Frequenzbereiche
Themen
Im Amateurfunk stehen dir viele Frequenzbänder zur Verfügung - aber nicht überall darfst du alles machen. Bandpläne sorgen dafür, dass sich Funkamateure nicht gegenseitig stören und jede Betriebsart ihren Platz hat.
Was lernst du hier?
- Frequenzbereiche: Was bedeuten HF, VHF, UHF?
- IARU-Bandpläne: Welche Frequenz für welche Betriebsart?
- Bandsegmente: Wo wird gemorst, wo telefoniert, wo digital gearbeitet?
Die Frequenzbereiche im Überblick
| Bezeichnung | Frequenzbereich | Amateurfunkbänder |
|---|---|---|
| HF (Kurzwelle) | 3 - 30 MHz | 80m, 40m, 30m, 20m, 17m, 15m, 12m, 10m |
| VHF (Ultrakurzwelle) | 30 - 300 MHz | 6m, 2m |
| UHF (Dezimeterwelle) | 300 - 3000 MHz | 70cm, 23cm |
Merkhilfe für die Prüfung:
- 10m-Band (28 MHz) → HF (Kurzwelle)
- 2m-Band (144 MHz) → VHF (Ultrakurzwelle)
- 70cm-Band (430 MHz) → UHF (Dezimeterwelle)
IARU-Bandpläne - Ordnung auf den Bändern
Die IARU (International Amateur Radio Union) erstellt Bandpläne, die festlegen, welche Frequenzbereiche für welche Betriebsarten vorgesehen sind. Das ist keine Vorschrift, aber eine wichtige Empfehlung!
Typische Bandsegmente:
- Unterster Bereich: CW (Morsetelegrafie) und schmalbandige Digimodes
- Mittlerer Bereich: SSB-Telefonie, breitbandige Digimodes
- Oberer Bereich: FM-Telefonie, Repeater, Satelliten
- Spezielle Segmente: Baken, Weltraumkommunikation, Notfunk
Warum das wichtig ist:
- Auf einer Bakenfrequenz (z.B. 144,450 MHz) solltest du nicht senden - sonst störst du die Bake
- Im CW-Segment hat FM-Telefonie nichts verloren
- Repeater-Frequenzen sind für Relaisstellen reserviert, nicht für Direktverbindungen
- Satellitenfrequenzen (z.B. 145,800 MHz) sind für Weltraumkommunikation gedacht