Die Funklizenz Klasse A ist die höchste deutsche Amateurfunkzulassung - die sogenannte "große Lizenz". Mit ihr erhältst du Zugang zu allen Amateurfunkbändern von 135 kHz bis 250 GHz und darfst mit bis zu 750 Watt senden. Dieser Artikel erklärt Kosten, Amateurfunkprüfung, Ausbildungsmöglichkeiten und den offiziellen Fragebogen.

Kurzfassung: Die Funklizenz Klasse A kostet einmalig ca. 101 Euro (Prüfung + Zuteilung) und jährlich ca. 25-32 Euro. Du erhältst ein Rufzeichen mit Präfix DL, DK, DF, DG, DH, DJ, DM o.ä. und darfst auf allen Amateurfunkbändern mit bis zu 750 Watt PEP senden - weltweit dank CEPT HAREC.

Du suchst eine einfachere Klasse? Die Funklizenz Klasse E bietet Kurzwelle und Auslandsfunk mit weniger Lernaufwand. Die Funklizenz Klasse N ist der schnellste Einstieg.

Funklizenz Klasse A Kosten

Die Kosten für die Funklizenz Klasse A hängen davon ab, ob du die komplette Erstprüfung ablegst oder von einer niedrigeren Klasse aufstockst:

Prüfungsgebühren

PrüfungPrüfungsteileGebühr
Erstprüfung Klasse AV + B + Technik N + E + A81,00 Euro
Aufstockung N nach ATechnik E + A57,00 Euro
Aufstockung E nach ANur Technik A50,50 Euro

Rufzeichenzuteilung

Bei jeder neuen Lizenzklasse erhältst du ein neues Rufzeichen. Die Zuteilung kostet einmalig 20 Euro - egal ob Erstprüfung oder Aufstockung.

Stufenweiser Aufstieg möglich: Du kannst mit Klasse N oder Klasse E starten und später auf A aufstocken. Die bereits bestandenen Prüfungsteile (V, B, Technik N, Technik E) bleiben 2 Jahre gültig.

Jährliche Kosten

Als Lizenzinhaber zahlst du zwei jährliche Beiträge:

BeitragZweckBetrag (ca.)
Frequenznutzungsbeitrag (TKG)Frequenzschutz4-7 Euro
EMV-Beitrag (EMVG)Elektromagnetische Verträglichkeit21-25 Euro
Gesamt jährlichca. 25-32 Euro

Gesamtkosten im Überblick

Weg zur Klasse AEinmaligJährlich
Direkteinstieg Klasse Aca. 101 Euroca. 25-32 Euro
Von Klasse N aufstockenca. 77 Euro (+ 88 Euro für N)ca. 25-32 Euro
Von Klasse E aufstockenca. 70,50 Euro (+ 93,50 Euro für E)ca. 25-32 Euro

Funklizenz Klasse A Prüfung

Die Prüfung für die Funklizenz Klasse A wird von der Bundesnetzagentur abgenommen und ist die umfangreichste aller drei Klassen:

Prüfungsaufbau (Erstprüfung)

PrüfungsteilFragenZeitBestanden
Vorschriften (V)2545 Min19 richtig (76%)
Betriebliche Kenntnisse (B)2545 Min19 richtig (76%)
Technik Klasse N2545 Min19 richtig (76%)
Technik Klasse E2545 Min19 richtig (76%)
Technik Klasse A2560 Min19 richtig (76%)

Die Prüfung findet als Multiple-Choice-Test statt. Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Insgesamt beantwortest du 125 Fragen in ca. 4 Stunden.

Mündliche Nachprüfung: Bei 17 oder 18 richtigen Antworten in einem Teil hast du die Chance auf eine mündliche Nachprüfung. Nicht bestandene Teile können in einer Wiederholungsprüfung nachgeholt werden - bereits bestandene Teile bleiben 2 Jahre gültig.

Aufstockungsprüfung E nach A

Wer bereits die Klasse E besitzt, muss nur noch den Technik-Teil A ablegen:

PrüfungsteilFragenZeitBestanden
Technik Klasse A2560 Min19 richtig (76%)

Der Technik-Teil A hat 60 Minuten Zeit statt 45 Minuten wie die anderen Teile, da die Fragen anspruchsvoller sind und oft Berechnungen erfordern.

