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Digitale Signalverarbeitung

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Digitale Signalverarbeitung (DSP)

Die digitale Signalverarbeitung (DSP) hat den Amateurfunk revolutioniert. Statt analoger Schaltungen mit Spulen, Kondensatoren und Transistoren übernimmt heute oft ein Prozessor die Signalaufbereitung - mit Filtern, die per Software eingestellt werden können.

Prinzip der digitalen Signalverarbeitung

Frage EF601 zeigt das Grundprinzip der DSP als Blockschaltbild:

Blockschaltbild digitale Signalverarbeitung🔍
Antwort:
Block 1: A/D-Umsetzer (Analog-Digital-Wandler)
Block 2: D/A-Umsetzer (Digital-Analog-Wandler)

Der Signalfluss:

  1. Analoges Eingangssignal (z.B. vom Empfänger)
  2. A/D-Umsetzer wandelt das analoge Signal in digitale Zahlen
  3. Digitale Signalverarbeitung (Filterung, Demodulation, Rauschunterdrückung)
  4. D/A-Umsetzer wandelt die digitalen Zahlen zurück in ein analoges Signal
  5. Analoges Ausgangssignal (z.B. zum Lautsprecher)
A/D-Umsetzer (ADC)

Analog → Digital

• Misst die Spannung
• Erzeugt Zahlenwerte
• Am Eingang der DSP
D/A-Umsetzer (DAC)

Digital → Analog

• Erzeugt Spannung aus Zahlen
• Rekonstruiert das Signal
• Am Ausgang der DSP

Voraussetzung für digitale Filterung

Frage EF602 fragt, was die Voraussetzung ist, um ein analoges Signal digital zu filtern:

Antwort: Das Eingangssignal muss zunächst digitalisiert werden.

Warum? Ein digitaler Signalprozessor kann nur mit Zahlen rechnen. Ein analoges Signal (kontinuierliche Spannung) muss daher erst in eine Folge von Zahlenwerten umgewandelt werden.

Was passiert bei der Digitalisierung?

  • Abtastung: Das Signal wird in regelmäßigen Abständen gemessen
  • Quantisierung: Jeder Messwert wird als Zahl dargestellt
  • Ergebnis: Eine Folge von Zahlen, die das Signal repräsentiert

Warum nicht die anderen Antworten?

  • Demodulation - kann auch digital erfolgen, ist keine Voraussetzung
  • Rauschen entfernen - genau das soll ja die DSP machen!
  • Oberschwingungen entfernen - auch das ist Aufgabe der digitalen Filter

SDR - Software Defined Radio

Frage EF603 fragt, was die Bezeichnung SDR bedeutet:

Antwort: Bei einem SDR ist zumindest ein Teil der Signalaufbereitung in Software realisiert.

Was macht SDR so besonders?

Klassischer Transceiver

• Filter aus Quarzen/LC-Kreisen
• Feste Bandbreiten (z.B. 2,4 kHz)
• Demodulation in Hardware
• Änderungen = Umbau
SDR-Transceiver

• Filter in Software berechnet
• Variable Bandbreiten (10 Hz - 20 kHz)
• Demodulation in Software
• Änderungen = Software-Update

Vorteile von SDR:

  • Flexibilität: Filterbandbreite stufenlos einstellbar
  • Neue Betriebsarten: Per Software-Update nachrüstbar
  • Spektrumdarstellung: Wasserfalldiagramm in Echtzeit
  • Noise Blanker, DNR: Digitale Rauschunterdrückung

Warum nicht die anderen Antworten?

  • Spezielle Antennenanschlüsse - SDR nutzt normale HF-Anschlüsse
  • Analogtechnik im NF-Bereich - das wäre das Gegenteil von SDR!
  • Internet statt Funk - das wäre WebSDR, nicht SDR allgemein

Zusammenfassung für die Prüfung

FrageThemaRichtige Antwort
EF601DSP-Blockschaltbild1: A/D-Umsetzer, 2: D/A-Umsetzer
EF602Voraussetzung digitale FilterungSignal muss digitalisiert werden
EF603SDR-BedeutungSignalaufbereitung in Software realisiert

Wissenskontrolle

0 / 3 Fragen richtig
EF601

Folgendes Blockschaltbild stellt das Prinzip einer digitalen Signalverarbeitung dar. Welche Aufgaben haben die beiden Blöcke 1 und 2?

Fragenbild🔍

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EF602

Was ist die Voraussetzung, um ein analoges Signal mit digitaler Signalverarbeitung zu filtern? Das Eingangssignal muss zunächst ...

EF603

Worauf deutet die Bezeichnung SDR bei einem Transceiver oder Empfänger hin?

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