 | Class-D CB auf 27 MHz - 23 Kanäle für alle Bürger |
| 1960er | Handwerker und Kleinbetriebe entdecken CB-Funk |
In den 1960er Jahren entdeckten vor allem Kleinunternehmer den CB-Funk: Elektriker, Klempner und Handwerker koordinierten ihre Einsätze per Funk. Doch die eigentliche Revolution kam aus einer ganz anderen Ecke.
Das goldene Zeitalter der 1970er
Die Ölkrise 1973 veränderte alles. Als Reaktion auf die Krise führten die USA ein Tempolimit von 55 mph (88 km/h) ein. Für LKW-Fahrer, deren Einkommen von der gefahrenen Strecke abhing, war das eine Katastrophe. CB-Funk wurde ihr Werkzeug des Widerstands: Trucker nutzten es, um Radarfallen zu melden, Benzin an Tankstellen zu finden und das Tempolimit zu koordinieren.
Was als praktisches Kommunikationsmittel begann, wurde zum Massenphänomen. Die Verkaufszahlen explodierten:
- 1973: Rund 800.000 CB-Lizenzen in den USA
- 1975: Lizenzgebühr von 20 auf 4 Dollar gesenkt - der Damm bricht
- 1977: Erweiterung auf 40 Kanäle wegen Überlastung
- 1977: Schätzungsweise 25 Millionen CB-Nutzer in den USA
- 1983: FCC schafft die Lizenzpflicht komplett ab
Deutschland: Vom Verbot zur Freiheit
In Westdeutschland war der 27-MHz-Bereich bis 1975 nur für den Betriebsfunk zugänglich - mit Bedarfsnachweis, Bundespost-Zulassung und monatlicher Gebühr. Die sogenannten "K-Geräte" waren teuer und streng reglementiert.
Am 1. Juli 1975 gab das Bundespostministerium den CB-Funk für die Allgemeinheit frei - zunächst mit 12 Kanälen in AM. Das war der Startschuss für eine Bewegung, die Deutschland in den folgenden Jahren erfasste.
Die Entwicklung in Deutschland verlief in mehreren Schritten:
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 1975 | Freigabe von 12 Kanälen in AM |
| 1983 | Erweiterung auf 40 Kanäle (CEPT-konform) |
| 1996 | Erweiterung um Kanäle 41-80 (nationale Zusatzkanäle) |
| 2003 | Vollständig anmelde- und gebührenfrei (Allgemeinzuteilung) |
| 2011 | Neue Regelung: 4W FM/AM auf allen 80 Kanälen, 12W SSB auf Kanälen 1-40 |
Boom und Rückgang
In den 1980er- und 1990er-Jahren erlebte CB-Funk in Deutschland seinen Höhepunkt. Zehntausende waren aktiv, CB-Funk-Clubs entstanden im ganzen Land, und auf den Kanälen war rund um die Uhr Betrieb. Mit der Verbreitung von Mobiltelefonen ab Ende der 1990er ging die Nutzung zurück - warum funken, wenn man telefonieren kann?
Heute ist CB-Funk eine Nische, aber lebendig. Aktive Nutzer sind vor allem Fernfahrer (Kanal 19), Offroad-Fahrer (Fahrzeugkolonnen), Prepper und Krisenvorsorger (lizenzfreie Notfallkommunikation) sowie Nostalgiker und Hobbyisten, die das unkomplizierte Funken schätzen.
Meilensteine der CB-Funk-Geschichte
CB-Funk in Film, Musik und Kultur
Kein Funkdienst hat die Popkultur so geprägt wie der CB-Funk. In den 1970er Jahren wurde das Mikrofon am Armaturenbrett zum Symbol für Freiheit, Rebellion und Abenteuer auf der Straße.
Die wichtigsten CB-Funk-Filme und -Songs
| Jahr | Titel | Typ | Highlight |
|---|---|---|---|
| 1975 | Convoy (C. W. McCall) | Song | 6 Wochen Nr. 1 USA |
| 1977 | Smokey and the Bandit | Film | #2 Box Office nach Star Wars |
| 1978 | Convoy (Sam Peckinpah) | Film | 3 Mio. verkaufte Soundtracks |
| 1978 | Ich bin CB-Funker (Gunter Gabriel) | Song | Deutscher CB-Kult |
| 1978 | Ruf Teddybär eins-vier (Jonny Hill) | Song | Cover von "Teddy Bear" |
| 1977-96 | Auf Achse (Manfred Krug) | TV-Serie | CB-Funk im deutschen Trucker-Alltag |
| 1979-85 | The Dukes of Hazzard | TV-Serie | Inspiriert von Smokey and the Bandit |
Convoy - Der Song, der alles auslöste (1975)
Im November 1975 veröffentlichte C. W. McCall (bürgerlich Bill Fries) den Song "Convoy" - ein mitreißendes Stück über einen fiktiven Trucker-Aufstand quer durch die USA. "Rubber Duck" führt einen Konvoi von Los Angeles über Tulsa und Chicago bis nach New Jersey, verfolgt von "Smokies" (Polizei) und begleitet von "Pig Pen" und seinen stinkenden Schweinen.