Prüfungstermine

Die Bundesnetzagentur bietet Prüfungen an 11 Standorten in Deutschland an:

  • Berlin, Dortmund, Dresden, Erfurt, Eschborn
  • Göttingen, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Reutlingen

Termine findest du auf der Übersicht der Prüfungstermine oder direkt bei der BNetzA.

Prüfungsanmeldung

So meldest du dich zur Amateurfunkprüfung an:

  1. Formular herunterladen: Antragsformular (PDF)
  2. Formular ausfüllen: Persönliche Daten, gewünschte Prüfungsklasse (A), Wunschtermin und -ort
  3. Einreichen per E-Mail: Amateurfunkpruefung@BNetzA.de
  4. Bestätigung abwarten: Du erhältst eine Einladung mit allen Details
Alternativ per Post:
Bundesnetzagentur, Dienstleistungszentrum 10, Alter Hellweg 56, 44379 Dortmund

Funklizenz Klasse A Ausbildung

Die Klasse A erfordert den größten Lernaufwand, ist aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu schaffen:

12db Akademie - Kostenlose Lernplattform

Unsere Akademie bietet umfangreiche Lerneinheiten für alle Technik-Klassen mit verständlichen Erklärungen und interaktiver Wissenskontrolle:

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Alle 716 Technik-Fragen der Klasse A mit Erklärungen, Wissenskontrolle und Prüfungssimulation - komplett kostenlos.

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Themengebiete der Klasse A

Die Technik Klasse A baut auf den Inhalten von N und E auf und vertieft diese deutlich:

  • Mathematische Grundlagen - Komplexe Zahlen, Logarithmen, Dezibel-Berechnungen
  • Elektrotechnik - Wechselstromkreise, Impedanz, komplexe Schaltungsanalyse
  • Halbleitertechnik - Verstärkerschaltungen, Operationsverstärker, Oszillatoren
  • Hochfrequenztechnik - Modulation, Mischer, PLL, Synthesizer
  • Sender und Empfänger - Superheterodyn, SDR, Transceiver-Aufbau
  • Antennen und Leitungen - Richtantennen, Anpassung, Leitungstheorie
  • Wellenausbreitung - Ionosphäre, Skip-Distanz, MUF/LUF
  • Messtechnik - Spektrumanalyzer, Netzwerkanalysator, komplexe Messungen
  • EMV und Sicherheit - EMVU, Grenzwerte, Selbsterklärung
Anspruchsvoller als Klasse E: Die Klasse A erfordert deutlich tieferes technisches Verständnis. Während Klasse E oft mit Faustformeln arbeitet, musst du bei Klasse A die Zusammenhänge wirklich verstehen und Berechnungen durchführen können.

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten

MethodeBeschreibungKosten
DARC-LehrgangPräsenzkurs im Ortsverband, 4-6 Monatemeist kostenlos
Moltrecht-BücherKlassische Standardwerke - basiert auf Fragen vor 2024, eher ungeeignetca. 70 Euro
HamfistedFragentrainer als iOS-Appkostenlos

Lernzeit und Schwierigkeit

Die Klasse A ist die anspruchsvollste Prüfung, aber mit systematischer Vorbereitung machbar:

AspektKlasse NKlasse EKlasse A
Lernzeit4-8 Wochen2-4 Monate4-6 Monate
Technik-Fragen195463716
SchwierigkeitSchulniveau 8./9. KlasseRealschule/GymnasiumAbitur/Ingenieur
MathematikGrundrechenarten+ Logarithmus, Dezibel+ Komplexe Zahlen
Empfehlung: Mit regelmäßigem Lernen (1-2 Stunden täglich) und unserer Akademie ist die Prüfung in 4-6 Monaten zu schaffen. Wer bereits Klasse E hat, braucht für die Aufstockung nur 2-3 Monate.

Funklizenz Klasse A Fragebogen

Der offizielle Fragebogen (Fragenkatalog) für die Klasse A wird von der Bundesnetzagentur veröffentlicht und enthält alle Prüfungsfragen:

Aufbau des Fragenkatalogs

TeilAnzahl FragenThemengebiete
Vorschriften (V)204 FragenAmateurfunkgesetz, Vorschriften, Frequenzzuweisungen
Betrieb (B)172 FragenBetriebsabwicklung, Q-Gruppen, Rufzeichen, Buchstabiertafel
Technik N195 FragenGrundlagen Elektrotechnik, einfache Schaltungen
Technik E463 FragenElektrotechnik, HF-Technik, Sender, Empfänger, Antennen
Technik A716 FragenVertiefte Technik, Berechnungen, komplexe Schaltungen
Gesamt1.750 Fragen

Aus diesem Pool werden bei der Prüfung jeweils 25 Fragen pro Teil zufällig ausgewählt.

