Konverter und Transverter
Konverter und Transverter
Mit einem Konverter oder Transverter kannst du mit einem vorhandenen Kurzwellen-Transceiver auch im VHF-, UHF- oder SHF-Bereich arbeiten. Diese Geräte setzen Signale durch Mischung von einer Frequenz in eine andere um.
Konverter vs. Transverter
Arbeitet nur in einer Richtung:
• Empfangskonverter (RX)
• Sendekonverter (TX)
Beispiel: 2m-Empfangskonverter wandelt 144 MHz → 28 MHz für einen KW-Empfänger
Arbeitet bidirektional:
• Empfang: VHF/UHF → KW
• Senden: KW → VHF/UHF
Beispiel: 2m-Transverter mit automatischer Sende-/Empfangsumschaltung
Frage EF501 fragt nach der Wirkungsweise eines Transverters:
Merke: Der Transverter wandelt in beide Richtungen um - beim Empfang nach unten (z.B. 430 MHz → 28 MHz), beim Senden nach oben (28 MHz → 430 MHz).
Frequenzumsetzung durch Mischung
Frage EF502 fragt, durch welchen Vorgang die Frequenzumsetzung erfolgt:
In einem Mischer werden zwei Signale multipliziert:
- Das Nutzsignal (z.B. 144 MHz)
- Das Signal des Lokaloszillators (z.B. 116 MHz)
Dabei entstehen Mischprodukte:
- Summenfrequenz: 144 + 116 = 260 MHz
- Differenzfrequenz: 144 - 116 = 28 MHz ✓
Die gewünschte Frequenz (hier 28 MHz) wird durch Filter selektiert.
Warum nicht Vervielfachung oder Teilung?
- Frequenzvervielfachung erzeugt nur ganzzahlige Vielfache (2×, 3×, ...)
- Frequenzteilung erzeugt nur Bruchteile (÷2, ÷3, ...)
- Mischung erlaubt beliebige Frequenzumsetzungen durch Wahl der Oszillatorfrequenz
Blockschaltbild: 2m-Transverter
Frage EF503 zeigt ein Blockschaltbild und fragt, was es darstellt:
So erkennst du einen Transverter im Blockschaltbild:
- Zwei Signalpfade: RX (Empfang) und TX (Senden)
- Umschalter zwischen RX und TX
- Mischer in beiden Pfaden
- Gemeinsamer Oszillator für beide Richtungen
- Frequenzangaben: z.B. "38.999" MHz und "28-30 MHz" zeigen die Umsetzung
Ein Konverter hätte nur einen Signalpfad (entweder RX oder TX).
13-cm-Konverter für VHF-Sender
Frage EF504 zeigt eine weitere Schaltung:
So erkennst du diesen Konverter:
- Nur ein Signalpfad (kein RX/TX-Umschalter) → Konverter, kein Transverter
- 144 MHz Eingang → kommt vom VHF-Sender
- 2.256 GHz als Lokaloszillator-Frequenz
- Ausgang im 13-cm-Band (ca. 2.4 GHz)
- PLL und TCXO für hohe Frequenzstabilität
Warum "für einen VHF-Sender"? Das 144-MHz-Signal kommt vom Sender und wird auf 13 cm hochgemischt - also ein Sendekonverter.
Oszillatorstabilität bei hohen Frequenzen
Frage EF505 fragt, warum der Lokaloszillator in einem Transverter für Satellitenbetrieb temperaturstabilisiert oder synchronisiert sein muss:
Das Problem:
Bei einem Transverter für 2,4 GHz (Satelliten-Uplink) wird die Oszillatorfrequenz oft vervielfacht:
- Quarzoszillator bei z.B. 100 MHz
- Vervielfachung um Faktor 24 → 2,4 GHz
- Aber: Eine Abweichung von 10 Hz wird zu 240 Hz!
Bei SSB-Betrieb führen schon kleine Frequenzabweichungen zu unverständlicher Sprache.
Lösungen für stabile Oszillatoren:
- Temperaturstabilisierung: Quarz in temperaturkonstanter Kammer (OCXO)
- Synchronisation: Anbindung an GPS-Frequenznormal (GPSDO)
- TCXO: Temperaturkompensierter Quarzoszillator
Zusammenfassung für die Prüfung
| Frage | Thema | Richtige Antwort |
|---|---|---|
| EF501 | Wirkungsweise Transverter | Bidirektionale Umsetzung (RX: z.B. 70cm→10m, TX: 10m→70cm) |
| EF502 | Frequenzumsetzung | Durch Mischung |
| EF503 | Blockschaltbild | Transverter für das 2-m-Band (zwei Pfade, Umschalter) |
| EF504 | 13-cm-Schaltung | Konverter für VHF-Sender (ein Pfad, 144 MHz → 2,4 GHz) |
| EF505 | Oszillatorstabilität | Frequenzabweichung vervielfacht sich → zu groß für SSB |
Wissenskontrolle
0 / 5 Fragen richtigWelche der nachfolgenden Antworten trifft für die Wirkungsweise eines Transverters zu? Ein Transverter setzt...