Smokey and the Bandit (1977)
Der Film, der den CB-Boom zur Explosion brachte: Burt Reynolds als "Bandit" muss in seinem schwarzen Pontiac Trans Am 400 Kisten Coors-Bier in 28 Stunden von Texas nach Georgia schmuggeln - koordiniert per CB-Funk.
- Budget: 4,3 Mio. Dollar
- Einspielergebnis: 126,7 Mio. Dollar
- 1977: #2 nach Star Wars
- Pontiac Trans Am: Verkäufe verdoppelt
- Inspirierte "The Dukes of Hazzard"
- Sogar Hitchcock war Fan
Convoy - Der Film (1978)
Sam Peckinpah verfilmte den Song als Roadmovie mit Kris Kristofferson als Rubber Duck und Ernest Borgnine als korruptem Sheriff. Mit 12 Millionen Dollar Budget war es Peckinpahs teuerste Produktion. Der Soundtrack verkaufte sich rund 3 Millionen Mal.
Der CB-Slang - Eine eigene Sprache
Der CB-Funk hat eine eigene Sprache hervorgebracht, die weit über den Funk hinaus in die Alltagssprache eingedrungen ist:
| CB-Slang | Bedeutung | Herkunft |
|---|---|---|
| Breaker | Gesprächsteilnehmer, der sich einschaltet | "Break" = Unterbrechung |
| 10-4 | Verstanden / Bestätigt | Polizei-10-Codes |
| Smokey / Bear | Polizei | Hut wie Smokey Bear (US Forest Service) |
| Bear in the air | Polizeihubschrauber | Smokey Bear + fliegt |
| Handle | CB-Rufname / Spitzname | Englisch für "Griff" |
| Hammer down | Vollgas geben | Gaspedal durchtreten |
| Front door / Back door | Erstes / Letztes Fahrzeug im Konvoi | Konvoi-Formation |
| Chicken coop | Wiegestation für LKW | "Hühnerstall" - LKW stehen Schlange |
Häufige Fragen
Was ist CB-Funk?
CB-Funk (Citizens Band) ist lizenzfreier Jedermannfunk auf dem 11-Meter-Band um 27 MHz. In Deutschland stehen 80 Kanäle zur Verfügung. Jeder darf CB-Funk nutzen - ohne Prüfung, ohne Anmeldung und ohne Gebühren. Es werden zugelassene Geräte mit CE-Kennzeichnung benötigt.
Gibt es noch CB-Funk?
Ja, CB-Funk wird weiterhin aktiv genutzt. Besonders unter Fernfahrern (Kanal 19), Offroad- und Geländewagenfahrern, in der Krisenvorsorge und bei Hobbyisten ist CB-Funk verbreitet. Zwar hat die Nutzung seit den 1990er-Jahren abgenommen, aber auf den Kanälen ist - besonders entlang der Autobahnen - nach wie vor Betrieb.
CB-Funk welcher Kanal?
Die wichtigsten Kanäle sind: Kanal 1 als allgemeiner Anrufkanal (FM), Kanal 9 als internationaler Notrufkanal und Kanal 19 als Fernfahrer- und Trucker-Kanal. Für SSB-DX-Verbindungen wird Kanal 15 genutzt. Am meisten Betrieb findest du auf Kanal 1 und Kanal 19.
Wie weit geht CB-Funk?
Die Reichweite hängt stark von der Ausrüstung ab: Handfunkgeräte erreichen 1-5 km, Mobilgeräte im Fahrzeug 10-30 km und Feststationen mit guter Antenne 20-50 km. Bei Überreichweiten durch Sporadic-E-Ausbreitung sind in seltenen Fällen über 2.000 km möglich.
Was kostet CB-Funk?
CB-Funk ist komplett gebührenfrei - es gibt keine Lizenzkosten und keine laufenden Gebühren. Die einzige Investition ist das Gerät: Handfunkgeräte gibt es ab ca. 30 Euro, Mobilgeräte ab ca. 60 Euro. Dazu kommt bei Bedarf eine externe Antenne (20-60 Euro). Es ist keine Prüfung und keine Anmeldung erforderlich.
Was ist beim CB-Funk erlaubt?
Erlaubt ist privater Sprechfunk mit zugelassenen Geräten (CE-Kennzeichnung) auf den 80 CB-Kanälen. Antennen dürfen selbst gebaut werden. Verboten sind: kommerzielle Nutzung, Gerätemodifikation (z.B. Leistungserhöhung), Daueraussendungen, verschlüsselte Übertragung und das Stören anderer Funkdienste.
Was heißt CB-Funk?
CB steht für Citizens Band - auf Deutsch: Bürger-Frequenzband. Der Name stammt aus den USA, wo der Funkdienst 1945 als einfache Kommunikationsmöglichkeit für Bürger eingeführt wurde. In Deutschland ist CB-Funk seit 1975 zugelassen.
Quellen
- Bundesnetzagentur: CB-Funk - Allgemeinzuteilung
- Wikipedia: CB-Funk
- Wikipedia: Jedermannfunk