Fragebogen online üben

Du kannst alle Fragen des offiziellen Fragenkatalogs hier online üben - mit Erklärungen zu jeder Frage und realistischer Prüfungssimulation.

Fragenkatalog Klasse A üben

Übe alle 1.750 Prüfungsfragen mit Erklärungen und Wissenskontrolle in unseren Lerneinheiten.

Jetzt Technik A lernen

Fragebogen als PDF

Der offizielle Fragenkatalog ist bei der Bundesnetzagentur als PDF verfügbar.

Offizieller Fragenkatalog (PDF)

Der vollständige Fragenkatalog der Bundesnetzagentur mit allen Prüfungsfragen für Klasse N, E und A.

PDF herunterladen

Das Klasse-A-Rufzeichen

12db Rufzeichen-Tool: Plane dein Wunschrufzeichen und prüfe, welche Suffixe noch frei sind - mit Historie seit 2015.
Zum Tool

Als Klasse-A-Inhaber erhältst du ein Rufzeichen mit einem der begehrten Präfixe:

PräfixBeispielBemerkung
DA1, DA2DA1ABCSelten, meist vergeben
DB1-DB9DB1XYZBeliebter Präfix
DC0-DC9DC4ABStandard
DD0-DD9DD5TTStandard
DF1-DF9DF3CBBeliebter Präfix
DG0-DG9DG7ROStandard
DH0-DH9DH1TWStandard
DJ0-DJ9DJ4UFStandard
DK1-DK9DK0TUStandard
DL1-DL9DL1ABCKlassischer DL-Präfix
DM1-DM9DM2RMHistorisch DDR, heute normal
Wunschrufzeichen: Du kannst bei der Beantragung bis zu 3 Wunsch-Suffixe angeben. Kurze Rufzeichen (2 Buchstaben) sind begehrt und oft vergeben. Ob dein Wunschrufzeichen frei ist, kannst du vorab mit unserer Rufzeichen-Suche prüfen.

Was erlaubt die Klasse A?

Mit der Funklizenz Klasse A hast du Zugang zu allen Amateurfunkbändern mit der höchsten erlaubten Sendeleistung:

Kurzwelle (HF) - Alle DX-Bänder

BandFrequenzbereichMax. LeistungBesonderheit
160 m1,810 - 2,000 MHz750 W PEPNachtband, regional-europa
80 m3,500 - 3,800 MHz750 W PEPEuropaband, NVIS
60 m5,351 - 5,367 MHz15 W EIRPNur Klasse A!
40 m7,000 - 7,200 MHz750 W PEPNur Klasse A! DX-Band
30 m10,100 - 10,150 MHz750 W PEPNur Klasse A! CW/Digi
20 m14,000 - 14,350 MHz750 W PEPNur Klasse A! Top DX
17 m18,068 - 18,168 MHz750 W PEPNur Klasse A! WARC
15 m21,000 - 21,450 MHz750 W PEPDX bei hoher Sonnenaktivität
12 m24,890 - 24,990 MHz750 W PEPNur Klasse A! WARC
10 m28,0 - 29,7 MHz750 W PEPDX oder lokal

VHF, UHF und Mikrowelle

BandFrequenzbereichMax. Leistung
6 m50,0 - 52,0 MHz750 W PEP (25 W in Teilen)
2 m144 - 146 MHz750 W PEP
70 cm430 - 440 MHz750 W PEP
23 cm1.240 - 1.300 MHz750 W PEP
13 cm2.320 - 2.450 MHz75 W PEP
9 cm und höherbis 250 GHz75 W PEP
Exklusiv für Klasse A: Die beliebten DX-Bänder 40 m und 20 m sowie 6 m (Magic Band) sind der Klasse A vorbehalten. Diese Bänder ermöglichen weltweite Verbindungen und sind für viele Funkamateure der Hauptgrund für den Aufstieg zur Klasse A.

CEPT HAREC - Weltweit funken

Der wichtigste Vorteil der Klasse A neben den Frequenzen: Die vollständige internationale Anerkennung durch CEPT HAREC.

Was ist HAREC?

HAREC steht für Harmonized Amateur Radio Examination Certificate. Es ist ein europäisch einheitliches Prüfungszertifikat, das bescheinigt, dass du das höchste Prüfungsniveau erfüllst. Das deutsche Amateurfunkzeugnis Klasse A ist automatisch eine HAREC-Bescheinigung.

Wo darfst du funken?

Mit CEPT HAREC darfst du ohne zusätzliche Genehmigung in über 40 Ländern funken:

RegionLänder
CEPT-LänderÖsterreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Niederlande, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Polen, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Slowenien, UK und viele mehr
WeltweitUSA, Kanada, Australien, Neuseeland, Israel, Südafrika, Peru
So funktioniert's: Im Ausland verwendest du dein Heimatrufzeichen mit dem Gastland-Präfix. Beispiel: DL1ABC funkt in Frankreich als F/DL1ABC. Die CEPT-Regelung gilt für Aufenthalte bis zu 3 Monaten. Für längere Aufenthalte kannst du auf Basis der HAREC eine lokale Lizenz beantragen - ohne erneute Prüfung.

Unterschied zu Klasse E

Die Klasse E hat nur CEPT-Novice-Anerkennung, die in weniger Ländern gilt. Beliebte Urlaubsländer wie Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland erkennen nur die volle CEPT-Lizenz (Klasse A) an.

Klasse A vs. Klasse E vs. Klasse N

Die Klasse A ist die Vollzulassung mit allen Rechten:

MerkmalKlasse NKlasse EKlasse A
Prüfungsgebühr68 Euro73,50 Euro81 Euro
Lernzeit4-8 Wochen2-4 Monate4-6 Monate
Technik-Fragen195463716
Gesamtfragen5711.0341.750
Max. Leistung10 W EIRP100 W PEP750 W PEP
KurzwelleNur 10 m4 BänderAlle Bänder
40m / 20mNeinNeinJa
6m (Magic Band)NeinNeinJa
InternationalNeinCEPT NoviceCEPT HAREC
RufzeichenDN9...DO...DL, DK, DF...
Detaillierter Vergleich: Alle drei Klassen mit Frequenzen, Leistung und Kosten im direkten Vergleich findest du auf unserer Seite Amateurfunk-Klassen N, E und A.

Für wen lohnt sich Klasse A?

Die Klasse A ist die richtige Wahl, wenn du:

  • Weltweite Verbindungen auf Kurzwelle machen möchtest (DX)
  • Im Urlaub funken willst - HAREC wird in mehr Ländern anerkannt
  • Die beliebten Bänder 40m und 20m nutzen möchtest
  • Mit höherer Leistung arbeiten willst (750 W statt 100 W)
  • Das "Magic Band" 6m für Sporadic-E und Aurora nutzen möchtest
  • Keine Einschränkungen haben willst - die A-Lizenz ist die Vollzulassung
  • Langfristig dabei bleiben möchtest - lieber einmal richtig lernen
Ehrliche Einschätzung: Die Klasse A erfordert deutlich mehr Lernaufwand als E oder N. Wenn du hauptsächlich lokal über Relais funken oder digitale Modi wie DMR nutzen möchtest, reicht oft auch Klasse E oder N. Für aktiven Kurzwellen-DX-Betrieb ist die Klasse A aber praktisch unverzichtbar.

Lernmaterial Klasse A - Warum es 12db.de gibt

Für Klasse N und E gibt es gute Ressourcen: 50ohm.de, YouTube-Vorlesungen von Prof. Jung. Für die 716 Technik-Fragen der Klasse A sah es anders aus - strukturiertes Lernmaterial fehlte.

Deshalb habe ich 12db.de entwickelt: Erklärungen zu jeder Frage, strukturierte Lerneinheiten, realistische Prüfungssimulation. Am 1. Dezember 2025 habe ich damit selbst die Klasse A bestanden - seitdem funke ich als DL1AO.

Mehr über die Entstehung von 12db.de →

Klasse A Prüfungsvorbereitung

Nutze die Lernplattform, mit der der Gründer selbst die Prüfung bestanden hat - alle 716 Technik-Fragen mit Erklärungen.

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Häufige Fragen zur Funklizenz Klasse A

Was kostet die Funklizenz Klasse A?

Die Erstprüfung Klasse A kostet ca. 101 Euro (Prüfungsgebühr 81 Euro + Rufzeichenzuteilung 20 Euro). Wer bereits Klasse E hat, zahlt für die Aufstockung nur 70,50 Euro. Dazu kommen jährliche Beiträge von ca. 25-32 Euro (Frequenznutzungs- und EMV-Beitrag).

Wie schwer ist die Klasse A Prüfung?

Die Klasse A ist die anspruchsvollste Amateurfunkprüfung. Der Technik-Teil A umfasst 716 Fragen und erfordert echtes Verständnis der Hochfrequenztechnik und Berechnungen. Mit systematischer Vorbereitung über 4-6 Monate ist die Prüfung aber gut zu schaffen.

Wie lange dauert die Vorbereitung auf Klasse A?

Für die komplette Erstprüfung solltest du 4-6 Monate einplanen bei täglichem Lernen von 1-2 Stunden. Wer bereits Klasse E hat, braucht für die Aufstockung nur 2-3 Monate. DARC-Ausbildungskurse dauern meist 4-6 Monate mit wöchentlichen Treffen.

Gibt es gutes Lernmaterial für Klasse A?

Für Klasse N und E gibt es viele Ressourcen. Für Klasse A war das Angebot lange lückenhaft. 12db.de bietet strukturierte Lerneinheiten mit Erklärungen zu allen 716 Technik-Fragen - kostenlos und mit Prüfungssimulation.

Was darf ich mit Klasse A?

Mit Klasse A darfst du auf allen Amateurfunkbändern von 135 kHz bis 250 GHz funken - einschließlich der beliebten DX-Bänder 40m und 20m, die Klasse E nicht hat. Die maximale Sendeleistung beträgt 750 Watt PEP. Dank CEPT HAREC darfst du in über 40 Ländern weltweit funken.

Was ist der Unterschied zwischen Klasse E und A?

Klasse A bietet: 750 Watt statt 100 Watt, alle Kurzwellenbänder (inkl. 40m, 30m, 20m, 17m, 12m) statt nur 4 Bänder, das 6m-Band, und CEPT HAREC statt nur CEPT-Novice für mehr Länder. Die Prüfung ist umfangreicher (1.750 statt 1.034 Fragen).

Welches Rufzeichen bekomme ich mit Klasse A?

Mit Klasse A erhältst du ein Rufzeichen mit einem der klassischen Präfixe: DL, DK, DF, DG, DH, DJ, DM, DB, DC oder DD. Beispiel: DL1ABC. Du kannst bei der Beantragung bis zu 3 Wunsch-Suffixe angeben.

Kann ich direkt Klasse A machen ohne N oder E?

Ja! Du kannst direkt mit der Klasse-A-Prüfung einsteigen. Die Prüfung enthält dann alle 5 Teile (V, B, Technik N, E, A). Ein Umweg über N oder E ist nicht nötig, kann aber sinnvoll sein, um schneller erste Erfolgserlebnisse zu haben.

Lohnt sich Klasse A?

Klasse A lohnt sich, wenn du weltweite Kurzwellen-Verbindungen (DX) machen, im Urlaub funken oder die beliebten Bänder 40m und 20m nutzen möchtest. Für lokalen Relaisfunk oder digitale Modi wie DMR reicht oft auch Klasse E oder N. Die A-Lizenz ist die Vollzulassung ohne Einschränkungen.

Brauche ich Mathe für Klasse A?

Ja, für Klasse A sind mathematische Grundkenntnisse erforderlich. Du solltest mit Bruchrechnung, Logarithmen und dem Dezibel-System umgehen können. Komplexe Zahlen kommen vor, werden aber in den Lernmaterialien erklärt. Ein Taschenrechner ist bei der Prüfung erlaubt.

Wie lange ist die Klasse A Lizenz gültig?

Das Amateurfunkzeugnis Klasse A ist unbegrenzt gültig - es läuft nie ab. Die Zulassung (Lizenz mit Rufzeichen) muss nicht verlängert werden, solange du die jährlichen Beiträge zahlst. Auch bei längerer Funkpause bleibt dein Zeugnis gültig.

Was ist CEPT HAREC?

HAREC (Harmonized Amateur Radio Examination Certificate) ist ein europäisch einheitliches Prüfungszertifikat. Es bescheinigt das höchste Prüfungsniveau und wird in über 40 CEPT-Ländern sowie weiteren Ländern wie USA und Australien anerkannt. Das deutsche Amateurfunkzeugnis Klasse A ist automatisch eine HAREC-Bescheinigung.

Quellen

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